Kategorie
Autor:innen
Jahr

Die Erde ist nicht genug

Der neue Ausstellungsraum des Naturmuseums St.Gallen zum Universum ist zugleich einer der grössten Spiegelräume der Schweiz. (Bilder: Niklas Thalmann) 

Der neue Ausstellungsraum des Naturmuseums St.Gallen zum Universum ist zugleich einer der grössten Spiegelräume der Schweiz. (Bilder: Niklas Thalmann) 

Das Naturmuseum St.Gallen eröffnet Mitte November zum zehnjährigen Bestehen seines Neubaus den Ausstellungsbereich «Mensch und Universum». Zwischen Klimakrise und Sternenhimmel geht es um eine ziemlich grosse Frage: Wo stehen wir eigentlich?

Ein Blau­wal wiegt bis zu 200 Ton­nen und ist bis zu 30 Me­ter lang. Im Ver­gleich zu ei­nem Con­tai­ner­schiff wirkt aber selbst er wie ein Winz­ling. Bei­de nut­zen die Welt­mee­re, der Wal als Le­bens­raum, Fracht­schif­fe mit ih­ren Tau­sen­den Con­tai­nern als Trans­port­we­ge, um Wa­ren ans an­de­re En­de der Welt zu trans­por­tie­ren. In der neu­en Dau­er­aus­stel­lung «Mensch und Uni­ver­sum» im Na­tur­mu­se­um St.Gal­len zeigt die­se Ge­gen­über­stel­lung ex­em­pla­risch das Ver­hält­nis zwi­schen dem Men­schen und dem Rest der Welt.

Zehn Jah­re nach dem Be­zug des Neu­baus an der Ror­scha­cher Stras­se wird da­mit ein Teil des Hau­ses neu er­zählt. In den­sel­ben Räum­lich­kei­ten, wo bis­her das The­ma «En­er­gien und Roh­stof­fe» be­han­delt wur­den, geht es künf­tig von den Hin­ter­las­sen­schaf­ten un­se­rer Kon­sum­kul­tur bis zu den Gren­zen des be­ob­acht­ba­ren Uni­ver­sums.

Mu­se­ums­di­rek­tor Mat­thi­as Mei­er möch­te bei­des zu­sam­men­brin­gen: die Fas­zi­na­ti­on für das Uni­ver­sum und die Ver­ant­wor­tung für die Er­de. Wer ins All hin­aus­schaue, kön­ne zu­gleich den ei­ge­nen Pla­ne­ten schät­zen und schüt­zen.

Die Zu­kunft vor Au­gen 

Der neue Rund­gang zeigt, wie Tech­no­lo­gien vom Feu­er über die Dampf­ma­schi­ne bis zum Com­pu­ter und KI das mensch­li­che Le­ben ver­än­dert und die Nut­zung und Aus­beu­tung des Pla­ne­ten er­mög­licht ha­ben. Er führt vom star­ken Be­völ­ke­rungs­wachs­tum seit 1800 über die Er­näh­rung und den welt­wei­ten Wa­ren­ver­kehr bis zu den Fol­gen un­se­res Kon­sums: Roh­stof­fe wer­den ab­ge­baut, Gü­ter trans­por­tiert, Ab­fäl­le und Mi­kro­plas­tik blei­ben zu­rück.

Wei­te­re Sta­tio­nen wid­men sich dem Rei­sen, dem Kli­ma­wan­del und sei­nen Kipp­punk­ten so­wie der be­droh­ten Ar­ten­viel­falt. Da­bei geht es im­mer auch um die Zu­kunft: Wie kön­nen wir al­le Men­schen er­näh­ren und un­se­re Le­bens­grund­la­gen er­hal­ten? Und wel­che Er­de hin­ter­las­sen wir je­nen, die in Hun­der­ten oder Tau­sen­den von Jah­ren nach uns le­ben? Die Fol­gen un­se­res Han­delns könn­ten die Men­schen noch sehr lan­ge be­schäf­ti­gen. Ra­dio­ak­ti­ve Ab­fäl­le, CO₂-Aus­stoss oder Mi­kro­plas­tik sind nur drei Bei­spie­le, die das Le­ben der Mensch­heit in Zu­kunft er­schwe­ren könn­ten.

