Mit dem Velo kommt man ein bisschen ins Schnaufen. Der Anstieg bei Bühler an der Grenze von Inner- und Ausserrhoden beginnt sanft, unten plätschert der Rotbach, dann wirds steiler, es geht vorbei an schönen Industriebauten und nach dem langgezogenen Rank wird die Strasse wieder gerade und flacher. Gleich da, auf der linken Strassenseite, wo sich vis-à-vis die Anhänger stapeln, steht zwischen grünen Hügeln das hübsche Bahnhöfli Strahlholz.
Gut, dass man den schönen Fleck auch mit der Appenzellerbahn erreicht, denn im Dezember müssen die Temperaturen schon überdurchschnittlich hoch sein, dass man für längere Touren aufs Velo steigt (was sich aber lohnen täte, denn kurz nach der Welle Strahlholz, in Gais nämlich, da öffnet sich der Himmel zu den richtigen Hügeln). So oder so, ein Besuch dieser einsamen Haltestelle sei im Dezember wärmstens empfohlen, denn am 2. und 3. werden hier zum 25. Mal unzählige Künstlerpostkarten ausgestellt.
Erfunden wurde das Projekt Künstlerpostkarten von Birgit Widmer, Hans Schweizer und Harlis Schweizer. Dieses Jahr machen über 50 Künstler:innen Halt im Strahlholz. Sie kommen aus der Ost- und der Restschweiz, aber auch von weiter her, namentlich aus Finnland und Japan. Alle dürfen im Wartehäuschen je fünf Originale in Postkartengrösse ausstellen. Das Publikum wiederum kann diese zu einem Einheitspreis von 30 Franken, der vollumfänglich an die Künstler:innen geht, erstehen.
Künstlerpostkarten: 2. und 3. Dezember, 13 bis 18 Uhr, Bahnhaltestelle Strahlholz zwischen Bühler und Gais
Weitere Infos: hier
Vorgaben gibt es für die Künstler:innen keine, abgesehen vom Format DIN-A6. Das Motto ist «postcarte blanche», alles ist also erlaubt, ob collagiert, ausfaltbar, holzgeschnitten, vernäht, gestempelt, fotografiert, silikoniert oder weiss dä Gugger wie. Sicher ist nur: Es warten auch dieses Jahr wieder mehrere hundert Kleinode im Strahlholz, liebevoll in Reih und Glied aufgehängt, dazu viele Künstler:innen, Gäste und wohl auch ein paar Spaziergängerinnen von nah und fern. Also den dicken Mantel anziehen. Oder mit dem Velo kommen, das gibt auch warm.
Der FC St.Gallen ist gut in die Saison gestartet. Nun kommt Luzern. Gegen die Innerschweizer hatten die Espen in der Vergangenheit oft Mühe. Wie läuft's heute? Die Antwort ab 16.30 Uhr im SENF-Ticker.
Herbert Rauch (1929–2012) war Briefträger und Künstler. In den Schwarz-Weiss-Fotografien des Rankweilers erscheinen Objekte wie Steine und Federn als abstrakte, grafische Gebilde. Nun ist ein Fotoband zu seinem Spätwerk erschienen, und im Schauraum René Dalpra in Altach sind seine Arbeiten ausgestellt.
Eine Bundesrätin, mehrere Nationalrät:innen und die Politrapper der Stunde: Alle kommen sie aus der Kleinstadt Wil. Eine Erkundung vor den Lokalwahlen.
Eines der vielen Gebäude des Sitterwerks, die vor genau 100 Jahren erbaute Schwarzfärberei, beherbergt heute die Kunstbibliothek und die Materialmusterschränke. Eine Aufstockung soll künftig mehr Platz schaffen.
Noch bis in den Herbst hinein und auch in den zwei folgenden Sommern bleibt die Voliere im Stadtpark eine Buvette. Ab 2029 wird sie zur «Maison des œufs», zum didaktischen Hühnerhof. Die eingereichten Ideen sahen noch ganz andere Nutzungen vor.
Der Streit ums St.Galler Verbot von Tempo 30 auf Hauptverkehrsachsen geht in die nächste Runde: Das Referendumskomitee hat die notwendigen Unterschriften gegen eine Änderung des kantonalen Strassenverkehrsgesetzes eingereicht. Damit wird das Stimmvolk über die Frage entscheiden.
Kolumne: 24/7 Traumacore
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Der FCSG kriegt beim Auswärtsspiel in Lissabon die Grenzen deutlich aufgezeigt. Sie verlieren das Spiel 0:5. Damit geht's für den FCSG jetzt gegen Sheriff Tiraspol in der Conference League weiter. Das Spiel zum Nachlesen im SENF-Ticker.
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Neues Buch
Bereits 1971 eröffnete Ursula Krinzinger ihre erste Galerie in Bregenz. Bis heute prägt sie die Kunstszene weit über die Bodenseeregion hinaus. Nun befasst sich die Bregenzer Sommerausstellung im Palais Thurn und Taxis mit der Galeristin.
Bis zum Ende der Sommerferien präsentiert Saiten wöchentlich Kulturtipps aus der Region. Teil 5: Emil Brunner – «Berg Kind Welt», Rapid Openair und Kulturufer.
Der Spagat zwischen europäischen Nächten und biederem Superleague Alltag ist oft schwer. So auch heute. Eine Leistungssteigerung und die richtigen Wechsel in der zweiten Halbzeit reichen aber für die ersten drei Punkte der Saison.
In leichten Pastelltönen und dunklen Ölfarben setzt sich der deutsche Künstler Marcel Hüppauff mit dem Profiradsport auseinander. Dabei treten in seiner Schau im Chambre Directe-Schubiger in St.Gallen nicht nur Menschen, sondern auch Katzen in die Pedale.
Mit Hildegard Fässler (1951–2026) verstarb kurz vor ihrem 75. Geburtstag eine der profiliertesten Ostschweizer Politikerinnen an den Folgen einer schweren Erkrankung. Nachruf einer langjährigen Weggefährtin.
Versteckt im Sittertal produziert die Kunstgiesserei Werke renommierter Künstler:innen. Dabei gilt es oft, Neues auszuprobieren und Lösungen zu finden – mit Zucker, Wachs und natürlich Metall. Saiten erhält einen Einblick in das verrückte Schaffen am Rande St.Gallens.
Der FC St.Gallen gewinnt gegen den haushohen Favoriten aus Lissabon mit 2:1. Die grösste Sensation, die dieses Stadion je gesehen hat. Das Spiel zum Nachlesen im SENF-Ticker.
Bis zum Ende der Sommerferien präsentiert Saiten wöchentlich Kulturtipps aus der Region. Teil 4: Cyprien Gaillard – «When you expect flutes, it whistles», «Komm Glüückck» und Jeremy Reeds Buch Du stirbst nur zweimal – Ein Sylvia Plath-/Victoria Lucas-Roman.