FCSG vs. Lugano 1:0 – Wer solche Spiele gewinnt, der die Spitze erklimmt
St.Gallen besiegt Lugano nach einer mittelmässigen Leistung und einem Traumtor von Boukhalfa mit 1:0. Damit stehen die St.Galler neu vor Thun an der Tabellenspitze.
Sind wir ehrlich: Ein schöner Sieg wars nicht. Ein überzeugender auch nicht unbedingt. Aber es ist ein Sieg. St.Gallen steht damit an der Tabellenspitze der Super League! Wir feiern das mindestens bis zum nächsten Ticker. Bis dann, machets guet!
22.27 Uhr - Das Spiel ist aus! St.Gallen führt die Liga an!
Sehr viel "Heeeeey!" grade. Aber noch immer 1:0. Und Abstoss St.Gallen. Das müsste es doch jetzt gewesen sein.
Lugano tut mit St.Gallen nun, was es will. Wir wollen nur noch den Schlusspfiff.
Gelb für die Tessiner Bank. Und plötzlich taucht Steffen wieder auf. Um sich zu beschweren. Bemitleidenswert.
Das hätte eigentlich der Tessiner Ausgleich sein müssen. Pfosten - Zigi - Drüber.
Mehrere Corner für die Tessiner bleiben zum Glück ohne Folgen. Fünf Minuten Nachspielzeit bleiben.
Croci-Torti versucht, den in aller Ruhe herauskugelnden Ball rasch wieder reinzumanövrieren, aber irgendwie verhäderet er sich dabei. Ein Sinnbild für Luganos Unvermögen. St.Gallen wurstelt tatkräftig mit und hofft, das Zeitspiel zahle sich aus.
Steffen ist untergetaucht. Derweil kehrt die Stimmung zurück.
Wo ist eigentlich Stefan äh Steffen?
Kreuzkuchen lädt sich schon mal die App von jobs.ch runter.
Immerhin: Lugano verwaltet den 1:0-Rückstand. Der Tessiner Kameramann plant die Rückreise. R.S. nimmt einen Schluck vom Bier. Und irgendjemand im Stadion denkt: «Es chönt lange.»
Espenmoos > von Ballmoos
Wir umklammern die kleinsten Hoffnungsfünkchen: Witzig neu im Spiel.
Schlussviertelstunde. Ich bin noch nicht wirklich beruhigt, dass das hier drei Punkte gibt...
Bad-News: Bei St.Gallen fehlen einiges: z.B. das Feuer, der Vogt, der klare Plan, das zweite Traumtor.
Sosolala-News: dauert noch mindestens 15 Minuten.
Good-News: weiterhin 1:0.
Das war jetzt etwas viel Platz für die Luganesi... Passiert ist nichts. Matthias Kreuzkuchen sieht das aber anders und diskutiert mit der 4. Offiziellen. Aber nun ja, das macht er ja irgendwie dauernd.
Efekele noch noch nicht so efek(ele)tiv im Abschluss, aber super-efek(ele)tiv im Foul ziehen. Weltklasse rausgeholt. Gelbe Karte für Lugano inklusive.
Görtler geht (es war nicht sein Spiel), Konietzke kommt (es wird sein Spiel). Wir zweckoptimismusieren uns zurück in dieses Spiel.
...bei dem er sich verletzt.
Wir hoffen in dieser Frage auf ein Steffen-Traumeigentor.
Bloss, wer darf es schiessen?
Ein Traumtor muss her!
Wobei er aktuell die Tessiner Ersatzspieler filmt. Sagt auch was aus. Derweil gibts die Zuschauerzahl: 17'912. Ich finde ja immer noch alles über 11'300 unmöglich viel.
Der Tessiner Kameramann inzwischen beinahe pausenlos an der Kamera. Es will Ungutes heissen.
Eingewechselt übrigens Efekele. Debüt. Hoffentlich Efek(ele)tiv.
Oooh, baby, baby! Vogt bölzt, beinahe ins Lugano-Tor. Nun Vogts Auswechslung. Heute wirbelte er bemüht, doch glücklos.
Push it, push it real good?
Wäre der Espenblock eine Jukebox, würde ich 2 Stutz für etwas Pusherei einwerfen.
Und da wär er fast, der 2:0-Jubel. Stattdessen Immer-noch-1:0-Haareraufen.
