Nach den Autos sollen nun bald auch die Velos unterirdisch parkiert werden am Bahnhof. Dort wo es kostet.
Da dürften so einige überrascht ihr Velo aufgeschlossen haben neben der Fachhochschule in St.Gallen. An einem roten Plastikbändel festgezurrt, flatterten laminierte rote Schilder an einigen der Fahrrädern: «Velofahren ist klasse! Aber ihr Fahrrad behindert den Durchgang».
Wer sein Velo auf der Hinterseite des Bahnhofs (bei der Fachhochschule) abstellen will um über die vieldiskutierte neue Unterführung zu den Gleisen zu gelangen, hat als Abstellplatz eigentlich nur die kostenpflichtige Velostation zur Verfügung: 1.–Franken pro Tag, für Fachhochschülerinnen und -schüler gratis.
Viele stellen ihre Fahrräder lieber zwischen Trottoir und Lagerstrasse auf die weiss markierten Töffparkplätze. Die sind grosszügig über mehrere Meter eingezeichnet und werden kaum von Motorrädern und Vespas benutzt. Ein optimaler Platz für die Velos also. Leere und frei zugängliche eingezeichnete Parkfelder zur Gratisbenützung.
Warum aber denn das Schild mit dem Hinweis, das Fahrrad versperre den Durchgang? Ein Mitarbeiter der Velostation erklärt, dass die Schilder im Auftrag der Polizei verteilt wurden, aber nur an die Velos, die an den Zäunen und an den Bäumen festgesperrt sind. Wer es nirgends festkette, sondern frei auf ein weisses Feld stelle, dürfe das. Noch. Sollte es allerdings bald mehr Töffs hier haben, müssen die Velos weg. Weisung der Stadtpolizei.
Oh heiliger St.Parkplatz. Es wäre nett wenn du auch an die nötigen Abstellplätze für Velos denken würdest, anstatt bloss die leerstehenden Parkplätze für Töffs und Autos zu verteidigen.
Eine benzinbetriebene Glühbirne? Ein robustes Schnapsglas? Oder ein Katzenhalsband, das die Raubtiere vom Vögelfangen abhalten soll? Im Historischen Museum Thurgau schlummern einige Gegenstände, deren Funktion auf den ersten Blick nicht ganz klar ist. Thomas Götz, Martina Hügi und Stefan Keller mussten diese am Icon Poet herausfinden.
Die St.Galler Rockband The Black Salt veröffentlicht ihr zweites Album. Und verabschiedet sich ein Stückweit von ihren Anfängen.
Die Welt ist in stetem Wandel. Und manche Veränderungen sind irreversibel – Gletscher schmelzen, Tier- und Pflanzenarten sterben aus. Die Ausstellung «Flimmern» widmet sich der Bewusstwerdung dieses Wandels – und dem Schmerz, den er auslöst.
Die Grundlagen, mit denen die Befürworter:innen die dritte Autobanhröhre durch den Rosenberg in St.Gallen und die Teilspange mit dem Anschluss im Güterbahnhofareal fordern, basieren auf fragwürdigen Zahlen. Zu diesem Schluss kommt der Raum- und Verkehrsplaner Thomas Hug-Di Lena.
Die St.Galler Tanzkompanie feierte vergangenen Samstag mit From England with Love Premiere. Das Stück wagt sich abermals aus dem Gleichschritt – mit unmissverständlichen Gesten.
Das Kunsthaus Bregenz zeigt in der neuen Ausstellung Arbeiten der US-amerikanischen Künstlerin Torkwase Dyson. Ausgangspunkt ihrer grossformatigen geometrischen Skulpturen und poetischen Malereien bildet das Leben und die Befreiung Schwarzer Menschen.
Wie stehts heute um die Gleichstellung? Und wie war das früher? Die Pop-up-Ausstellung «Frauenspuren im Hallenbad» in Gossau arbeitet ein Stück Gesellschaftsgeschichte auf. Zeigt, wo es heute noch hakt, und dass es nicht bleiben muss, wie es ist.
Kolumne: 24/7 Traumacore
Theater
Johanna und Szilamer arbeiten seit vier Jahren als Erntehelfer:innen in Fruthwilen. In ihrer Heimat Rumänien ist die wirtschaftliche Lage angespannt und die körperliche Arbeit auf dem Feld sind sie gewohnt.
Am 29. Oktober entscheidet die SP der Stadt St.Gallen, wen sie in die Ersatzwahl um den Stadtratssitz von Peter Jans schickt. Was ursprünglich wie eine Formalität aussah, hat sich zu einem spannenden Rennen entwickelt. Mit offenem Ausgang.
Jock Kobels zweiter Fall
Musik
Heppelers Bestiarium
Nach einer ganz passablen ersten Halbzeit der Espen sowie Führung durch einen Elfmeter von Görtler vor der Pause, spielen die St. Galler dieses Resultat anschliessend herunter und holen sich die 3 Punkte.
Mehr als viereinhalb Stunden dauerte Der Prozess Pelicot im Theater St.Gallen. Milo Rau und Servane Dècle inszenierten einen Abend über sexualisierte Gewalt und chemische Unterwerfung – und über eine Gesellschaft, die von Männern mehr Verantwortung verlangt.
Die Menschenrechte stehen weltweit unter Druck. Doch wie konsequent setzt sich die Schweiz für sie ein? Ein neues Buch nimmt die Schweizer Menschenrechtspolitik kritisch unter die Lupe. An der Buchvorstellung im Square wurde über Widersprüche, Versäumnisse und mögliche Lösungen diskutiert.
In einer Tennishalle im toggenburgischen Unterwasser trafen sich vor zehn Jahren 5000 Neonazis zum grössten Rechtsrock-Konzert, das je im deutschsprachigen Raum stattgefunden hat. Linke Politiker:innen reagierten schnell, doch das Ergebnis ist ernüchternd.
Leopoldstadt am Vorarlberger Landestheater
Stimmrecht