Denn: Wenn wir ge­sell­schaft­lich und po­li­tisch von «Zu­kunft» spre­chen, mei­nen wir da­mit oft die kom­men­den zwei, drei Ge­ne­ra­tio­nen. Im Na­tur­mu­se­um wird die­ser Zeit­ho­ri­zont be­wusst ge­bro­chen und viel wei­ter in die Fer­ne ge­dacht: «Wir möch­ten die Men­schen an­re­gen, lang­fris­tig zu den­ken; nicht nur an die nächs­ten 50 Jah­re, son­dern auch dar­an, wie die Welt in 5000 Jah­ren aus­sieht», sagt Mei­er bei ei­nem Rund­gang durch die Aus­stel­lung.

Ein Kas­ten oh­ne sicht­ba­re Gren­zen 

Ein rie­si­ger schwar­zer Ku­bus be­glei­tet den Rund­gang. Er ist stets ge­heim­nis­voll in un­se­rem Rü­cken. Er stiehlt all den In­for­ma­ti­ons­ta­feln, Gra­fi­ken und drei­di­men­sio­na­len Ob­jek­ten, die auf der Wand mit grü­nen und grau­en Ka­cheln aus re­cy­cel­tem PET prä­sen­tiert wer­den, so ein­la­dend die­se auch sind, bei­na­he die Show. Der neue Ku­bus ist das Herz­stück – oder bes­ser: das schwar­ze Loch – der neu­en Aus­stel­lung.

Der schwar­ze Mo­no­lith saugt die Be­su­cher:in­nen von der Aus­sen­welt – der Rea­li­tät des An­thro­po­zäns – hin­ein in die Wei­ten des Uni­ver­sums. Das Na­tur­mu­se­um zeigt uns dar­in die Be­deu­tungs­lo­sig­keit und Win­zig­keit des Men­schen im Kos­mos. Wän­de, De­cke und Bo­den sind mit Spie­geln ver­klei­det. Sie las­sen den Raum schein­bar ins Un­end­li­che wach­sen. Ei­ne leuch­ten­de In­stal­la­ti­on in der Mit­te zeigt die Nach­bar­ster­ne un­se­rer Son­ne und spie­gelt sie in al­le Rich­tun­gen. Be­leuch­te­te Me­teo­ri­ten und Tex­te tre­ten aus der Dun­kel­heit her­vor. «Wir woll­ten die Wei­te des Uni­ver­sums auf be­grenz­tem Raum ver­mit­teln. So ent­stand die Idee mit den Spie­geln», sagt Mei­er. 

Matthias Meier, Direktor des Naturmuseums St.Gallen. 

Matthias Meier, Direktor des Naturmuseums St.Gallen. 

Ent­stan­den ist ei­ner der gröss­ten Spie­gel­räu­me der Schweiz. Die Be­su­cher:in­nen kön­nen dar­in an­schau­lich die enor­men Di­stan­zen des Uni­ver­sums er­fah­ren: von der Er­de zur Son­ne, von der Son­ne zum Ju­pi­ter, zu an­de­ren Son­nen, zu an­de­ren Ga­la­xien und schliess­lich bis ans En­de des be­ob­acht­ba­ren Uni­ver­sums – und dar­über hin­aus.

Da­hin­ter steht für Mei­er ei­ne Fra­ge, die über as­tro­no­mi­sche Grös­sen­ver­hält­nis­se hin­aus­geht: «Wo ste­hen wir in dem Gan­zen, was ist un­se­re Rol­le?»

Gros­se Me­teo­ri­ten­samm­lung als Teil der Aus­stel­lung 

Ein zen­tra­ler Be­stand­teil des Spie­gel­raums sind Me­teo­ri­ten. Die Ge­steins­bro­cken sind greif­ba­re Zeu­gen des Uni­ver­sums. Vie­le von ih­nen wa­ren meh­re­re Mil­lio­nen Jah­re im All un­ter­wegs, be­vor sie auf der Er­de ein­schlu­gen. Ein Ver­gleich zeigt zum Bei­spiel die Grös­sen ver­schie­de­ner Ein­schlags­kör­per aus den ver­gan­ge­nen 250 Mil­lio­nen Jah­ren; dar­un­ter auch je­nen, der die Di­no­sau­ri­er aus­lösch­te. Ne­ben sol­chen nach­ge­bau­ten Me­teo­ri­ten sind vor al­lem ech­te Him­mels­kör­per aus­ge­stellt. Man­che sind auf­ge­schnit­ten und ge­schlif­fen, an­de­re tra­gen noch ih­re dunk­le Schmelz­krus­te. Me­teo­ri­ten ma­chen im Na­tur­mu­se­um das Uni­ver­sum phy­sisch greif­bar.

