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Die Besten: Bücher, Bauten und Pärke

Am 6. Dezember vergibt «Hochparterre», die in Zürich erscheinende Zeitschrift für Architektur und Design, die jährlichen Auszeichnungen für die «Besten» aus den Bereichen Architektur, Landschaftsgestaltung und Design. Sechs Nominationen stammen aus der Ostschweiz.
Von  René Hornung , 
Unter den Nominierten: die Seeufergestaltung in Schmerikon (Bild: zVg)

In der Kategorie Architektur ist ein Ersatzneubau in Rüthi SG der Architekten Claudio Schneider und Michaela Türtscher nominiert. Sie betreiben Büros in Zürich und Gamprin FL. Zuerst hatten sie die Erweiterung eines bestehenden Wohnhauses mit Wirtschaftsteil im Ortsteil Büchel geprüft, dann zeigte sich, dass zwei miteinander verbundene Ersatzneubauten die bessere Lösung waren.

Der Kern der Häuser ist in Beton konstruiert, darum herum wurden sie in Holz errichtet. Mit den Holzfassaden lehnen sie sich an die regionale Bautradition an. Modern sind dabei die betonierten Veranden.

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Bild: Johanna Muther

Weiter weg, im Bergell, steht der zweite Architektur-Kandidat: Die neuen Stationen der Albigna Seilbahn. Sie führt hinauf zur Staumauer. 1955 hatte der Architekt Bruno Giacometti die ursprünglichen Stationen entworfen. Jetzt wurden sie durch Neubauten der jungen Architekten Alder Clavuot Nunzi aus Soglio ersetzt. Es sind gefaltete Formen aus Beton und Wellblech.

Mit der Bahn fahren jede Saison rund 14’000 Passagiere zur Staumauer und zur Albignahütte hoch. Sie ist aber in erster Linie eine Betriebsbahn für die Angestellten der Kraftwerke.

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Bild: Giorgio della Marianna

In der Kategorie Landschaft sind zwei Projekte aus der Ostschweiz nominiert: der Murgauenpark in Frauenfeld und die Seeufergestaltung in Schmerikon (siehe Titelbild). Der Murgauenpark, nahe beim Bahnhof Frauenfeld, wurde vom ortsansässigen Architekturbüro Staufer & Hasler im Auftrag der Stadt als Naherholungsgebiet gestaltet.

Es ist eine abwechslungsreiche Landschaft entstanden. Das Flussbett wurde aufgeweitet, neue Wasserläufe wurden angelegt, ein grosszügiges, vielseitig nutzbares Holzgebäude wurde errichtet, teils verschlungene Wege führen durch die Naturlandschaft und über eine gekrümmte Brücke des Churer Ingenieurbüros von Jürg Conzett, Gianfranco Bronzini und Partner.

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Bild: zvg

Das zweite Landschaftsprojekt ist die Seeufergestaltung Schmerikon des Zürcher Studios Vulkan. Das Büro war auch Teil des siegreichen Teams für das Vorprojekt der gescheiterten Expo 2027. In Schmerikon haben sie zusammen mit Schweingruber Zulauf Landschaftsarchitekten den Zugang zum See auf unterschiedlichen Wegen und Flächen als grosszügige Anlage erneuert. Die Uferpartie wurde zwar nicht grundsätzlich umgestaltet, aber dank der Eingriffe bilden die Abschnitte trotz unterschiedlicher Nutzungen nun eine Einheit.

Zwei Nominationen aus der Kategorie Design stammen ebenfalls aus der Ostschweiz. Zum einen das Theater Origen in Riom am Julierpass. Initiant und Intendant Gianni Netzer ist es gelungen ein Bürgerhaus und den Stall daneben zu einem eigentlichen Theaterzentrum umzugestalten. Sowohl das Wohnhaus wie der Stall wurden mit grosser Sorgfalt sanft erneuert.

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Bild: Bowie Verschuuren

Origen wagt sich immer wieder an grosse Theaterprojekte, bespielt die alte Burg in Riom und will als nächstes einen Turm auf der Julier-Passhöhe bauen.

Die andere Design-Nomination stammt aus der Stadt St.Gallen: Der St.Galler Typograph und Gestalter Jost Hochuli ist mit seinem Buch Tschicholds Faszikel für einen «Hasen» nominiert. Seit 2010 befindet sich die Arbeitsbibliothek des Grafikers Jan Tschichold im St.Galler Zentrum für das Buch.

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Bild: zVg

In Tschicholds Nachlass waren auch über 200 Mappen und Mäppchen, Umschläge und Kuverts, Schachteln und Schächtelchen. Materialien, die er gesammelt hatte. Davon stellt Hochulis Buch vieles vor. In der Zwischenzeit hat Jost Hochuli den Nachlass weiter erschlossen und das Buch Tschichold in St.Gallen publiziert. Bis Ende November waren die Materialien in der Bibliothek in der St.Galler Hauptpost ausgestellt.

