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Nicht nachhaltig? Oh doch!

Nachhaltigkeit ist das oberste Ziel der Expo27. Nicht nachhaltig: So tönt bis heute die Kritik an der Expo.02. Andreas B.Müller war als Leiter des Event-Programms damals dabei. Hier sein Kommentar.
Von  Gastbeitrag

«Nicht nachhaltig». Nur schon, wenn ich das Satzfragment im Ansatz höre, bekomme ich Schweissausbrüche! Wer dieses Nicht-Argument ins Feld führen will, war kaum als Gast an der Expo.02. Oder schon so mit Skepsis bewehrt, dass er sich nur hat bestätigen wollen, was er schon immer darüber gedacht hatte: «Braucht es nicht, bringt nichts, kostet nur.»

Nehmen wir diese Breitseite mal auseinander.

Braucht es nicht?

Also gut, was braucht es überhaupt? Es braucht Luft zum Atmen und Wasser zum Trinken. Und alles, was damit zusammenhängt. Und was damit auch zusammenhängt, ist Sinn. Die Frage, «warum» wir hier eine Gemeinschaft sind und sein wollen, die in recht grossem sozialem Frieden miteinander kutschiert, bringt auch die Frage auf, «wie» wir miteinander denn künftig umgehen und wie wir gemeinsam die nächsten Herausforderungen angehen wollen. Und das nicht nur am Schreibtisch oder in Arena-Aneinandervorbeigeschwafel. Vor allem DAS nicht! Aber alle paar Jahre an einem zünftigen, klugen und fantasievollen Fest, an dem das Leben gefeiert wird! Und das Miteinander!

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Der Würfel im See vor Murten, Expo.02.

Bringt nichts?

Tja, was bringt denn schon was? Leuchtende Augen und lachende Herzen sind schwer in Zahlen zu fassen, dabei ist es genau das, was uns nährt, woran wir uns erinnern und wovon wir erzählen. Vom grausamen Banknoten-Schredder, von den musikalischen Höhenflügen im «Mondial», von den Klangtürmen, vom Würfel im See, von den beflügelten Fantasiefiguren, dem übergrossen Migros-Wägeli, von den kleinen Interventionen und grossen Warteschlangen, von den überraschenden Begegnungen und kulinarischen Versuchungen. Alles vergangen und alles in Hunderttausenden von Herzen gespeichert.

Kostet nur?

Ganz klar, es kostet. Es kostet nicht nur viel Geld, sondern auch viel Energie, viel Grips, viel «Blood, Sweat & Tears». So wie eben etwas kostet, das gemeinsam gebaut, umgesetzt, in die Welt gebracht, zelebriert werden soll. So wie es eben etwas kostet, wenn die Gemeinschaft der Ansicht ist, dass ein flächendeckendes Autobahnnetz, der weltweit wohl komfortabelste öffentliche Verkehr oder weitgehend saubere Flüsse und Seen wichtig sind. Oder eine Landesverteidigung, aber lassen wir das hier… Und so kostet eben auch ein von hunderten, wenn nicht tausenden Köpfen und Händen filigran zusammengefügtes Gesamtkunstwerk und ein Generationen, Landesteile und Ethnien verbindendes Fest! Klar kostet das!

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Die Wolke im See vor Yverdon, Expo.02.

Dass dieses spannungsreiche und vielschichtige Fest demnächst in der Ostschweiz stattfinden soll, ist unsere grösste Chance zu zeigen, dass wir nach wie vor ein in der Tiefe «einig Volk von Brüdern und Schwestern» sind, das den Mut, den Willen und die Stärke hat, etwas gemeinsam umzusetzen, dessen Nachhaltigkeit nicht nur in weiteren Strassen, weiteren Schienen und weiteren Infrastrukturen zu berechnen ist, sondern vor allem aus den einzigartigen Begegnungen und den weitererzählten Geschichten und Anekdoten besteht.

Andreas B. Müller war Departementsleiter und Programmverantwortlicher von 2‘500 Events auf den elf Open-air-Bühnen an der Expo.02

Dieser Beitrag erscheint als Gastkommentar im Juniheft von Saiten.

