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«Guet» statt «scho rächt»

Vier Neubauten, eine Strassengestaltung und ein Designprojekt aus der Ostschweiz finden sich unter den Nominationen für «die Besten». Am 1. Dezember vergibt Hochparterre wieder die Hasen-Trophäen in Gold, Silber und Bronze.
Von  René Hornung , 

Die «Hasen» sind unter Architekten, Landschaftsarchitektinnen und Gestaltern ein inzwischen legendärer Preis. Vergeben werden sie jeweils gegen Jahresende von Hochparterre, der Zeitschrift für Architektur und Design.

Die Nominationen sind seit ein paar Tagen bekannt. Darunter finden sich vier Architekturprojekte aus der Ostschweiz:

Zuerst das neue Bergrestaurant auf dem Chäserrugg von Herzog & de Meuron Architekten, Bild oben: Der Holzbau mit seinem markanten Dach ist seit ein paar Wochen offen und bereits zum Pilgerort der Architekturinteressierten geworden. Das weitgehend privat finanzierte Projekt kommt mit einem bescheidenen «Fussabdruck» auf dem Berg aus – ein paar Streifenfundamente tragen das Gebäude. Die Architekten haben auch die alte Bergstation der Seilbahn neu verkleidet. Hochparterre-Chefredaktor Köbi Gantenbein lobte in einem Beitrag für die Nachrichtensendung «10vor10» das Gesamtprojekt. Hier sehe man den Unterschied zwischen «scho rächt» und «guet».

skyframe_kunz-1-1Nominiert unter den «Besten» ist auch der Neubau der Fensterfabrik Skyframe in Frauenfeld. Das Unternehmen stellt rahmenlose Fenster her. Transparenz zeigt das Unternehmen auch im eigenen Neubau. Damit es aber hinter der grossen Glasfassade nicht unerträglich heiss wird, wachsen davor über alle Etagen rund 50 verschiedene Pflanzen in automatisch bewässerten Trögen. Sie gewähren eine natürliche Beschattung. Geplant wurde die Fabrik vom Winterthurer Architekten Peter Kunz.

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Das dritte nominierte Architekturprojekt aus der Region ist die Sanierung von Schloss Werdenberg und der dazugehörende kleine Neubau im Hof. Er dient als Museumsempfang, Café und Veranstaltungsraum. An zwei Seiten lehnt er sich an die Schlossmauer an. Innen ist seine Konstruktion sichtbar und diese ist eine Hommage an den barocken Dachstuhl des Schlosses. Verantwortlich für Sanierung und Neubau zeichnet das Büro BBK Architekten mit Büros in Balzers und Azmoos.

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«Es muss der Grossmutter gefallen»

Der vierte nominierte Bau ist das Altersheim Neugut in Landquart. Eine Arbeitsgemeinschaft von vier Zürcher Architekten – Joos & Mathys sowie Schmid Schärer Architekten – hat hier einen Neubau realisiert, in dem sich die betagten Bewohner wohlfühlen. Der Bau präsentiert sich edel, ist aber nicht teurer als ein durchschnittlicher Altersheimbau. Viel Denkarbeit und der Slogan «Es muss der Grossmutter gefallen» haben zu einem Ort mit einer besonderen Ausstrahlung geführt.

WidnauDas untere Rheintal steht auf der Liste der Nominationen für einen Hasen aus der Kategorie Landschaftsarchitektur. Die Sanierung und Gestaltung der Hauptstrasse zwischen Au und Widnau wurde vom Büro NEO Architektur aus Widnau geplant. Neue Kreisel und ein durchgängiges Strassenbild mit seitlichen Bäumen und einem Mittelstreifen führen zu einem einheitlichen Strassenbild – eine Strasse bekam ein eigenes Gesicht.

