Kategorie
Autor:innen
Jahr

Zürich und Genf machen vorwärts, St.Gallen bremst

Seit einigen Jahren sind Benin-Bronzen in Schweizer Museen ein heisses Eisen. Im St.Galler Kulturmuseum laviert man bei der Frage einer möglichen Rückgabe zwischen Dialogbereitschaft und Verweigerungshaltung.

(Bild: pd)

(Bild: pd)

«If you want to re­mo­ve a moun­tain, start wi­th one stone at a time.»

Mit obi­gem Sprich­wort be­gann 2020 ein St.Gal­ler Brief­ent­wurf an «His Roy­al Ma­jes­ty, Omo n'O­ba n'E­do Uku Ak­po­lok­po­lo Ewua­re II, 40th Mon­arch of the Ben­in King­dom». Die Idee – ent­stan­den un­ter dem da­ma­li­gen Mu­se­ums­lei­ter Da­ni­el Stu­der – war, dass mit die­sem Schrei­ben Ar­no No­ger, der da­ma­li­ge Prä­si­dent des Stif­tungs­rats des His­to­ri­schen und Völ­ker­kun­de­mu­se­ums St.Gal­len, ei­nen Pro­zess ein­lei­ten wür­de, der zur Rück­ga­be der in ei­nem bri­ti­schen Ra­che­feld­zug ge­raub­ten Ben­in-Bron­zen füh­ren wür­de.

Das St.Gal­ler Mu­se­um heisst heu­te Kul­tur­mu­se­um, hat mit Pe­ter Fux ei­nen neu­en Lei­ter, und wir schrei­ben das Jahr 2026. Die Ben­in-Bron­zen sind im­mer noch hier.

Ei­ne (un)end­li­che Ge­schich­te

For­de­run­gen auf Rück­ga­be von ko­lo­nia­len Raub­gü­tern und Ob­jek­ten wur­den von Ni­ge­ria schon seit den 1960er-Jah­ren im­mer wie­der an die Adres­se Eu­ro­pas er­ho­ben. Die his­to­ri­sche Grund­satz­re­de des fran­zö­si­schen Prä­si­den­ten Em­ma­nu­el Macron zur Rück­ga­be afri­ka­ni­scher Kul­tur­gü­ter von 2017 an der Uni­ver­si­tät von Ouag­adou­gou in Bur­ki­na Fa­so und vor al­lem die von ihm 2019 in Auf­trag ge­ge­be­ne Stu­die von Bé­né­dic­te Sa­voy und Fel­wi­ne Sarr hat dann die eu­ro­päi­sche De­bat­te wie­der­be­lebt. Es wur­de klar, dass es drin­gend und rasch mehr Mit­tel für Pro­ve­ni­enz­for­schung so­wie na­tio­nal und in­ter­na­tio­nal ko­or­di­nier­te Be­mü­hun­gen für die Rück­ga­be ko­lo­nia­ler Ob­jek­te braucht. 

Auch in der Schweiz be­gann sich et­was zu be­we­gen: Im De­zem­ber 2020 be­han­del­te der Na­tio­nal­rat die Mo­ti­on «Ge­mein­sa­me Stra­te­gie in Sa­chen Pro­ve­ni­enz­for­schung und Re­sti­tu­ti­on von Kul­tur­gü­tern aus dem eu­ro­päi­schen Ko­lo­nia­lis­mus». 2021 schlos­sen sich acht Schwei­zer Mu­se­en un­ter Fe­der­füh­rung des Mu­se­ums Riet­berg zum Ver­bund «Ben­in In­itia­ti­ve Schweiz» (BIS) zu­sam­men, um ge­mein­sam die Pro­ve­ni­en­zen ih­rer Samm­lun­gen aus dem Kö­nig­tum Ben­in in Ni­ge­ria zu un­ter­su­chen. Die «Joint De­cla­ra­ti­on of the Swiss Ben­in Fo­rum» vom 2. Fe­bru­ar 2023 war dann ei­ne ge­mein­sa­me Er­klä­rung der BIS und ei­ner ni­ge­ria­ni­schen De­le­ga­ti­on zum künf­ti­gen Um­gang mit Ben­in-Ob­jek­ten in Schwei­zer Mu­se­en. Dar­in heisst es: «The ow­ner­ship of the ob­jects which we­re loo­ted or li­kely to have be­en loo­ted in 1897 should re­turn to the ori­gi­nal ow­ner.» («Das Ei­gen­tums­recht an den Ge­gen­stän­den, die 1897 ge­raubt wur­den oder ver­mut­lich ge­raubt wur­den, soll­te an den ur­sprüng­li­chen Ei­gen­tü­mer zu­rück­fal­len.») Für St.Gal­len un­ter­zeich­ne­te Mu­se­ums­di­rek­tor Pe­ter Fux per­sön­lich, und ei­ne ni­ge­ria­ni­sche De­le­ga­ti­on be­such­te so­gar das Kul­tur­mu­se­um. Im No­vem­ber 2023 wur­de vom Bun­des­rat die Ein­set­zung ei­ner Kom­mis­si­on für his­to­risch be­las­te­tes Kul­tur­er­be (KHBK) be­schlos­sen und im Ja­nu­ar 2026 mit Mit­glie­dern be­setzt.

