Der Rundweg auf dem Hohen Kasten – schon vor mehr als einem Jahr fertiggestellt – gewann den dritten Preis in der Kategorie Landschaftsarchitektur. Der bronzene «Hase» ging an das Zürcher Büro Nipkow Landschaftsarchitekten.
Beat Nipkow konnte schon mehrere Projekte in und um Appenzell realisieren. Die Kastenbahngesellschaft beauftragte ihn deshalb auch mit der Planung des Rundwegs. Weil es sich bei der Bahngesellschaft um eine privatrechtliche AG ohne öffentliche Gelder handelt, konnte ein Direktauftrag ohne Ausschreibung vergeben werden.
Rundumsicht vom Hohen Kasten
Der Entscheid für den realisierten Rundweg fiel allerdings erst über Umwege. Zuerst schlug die Bahngesellschaft eine über den Felsen hinausragende Aussichtsplattform vor, wie sie vielerorts schon realisiert wurde. Diesen Vorschlag legte man den Schutzverbänden vor mit denen – so betonte Verwaltungsratspräsident Emil Koller am Rande der Preisverleihung – seit der Planung des Drehrestaurants ein gutes Verhältnis bestehe.
Bild: Ralph Feiner
Landschafts- und Heimatschutz kritisierten denn auch die zuerst vorgeschlagene Plattform und schlugen vor, einen ausgewiesenen Landschaftsarchitekten beizuziehen. Beat Nipkow erarbeitete darauf das Projekt des Rundwegs, der teils in den Fels gehauen, teils mit Plattformen eine Rundumsicht vom Hohen Kasten gewährt und bei den Besucherinnen und Besuchern sehr gut ankomme, wie Koller betonte.
Die Jury lobte ihrerseits die Tatsache, dass der Gipfel des Hohen Kastens weitgehend freigehalten wird und nicht zum alpinen Rummelplatz geworden ist.
Namics-Haus in St.Gallen
In der Kategorie Architektur erhielt das Bürohaus der Internetagentur Namics an der Unterstrasse in St.Gallen zwar keinen Preis, aber eine Anerkennung für ihren Neubau. Geplant wurde er von einer Arbeitsgemeinschaft der Churer Architektin Corinna Menn und Mark Ammann.
Bild: Roger Frei
Das Gebäude schliesst eine Baulücke und passt sich in seiner äusseren Erscheinung ins St.Galler Stickereiquartier ein. Raffiniert gelöst ist die wellenförmige Konstruktion der stützenlosen Geschossdecken. Mit dem grosszügigen Raum im Dachgeschoss und seinen beiden Terrassen bietet das Bürohaus eine hohe Arbeitsplatzqualität.
Alle Gewinner auf hochparterre.ch und in der Dezember-Ausgabe des Magazins.
Teppich-Unikate aus dem Appenzellerland
Der bronzene Hase in der Kategorie Design ging an den Verband Swiss Textiles. Ausgezeichnet wurde die Neugestaltung der Sitzungszimmer «The Colour Rooms» in Zürich. Die Designerin Lela Scherrer und der Designer Christoph Hefti haben textile Wandbespannungen und Teppiche entworfen, die zeigen, was die hiesige Textilindustrie kann.
Die gewobenen Teppiche entstanden in den Ateliers von Tisca mit Sitz im Ausserrhoder Ort Bühler und sind – so erklärt Andreas Tischhauser – «absolute Unikate».
Bild: pd
Patrick Kessler erhält den Ausserrhoder Kulturpreis 2026. Der Kontrabassist, Klangkünstler und Kurator aus Gais reist mit alten Lautsprechern nach Wien und Hanoi, tritt mit Insekten in einen musikalischen Dialog und findet seine wichtigsten Lektionen nicht unbedingt an Hochschulen.
Die Mobilitätsallianz Ostschweiz will Pendler:innen zum Umstieg vom Auto auf Bus, Bahn und Velo bewegen. Bei den zehn beteiligten Grossunternehmen lässt bereits jede fünfte Person das Auto am Morgen stehen. Nun sollen 500 weitere Firmen folgen.