Hochparterre_Beat_Karrer__097-1-1Unter den zwei Dutzend Nominationen für die Design-Hasen findet sich die Entwicklung eines Bio-Polymer-Materials. Erfunden hat es der in Zürich tätige Designer Beat Karrer. Er nennt den Stoff «Fluid Solids». Dank Tests auf den Spritzgiessmaschinen der Hochschule für Technik in Rapperswil konnte er das Material so weiterentwickeln, dass damit nun kleinere Formteile hergestellt werden können. Sie sind, wenn sie ihre Lebensdauer erreicht haben, abbaubar und verursachen nicht – wie bisherige Kunststoffe – Entsorgungsprobleme.

Ob es für eines dieser Projekte für einen Hasen reicht, wird sich zeigen: Die Verleihung findet am 1. Dezember in der Zürcher Hochschule der Künste statt, auf der grossen Treppe im Toni-Schulhaus. Alle Projekte sind hier zu sehen.

Fotos: Hochparterre

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«Wir le­ben in ei­ner ver­blö­de­ten Mei­nungs­welt!»

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Zumthor plant in Wildhaus

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Die SP setzt auf Pe­ter Oli­bet

Ein Wahl­gang ge­nüg­te: Die SP der Stadt St.Gal­len schickt Pe­ter Oli­bet ins Ren­nen um die Nach­fol­ge von Stadt­rat Pe­ter Jans. Er er­hielt 109 von 182 Stim­men. In der Fra­ge­run­de ging es um Spar­po­li­tik, be­zahl­ba­re Woh­nun­gen und die Fra­ge, wie viel Op­po­si­ti­on ein künf­ti­ges Re­gie­rungs­mit­glied noch ma­chen kann.

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Nomination Peter Olibet 10
Heftvorschau 11/26
Postkolonial, Kulturgelder, Universum

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Saiten 2611 01 Cover

Zü­rich und Genf ma­chen vor­wärts, St.Gal­len bremst

Seit ei­ni­gen Jah­ren sind Ben­in-Bron­zen in Schwei­zer Mu­se­en ein heis­ses Ei­sen. Im St.Gal­ler Kul­tur­mu­se­um la­viert man bei der Fra­ge ei­ner mög­li­chen Rück­ga­be zwi­schen Dia­log­be­reit­schaft und Ver­wei­ge­rungs­hal­tung.

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Benin bronze kulturmuseum 2026

Bücherherbst: Nie ist alles gut von Raffael Rihs

Mo­ment­auf­nah­men

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Ma­gen­brot bis zu­letzt

Ein Fes­ti­val über den Tod – darf das auch lus­tig sein? «Last Call» lädt am 31. Ok­to­ber in St.Gal­len da­zu ein, über das Ster­ben zu spre­chen. In­ter­view mit Mi­chel­le Mauch­le von der Ge­schäfts­stel­le Pal­lia­ti­ve Ca­re Stadt St.Gal­len.

Von Philipp Bürkler,
Festival zum tod michelle mauchle

Kampf­sport als Safe Space

In St.Gal­len hat am Sams­tag zum ers­ten Mal ein eman­zi­pa­to­risch-an­ti­fa­schis­tisch-que­er­fe­mi­nis­ti­sches Kampf­sport­tur­nier statt­ge­fun­den. Wie das aus­sieht? Schon ziem­lich bru­tal, aber dann auch wie­der herz­lich.

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Bücherherbst: Unwucht von Sarah Elena Müller

Zwi­schen Lie­be und Lei­den

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Be­stän­dig­keit, die ero­diert 

Seit 35 Jah­ren un­ter­sucht Pa­trick Roh­ner Na­tur­pro­zes­se, ins­be­son­de­re im Zu­sam­men­hang mit Geo­lo­gie, zeich­ne­risch, ma­le­risch und bild­haue­risch. Die Aus­stel­lung «Fal­tun­gen» im Mu­se­um Bickel zeigt noch bis zum 22. No­vem­ber ei­nen Quer­schnitt die­ser kon­ti­nu­ier­li­chen Be­schäf­ti­gung. 