Im Hörnli/SENF-Eckli hat, im Ticker unüberlesbar, Pessimismus Einzug gehalten. Von Testspielatmosphäre ist gar die Rede. Irgendwie erstaunlich, schliesslich geht's hier um die Tabellenführung. Ahja, je pessimistischer der Mood grad umso euphorischer würde der 2:0-Torjubel ausfallen. Allez!
Görtler sucht derweil den Schiri. Sauber abgeschossen. Gibt leider keine Punkte.
Lugano sucht das 1:1, St.Gallen sucht Fouls, die keine sind. Gefährliches Spiel.
Als wollten sowohl Lugano als auch St.Gallen dem letzten Eintrag Nachdruck verleihen, kommen die Tessiner zu einer guten Chance. Zum Glück daneben.
Lugano kombiniert sich auch in Halbzeit 2 leicht und locker durch die St.Galler Abwehr. Die Hörnli-Gspänli befürchten ä «strengi Halbzeit». Wir nicken besorgten Blickes.
Kaum angepfiffen, gibts bald é mol ä Chance. Aus dem Nichts kommt St.Gallen hier zu einer vielversprechenden Möglichkeit. Es wird leider nichts draus.
Speaker R.F. gibt bekannt: Keine Wechsel. Es sind also immer noch auf beiden Seiten die 11 auf dem Feld, die wir Ihnen zu Beginn nicht vorgestellt haben. Damit wissen Sie alles Nötige.
21.25 Uhr - Kurze Halbzeiteinsbilanz: St.Gallen erst schläfrig, dann besser, dann Tor, dann schläfrig.
21.22 Uhr - Stadion-DJ spielt Ski Aggu. «Ich hab keine Flagge in der Hand, doch habe ′ne Fahne.» Ooookay.
21.20 Uhr - Halbzeit.
Gaal muss erneut disziplinarisch einschreiten. Nachdem ein Tessiner schwer verletzt war, aber just im Moment, als die Gefahr für sein Tor vorbei war, wundergeheilt wurde, schritt er zur Tat. Vorbildlich. Schiri Dudic sieht aber seinen Job gefährdet und zieht Gelb für Gaal. Auf Tessiner Seite tut sich derweil Steffen mit disziplinlosem Verhalten hervor. Ich wage die These, dass er hier entweder ausgewechselt wird oder vom Platz fliegt.
Guter Angriff der Espen. Immerhin Eckball.
Ein Tessiner schupft einen der Guten weg. Schiri Dudic findets nicht gelbwürdig, deshalb übernimmt Gaal die disziplinarischen Massnahmen und klärt den Tessiner auf, dass das so nicht geht.
Lugano-Freistoss aus guter Position. Knapp ins Aussennetz. Zeit für Pause. Nachspielzeit: +3
Woher rührt die St.Galler Nervosität? Ist es der Druck auf den Schultern des Erstplatzierten? (aktuell mit 2 Punkten Vorsprung)
St.Gallen nun deutlich nervöser als Lugano.
Der Tessiner Kamermann hält sich bereit. Lugano wird gefährlicher.
O.K. legt hier eine journalistische Sorgfaltspflicht an den Tag, die dem SENF eigentlich nicht gerecht wird. Er schaut sich Szenen im Fernsehbild nochmal an, um sicher zu sein.
Lugano hat vorne auf dem Shirt Krypto-Werbung, hinten Pepsi. Ich finde ja, das spricht Bände.
Lugano verunsichert? Wir wollen es sehen – und wir sehen es. 2:0 demnächst!
Ich glaube, man darf Traumgoal sagen. Boukhalfa zieht volley ab und trifft haargenau.
Da ist die St.Galler Führung. Carlo Boukhalfa famos via Pfosten an von Ballmoos vorbei ins Netz. Wir schreien, der Tessiner Kameramann hat wenig zu filmen.
Tele Ticino filmt, direkt rechts von uns, Tessinger Highlight-Szenen. Und der freundliche Tessiner Kameramann zückt seine Cam je länger, je seltener. So soll es sein, so kann es bleiben.
Statt Hippiebus, R.S. nun Pippi-Hus. Bringt's Glück?
Ich war so weit, ich wollte schon Dodos Hippiebus zitieren. Jesses, hoffentlich passiert hier bald was.
R.S. denkt mindestens 90 Sekunden über ein «Volume»-Wortspiel nach, bis er zum Schluss kommt: Lömmers.