Wer die «Hasen» für die «Besten» schliesslich nach Hause tragen kann und ob ein Ostschweizer Projekt darunter sein wird, wird man am Abend des 6. Dezember erfahren.

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Die Besten: «Hochparterre» vergibt die «Hasen» in Gold, Silber und Bronze, am 6. Dezember ab 19 Uhr im Toni-Schulhaus der Zürcher Hochschule der Künste (ZhdK).
hochparterre.ch

FC St.Gal­len vs. Ser­vet­te 2:1 - Nicht bril­liert, aber ge­won­nen

Bouk­hal­fa und Gört­ler brin­gen die Es­pen in Füh­rung, wel­che das Team dann über die Zeit bringt.

Von SENF Kollektiv,
Senf

«Wir le­ben in ei­ner ver­blö­de­ten Mei­nungs­welt!»

Alex­an­der Vel­ja­nov ist die un­ver­wech­sel­ba­re Stim­me der Dark-Wa­ve-Band Dei­ne La­kai­en. Mit sei­nem neu­en So­lo­al­bum gas­tiert er am 9. No­vem­ber in Frau­en­feld. Ein Ge­spräch über Schub­la­den, Lü­ge, Wahr­heit und die Fra­ge, was Mu­sik mit un­se­rem Mensch­sein zu tun hat. 

Von Michael Lünstroth,
VELJANOV 2018 03

Zumthor plant in Wildhaus

Noch mehr Spit­zen­ar­chi­tek­tur fürs Tog­gen­burg

Von René Hornung,
Steinmodell 2

Die SP setzt auf Pe­ter Oli­bet

Ein Wahl­gang ge­nüg­te: Die SP der Stadt St.Gal­len schickt Pe­ter Oli­bet ins Ren­nen um die Nach­fol­ge von Stadt­rat Pe­ter Jans. Er er­hielt 109 von 182 Stim­men. In der Fra­ge­run­de ging es um Spar­po­li­tik, be­zahl­ba­re Woh­nun­gen und die Fra­ge, wie viel Op­po­si­ti­on ein künf­ti­ges Re­gie­rungs­mit­glied noch ma­chen kann.

Von Philipp Bürkler,
Nomination Peter Olibet 10
Heftvorschau 11/26
Postkolonial, Kulturgelder, Universum

Wäh­rend Zü­rich und Genf ge­raub­te Ben­in-Bron­zen zu­rück­ge­ben, la­viert das Kul­tur­mu­se­um St.Gal­len. Der­weil un­ter­sucht der Thur­gau sei­ne eth­no­gra­fi­sche Samm­lung und schliess Re­sti­tu­tio­nen nicht aus. Aus­ser­dem im No­vem­ber­heft: Der so­li­da­ri­sche Pro­test der St.Gal­ler Kul­tur­sze­ne ge­gen die Spar­plä­ne des Kan­tons, die neue Aus­stel­lung zum Zehn­jäh­ri­gen im Na­tur­mu­se­um St.Gal­len, das ers­te elek­tro­ni­sche So­lo­al­bum von Ka­fi-D und vie­les mehr.

Saiten 2611 01 Cover

Zü­rich und Genf ma­chen vor­wärts, St.Gal­len bremst

Seit ei­ni­gen Jah­ren sind Ben­in-Bron­zen in Schwei­zer Mu­se­en ein heis­ses Ei­sen. Im St.Gal­ler Kul­tur­mu­se­um la­viert man bei der Fra­ge ei­ner mög­li­chen Rück­ga­be zwi­schen Dia­log­be­reit­schaft und Ver­wei­ge­rungs­hal­tung.

Von Richard Butz und Hans Fässler,
Benin bronze kulturmuseum 2026

Bücherherbst: Nie ist alles gut von Raffael Rihs

Mo­ment­auf­nah­men

Von Veronika Fischer,

Ma­gen­brot bis zu­letzt

Ein Fes­ti­val über den Tod – darf das auch lus­tig sein? «Last Call» lädt am 31. Ok­to­ber in St.Gal­len da­zu ein, über das Ster­ben zu spre­chen. In­ter­view mit Mi­chel­le Mauch­le von der Ge­schäfts­stel­le Pal­lia­ti­ve Ca­re Stadt St.Gal­len.

Von Philipp Bürkler,
Festival zum tod michelle mauchle

Kampf­sport als Safe Space

In St.Gal­len hat am Sams­tag zum ers­ten Mal ein eman­zi­pa­to­risch-an­ti­fa­schis­tisch-que­er­fe­mi­nis­ti­sches Kampf­sport­tur­nier statt­ge­fun­den. Wie das aus­sieht? Schon ziem­lich bru­tal, aber dann auch wie­der herz­lich.