Expogespräch mit Ständerätin Karin Keller-Sutter und Ständerat Paul Rechsteiner: Donnerstag, 27. Mai, 20.15 Uhr, Palace St.Gallen

Von War­te­häus­chen und ehe­ma­li­gen Te­le­fon­ka­bi­nen

An Klein­bau­ten ge­hen wir oft acht­los vor­bei: Bus­war­te­häus­chen, öf­fent­li­che WCs, nicht mehr ge­brauch­te Te­le­fon­ka­bi­nen oder Feu­er­wehr- und Stras­sen­wär­ter­ma­ga­zi­ne. Ak­tu­ell gibt es da­zu ei­ne Aus­stel­lung im 1. Stock des Rat­hau­ses St.Gal­len.

Von  René Hornung
2 Tramhaeuschen Schibenertor

«Wie ein Vor­film des­sen, was auf uns zu­kom­men könn­te»

Bis 2050 will die Stadt St.Gal­len kli­ma­neu­tral sein. Ka­rin Hun­ger­büh­ler und To­bi­as Fi­scher-Künz­ler von der Dienst­stel­le Um­welt und En­er­gie be­ant­wor­ten Fra­gen zur be­vor­ste­hen­den Kli­ma­wo­che und zum Kli­ma­schutz in der Stadt.

Von  Reto Voneschen , Bilder:  Sara Spirig
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Metz­ger, En­gel, Him­mel und Tan­te Bergs Ro­sen­ge­büsch

Ani­ta Zim­mer­mann ali­as Lei­la Bock prägt die St.Gal­ler Kul­tur­sze­ne seit Jahr­zehn­ten – als Künst­le­rin, als Ver­mitt­le­rin, als Er­mög­li­che­rin. Sie hat Wi­der­stän­de über­wun­den und an­de­re Künst­ler:in­nen im­mer wie­der her­aus­ge­for­dert. Ei­ne Wür­di­gung

Von  Angela Kuratli , Bilder:  Ladina Bischof
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«Nicht neu er­fin­den, was funk­tio­niert»

Die St.Gal­ler Mu­se­ums­nacht fin­det in die­sem Jahr zum 20. Mal statt. Zum Ju­bi­lä­um blickt Ver­eins­prä­si­den­tin Bar­ba­ra Af­fol­ter zu­rück und nach vor­ne. Sie sagt, was die Mu­se­ums­nacht bis heu­te aus­macht und wo­hin sie sich ent­wi­ckeln soll.

Von  Marion Loher
Museumsnacht Kunstmuseum pd

Le­bens­be­ja­hen­de Wer­ke im Kunst­zeug­haus

Die Aus­stel­lung «Vol­ler Le­ben» des Ver­eins IG Hal­le Rap­pers­wil wirft Schlag­lich­ter auf künst­le­ri­sche Schaf­fens­pro­zes­se und ih­re Ver­bin­dun­gen zur Na­tur.

Von  Lilli Kim Schreiber
Regula Syz 2

Kolumne: Stimmrecht

St.Gal­len in den Au­gen ei­nes Sol­da­ten

Von  Liliia Matviiv

Kunst­ki­osk trifft Nacht­klub 

Der St.Gal­ler Kunst­ki­osk wird fünf­zehn Jah­re alt. Ge­fei­ert wird das mit ei­ner Ju­bi­lä­ums­aus­stel­lung im ehe­ma­li­gen Tif­fa­ny Night Club. Die Ver­nis­sa­ge ist am 12. Sep­tem­ber. Sai­ten hat schon vor der Er­öff­nung vor­bei­ge­schaut.

Von  Vera Zatti
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Musiktheater

Auf See im Park­haus

Von  Vera Zatti
Bild 08 07 24 um 07 42

Ein tem­po­rä­res Kunst­haus am Ro­ten Platz

Zum 36-jäh­ri­gen Be­stehen sei­ner Ga­le­rie Macel­le­ria d'ar­te trans­for­miert Fran­ces­co Bo­n­an­no ein leer­ste­hen­des Ge­bäu­de am Ro­ten Platz in St.Gal­len in ein bun­tes Haus vol­ler Kunst. Was als klei­nes Pro­jekt be­gann, wuchs zu ei­nem Ge­mein­schafts­werk von fast 100 Kunst­schaf­fen­den. 

