Seit Monaten liegt die beliebte Fussballrubrik Am Ball auf Saiten.ch im verlängerten Winterschlaf. Mit grosser Freude verkünden wir darum, dass nun wieder fussballkompetente und -verrückte Autoren im Saiten-Boot sitzen: Ab sofort schreibt das 15-köpfige Kollektiv hinter dem St.Galler Fussballmagazin Senf nach jedem Auswärtsspiel für Saiten.ch. Erwartet werden dürfen Schlaglichter auf die sportlichen, politischen und kulturellen Spielfelder des Fussballs mit Schwerpunkt auf der Ostschweiz.
Das Senf-Kollektiv (Senf steht hier übrigens für «S’isch Eigentli Nume Fuessball») hat sich mit seinem Anfang 2014 lancierten Fussballmagazin in der Ostschweiz schnell einen Namen gemacht: Unter Titeln wie Europa oder Geld im Spiel schrieben die Senf-Macher über Fussballthemen, die weit über Groundhopper-Berichte von klassischen Fanmagazinen hinausgehen. Dass das Kollektiv völlig unabhängig arbeitet, wird durch den werbefreien Auftritt des Magazins unterstrichen.
Die Senf-Macher sind aber auch rund um den FC St.Gallen gut informiert: Als diesen Januar durchsickerte, dass der FCSG-Abwehrhüne Philippe Montandon wegen seiner x-ten Gehirnerschütterung zurücktreten muss, meldete das Senf-Kollektiv das als erstes auf seinem Blog. Renommierte Sportjournalisten mussten die Geschichte nachziehen – und der FCSG verlor mit Montandon einen Spieler mit Herz und Format.
Der erste Beitrag des Senf-Kollektivs erscheint Morgen Dienstag auf Saiten.ch.
Die Welt ist in stetem Wandel. Und manche Veränderungen sind irreversibel – Gletscher schmelzen, Tier- und Pflanzenarten sterben aus. Die Ausstellung «Flimmern» widmet sich der Bewusstwerdung dieses Wandels – und dem Schmerz, den er auslöst.
Die Grundlagen, mit denen die Befürworter:innen die dritte Autobanhröhre durch den Rosenberg in St.Gallen und die Teilspange mit dem Anschluss im Güterbahnhofareal fordern, basieren auf fragwürdigen Zahlen. Zu diesem Schluss kommt der Raum- und Verkehrsplaner Thomas Hug-Di Lena.
Die St.Galler Tanzkompanie feierte vergangenen Samstag mit From England with Love Premiere. Das Stück wagt sich abermals aus dem Gleichschritt – mit unmissverständlichen Gesten.
Das Kunsthaus Bregenz zeigt in der neuen Ausstellung Arbeiten der US-amerikanischen Künstlerin Torkwase Dyson. Ausgangspunkt ihrer grossformatigen geometrischen Skulpturen und poetischen Malereien bildet das Leben und die Befreiung Schwarzer Menschen.
Wie stehts heute um die Gleichstellung? Und wie war das früher? Die Pop-up-Ausstellung «Frauenspuren im Hallenbad» in Gossau arbeitet ein Stück Gesellschaftsgeschichte auf. Zeigt, wo es heute noch hakt, und dass es nicht bleiben muss, wie es ist.
Kolumne: 24/7 Traumacore
Theater
Johanna und Szilamer arbeiten seit vier Jahren als Erntehelfer:innen in Fruthwilen. In ihrer Heimat Rumänien ist die wirtschaftliche Lage angespannt und die körperliche Arbeit auf dem Feld sind sie gewohnt.
Am 29. Oktober entscheidet die SP der Stadt St.Gallen, wen sie in die Ersatzwahl um den Stadtratssitz von Peter Jans schickt. Was ursprünglich wie eine Formalität aussah, hat sich zu einem spannenden Rennen entwickelt. Mit offenem Ausgang.
Jock Kobels zweiter Fall
Musik
Heppelers Bestiarium
Nach einer ganz passablen ersten Halbzeit der Espen sowie Führung durch einen Elfmeter von Görtler vor der Pause, spielen die St. Galler dieses Resultat anschliessend herunter und holen sich die 3 Punkte.
Mehr als viereinhalb Stunden dauerte Der Prozess Pelicot im Theater St.Gallen. Milo Rau und Servane Dècle inszenierten einen Abend über sexualisierte Gewalt und chemische Unterwerfung – und über eine Gesellschaft, die von Männern mehr Verantwortung verlangt.
Die Menschenrechte stehen weltweit unter Druck. Doch wie konsequent setzt sich die Schweiz für sie ein? Ein neues Buch nimmt die Schweizer Menschenrechtspolitik kritisch unter die Lupe. An der Buchvorstellung im Square wurde über Widersprüche, Versäumnisse und mögliche Lösungen diskutiert.
In einer Tennishalle im toggenburgischen Unterwasser trafen sich vor zehn Jahren 5000 Neonazis zum grössten Rechtsrock-Konzert, das je im deutschsprachigen Raum stattgefunden hat. Linke Politiker:innen reagierten schnell, doch das Ergebnis ist ernüchternd.
Leopoldstadt am Vorarlberger Landestheater
Stimmrecht
Erntehelfer:innen sind in der Schweiz schlecht geschützt. Ihre Arbeitsbedingungen liegen oft in Graubereichen, Kontrollen sind schwierig. Eine Veränderung würde jedoch bedeuten, ein ganzes System auf den Kopf zu stellen.
Bücherherbst: Die Geschichte der Schweizer Uhrmacherkunst von Gion Mathias Cavelty