Im März 2026 wur­de es in der Schweiz kon­kret, 129 lan­ge Jah­re nach­dem 1200 bri­ti­sche Sol­da­ten un­ter dem Kom­man­do von Sir Har­ry Raw­son in Ben­in Ci­ty ge­wü­tet und die kul­tu­rel­len Schät­ze der Stadt ge­plün­dert hat­ten. Zü­rich und Genf sind zur Tat ge­schrit­ten, na­ment­lich das Mu­se­um Riet­berg mit Trä­ge­rin Stadt Zü­rich, das Völ­ker­kun­de­mu­se­um mit Trä­ge­rin Uni­ver­si­tät Zü­rich so­wie das Mu­sée d’eth­no­gra­phie de Genè­ve. In ei­ner ko­or­di­nier­ten Ak­ti­on über­tru­gen sie die Ei­gen­tums­rech­te von ins­ge­samt 18 ge­raub­ten Ben­in-Ob­jek­ten an Ni­ge­ria. In Bern dach­te man im­mer­hin schon mal dar­über nach, was nach den Rück­ga­ben sein könn­te: Die Uni­ver­si­tät führ­te zwi­schen März und Mai un­ter dem Ti­tel «Af­ter Re­sti­tu­ti­on. Mu­se­ums as Ar­chi­ves of New Af­ri­can His­to­ries» ei­ne gan­ze Ver­an­stal­tungs­rei­he un­ter Be­tei­lung von Fach­leu­ten aus dem glo­ba­len Sü­den durch.

Wie der Fuchs im Hüh­ner­stall

Mit­ten in die­sen lang­sa­men und längst über­fäl­li­gen, aber un­um­kehr­ba­ren Pro­zess hin­ein er­folg­te 2021 die Wahl von Pe­ter Fux zum Mu­se­ums­di­rek­tor in St.Gal­len. Er war vor­her am Mu­se­um Riet­berg tä­tig ge­we­sen, setz­te aber gleich zu Be­ginn kon­tro­ver­se Ak­zen­te in der Re­sti­tu­ti­ons­fra­ge. Am ers­ten Mu­se­ums­ca­fé vom Ok­to­ber 2022 po­le­mi­sier­te er in sei­ner An­spra­che ge­gen­über Re­sti­tu­ti­ons­for­de­run­gen im All­ge­mei­nen und ge­gen die 2014 er­folg­te Rück­ga­be der Fi­gur des Eke­ko an Bo­li­vi­en durch das His­to­ri­sche Mu­se­um Bern im Be­son­de­ren.

En­de 2022 warf er sich oh­ne er­sicht­li­chen An­lass in die De­bat­te um die mög­li­che Rück­füh­rung der Sche­pe­ne­se-Mu­mie aus der St.Gal­ler Stifts­bi­blio­thek nach Ägyp­ten. Die im­mer noch auf der Web­site des Mu­se­ums ein­seh­ba­re, «pri­va­te» Stel­lung­nah­me klag­te Mi­lo Rau, der die Sche­pe­ne­se-De­bat­te aus­ge­löst hat­te, des Po­pu­lis­mus und des Un­wis­sens an, ver­ur­teil­te ei­ne an­geb­li­che «Wo­ke­ness-Wel­le» und sprach von ei­nem «An­griff auf die Kul­tur­ge­sell­schaft» und auf «Ord­nung und Frie­den». 

