Mentor und Leiter des einwöchigen Workshops ist der renommierte US-Gegenwartsdramatiker Neil La Bute. Als «waghalsiges Experiment» bezeichnet Andreas Bauer, Leiter der Werkstattbühne am Theater Konstanz, das Autorenlabor. Während der Mentor aus den USA anreist, kommen die Eingeladenen aus den verschiedensten Ecken Europas: Laura Forti aus Italien, Rafael Kohn aus Luxembourg, Vedrana Klepica aus Kroatien, Nathan Vecht aus der Niederlande und Natalia Vorozhbit aus der Ukraine. «It’s a workshop dealing with the monologue and working quickly from inspiration to performance while collaborating with actors», umschreibt Neil La Bute sein Vorhaben.
Während einer Woche erarbeiten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Monolog, ihnen zur Seite nicht nur La Bute, sondern auch das Ensemble des Th eaters, um den eigenen Text fortlaufend in der Praxis zu überprüfen. Die so entstandenen Monologe werden am 5. Juli auf der Werkstattbühne des Theater Konstanz präsentiert. Ein anschliessendes Gespräch mit den Autorinnen und Autoren sowie Neil La Bute gibt dem Publikum Einblick in die gemeinsame Arbeit und die Erfahrungen während des Workshops.
Während der Workshopwoche geben zwei Abende (2. und 4. Juli) weiteren Einblick in das Schaffen der eingeladenen Dramatiker: In szenischen Lesungen werden Ausschnitte aus einem früheren Stück gezeigt, umrahmt von kurzen Einführungen in das jeweilige Land und Gesprächen mit den Autorinnen und Autoren mit Fokus auf die Situation von Kultur und Theater im Heimatland.
Das Autorenlabor bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, sich über ihre Erfahrungen, Arbeitsweisen und das Schreiben fürs Theater generell auszutauschen. Es ist ein kleiner Versuch, ein bisschen Europa zusammenzubringen. «The future is now. It’s time to grow up and be strong. Tomorrow may well be too late» – Neil La Bute.
Autorenlabor Theater Konstanz: 2. Juli, 20 Uhr, Szenische Lesungen I, Werkstattbühne 4. Juli, 20 Uhr: Szenische Lesungen II, Hofhalde 1 5. Juli, 22 Uhr: Abschlusspräsentation Monologe, Werkstattbühne Infos: theaterkonstanz.de
Bild: Neil la Bute, fotografiert von Aaron Eckhart
Während Zürich und Genf geraubte Benin-Bronzen zurückgeben, laviert das Kulturmuseum St.Gallen. Derweil untersucht der Thurgau seine ethnografische Sammlung und schliess Restitutionen nicht aus. Ausserdem im Novemberheft: Der solidarische Protest der St.Galler Kulturszene gegen die Sparpläne des Kantons, die neue Ausstellung zum Zehnjährigen im Naturmuseum St.Gallen, das erste elektronische Soloalbum von Kafi-D und vieles mehr.
Seit einigen Jahren sind Benin-Bronzen in Schweizer Museen ein heisses Eisen. Im St.Galler Kulturmuseum laviert man bei der Frage einer möglichen Rückgabe zwischen Dialogbereitschaft und Verweigerungshaltung.
Bücherherbst: Nie ist alles gut von Raffael Rihs
Ein Festival über den Tod – darf das auch lustig sein? «Last Call» lädt am 31. Oktober in St.Gallen dazu ein, über das Sterben zu sprechen. Interview mit Michelle Mauchle von der Geschäftsstelle Palliative Care Stadt St.Gallen.
In St.Gallen hat am Samstag zum ersten Mal ein emanzipatorisch-antifaschistisch-queerfeministisches Kampfsportturnier stattgefunden. Wie das aussieht? Schon ziemlich brutal, aber dann auch wieder herzlich.
Bücherherbst: Unwucht von Sarah Elena Müller
Seit 35 Jahren untersucht Patrick Rohner Naturprozesse, insbesondere im Zusammenhang mit Geologie, zeichnerisch, malerisch und bildhauerisch. Die Ausstellung «Faltungen» im Museum Bickel zeigt noch bis zum 22. November einen Querschnitt dieser kontinuierlichen Beschäftigung.
Klimaseniorinnen besuchen Bern
Vor dem Karlstor ein Picknick unter Bäumen am Ufer, die Mittagspause mit den Füssen im Wasser vor der Kantonsschul-Bibliothek oder ein Bier am Bächlein zwischen der Bar La Buena Onda und dem «Bierhof» – das alles soll gemäss der Machbarkeitsstudie «Alte Steinach» möglich werden. Am Montag haben sie die Verantwortlichen vorgestellt.
Delfine, Herzen und Flaggen. Die «Illo Konstanz Vol. 5» zeigt über 60 Arbeiten von internationalen Illustratoren. Die Schau lässt viel Raum für eigene Zugänge, übt aber auch Kritik und zeigt Haltung.
Der Verein Lattich im Güterbahnhofareal St.Gallen feiert das 10-Jahr-Jubiläum. Noch immer kämpft er mit Einsprachen. Der Vorstand der Gründungsphase hat aufgegeben. Seit gut einem Jahr bilden Adelheid Karli und Florim Šabani das Co-Präsidium.
Nachruf auf Urs Ullmann
Bücherherbst: Mondläufer von Daniel Badraun
Eine benzinbetriebene Glühbirne? Ein robustes Schnapsglas? Oder ein Katzenhalsband, das die Raubtiere vom Vögelfangen abhalten soll? Im Historischen Museum Thurgau schlummern einige Gegenstände, deren Funktion auf den ersten Blick nicht ganz klar ist. Thomas Götz, Martina Hügi und Stefan Keller mussten diese am Icon Poet herausfinden.
Die St.Galler Rockband The Black Salt veröffentlicht ihr zweites Album. Und verabschiedet sich ein Stückweit von ihren Anfängen.
Die Welt ist in stetem Wandel. Und manche Veränderungen sind irreversibel – Gletscher schmelzen, Tier- und Pflanzenarten sterben aus. Die Ausstellung «Flimmern» widmet sich der Bewusstwerdung dieses Wandels – und dem Schmerz, den er auslöst.
Die Grundlagen, mit denen die Befürworter:innen die dritte Autobanhröhre durch den Rosenberg in St.Gallen und die Teilspange mit dem Anschluss im Güterbahnhofareal fordern, basieren auf fragwürdigen Zahlen. Zu diesem Schluss kommt der Raum- und Verkehrsplaner Thomas Hug-Di Lena.
Bücherherbst: Réduit von Alexander Raschle
Die St.Galler Tanzkompanie feierte vergangenen Samstag mit From England with Love Premiere. Das Stück wagt sich abermals aus dem Gleichschritt – mit unmissverständlichen Gesten.
Das Kunsthaus Bregenz zeigt in der neuen Ausstellung Arbeiten der US-amerikanischen Künstlerin Torkwase Dyson. Ausgangspunkt ihrer grossformatigen geometrischen Skulpturen und poetischen Malereien bildet das Leben und die Befreiung Schwarzer Menschen.