Synthesizer im Gewölbekeller
Spoerri mit den Analogsynthesizer. (Bild: Privatarchiv Bruno Spoerri)
Es gibt sie noch, die Unermüdlichen. Bruno Spoerri ist einer davon. Der 89-Jährige, der ursprünglich einmal Psychologe werden wollte und als begnadeter Musiker endete, liess sich nicht zweimal bitten, als Pino Stinelli ihn anfragte, ob er am 31. Geburtstag von Klang und Kleid am 8. Dezember einen Gig spielen würde. Und dabei bleibt es nicht: Der Jazzmusiker und Synthesizer-Pionier hat an diesem Sonntag gleich mehrere Auftritte.
Das Fest beginnt um 10 Uhr mit elektronischen Klängen von Spoerri und einem Überraschungsgast im 600-jährigen Gewölbekeller unter dem Ladengeschäft von Klang und Kleid. Mitgründer und Inhaber Pino Stinelli hat dafür extra ein paar kuschlige Sessel hinuntergefugt. Früh kommen lohnt sich also.
Weiter geht es mit Live-Pianomusik von Geri Pekarek zu Stummfilmklassikern der besonderen Art. «Eine Erinnerung an die legendären Nachmittage, als die Kinder der Stadt im schönen alten Schützengartensaal bespasst wurden», wie es in der Ankündigung heisst.
Der Nachmittag wird eröffnet mit einem Preis: Der erste «Sankt Elektronika Lifetime Achievement Award» wird an Bruno Spoerri verliehen. Völlig zurecht, schliesslich ist er einer der Pioniere der elektronischen Musik. Dasselbe gilt für den Jazz und die experimentelle Filmmusik hierzulande. Anschliessend spielt Spoerri als «Jazzorama Special Guest» eine Session am Saxofon, seinem Ur-Instrument, zusammen mit Claude Diallo (Piano), Natalie Dietrich (Vibrafon) und Hans Peter Künzle (Kontrabass). Auch spät kommen lohnt sich also. Isch jo Sunntig, nöd wohr.
31 Years – KNK Birthday Sessions: 8. Dezember, ab 10 Uhr, sowie 13. Dezember, 20 Uhr, Pianokonzert mit Yes It’s Ananias, Klang und Kleid St.Gallen
klangundkleid.ch
Grabenhalle und Palace laden zum zweiten A-Synth Fest. Mit von der Partie ist auch Bruno Spoerri, ein Synth-Nerd der ersten Stunde. Und ein Exil-St.Galler mit seinem neuen Projekt: Hollow Man.
24/7 Traumacore
Kunst in Oberuzwil
Musik
Patrick Kessler erhält den Ausserrhoder Kulturpreis 2026. Der Kontrabassist, Klangkünstler und Kurator aus Gais reist mit alten Lautsprechern nach Wien und Hanoi, tritt mit Insekten in einen musikalischen Dialog und findet seine wichtigsten Lektionen nicht unbedingt an Hochschulen.
Die Mobilitätsallianz Ostschweiz will Pendler:innen zum Umstieg vom Auto auf Bus, Bahn und Velo bewegen. Bei den zehn beteiligten Grossunternehmen lässt bereits jede fünfte Person das Auto am Morgen stehen. Nun sollen 500 weitere Firmen folgen.
Augustin Rebetez macht keine halben Sachen. Seine Kunst ist ausufernd und dicht zugleich. Er entwickelt anspielungsreiche Bildwelten – aktuell in der Kunsthalle Arbon.
Der Kanton Appenzell Innerrhoden plante am Landsgemeindeplatz in Appenzell ein neues Gebäude für die Gerichte, die Bibliothek und die kantonale Verwaltung. Die eidgenössischen Kommissionen für Natur- und Heimatschutz und jene für Denkmalpflege brachten das Projekt jedoch zu Fall.
Offener Brief an die Bundespolitik
Das Figurentheater St.Gallen wird 70. Was sich verändert hat, warum Puppen Kinder wie Erwachsene faszinieren und wie man auch Jugendliche erreichen kann: ein Gespräch zum Jubiläum.
Die zweite Ausgabe des audiovisuellen Festivals Susurrus in der Mülenenschlucht widmet sich der «mehr-als-menschlichen» Mitwelt. Mit akustischen und performativen Interventionen erkundet das Festival neue Formen der Beziehung zwischen Mensch und Natur.
In der Ausstellung «Die leisen Unterschiede» im Haus zur Glocke in Steckborn befassen sich fünf Künstler:innen mit der Wahrnehmung von Unterschieden.
Kolumne: Heppelers Bestiarium
Mit dem Ensemble TAK aus New York gastierte am Dienstag ein Neue-Musik-Quintett von Weltrang im St.Galler Kultbau. Organisiert vom Zyklus Contrapunkt, hätte der Abend mehr Publikum verdient. Ein Bubble-Problem?
Das St.Galler Kulturmuseum öffnet in der neuen Ausstellung «Stereotypes: Neanderthalerin» den Blick auf diese Steinzeitmenschen. Die Schau mit viel Pink verknüpft geschickt Spiel mit Wissenschaft und Vergangenheit mit Gegenwart.
Das Theater an der Grenze in Kreuzlingen startet heute in die neue Spielzeit. Kürzlich verstarb die prägende Co-Präsidentin Anna Rink. Ausserdem fällt der bisherige Spielort im Kulturzentrum Kult-X bis Ende 2027 weg. Wie der Verein diese Hürden meistert, erzählen Präsidentin Vroni Ellenbroek und Klaus Okrafka aus der Programmleitung im Interview.
St. Gallen startete gut in die Partie, agierte aber oftmals zu umständlich gegen tief verteidigende Sittener und blieb letztlich glücklos.
Auf seinem neuen Soloalbum thematisiert Manuel Stahlberger die Überhitzung. Die klimatische, die gesellschaftliche, die politische. Gemeinsam mit Bit-Tuner hat der St.Galler Musiker dafür einen düsteren, elektronischen Sound gefunden.
An Kleinbauten gehen wir oft achtlos vorbei: Buswartehäuschen, öffentliche WCs, nicht mehr gebrauchte Telefonkabinen oder Feuerwehr- und Strassenwärtermagazine. Aktuell gibt es dazu eine Ausstellung im 1. Stock des Rathauses St.Gallen.
Bis 2050 will die Stadt St.Gallen klimaneutral sein. Karin Hungerbühler und Tobias Fischer-Künzler von der Dienststelle Umwelt und Energie beantworten Fragen zur bevorstehenden Klimawoche und zum Klimaschutz in der Stadt.