Der Ver­ant­wort­li­chen für die Ben­in In­itia­ti­ve Schweiz am Kul­tur­mu­se­um St.Gal­len wur­de die­ser Tä­tig­keits­be­reich ent­zo­gen. Mu­se­ums­di­rek­tor Fux über­nahm ihn jetzt selbst, nahm aber nur sel­ten an Sit­zun­gen der BIS teil. Die Ben­in-Vi­tri­ne blieb un­be­ar­bei­tet. Aus an­geb­lich un­be­kann­ten Grün­den be­tei­lig­te sich das Kul­tur­mu­se­um auch nicht an der ­Be­stan­des­auf­nah­me für die Stu­die von Bern­hard C. Schär, Fa­bio Ros­si­nel­li und Ah­met Kö­ken Mensch­li­che Über­res­te aus ko­lo­nia­len Kon­tex­ten in der Schweiz. 

An der Fi­nis­sa­ge der Aus­stel­lung «Die Welt ins Mu­se­um – vom Han­deln, Sam­meln und Ent­de­cken» An­fang Ju­li nutz­te Mu­se­ums­di­rek­tor Fux vor der Aus­stel­lungs­wand zu den Ben­in-Bron­zen die Ge­le­gen­heit noch­mals für ei­nen Po­si­ti­ons­be­zug, be­zie­hungs­wei­se für das Ge­gen­teil. Er be­ton­te, es ge­he le­dig­lich um ei­ne Aus­le­ge­ord­nung der ver­schie­de­nen Po­si­tio­nen, und er neh­me kei­ne Stel­lung. Trotz­dem führ­te er dann aber das Ar­gu­ment ins Feld, dass das Edo-Kö­nigs­reich in den Skla­ven­han­del ver­wi­ckelt ge­we­sen sei und wies aus­drück­lich auf ein Zi­tat der Re­sti­tu­ti­on Stu­dy Group hin, die sich ge­gen (pau­scha­le) Rück­ga­ben wen­det. Zum Schluss lehn­te er schliess­lich den Be­griff «Raub­kunst», der in die­ser De­bat­te all­ge­mein üb­lich ist, ka­te­go­risch ab. Die­ser ge­hö­re in den NS-Zu­sam­men­hang, und wer ihn im ko­lo­nia­len Be­reich brau­che, sei po­pu­lis­tisch.

Wort­hül­sen statt Ta­ten – oder um­ge­kehrt?

Die bei­den Au­toren die­ses Ar­ti­kels ha­ben sich im Ju­ni 2025 mit dem Di­rek­tor des Kul­tur­mu­se­ums zu ei­nem freund­li­chen, aber ins­ge­samt eher un­er­gie­bi­gen Ge­spräch ge­trof­fen. Im­mer­hin be­ton­te er sei­ne Be­reit­schaft zu Of­fen­heit und Aus­tausch. Ei­ne zwei­te An­fra­ge für ein Ge­spräch lehn­te er aber ab, ant­wor­te­te nicht mehr auf un­se­re kon­kre­ten Fra­gen, son­dern liess sie von Ro­man Bühl­mann, zu­stän­dig für Kom­mu­ni­ka­ti­on und Mar­ke­ting, be­ant­wor­ten. Schliess­lich wil­lig­te er ein, un­se­re schrift­lich ein­ge­reich­ten Fra­gen schrift­lich zu be­ant­wor­ten, was er dann im Ju­li die­ses Jah­res tat. Ob­wohl klar ist, dass zwei Ben­in-Ob­jek­te als ur­sprüng­lich «ge­plün­dert» und sechs Ob­jek­te als «wahr­schein­lich ge­plün­dert» ein­zu­stu­fen sind, und ob­wohl sich in den Be­stän­den des Mu­se­ums «23 Samm­lungs­ein­hei­ten mit Be­zug zu mensch­li­chen Über­res­ten» so­wie zahl­rei­che Ob­jek­te mit Be­zug zu den als ge­no­zi­dal ein­zu­stu­fen­den deut­schen Ver­bre­chen in Na­mi­bia be­fin­den, sieht der Di­rek­tor kei­nen Hand­lungs­be­darf.