Die Fas­zi­na­ti­on von Me­teo­ri­ten und Uni­ver­sum kommt nicht von un­ge­fähr. Mu­se­ums­di­rek­tor Mei­er hat an der ETH, im schwe­di­schen Lund und im fran­zö­si­schen Nan­cy sel­ber jah­re­lang zum The­ma Me­teo­ri­ten ge­forscht. Kurz nach­dem er 2022 die Lei­tung des Na­tur­mu­se­ums über­nom­men hat­te, er­hielt das Mu­se­um von Hen­ri B. Mei­er ei­ne Schen­kung von mehr als 600 Me­teo­ri­ten. Der frü­he­re Fi­nanz­chef von Hoff­mann-La Ro­che und HSG-Ab­sol­vent hat­te sei­ne Samm­lung dem Na­tur­mu­se­um über­las­sen. Hen­ri B.Mei­er selbst hat­te die Samm­lung zu­vor vom Bal­ly-Mu­se­um im so­lo­thur­ni­schen Schö­nen­werd er­wor­ben. Zeit­wei­se stell­te er sie Erich von Dä­ni­kens Mys­tery Park in In­ter­la­ken zur Ver­fü­gung. Die Samm­lung um­fasst Ge­steins- und Ei­sen­me­teo­ri­ten aus der Schweiz und der gan­zen Welt, dar­un­ter Stü­cke der be­kann­ten Me­teo­ri­ten Twann­berg und Al­len­de aus Me­xi­ko.

«Un­se­re Aus­stel­lung ist wohl viel nä­her an dem, was sich Hen­ri B. Mei­er ur­sprüng­lich wünsch­te», freut sich Mu­se­ums­lei­ter Mat­thi­as Mei­er. Der Me­teo­ri­ten­samm­ler hat die neue Aus­stel­lung fi­nan­zi­ell un­ter­stützt und die Schen­kung der Me­teo­ri­ten an die Be­din­gung ge­knüpft, sie öf­fent­lich zu­gäng­lich zu ma­chen. Für Mu­se­ums­di­rek­tor Mei­er bie­ten die Stei­ne ei­nen Zu­gang zu grös­se­ren Fra­gen: Wo­her kom­men wir? Was ver­bin­det die Er­de mit dem üb­ri­gen Son­nen­sys­tem? Und wel­che Spu­ren hin­ter­las­sen Be­geg­nun­gen mit Kör­pern aus dem All?

Mo­men­tan wird am Spie­gel­raum noch ge­ar­bei­tet: Bis zur Er­öff­nung Mit­te No­vem­ber soll aber al­les fer­tig sein; je­der Me­teo­rit am rich­ti­gen Ort, je­der Pla­net rich­tig aus­ge­leuch­tet und je­de Schrift­ta­fel les­bar, ver­si­chert auch der an­we­sen­de Hand­wer­ker, der mit ei­ner Bohr­ma­schi­ne han­tiert.

Wo sind die Aus­ser­ir­di­schen? 

Ne­ben Me­teo­ri­ten und den ge­wal­ti­gen Di­stan­zen im All wid­met sich die neue Dau­er­aus­stel­lung auch der Su­che nach aus­ser­ir­di­schem Le­ben. Exo­pla­ne­ten – al­so Pla­ne­ten, die an­de­re Son­nen um­krei­sen – kön­nen der Er­de äh­neln oder sich grund­le­gend von ihr un­ter­schei­den. Ih­re Viel­falt wirft die Fra­ge auf, ob auch an­ders­wo Le­ben ent­stan­den ist. Bis­lang ist das Le­ben nur auf der Er­de be­kannt. For­schen­de welt­weit su­chen der­zeit eif­rig nach Le­ben aus­ser­halb der Er­de. Die­ser Kon­text sei neu und wer­de noch nicht oft ver­mit­telt, so Mei­er: «Aus­stel­lun­gen über Exo­pla­ne­ten und po­ten­zi­el­les Le­ben auf an­de­ren Pla­ne­ten gibt es noch nicht vie­le.»