Baldés Aussenpfostenschuss treibt die Stadionlautstärke nach oben. Volumen beflügelt die St.Galler. 1:0 demnächst!
Argh, fast. Baldé trifft den Pfosten.
Lugano-Steffen liegt, flucht, verzieht das Gesicht, muss raus, streckt sich, kommt zurück ins Spiel.
St.Gallen sehr aufsässig vorne. I glaub, da git Bald é Goal.
Ein Luganesi (ja, R.Z., nur für dich *kusssmiley*) liegt am Boden. Fängt ja früh an mit Zeitschinden.
Zigi heute in seinem 200. St.Galler Pflichtspiel. Greift erstmals ein, nach Kopfball eines Tessiners. Offside zwar, aber die St.Galler Defensive bisher löchrig. Die Verteidiger mögen dem Goalie zum Jubiläum keine Langeweile gönnen.
Stanic verliert einen Ball, Lugano kommt zu einem gefählichen Angriff, den Bottani aber zu einem ungefährlichen macht. Schüüüse loh.
St.Gallen startet gemächlich, wird nun aber süüferli mutiger. Erster Abschluss, Aliou Baldé. Drüber.
Matthias Kreuzkuchen nervt sich über die vergebene Chance. Nun gut, bei ihm gehts wohl auch langsam um den Job. Und jetzt, wos auch im Tessin langsam kalt wird, ists halt auch nicht so läss, den ganzen Tag an den See chillen zu können.
Lugano mit viel Raum und einem Lattenknaller. Hui.
Neben uns sitzen die Hörnli-Jungs. Wir sind doppelt eingeschüchtert. Einerseits, weil die jeweils wirklich etwas von dem verstehen, was da auf dem Feld passiert. Andererseits, weil sie gerne mal laut werden. Luzerner kennen das.
20.28 Uhr - «Hopp St. Gallen! Pack aus, was in dir steckt», wirbt ein Schweizer Online Shop. «Besiege, da Tessiner Pack!», fordern andere hier.
20.26 Uhr - Inhaltlich Super League, sagt O.K., ich fühle mich gedemütigt.
20.23 Uhr - Übrigens ein Dank ans Grafik- und Webteam von Saiten! Tickert sich smooth, smoother am smoothsten hier. Inhaltlich so circa Super League, visuell mindestens Champions League. Wir fordern einen Red Dot Design Award.
20.22 Uhr - O.K. war zuletzt selten im Stadion. Damals Adlersauge, nun vermisst er eine Brille. Zuletzt waren hier freie Werbeflächen, inzwischen sind die Werbebanden dreistöckig. Juhe, LED!
20.20 Uhr - So viel Optimismus macht mich pessimistisch.
20.19 Uhr - Heute-Aucht-Nicht-Tickerer R.Z. geht ebenfalls von einem Sieg aus. 3:2 tippt er. Und er muss es wissen, er ist schliesslich Tuttoceneri-Experte. Sitzt aber gerade auf den Seychellen und feiert den 40. Geburtstag. Happy Birthday!
20.17 Uhr - TV-Livespiel heute. Wir empfehlen: Im Stadion stehen, entscheidende Spielszenen in der TV-App nachschauen, weniger entscheidende Spiel- und Stadionszenen hier im SENF-Ticker verfolgen. Willkommen zum Third Screening!
20.07 Uhr - Heute Nicht-Tickerer C.W. sagt einen Sieg voraus. Bei den Gästen steht offenbar von Ballmoos im Tor (hat der gewechselt? Sachen gibts). Für C.W. Garantie für einen St.Galler Sieg. Nehmen wir.
20.05 Uhr - O.K. und R.S. melden sich aus dem Stadion. Erster kurzer Schreckmomemnt vor dem Spiel. Beim Einlaufen liegt ein St.Galler verletzt am Boden. Wers war? Keine Ahnung. Obs weitergeht? Noch weniger Ahnung.
Die St.Galler Regierung spart gegen ihren Willen weitere 60 Millionen Franken ein und rechnet für 2027 mit einem Plus von 55 Millionen Franken. Kulturelle Arbeit wird dabei weiter prekarisiert – mit einer grossen Ausnahme.