Für Mu­se­ums­di­rek­tor Fux ist of­fen­bar die zu En­de ge­gan­ge­ne Aus­stel­lung «Die Welt ins Mu­se­um» Aus­ein­an­der­set­zung mit der heik­len Re­sti­tu­ti­ons­fra­ge ge­nug.

Was für uns von sei­nen wei­te­ren Ant­wor­ten auf un­se­re Fra­gen bleibt, ist ein Ein­druck von For­meln, Selbst­ver­ständ­lich­kei­ten und Ver­satz­stü­cken aus der mu­se­ums­po­li­ti­schen PR-Spra­che: Das Mu­se­um ver­ste­he sich als «Ort des Dis­kur­ses», man wol­le «un­ter­schied­li­che his­to­ri­sche, fach­li­che und in­sti­tu­tio­nel­le Ebe­nen an­ge­mes­sen ein­ord­nen», und man be­ur­tei­le Re­sti­tu­ti­ons­fra­gen «nicht pau­schal, son­dern fall­be­zo­gen». Re­sti­tu­tio­nen könn­ten zwar «in be­stimm­ten Fäl­len ein rich­ti­ger Schritt sein», es brau­che bei Rück­ga­ben aber ei­ne «sorg­fäl­ti­ge Ab­wä­gung». Dem Mu­se­um ge­he es «um ei­ne dif­fe­ren­zier­te Ein­ord­nung von Ob­jekt­ge­schich­te, Samm­lungs­ge­schich­te, Macht­ver­hält­nis­sen und heu­ti­gen An­sprü­chen».

Ei­gen­tums­fra­gen wür­den, so heisst es in ei­ner der Ant­wor­ten auf die an Pe­ter Fux ge­stell­ten elf de­tail­lier­ten Fra­gen, «nicht iso­liert ent­schie­den, son­dern im Dia­log mit Fach­per­so­nen, in­sti­tu­tio­nel­len Part­nern und un­se­rer Trä­ger­schaft wei­ter­ent­wi­ckelt». Mit «Trä­ger­schaft» ist der sie­ben Mit­glie­der zäh­len­de Stif­tungs­rat ge­meint, wo­mit zum Schluss auch die Fra­ge auf­ge­wor­fen sei, ob die­ser die ins­ge­samt doch sehr ir­ri­tie­ren­de und aus der Zeit ge­fal­le­ne Hal­tung des Mu­se­ums­di­rek­tors in der Re­sti­tu­ti­ons­fra­ge mit­trägt. Kat­rin Mei­er, die Prä­si­den­tin des Stif­tungs­rats, geht auf un­se­re Nach­fra­ge nicht de­tail­liert auf die Re­sti­tu­ti­ons­fra­ge in Be­zug zu den Ben­in-Ob­jek­ten ein. Sie for­mu­liert es so: «Der Stif­tungs­rat ver­ant­wor­tet die stra­te­gi­sche Aus­rich­tung des Kul­tur­mu­se­ums St.Gal­len mit und ver­traut der Mu­se­ums­lei­tung in der fach­li­chen und in­sti­tu­tio­nel­len Be­ar­bei­tung die­ser viel­schich­ti­gen Fra­gen.» 

Zü­rich und Genf ma­chen vor­wärts, St.Gal­len bremst

Seit ei­ni­gen Jah­ren sind Ben­in-Bron­zen in Schwei­zer Mu­se­en ein heis­ses Ei­sen. Im St.Gal­ler Kul­tur­mu­se­um la­viert man bei der Fra­ge ei­ner mög­li­chen Rück­ga­be zwi­schen Dia­log­be­reit­schaft und Ver­wei­ge­rungs­hal­tung.

