Unermüdlich und unverdrossen auch angesichts der jüngsten Plakatflut im FDP-gelb macht das Komitee für einen vernünftigen Markplatz weiter in seinem Widerstand gegen das Parkgaragen-Projekt. Sehr schön auch das Bild mit der Einfahrt in die leere Tiefgarage…
Hier die Medienmitteilung der heutigen Pressekonferenz:
Das unabhängige «Komitee vernünftiger Marktplatz St. Gallen» verteilt eigene Abstimmungsbroschüre in alle St. Galler Haushalte
Das «Komitee vernünftiger Marktplatz St. Gallen» mit seinen inzwischen mehr als 650 Mitgliedern verteilt per Post in den nächsten Tagen seine Abstimmungsbroschüre in alle St. Galler Haushalte, in der Stimmberechtigte zu einem Nein zur Marktplatzvorlage aufgerufen werden. Die Broschüre wurde durch zahlreiche private Spenden und mit Unterstützung des NVS SG ermöglicht.
Das Komitee kritisiert das Projekt mit mehreren Argumenten:
– Bei der Neugestaltung des Marktplatzes geht es zuerst um den, mehrere Jahre lang dauernden, Bau der unterirdischen Parkgarage. Da jetzt schon genug Parkplätze in Parkgaragen im Zentrum vorhanden sind, braucht es im Stadtzentrum keine weitere Tiefgarage. Zudem blockiert der Bau der Parkgarage für mehrere Jahre Fussgänger und ÖV. Der Marktplatz kann auch ohne diese 30-Millionen-Parkgarage autofrei gemacht werden.
– Für diese Garage müssen die prächtigen Platanen auf dem Platz gefällt werden und der Baumbestand im Mittelstreifen des Oberen Graben vor dem Seeger und der Migros Union wird ebenfalls abgeholzt. Bis die neu gepflanzten Bäume wieder gross sind, wird es Jahre dauern.
– Die Wartehalle von Santiago Calatrava ist zu einem Wahrzeichen geworden. Sie soll auf dem Bohl stehen bleiben. Die Haltestellen vom Bohl auf den Marktplatz zu verlegen, bringt den Passagieren keinen konkreten Nutzen. Im Gegenteil, die Haltestellen Schibenertor in Ost-West-Richtung werden aufgehoben. Ausserdem wird aus dem leergeräumten Bohl im St. Galler Klima nie eine italienische Piazza.
– Ein verbesserter Busfahrplan lässt sich auch ohne Umbau von Bahnhof- und Marktplatz erreichen. Eine gestaffelte Abfahrt am Bahnhof bringt eine kostenlose Verkehrsoptimierung für die ganze Stadt.
– Die Rondelle auf dem Marktplatz ist ein schützenswerter Bau aus den 1950er-Jahren. Sie soll – zusammen mit neuen Markständen – auf dem Platz stehen bleiben. Die geplante Markthalle wird so gross, dass der Marktplatz fast völlig verbaut sein wird. Ausserdem bleibt unsicher, ob darin die Händler in Zukunft einen Stand rentabel betreiben können. Heute stehen viele Markthäuschen leer.
– Das Gesamtprojekt kostet die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler 40 Millionen Franken – zu viel für den Deckel einer Parkagarage.
Komitee vernünftiger Marktplatz St. Gallen
Marcus D. Waltenberg, Hansueli Stettler, Tek Berhe, Elsbeth Fischer, Alfons Weisser, Simone Hefti, Gabi Cavegn.
Offener Brief an die Bundespolitik
Das Figurentheater St.Gallen wird 70. Was sich verändert hat, warum Puppen Kinder wie Erwachsene faszinieren und wie man auch Jugendliche erreichen kann: ein Gespräch zum Jubiläum.
Die zweite Ausgabe des audiovisuellen Festivals Susurrus in der Mülenenschlucht widmet sich der «mehr-als-menschlichen» Mitwelt. Mit akustischen und performativen Interventionen erkundet das Festival neue Formen der Beziehung zwischen Mensch und Natur.