Augustin Rebetez macht keine halben Sachen. Seine Kunst ist ausufernd und dicht zugleich. Er entwickelt anspielungsreiche Bildwelten – aktuell in der Kunsthalle Arbon.
Der Kanton Appenzell Innerrhoden plante am Landsgemeindeplatz in Appenzell ein neues Gebäude für die Gerichte, die Bibliothek und die kantonale Verwaltung. Die eidgenössischen Kommissionen für Natur- und Heimatschutz und jene für Denkmalpflege brachten das Projekt jedoch zu Fall.
Offener Brief an die Bundespolitik
Das Figurentheater St.Gallen wird 70. Was sich verändert hat, warum Puppen Kinder wie Erwachsene faszinieren und wie man auch Jugendliche erreichen kann: ein Gespräch zum Jubiläum.
Die zweite Ausgabe des audiovisuellen Festivals Susurrus in der Mülenenschlucht widmet sich der «mehr-als-menschlichen» Mitwelt. Mit akustischen und performativen Interventionen erkundet das Festival neue Formen der Beziehung zwischen Mensch und Natur.
In der Ausstellung «Die leisen Unterschiede» im Haus zur Glocke in Steckborn befassen sich fünf Künstler:innen mit der Wahrnehmung von Unterschieden.
Kolumne: Heppelers Bestiarium
Mit dem Ensemble TAK aus New York gastierte am Dienstag ein Neue-Musik-Quintett von Weltrang im St.Galler Kultbau. Organisiert vom Zyklus Contrapunkt, hätte der Abend mehr Publikum verdient. Ein Bubble-Problem?
Das St.Galler Kulturmuseum öffnet in der neuen Ausstellung «Stereotypes: Neanderthalerin» den Blick auf diese Steinzeitmenschen. Die Schau mit viel Pink verknüpft geschickt Spiel mit Wissenschaft und Vergangenheit mit Gegenwart.
Das Theater an der Grenze in Kreuzlingen startet heute in die neue Spielzeit. Kürzlich verstarb die prägende Co-Präsidentin Anna Rink. Ausserdem fällt der bisherige Spielort im Kulturzentrum Kult-X bis Ende 2027 weg. Wie der Verein diese Hürden meistert, erzählen Präsidentin Vroni Ellenbroek und Klaus Okrafka aus der Programmleitung im Interview.
St. Gallen startete gut in die Partie, agierte aber oftmals zu umständlich gegen tief verteidigende Sittener und blieb letztlich glücklos.
Auf seinem neuen Soloalbum thematisiert Manuel Stahlberger die Überhitzung. Die klimatische, die gesellschaftliche, die politische. Gemeinsam mit Bit-Tuner hat der St.Galler Musiker dafür einen düsteren, elektronischen Sound gefunden.
An Kleinbauten gehen wir oft achtlos vorbei: Buswartehäuschen, öffentliche WCs, nicht mehr gebrauchte Telefonkabinen oder Feuerwehr- und Strassenwärtermagazine. Aktuell gibt es dazu eine Ausstellung im 1. Stock des Rathauses St.Gallen.
Bis 2050 will die Stadt St.Gallen klimaneutral sein. Karin Hungerbühler und Tobias Fischer-Künzler von der Dienststelle Umwelt und Energie beantworten Fragen zur bevorstehenden Klimawoche und zum Klimaschutz in der Stadt.
Anita Zimmermann alias Leila Bock prägt die St.Galler Kulturszene seit Jahrzehnten – als Künstlerin, als Vermittlerin, als Ermöglicherin. Sie hat Widerstände überwunden und andere Künstler:innen immer wieder herausgefordert. Eine Würdigung
Die St.Galler Museumsnacht findet in diesem Jahr zum 20. Mal statt. Zum Jubiläum blickt Vereinspräsidentin Barbara Affolter zurück und nach vorne. Sie sagt, was die Museumsnacht bis heute ausmacht und wohin sie sich entwickeln soll.
Die Ausstellung «Voller Leben» des Vereins IG Halle Rapperswil wirft Schlaglichter auf künstlerische Schaffensprozesse und ihre Verbindungen zur Natur.
Kolumne: Stimmrecht