Von Richard Butz und Hans Fässler,
Benin bronze kulturmuseum 2026

Bücherherbst: Nie ist alles gut von Raffael Rihs

Mo­ment­auf­nah­men

Von Veronika Fischer,

Ma­gen­brot bis zu­letzt

Ein Fes­ti­val über den Tod – darf das auch lus­tig sein? «Last Call» lädt am 31. Ok­to­ber in St.Gal­len da­zu ein, über das Ster­ben zu spre­chen. In­ter­view mit Mi­chel­le Mauch­le von der Ge­schäfts­stel­le Pal­lia­ti­ve Ca­re Stadt St.Gal­len.

Von Philipp Bürkler,
Festival zum tod michelle mauchle

Kampf­sport als Safe Space

In St.Gal­len hat am Sams­tag zum ers­ten Mal ein eman­zi­pa­to­risch-an­ti­fa­schis­tisch-que­er­fe­mi­nis­ti­sches Kampf­sport­tur­nier statt­ge­fun­den. Wie das aus­sieht? Schon ziem­lich bru­tal, aber dann auch wie­der herz­lich.

Von Malena Widmer,
DSC02464

Bücherherbst: Unwucht von Sarah Elena Müller

Zwi­schen Lie­be und Lei­den

Von David Gadze,

Be­stän­dig­keit, die ero­diert 

Seit 35 Jah­ren un­ter­sucht Pa­trick Roh­ner Na­tur­pro­zes­se, ins­be­son­de­re im Zu­sam­men­hang mit Geo­lo­gie, zeich­ne­risch, ma­le­risch und bild­haue­risch. Die Aus­stel­lung «Fal­tun­gen» im Mu­se­um Bickel zeigt noch bis zum 22. No­vem­ber ei­nen Quer­schnitt die­ser kon­ti­nu­ier­li­chen Be­schäf­ti­gung. 

Von Angela Kuratli,
Gu Kas Pa Ro 26 385960 Email Orginal 2

Klimaseniorinnen besuchen Bern

Hit­ze und Dür­re im Bun­des­haus

Von Beatrice Häfliger,
Gruppenfoto

Chil­len am Steinach­strand

Vor dem Karls­tor ein Pick­nick un­ter Bäu­men am Ufer, die Mit­tags­pau­se mit den Füs­sen im Was­ser vor der Kan­tons­schul-Bi­blio­thek oder ein Bier am Bäch­lein zwi­schen der Bar La Bue­na On­da und dem «Bier­hof» – das al­les soll ge­mäss der Mach­bar­keits­stu­die «Al­te Stein­ach» mög­lich wer­den. Am Mon­tag ha­ben sie die Ver­ant­wort­li­chen vor­ge­stellt. 

Von René Hornung,
Alte Steinach Karlstor Zukunft

Hu­mor und Hal­tung

Del­fi­ne, Her­zen und Flag­gen. Die «Il­lo Kon­stanz Vol. 5» zeigt über 60 Ar­bei­ten von in­ter­na­tio­na­len Il­lus­tra­to­ren. Die Schau lässt viel Raum für ei­ge­ne Zu­gän­ge, übt aber auch Kri­tik und zeigt Hal­tung.

Von Vera Zatti,
IMG 1890 2

«Die­ser Ort braucht ei­ne Per­spek­ti­ve»

Der Ver­ein Lat­tich im Gü­ter­bahn­hof­are­al St.Gal­len fei­ert das 10-Jahr-Ju­bi­lä­um. Noch im­mer kämpft er mit Ein­spra­chen. Der Vor­stand der Grün­dungs­pha­se hat auf­ge­ge­ben. Seit gut ei­nem Jahr bil­den Adel­heid Kar­li und Flo­rim Ša­ba­ni das Co-Prä­si­di­um.