In der Ausstellung «Die leisen Unterschiede» im Haus zur Glocke in Steckborn befassen sich fünf Künstler:innen mit der Wahrnehmung von Unterschieden.
Kolumne: Heppelers Bestiarium
Mit dem Ensemble TAK aus New York gastierte am Dienstag ein Neue-Musik-Quintett von Weltrang im St.Galler Kultbau. Organisiert vom Zyklus Contrapunkt, hätte der Abend mehr Publikum verdient. Ein Bubble-Problem?
Das St.Galler Kulturmuseum öffnet in der neuen Ausstellung «Stereotypes: Neanderthalerin» den Blick auf diese Steinzeitmenschen. Die Schau mit viel Pink verknüpft geschickt Spiel mit Wissenschaft und Vergangenheit mit Gegenwart.
Das Theater an der Grenze in Kreuzlingen startet heute in die neue Spielzeit. Kürzlich verstarb die prägende Co-Präsidentin Anna Rink. Ausserdem fällt der bisherige Spielort im Kulturzentrum Kult-X bis Ende 2027 weg. Wie der Verein diese Hürden meistert, erzählen Präsidentin Vroni Ellenbroek und Klaus Okrafka aus der Programmleitung im Interview.
St. Gallen startete gut in die Partie, agierte aber oftmals zu umständlich gegen tief verteidigende Sittener und blieb letztlich glücklos.
Auf seinem neuen Soloalbum thematisiert Manuel Stahlberger die Überhitzung. Die klimatische, die gesellschaftliche, die politische. Gemeinsam mit Bit-Tuner hat der St.Galler Musiker dafür einen düsteren, elektronischen Sound gefunden.
An Kleinbauten gehen wir oft achtlos vorbei: Buswartehäuschen, öffentliche WCs, nicht mehr gebrauchte Telefonkabinen oder Feuerwehr- und Strassenwärtermagazine. Aktuell gibt es dazu eine Ausstellung im 1. Stock des Rathauses St.Gallen.
Bis 2050 will die Stadt St.Gallen klimaneutral sein. Karin Hungerbühler und Tobias Fischer-Künzler von der Dienststelle Umwelt und Energie beantworten Fragen zur bevorstehenden Klimawoche und zum Klimaschutz in der Stadt.
Anita Zimmermann alias Leila Bock prägt die St.Galler Kulturszene seit Jahrzehnten – als Künstlerin, als Vermittlerin, als Ermöglicherin. Sie hat Widerstände überwunden und andere Künstler:innen immer wieder herausgefordert. Eine Würdigung
Die St.Galler Museumsnacht findet in diesem Jahr zum 20. Mal statt. Zum Jubiläum blickt Vereinspräsidentin Barbara Affolter zurück und nach vorne. Sie sagt, was die Museumsnacht bis heute ausmacht und wohin sie sich entwickeln soll.
Die Ausstellung «Voller Leben» des Vereins IG Halle Rapperswil wirft Schlaglichter auf künstlerische Schaffensprozesse und ihre Verbindungen zur Natur.
Kolumne: Stimmrecht
Der St.Galler Kunstkiosk wird fünfzehn Jahre alt. Gefeiert wird das mit einer Jubiläumsausstellung im ehemaligen Tiffany Night Club. Die Vernissage ist am 12. September. Saiten hat schon vor der Eröffnung vorbeigeschaut.
Musiktheater
Zum 36-jährigen Bestehen seiner Galerie Macelleria d'arte transformiert Francesco Bonanno ein leerstehendes Gebäude am Roten Platz in St.Gallen in ein buntes Haus voller Kunst. Was als kleines Projekt begann, wuchs zu einem Gemeinschaftswerk von fast 100 Kunstschaffenden.
St.Gallen und Luzern haben mehr gemeinsam, als man zunächst denkt – oder doch nicht? «Null41» war mit der Saiten-Redaktion in St.Gallen unterwegs.