Ge­zeigt wird auch ei­ne Ko­pie der Voy­a­ger-Schall­plat­te. Das Ori­gi­nal mit ver­schie­de­nen mensch­li­chen Stim­men und Spra­chen so­wie Mu­sik von Jo­hann Se­bas­ti­an Bach, Chuck Ber­ry und an­de­ren ist seit 1977 in den Tie­fen des Alls un­ter­wegs und hat vor we­ni­gen Jah­ren un­ser Son­nen­sys­tem ver­las­sen. Viel­leicht fin­det ei­ne in­tel­li­gen­te Spe­zi­es ir­gend­wann die­ses Zeug­nis der Mensch­heit. Ob es uns dann noch gibt?

QR-Codes er­schlies­sen die ver­mit­tel­ten In­hal­te auch di­gi­tal, bei­spiels­wei­se kön­nen Tex­te der Aus­stel­lung vor­ge­le­sen wer­den. Ein Klang­tep­pich er­zeugt aus­ser­dem ei­ne uni­ver­sel­le Stim­mung oder viel­leicht das Hin­ter­grund­rau­schen der Un­end­lich­keit. Zu­ge­las­sen zur Un­end­lich­keit im schwar­zen Mo­no­li­then sind 25 Per­so­nen gleich­zei­tig.

Per­so­nel­le Wech­sel, tech­ni­sche Her­aus­for­de­run­gen und ein lang­wie­ri­ges Be­wil­li­gungs­ver­fah­ren ver­zö­ger­ten die Um­set­zung der auf 2023 ge­plan­ten Aus­stel­lung. Seit Som­mer 2025 liegt laut Mei­er die Bau­be­wil­li­gung vor. Die Er­öff­nung fällt nun mit dem zehn­jäh­ri­gen Be­stehen des Neu­baus zu­sam­men. 

Ei­ne an­de­re Per­spek­ti­ve auf un­ser Le­ben und Han­deln 

Mit «Mensch und Uni­ver­sum» er­hält St.Gal­len ei­nen Ort, an dem Schü­ler:in­nen und an­de­re In­ter­es­sier­te den Zu­sam­men­hang zwi­schen un­se­rer für den Pla­ne­ten schäd­li­chen Le­bens­wei­se und der Zu­kunft un­se­rer Zi­vi­li­sa­ti­on er­kun­den kön­nen. Der Spie­gel­raum er­wei­tert die­se Per­spek­ti­ve um die Fra­ge nach un­se­rem Platz im Uni­ver­sum.

Nach all den Licht­jah­ren und den un­end­li­chen Wei­ten in der Black­box er­schei­nen die We­ge des Con­tai­ner­schiffs kurz und selbst der Blau­wal win­zig. Ge­mes­sen am Welt­all ist die Er­de nur ein Staub­korn im Nichts. Un­ser Ein­fluss auf die Er­de ist aber ge­wal­tig. Dies sicht­bar zu ma­chen und die­ses Wis­sen zu ver­mit­teln, ge­ra­de auch an jun­ge Men­schen, wird im­mer wich­ti­ger.

Die neue Aus­stel­lung macht die­ses Span­nungs­ver­hält­nis deut­lich und stellt die exis­ten­zi­el­le Fra­ge: Ha­ben wir Men­schen ei­ne Zu­kunft?


Ju­bi­lä­ums­wo­chen­en­de 10 Jah­re Na­tur­mu­se­um und Er­öff­nung «Mensch und Uni­ver­sum»: Sams­tag, 14. No­vem­ber, und Sonn­tag, 15. No­vem­ber, je­weils von 10 bis 17 Uhr, Na­tur­mu­se­um St.Gal­len.
na­tur­mu­se­umsg.ch

Die Er­de ist nicht ge­nug

Das Na­tur­mu­se­um St.Gal­len er­öff­net Mit­te No­vem­ber zum zehn­jäh­ri­gen Be­stehen sei­nes Neu­baus den Aus­stel­lungs­be­reich «Mensch und Uni­ver­sum». Zwi­schen Kli­ma­kri­se und Ster­nen­him­mel geht es um ei­ne ziem­lich gros­se Fra­ge: Wo ste­hen wir ei­gent­lich?

