Saiten wird dieses Jahr 30 Jahre alt. Zu unserem Geburtstag haben wir einen ganz besonderen Wunsch: eine vierte Redaktionsstelle, die sich um Kulturthemen kümmert.
Es bereitet uns schon länger Sorgen, dass viele Medienhäuser in den letzten Jahren ihre Kulturberichterstattung massiv heruntergefahren haben. Die Kulturredaktionen und Feuilletons wurden systematisch ausgedünnt. Doch ohne Berichterstattung bleibt das Kulturschaffen unsichtbar. Es fehlt an Einordnung und öffentlicher Resonanz. Und Kultur, die nicht verhandelt wird, kann auch keine Wirkung entfalten – egal, wie sehr sie gefördert wird.
«Wenn wir in den Medien nicht vorkommen, finden wir auch nicht statt», so das Bonmot in der Kulturszene. Dagegen wollen wir etwas tun, denn wir sind überzeugt, dass Kultur und Kulturschaffende eine grössere Plattform verdient haben. Diese wollen wir ihnen geben in unserer Region – in grösserem Umfang als Saiten das bereits seit 30 Jahren tut. Wir wollen künftig mehr Theaterbesprechungen, mehr Ausstellungsvorschauen, mehr Konzertrezensionen, mehr Nähe zu Kunstschaffenden. Und zwar aus allen Teilen der Ostschweiz.
Darum bauen wir einen wöchentlichen Kulturnewsletter auf, der redaktionelle Inhalte mit Veranstaltungshinweisen kombiniert – und dafür braucht Saiten eine vierte Redaktionsstelle. Das gibts aber nicht gratis. 150’000 Franken steuert Saiten selber bei, mit Eigenleistungen und erhofften Werbeeinnahmen. Die restlichen 130’000 Franken sollen von Stiftungen, Partner:innen und eben: von euch kommen. Damit wäre das Projekt in den ersten drei Jahren finanziert.
Vielleicht habt ihr das Video dazu bereits gesehen. Falls nicht: Gönnt euch! Und ja, wir mussten uns ein bisschen überwinden, unsere Köpfe in die Kamera zu halten, aber hey, es geht hier schliesslich um die Sichtbarkeit der Kultur und nicht um unsere Egos. Zudem wars recht läss, wiedermal einen Abstecher zu all den sympa Kultur- und Veranstaltungsorten in der Region zu machen, sei es mit dem Zug, dem Töff, zu Fuss oder mit dem Velo. Im Video seht ihr einige davon.
Selbstverständlich haben wir uns nicht lumpen lassen und ein paar tolle Belohnungen als Dank für eure Spenden vorbereitet. Zum Beispiel Sticker und Bags, gestaltet von Saiten-Comiczeichnerin Julia Kubik. Und wer uns so richtig supporten will, kommt sogar in den Genuss der exklusiven Saiten-Band oder unserer kollektiven Arbeitskraft für einen ganzen Tag lang. Wir machen alles – sofern es einigermassen legal und halbwegs sittlich ist.
Noch bis in den Herbst hinein und auch in den zwei folgenden Sommern bleibt die Voliere im Stadtpark eine Buvette. Ab 2029 wird sie zur «Maison des œufs», zum didaktischen Hühnerhof. Die eingereichten Ideen sahen noch ganz andere Nutzungen vor.
Der Streit ums St.Galler Verbot von Tempo 30 auf Hauptverkehrsachsen geht in die nächste Runde: Das Referendumskomitee hat die notwendigen Unterschriften gegen eine Änderung des kantonalen Strassenverkehrsgesetzes eingereicht. Damit wird das Stimmvolk über die Frage entscheiden.
Kolumne: 24/7 Traumacore
Bis zum Ende der Sommerferien präsentiert Saiten wöchentlich Kulturtipps aus der Region. Teil 6: «Wegwarte 002», Sur le Lac, Winterthurer Musikfestwochen und Schlossfestspiele Werdenberg.
