Trubel, Jubel und Jubiläum: Zum 30. Mal locken am Wochenende vom 10. bis 12. August die Jazztage ins Toggenburg. Seit 30 Jahren verfolgen die Macher des Festivals, der Jazzclub Lichtensteig, das nahezu unveränderte Konzept mit mehreren Bühnen im Drinnen und einer Partymeile im Draussen.
Musikalisch aber hat sich einiges entwickelt. Der Pop hat den Jazz fast weitgehend abgelöst, eine Konzession ans grosse Publikum. Obwohl, wer sucht, der findet auch: Dieses Jahr zum Beispiel Frank Roberscheuten mit seinem Hiptett Swing 2018, die einheimische Schlorzi Musig mit ihrem Querbeet-Stimmungs-Jazz oder guten, behäbigen Old Time Jazz mit den Stage Dogs.
Geni Scherrer, ebenfalls seit 30 Jahren dabei und genau so lange auch der Programmchef der Jazztage, zeigt sich befriedigt über die Zusammenstellung des musikalischen Angebots, trotz immer schwieriger werdendem Umfeld, spricht, steigender Gagen: «Ein gutes und ausgewogenes Programm – wir haben viele Schweizer Bands und Musiker engagieren können. Dann auch ein paar, die einfach überaus beliebt sind und vom Stammpublikum immer wieder gewünscht werden.»
Mit letzterem meint Scherrer die deutsche Combo B.B. & The Blues Shacks mit dem Frauenschwarm Michael Arlt. Dann auch die Marching Band, die an beiden Abenden durch die Strassen Lichtensteigs marschiert und Stimmung macht, als wärs das fiebrige New Orleans. Zwar wechselt die Band von Jahr zu Jahr, aber einer ist immer dabei: der hibbelige Jackie Step mit seinem «Stick».
Jazztage Lichtensteig: 10. bis 12. August
jazztage-lichtensteig.ch
Selten sind Musikerinnen und Musiker so greifbar nah wie in Lichtensteig. Bühnengraben oder Wellenbrecher gibt es nicht in der Chalberhalle, auf dem Postplace oder im KB-Zelt auf der Hauptgasse: dort, wo am Freitagabend Festival-Headliner Philipp Fankhauser spielt oder am Samstagabend Steff la Cheffe und Crimer ihre Aufwartung machen.
Weil die «Krone» mit Saal und Bühne aus feuerpolizeilichen Gründen nicht mehr zur Verfügung stehen, spielen auf den vier verbleibenden Bühnen mehr Bands. Damit seien die Jazztage nicht geschrumpft, sondern nur intensiver geworden, so Programmchef Geni Scherrer. Das Festival findet nicht nur in den Sälen und Festzelten statt, sondern auch auf den Strassen des sonst recht beschaulichen Städtchens im Toggenburg. Einen Geheimtipp gibt’s auch: El Flecha Negra, Samstagabend 21:15 Uhr!
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Das St.Galler Kulturmuseum öffnet in der neuen Ausstellung «Stereotypes: Neanderthalerin» den Blick auf diese Steinzeitmenschen. Die Schau mit viel Pink verknüpft geschickt Spiel mit Wissenschaft und Vergangenheit mit Gegenwart.
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