Von Philipp Bürkler,
Naturmuseum Mensch und Universum Niklas Thalmann

Ein ziem­lich ab­ge­fah­re­nes Ding

Seit zehn Jah­ren gibt es die Re­si­den­cy in der Bi­blio­thek An­dre­as Züst im Al­pen­hof, die­sem so schwer zu fas­sen­den Ort in In­ner­rho­den. Der run­de Ge­burts­tag wird nun mit ei­nem viel­fäl­ti­gen Fes­ti­val ge­fei­ert.

Von Hanspeter Spörri,
Alpenhof bibliothek andreas zuest residency

Ein künst­le­ri­sches Ge­ne­ra­tio­nen­tref­fen

Be­vor die Kunst­hal­le St.Gal­len im De­zem­ber we­gen Um­bau­ar­bei­ten vor­aus­sicht­lich bis April 2027 schliesst, dreht sie noch­mals voll auf. In der Aus­stel­lung «House of Ch­an­ge: Pre-Con­s­truc­tion-Warm-Up-Ga­lo­re» prä­sen­tiert sie im lau­fen­den Mo­nat ein dich­tes, bun­tes Pro­gramm an Kunst und Kul­tur.

Von Larisa Baumann,
House of change larisa baumann 1

Zwi­schen Kunst und Kör­per 

In der Aus­stel­lung «Smi­le ma­nia­cal­ly we’re ali­ve» ver­bin­det Ja­la Wa­hid schein­bar ge­trenn­te Wel­ten. Sie schlägt dar­in ei­ne Brü­cke zwi­schen Er­in­ne­rung, Emo­ti­on, Wis­sen­schaft und Po­li­tik. 

Von Sieglinde Wöhrer,
Jala Wahid Smile maniacally were alive Sieglinde Woehrer

Ver­ei­nig­te Kul­tur­sze­ne pro­tes­tiert ge­gen den Spar­ham­mer

Die er­neu­ten Spar­vor­schlä­ge der St.Gal­ler Re­gie­rung stos­sen auf brei­te Ab­leh­nung. Die Kul­tur­sze­ne so­li­da­ri­siert sich ge­gen die Ab­bau­plä­ne. Die Kul­tur­lob­by hat sich in Stel­lung ge­bracht. Obs hilft?

Von Roman Hertler,
2611 Kulturgelder gaffa rappenspalter 2 farbe

Kunstausstellung

Mut­ter­schaft in Öl ge­fasst

Von Vera Zatti,
Cecileund Pina300dpi

Die Meis­te­rin der Bei­läu­fig­keit

Ei­gent­lich woll­te Zsuz­san­na Gah­se kei­ne Bü­cher mehr schrei­ben. Nun hat sie mit An­ge­rich­tet ihr Werk doch noch ein­mal er­wei­tert. Ih­re Spra­che dar­in bleibt neu­gie­rig, hu­mor­voll und spie­le­risch. Und wirkt fast wie ein Kom­men­tar zum ei­ge­nen li­te­ra­ri­schen Schaf­fen.

Von Michael Lünstroth,
226736

Bücherherbst: Ausser mir von Micha Friemel

Ana­ly­se des müt­ter­li­chen Wahn­sinns

Von Veronika Fischer,

Zwi­schen Ruhm und Knast

Ja­kob Stutz, Volks­schrift­stel­ler und Re­form­päd­ago­ge mit «zwie­späl­ti­gem» Cha­rak­ter: Ihn lässt Ex-Kel­ler­büh­nen­lei­ter Mat­thi­as Pe­ter 150 Jah­re nach sei­nem Tod noch ein­mal auf­le­ben – un­ter an­de­rem in Tro­gen, wo Stutz im Ge­fäng­nis sass.

Von Peter Surber,
01 Jakob Stutz 11 cut

Das Mit­tel­mass fei­ern

Auf sei­nem neu­en Al­bum Th­ree Chords and a Shaking Hand be­singt der Rhein­ta­ler Sin­ger-Song­wri­ter Mo Klé die ge­gen­wär­ti­ge De­bat­ten­kul­tur, Re­gen­stür­me und Selbst­ak­zep­tanz. Die Al­bum­tau­fe fin­det am 7. No­vem­ber im st.gal­li­schen Bahn­hof Brug­gen statt.

Von Vera Zatti,
Artist Picture Mo Kle 2 Credits Johannes Gruber

FC St.Gal­len vs. Ser­vet­te 2:1 - Nicht bril­liert, aber ge­won­nen

Bouk­hal­fa und Gört­ler brin­gen die Es­pen in Füh­rung, wel­che das Team dann über die Zeit bringt.