Der FCSG kriegt beim Auswärtsspiel in Lissabon die Grenzen deutlich aufgezeigt. Sie verlieren das Spiel 0:5. Damit geht's für den FCSG jetzt gegen Sheriff Tiraspol in der Conference League weiter. Das Spiel zum Nachlesen im SENF-Ticker.
Notizen zu Christopher Nolans The Odyssey
Anja Braun lebte bereits 18 Jahre in der Schweiz, als sie sich gemeinsam mit ihrer Familie entschied, sich einzubürgern. Es war ein logischer Schritt. Das Verfahren war es nicht immer.
Neues Buch
Bereits 1971 eröffnete Ursula Krinzinger ihre erste Galerie in Bregenz. Bis heute prägt sie die Kunstszene weit über die Bodenseeregion hinaus. Nun befasst sich die Bregenzer Sommerausstellung im Palais Thurn und Taxis mit der Galeristin.
Bis zum Ende der Sommerferien präsentiert Saiten wöchentlich Kulturtipps aus der Region. Teil 5: Emil Brunner – «Berg Kind Welt», Rapid Openair und Kulturufer.
Der Spagat zwischen europäischen Nächten und biederem Superleague Alltag ist oft schwer. So auch heute. Eine Leistungssteigerung und die richtigen Wechsel in der zweiten Halbzeit reichen aber für die ersten drei Punkte der Saison.
In leichten Pastelltönen und dunklen Ölfarben setzt sich der deutsche Künstler Marcel Hüppauff mit dem Profiradsport auseinander. Dabei treten in seiner Schau im Chambre Directe-Schubiger in St.Gallen nicht nur Menschen, sondern auch Katzen in die Pedale.
Mit Hildegard Fässler (1951–2026) verstarb kurz vor ihrem 75. Geburtstag eine der profiliertesten Ostschweizer Politikerinnen an den Folgen einer schweren Erkrankung. Nachruf einer langjährigen Weggefährtin.
Versteckt im Sittertal produziert die Kunstgiesserei Werke renommierter Künstler:innen. Dabei gilt es oft, Neues auszuprobieren und Lösungen zu finden – mit Zucker, Wachs und natürlich Metall. Saiten erhält einen Einblick in das verrückte Schaffen am Rande St.Gallens.
Der FC St.Gallen gewinnt gegen den haushohen Favoriten aus Lissabon mit 2:1. Die grösste Sensation, die dieses Stadion je gesehen hat. Das Spiel zum Nachlesen im SENF-Ticker.
Bis zum Ende der Sommerferien präsentiert Saiten wöchentlich Kulturtipps aus der Region. Teil 4: Cyprien Gaillard – «When you expect flutes, it whistles», «Komm Glüückck» und Jeremy Reeds Buch Du stirbst nur zweimal – Ein Sylvia Plath-/Victoria Lucas-Roman.
Kolumne: Heppelers Bestiarium
Die Baupläne sind gezeichnet, das Baugesuch liegt zur Vorprüfung bei der Stadt – doch noch ist einiges rund um den Wiederaufbau der Rorschacher Badhütte zu klären. Was passiert zum Beispiel mit all den angerosteten und teils verbogenen Scharnieren, Schlössern und anderen Eisenteilen, die die Taucher aus dem See heraufgebracht haben?
Mohsen Masoudi ist 2022 aus dem Iran in die Schweiz geflohen. Heute lebt er in Stein AR und ist Teil der Exil-Opposition. Er erzählt, warum es die Schliessung der iranischen Botschaft braucht und was sich mit den Protesten Anfang Jahr verändert hat.
Das See-Burgtheater macht aus seiner Piratinnengeschichte Die Legende von Anne Bonny ein akrobatisches Spektakel vom Feinsten. Bei aller Sommertheater-Leichtigkeit hätte man aber doch ein bisschen mehr Emanzipationsgeschichte erwartet.