Von Angela Kuratli,
Gu Kas Pa Ro 26 385960 Email Orginal 2

Klimaseniorinnen besuchen Bern

Hit­ze und Dür­re im Bun­des­haus

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Gruppenfoto

Chil­len am Steinach­strand

Vor dem Karls­tor ein Pick­nick un­ter Bäu­men am Ufer, die Mit­tags­pau­se mit den Füs­sen im Was­ser vor der Kan­tons­schul-Bi­blio­thek oder ein Bier am Bäch­lein zwi­schen der Bar La Bue­na On­da und dem «Bier­hof» – das al­les soll ge­mäss der Mach­bar­keits­stu­die «Al­te Stein­ach» mög­lich wer­den. Am Mon­tag ha­ben sie die Ver­ant­wort­li­chen vor­ge­stellt. 

Von René Hornung,
Alte Steinach Karlstor Zukunft

Hu­mor und Hal­tung

Del­fi­ne, Her­zen und Flag­gen. Die «Il­lo Kon­stanz Vol. 5» zeigt über 60 Ar­bei­ten von in­ter­na­tio­na­len Il­lus­tra­to­ren. Die Schau lässt viel Raum für ei­ge­ne Zu­gän­ge, übt aber auch Kri­tik und zeigt Hal­tung.

Von Vera Zatti,
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«Die­ser Ort braucht ei­ne Per­spek­ti­ve»

Der Ver­ein Lat­tich im Gü­ter­bahn­hof­are­al St.Gal­len fei­ert das 10-Jahr-Ju­bi­lä­um. Noch im­mer kämpft er mit Ein­spra­chen. Der Vor­stand der Grün­dungs­pha­se hat auf­ge­ge­ben. Seit gut ei­nem Jahr bil­den Adel­heid Kar­li und Flo­rim Ša­ba­ni das Co-Prä­si­di­um.

Von Andi Giger, Bilder: Nayla Baumgartner,
2610 Redeplatz

Nachruf auf Urs Ullmann

«Wir nann­ten ihn ‹Sun­ny› we­gen sei­nes auf­ge­stell­ten Ge­müts»

Von Urs Oskar Keller,
Urs Ullmann Maerz 2023 Altnau Urs Oskar Keller

Bücherherbst: Mondläufer von Daniel Badraun

Vom Le­ben und Schrei­ben

Von Sieglinde Wöhrer,
Bildschirmfoto 2026 10 19 um 15 34 04

Wenn Mu­se­ums­ob­jek­te ei­nen neu­en Sinn be­kom­men

Ei­ne ben­zin­be­trie­be­ne Glüh­bir­ne? Ein ro­bus­tes Schnaps­glas? Oder ein Kat­zen­hals­band, das die Raub­tie­re vom Vö­gel­fan­gen ab­hal­ten soll? Im His­to­ri­schen Mu­se­um Thur­gau schlum­mern ei­ni­ge Ge­gen­stän­de, de­ren Funk­ti­on auf den ers­ten Blick nicht ganz klar ist. Tho­mas Götz, Mar­ti­na Hü­gi und Ste­fan Kel­ler muss­ten die­se am Icon Po­et her­aus­fin­den.

Von Judith Schuck,
Icon Poet Judith Schuck

Lang­sam­keit als Mo­tor

Die St.Gal­ler Rock­band The Black Salt ver­öf­fent­licht ihr zwei­tes Al­bum. Und ver­ab­schie­det sich ein Stück­weit von ih­ren An­fän­gen.

Von David Gadze,
Theblacksalt1

Fah­nen der Ver­gäng­lich­keit

Die Welt ist in ste­tem Wan­del. Und man­che Ver­än­de­run­gen sind ir­rever­si­bel – Glet­scher schmel­zen, Tier- und Pflan­zen­ar­ten ster­ben aus. Die Aus­stel­lung «Flim­mern» wid­met sich der Be­wusst­wer­dung die­ses Wan­dels – und dem Schmerz, den er aus­löst.

Von Judith Schuck,
Flimmern Blossom 0 2 von Hoa Luo Patrik Muchenberger