Von  Lilli Kim Schreiber
Kunsthaus am roten platz lilli kim schreiber 1

Das Schö­ne an der Pro­vinz

St.Gal­len und Lu­zern ha­ben mehr ge­mein­sam, als man zu­nächst denkt – oder doch nicht? «Null41» war mit der Sai­ten-Re­dak­ti­on in St.Gal­len un­ter­wegs.

Von  Giulia Bernardi Robyn Muffler  und  Raphael Albisser , Bilder:  Claudia Schildknecht
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Auf der Su­che nach (Un)Ru­he

Von St.Gal­len bis nach Süd­afri­ka. Ein Ost­schwei­zer Ehe­paar reist im Land­ro­ver De­fen­der um die Welt. Ih­re Er­leb­nis­se hal­ten die Bau­mel­ers mit ei­ner Ka­me­ra fest. Nun er­scheint ihr Film Im­mer wei­ter in Ost­schwei­zer Ki­nos – ei­ne ehr­li­che Do­ku­men­ta­ti­on, der ei­ne Ein­ord­nung gut ge­tan hät­te.

Von  Daria Frick
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«Open House St.Gallen»

Of­fe­ne Tü­ren – tie­fe Ein­bli­cke

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Museum Herisau

Zeit­rei­se zu den An­fän­gen der Schul­bil­dung

Von  Redaktion Saiten
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Ein Rück­blick auf die ver­ges­se­ne Künst­le­rin Mag­gy Mau­ritz

Das Küefer-Mar­tis-Hu­us in Rug­gell wid­met sich in ei­ner Re­tro­spek­ti­ve der Wie­der­ent­de­ckung ei­ner völ­lig über­se­he­nen Künst­le­rin: Mag­gy Mau­ritz war ei­ne Pio­nie­rin der Graf­fi­ti­kunst und des Lett­ris­mus.

Von  Sieglinde Wöhrer
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Der lan­ge Weg nach Hau­se – ein Stol­per­stein für Ja­kob Lütschg

Ja­kob Lütschg kehr­te nie nach Bal­gach zu­rück. 82 Jah­re nach sei­nem Tod im Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger Bu­chen­wald kehrt we­nigs­tens sein Na­me heim. Der ers­te Stol­per­stein im St. Gal­ler Rhein­tal er­in­nert an ein Le­ben, das bei­na­he ver­ges­sen ging.

Von  Shqipton Rexhaj
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Musik am See

Pia­no­klän­ge für al­le

Von  Vera Zatti
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FC St.Gal­len vs. FC Thun 3:4 – Es wird heu­te nicht mehr bes­ser

Tor­reich, span­nend und doch ent­täu­schend - nur ei­ne Vier­tel­stun­de gu­ter Fuss­ball reicht halt nicht zum Punkt ge­gen Thun. 

Von  SENF Kollektiv
Senf

Fast ein gan­zes Le­ben spä­ter 

Nach Jahr­zehn­ten tref­fen sich Eva und Franz wie­der. Bei­de im fort­ge­schrit­te­nen Al­ter. Viel ist pas­siert und doch ist da noch Zu­nei­gung. Schwind­lig heisst der neue Ro­man der Ost­schwei­zer Au­torin Chris­ti­ne Fi­scher, in dem viel­schich­ti­ge Cha­rak­te­re auf fei­nes Sprach­ge­fühl tref­fen. 

Von  Vera Zatti
Abutz DSC 9766 Portrait wahl fischer klein cmky

Neu­start für Me­ter und Off­cut

Die­ses Wo­chen­en­de er­öff­net die of­fe­ne Werk­statt Me­ter den neu­en Stand­ort an der Burg­stras­se. Und im No­vem­ber zü­gelt Off­cut nach St.Fi­den. Das ist der An­fang vom En­de der Ge­mein­schaft «Ul­men5» – zu­min­dest in ih­rer bis­he­ri­gen Form. Denn 2027 könn­te es zur teil­wei­sen Wie­der­ver­ei­ni­gung kom­men.

Von  David Gadze
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WG gaf­fen

Ei­ne neue SRF-Se­rie por­trä­tiert ei­ne elf­köp­fi­ge WG aus St.Gal­len. End­lich wie­der mal ei­ne se­hens­wer­te SRF-Pro­duk­ti­on, fin­det Sai­ten-Au­tor An­di Gi­ger.

Von  Andi Giger
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