Filminstallation über Vergänglichkeit
Die alten Fabrikhallen sind aus Winterthurs Kulturleben nicht mehr wegzudenken. Sie wären aber nichts ohne engagierte und gut vernetzte Menschen. Saiten konnte auf Einladung des Kulturmagazins «Coucou» einige von ihnen treffen. Ein kleiner Stadtrundgang
Das Konzert und Theater St.Gallen zeigt eindringlich auf: Femizide existieren in der Schweiz noch immer im ungeheuren Ausmass. Die Inszenierung von Corinna von Rad setzt auf das Groteske in Georg Büchners Woyzeck und feierte am Samstag Premiere im Grossen Haus. Eine Produktion für «jeder-Mann»!
Viel Energie und noch viel mehr Punk gibts auf dem neuen Album Now To Ruin der Thurgauer Band S.G.A.T.V.. Getauft wird am 1. Oktober im Winterthurer Kraftfeld. Saiten hat vorab reingehört.
Wie können wir unseren Konsum nachhaltiger gestalten? In «Next Relations – Zukunft gestalten» zeigt das Gewerbemuseum Winterthur anhand von Arbeiten von Studierenden mögliche Ansätze. Eine anspruchsvolle Schau, die Hoffnung macht.
Ein Schrebergarten wird im neuen Roman Verteidigung eines Gartens von Christina Walker zum Zufluchtsort. Darin lässt die Vorarlberger Autorin vielschichtige Charaktere ebenso aufblühen wie Apfelbaum und Johannisstrauch.
Der Kanton St.Gallen hat Kunst- und Kulturschaffende zur jährlichen Kulturkonferenz nach Wil eingeladen. Spielerisch wurde versucht, die Ausrichtung der Kulturförderung zu klären und Möglichkeiten der neuen Kulturstrategie zu diskutieren. Doch die zentrale Frage blieb offen: Wie stark kann die Kulturszene den Inhalt der Strategie tatsächlich mitbestimmen?
Wer als Erntehelfer:in in der Schweiz arbeitet, tut dies in einer rechtlichen Grauzone. Das nützt vor allem einem System, das weder die Landwirt:innen noch die Konsument:innen im Alleingang ändern können. Ausserdem im Oktoberheft: zehn Jahre Unterwasser, eine Flaschenpost aus Halle (Saale), Kunst zum Thema Männlichkeit, Musik von The Black Salt und natürlich der Bücherherbst – mit neuer Literatur von Ostschweizer Autor:innen.
Human Human spielen melancholischen und fragilen Indie-Pop, der trotzdem warm und lichtdurchflutet ist. Das St.Galler Duo hat jetzt seine erste EP veröffentlicht und tritt am Wochenende gleich zweimal im Bahnhof Bruggen auf – erstmals mit einer Band.
Kommentar zur Beratung der Inklusionsinitiative im Nationalrat
1976 lässt sich Gerd Zikeli in der evangelischen Kirchgemeinde St.Gallen-Straubenzell zum Pfarrer wählen. Drei Jahre später wird er als gut vernetzter Holocaust-Leugner und Vorstandsmitglieder der ersten Neonazigruppe der Schweiz enttarnt. Heute beobachtet er Laufenten.
Bildhauer Peter Kamm haut keine Steine mehr im Atelier. Trotzdem entstehen neue Skulpturen, die aktuell in Steckborn zu sehen sind. Wie geht das?
In vielen Ausserrhoder Dörfern klapperten früher Webstühle und später Stickmaschinen. Inzwischen sind sie alle verstummt. Der Film Das Ende einer Ära porträtiert die Sticker Walter Sonderegger Senior und Junior aus Rehetobel und setzt der Branche ein Denkmal.
Der Schweizer Filmemacher Kaspar Kasics überlässt in seinem neuen Film Das unendliche Jetzt Menschen, die mit Demenz leben, die Bühne. Ein Experiment mit einem aussergewöhnlichen Storytelling, auf das es sich einzulassen lohnt.
Die Schweizer Rocklegenden Krokodil haben kürzlich ihr neues Album Beyond The Eye veröffentlicht. Ur-Krokodil Düde Dürst schwärmt von der Energie der 2019 wiederbelebten Band – und hat noch lange nicht genug. Am Freitag spielen sie in der Grabenhalle.
24/7 Traumacore
Kunst in Oberuzwil
Musik
Patrick Kessler erhält den Ausserrhoder Kulturpreis 2026. Der Kontrabassist, Klangkünstler und Kurator aus Gais reist mit alten Lautsprechern nach Wien und Hanoi, tritt mit Insekten in einen musikalischen Dialog und findet seine wichtigsten Lektionen nicht unbedingt an Hochschulen.