Von SENF Kollektiv,
Senf

«Wir le­ben in ei­ner ver­blö­de­ten Mei­nungs­welt!»

Alex­an­der Vel­ja­nov ist die un­ver­wech­sel­ba­re Stim­me der Dark-Wa­ve-Band Dei­ne La­kai­en. Mit sei­nem neu­en So­lo­al­bum gas­tiert er am 9. No­vem­ber in Frau­en­feld. Ein Ge­spräch über Schub­la­den, Lü­ge, Wahr­heit und die Fra­ge, was Mu­sik mit un­se­rem Mensch­sein zu tun hat. 

Von Michael Lünstroth,
VELJANOV 2018 03

Zumthor plant in Wildhaus

Noch mehr Spit­zen­ar­chi­tek­tur fürs Tog­gen­burg

Von René Hornung,
Steinmodell 2

Die SP setzt auf Pe­ter Oli­bet

Ein Wahl­gang ge­nüg­te: Die SP der Stadt St.Gal­len schickt Pe­ter Oli­bet ins Ren­nen um die Nach­fol­ge von Stadt­rat Pe­ter Jans. Er er­hielt 109 von 182 Stim­men. In der Fra­ge­run­de ging es um Spar­po­li­tik, be­zahl­ba­re Woh­nun­gen und die Fra­ge, wie viel Op­po­si­ti­on ein künf­ti­ges Re­gie­rungs­mit­glied noch ma­chen kann.

Von Philipp Bürkler,
Nomination Peter Olibet 10
Heftvorschau 11/26
Postkolonial, Kulturgelder, Universum

Wäh­rend Zü­rich und Genf ge­raub­te Ben­in-Bron­zen zu­rück­ge­ben, la­viert das Kul­tur­mu­se­um St.Gal­len. Der­weil un­ter­sucht der Thur­gau sei­ne eth­no­gra­fi­sche Samm­lung und schliess Re­sti­tu­tio­nen nicht aus. Aus­ser­dem im No­vem­ber­heft: Der so­li­da­ri­sche Pro­test der St.Gal­ler Kul­tur­sze­ne ge­gen die Spar­plä­ne des Kan­tons, die neue Aus­stel­lung zum Zehn­jäh­ri­gen im Na­tur­mu­se­um St.Gal­len, das ers­te elek­tro­ni­sche So­lo­al­bum von Ka­fi-D und vie­les mehr.

Saiten 2611 01 Cover

Zü­rich und Genf ma­chen vor­wärts, St.Gal­len bremst

Seit ei­ni­gen Jah­ren sind Ben­in-Bron­zen in Schwei­zer Mu­se­en ein heis­ses Ei­sen. Im St.Gal­ler Kul­tur­mu­se­um la­viert man bei der Fra­ge ei­ner mög­li­chen Rück­ga­be zwi­schen Dia­log­be­reit­schaft und Ver­wei­ge­rungs­hal­tung.

Von Richard Butz und Hans Fässler,
Benin bronze kulturmuseum 2026

Bücherherbst: Nie ist alles gut von Raffael Rihs

Mo­ment­auf­nah­men

Von Veronika Fischer,

Ma­gen­brot bis zu­letzt

Ein Fes­ti­val über den Tod – darf das auch lus­tig sein? «Last Call» lädt am 31. Ok­to­ber in St.Gal­len da­zu ein, über das Ster­ben zu spre­chen. In­ter­view mit Mi­chel­le Mauch­le von der Ge­schäfts­stel­le Pal­lia­ti­ve Ca­re Stadt St.Gal­len.

Von Philipp Bürkler,
Festival zum tod michelle mauchle

Kampf­sport als Safe Space

In St.Gal­len hat am Sams­tag zum ers­ten Mal ein eman­zi­pa­to­risch-an­ti­fa­schis­tisch-que­er­fe­mi­nis­ti­sches Kampf­sport­tur­nier statt­ge­fun­den. Wie das aus­sieht? Schon ziem­lich bru­tal, aber dann auch wie­der herz­lich.

Von Malena Widmer,
DSC02464

Bücherherbst: Unwucht von Sarah Elena Müller

Zwi­schen Lie­be und Lei­den

Von David Gadze,