Von Malena Widmer,
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Bücherherbst: Unwucht von Sarah Elena Müller

Zwi­schen Lie­be und Lei­den

Von David Gadze,

Be­stän­dig­keit, die ero­diert 

Seit 35 Jah­ren un­ter­sucht Pa­trick Roh­ner Na­tur­pro­zes­se, ins­be­son­de­re im Zu­sam­men­hang mit Geo­lo­gie, zeich­ne­risch, ma­le­risch und bild­haue­risch. Die Aus­stel­lung «Fal­tun­gen» im Mu­se­um Bickel zeigt noch bis zum 22. No­vem­ber ei­nen Quer­schnitt die­ser kon­ti­nu­ier­li­chen Be­schäf­ti­gung. 

Von Angela Kuratli,
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Klimaseniorinnen besuchen Bern

Hit­ze und Dür­re im Bun­des­haus

Von Beatrice Häfliger,
Gruppenfoto

Chil­len am Steinach­strand

Vor dem Karls­tor ein Pick­nick un­ter Bäu­men am Ufer, die Mit­tags­pau­se mit den Füs­sen im Was­ser vor der Kan­tons­schul-Bi­blio­thek oder ein Bier am Bäch­lein zwi­schen der Bar La Bue­na On­da und dem «Bier­hof» – das al­les soll ge­mäss der Mach­bar­keits­stu­die «Al­te Stein­ach» mög­lich wer­den. Am Mon­tag ha­ben sie die Ver­ant­wort­li­chen vor­ge­stellt. 

Von René Hornung,
Alte Steinach Karlstor Zukunft

Hu­mor und Hal­tung

Del­fi­ne, Her­zen und Flag­gen. Die «Il­lo Kon­stanz Vol. 5» zeigt über 60 Ar­bei­ten von in­ter­na­tio­na­len Il­lus­tra­to­ren. Die Schau lässt viel Raum für ei­ge­ne Zu­gän­ge, übt aber auch Kri­tik und zeigt Hal­tung.

Von Vera Zatti,
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«Die­ser Ort braucht ei­ne Per­spek­ti­ve»

Der Ver­ein Lat­tich im Gü­ter­bahn­hof­are­al St.Gal­len fei­ert das 10-Jahr-Ju­bi­lä­um. Noch im­mer kämpft er mit Ein­spra­chen. Der Vor­stand der Grün­dungs­pha­se hat auf­ge­ge­ben. Seit gut ei­nem Jahr bil­den Adel­heid Kar­li und Flo­rim Ša­ba­ni das Co-Prä­si­di­um.

Von Andi Giger, Bilder: Nayla Baumgartner,
2610 Redeplatz

Nachruf auf Urs Ullmann

«Wir nann­ten ihn ‹Sun­ny› we­gen sei­nes auf­ge­stell­ten Ge­müts»

Von Urs Oskar Keller,
Urs Ullmann Maerz 2023 Altnau Urs Oskar Keller

Bücherherbst: Mondläufer von Daniel Badraun

Vom Le­ben und Schrei­ben

Von Sieglinde Wöhrer,
Bildschirmfoto 2026 10 19 um 15 34 04

Wenn Mu­se­ums­ob­jek­te ei­nen neu­en Sinn be­kom­men

Ei­ne ben­zin­be­trie­be­ne Glüh­bir­ne? Ein ro­bus­tes Schnaps­glas? Oder ein Kat­zen­hals­band, das die Raub­tie­re vom Vö­gel­fan­gen ab­hal­ten soll? Im His­to­ri­schen Mu­se­um Thur­gau schlum­mern ei­ni­ge Ge­gen­stän­de, de­ren Funk­ti­on auf den ers­ten Blick nicht ganz klar ist. Tho­mas Götz, Mar­ti­na Hü­gi und Ste­fan Kel­ler muss­ten die­se am Icon Po­et her­aus­fin­den.

Von Judith Schuck,
Icon Poet Judith Schuck

Lang­sam­keit als Mo­tor

Die St.Gal­ler Rock­band The Black Salt ver­öf­fent­licht ihr zwei­tes Al­bum. Und ver­ab­schie­det sich ein Stück­weit von ih­ren An­fän­gen.

Von David Gadze,
Theblacksalt1

Fah­nen der Ver­gäng­lich­keit

Die Welt ist in ste­tem Wan­del. Und man­che Ver­än­de­run­gen sind ir­rever­si­bel – Glet­scher schmel­zen, Tier- und Pflan­zen­ar­ten ster­ben aus. Die Aus­stel­lung «Flim­mern» wid­met sich der Be­wusst­wer­dung die­ses Wan­dels – und dem Schmerz, den er aus­löst.

Von Judith Schuck,
Flimmern Blossom 0 2 von Hoa Luo Patrik Muchenberger