Von Andi Giger, Bilder: Nayla Baumgartner,
2610 Redeplatz

Nachruf auf Urs Ullmann

«Wir nann­ten ihn ‹Sun­ny› we­gen sei­nes auf­ge­stell­ten Ge­müts»

Von Urs Oskar Keller,
Urs Ullmann Maerz 2023 Altnau Urs Oskar Keller

Bücherherbst: Mondläufer von Daniel Badraun

Vom Le­ben und Schrei­ben

Von Sieglinde Wöhrer,
Bildschirmfoto 2026 10 19 um 15 34 04

Wenn Mu­se­ums­ob­jek­te ei­nen neu­en Sinn be­kom­men

Ei­ne ben­zin­be­trie­be­ne Glüh­bir­ne? Ein ro­bus­tes Schnaps­glas? Oder ein Kat­zen­hals­band, das die Raub­tie­re vom Vö­gel­fan­gen ab­hal­ten soll? Im His­to­ri­schen Mu­se­um Thur­gau schlum­mern ei­ni­ge Ge­gen­stän­de, de­ren Funk­ti­on auf den ers­ten Blick nicht ganz klar ist. Tho­mas Götz, Mar­ti­na Hü­gi und Ste­fan Kel­ler muss­ten die­se am Icon Po­et her­aus­fin­den.

Von Judith Schuck,
Icon Poet Judith Schuck

Lang­sam­keit als Mo­tor

Die St.Gal­ler Rock­band The Black Salt ver­öf­fent­licht ihr zwei­tes Al­bum. Und ver­ab­schie­det sich ein Stück­weit von ih­ren An­fän­gen.

Von David Gadze,
Theblacksalt1

Fah­nen der Ver­gäng­lich­keit

Die Welt ist in ste­tem Wan­del. Und man­che Ver­än­de­run­gen sind ir­rever­si­bel – Glet­scher schmel­zen, Tier- und Pflan­zen­ar­ten ster­ben aus. Die Aus­stel­lung «Flim­mern» wid­met sich der Be­wusst­wer­dung die­ses Wan­dels – und dem Schmerz, den er aus­löst.

Von Judith Schuck,
Flimmern Blossom 0 2 von Hoa Luo Patrik Muchenberger

Du­bio­se Zah­len zum Au­to­bahn­aus­bau

Die Grund­la­gen, mit de­nen die Be­für­wor­ter:in­nen die drit­te Au­to­b­anhröh­re durch den Ro­sen­berg in St.Gal­len und die Teil­span­ge mit dem An­schluss im Gü­ter­bahn­hof­are­al for­dern, ba­sie­ren auf frag­wür­di­gen Zah­len. Zu die­sem Schluss kommt der Raum- und Ver­kehrs­pla­ner Tho­mas Hug-Di Le­na.

Von René Hornung,
Anschluss gueterbahnhof

Bücherherbst: Réduit von Alexander Raschle

Hoff­nung in ei­ner ver­stei­ner­ten Welt

Von Richard Butz,
Bildschirmfoto 2026 10 28 um 16 11 18

Grüs­se aus ei­nem kom­pli­zier­ten Land

Die St.Gal­ler Tanz­kom­pa­nie fei­er­te ver­gan­ge­nen Sams­tag mit From Eng­land wi­th Love Pre­mie­re. Das Stück wagt sich aber­mals aus dem Gleich­schritt – mit un­miss­ver­ständ­li­chen Ges­ten.

Von Andi Giger,
From England with Love

Eman­zi­pa­ti­on in geo­me­tri­scher Form

Das Kunst­haus Bre­genz zeigt in der neu­en Aus­stel­lung Ar­bei­ten der US-ame­ri­ka­ni­schen Künst­le­rin Tork­wa­se Dys­on. Aus­gangs­punkt ih­rer gross­for­ma­ti­gen geo­me­tri­schen Skulp­tu­ren und poe­ti­schen Ma­le­rei­en bil­det das Le­ben und die Be­frei­ung Schwar­zer Men­schen.

Von Sieglinde Wöhrer,
Torkwase Dyson EG Y3 A3594 Foto Markus Tretter

Vom Ges­tern in die Zu­kunft tau­chen

Wie stehts heu­te um die Gleich­stel­lung? Und wie war das frü­her? Die Pop-up-Aus­stel­lung «Frau­en­spu­ren im Hal­len­bad» in Gos­sau ar­bei­tet ein Stück Ge­sell­schafts­ge­schich­te auf. Zeigt, wo es heu­te noch hakt, und dass es nicht blei­ben muss, wie es ist.

Von Vera Zatti,
DSC09196