Nicht jammern, sondern machen. So könnte man eine neue Initiative der «Out in the Green Garden»-Veranstalter nennen. Aus bekannten Gründen kann das Festival in diesem Jahr nicht im Murg-Auen-Park stattfinden. Nach einigem Murren stecken die Macher jetzt aber nicht in den Kopf in den Sand, sondern starten ein neues Festivalformat – das Out in the Green Gardens.
Wenn nicht im Murg-Auen-Park, dann halt zuhause
Eine bemerkenswerte Idee steht dahinter: Am 29. Juli stellen verschiedene Privatpersonen ihre Gärten (eine Übersicht aller Spielorte gibt es hier) für kleine, meist akustische Konzerte zur Verfügung.
Klick zum Vergrössern.
«Ganz nach der Devise: Wenn wir nicht im Murg-Auen-Park Kultur erleben können, laden wir die Kultur zu uns nach Hause ein», schreiben die Veranstalter in einer Medienmitteilung. Die Idee dazu hatten demnach Besucherinnen und Besuchern des Festivals. Nach der Absage des Festivals hatten sie gleich angeboten, die Konzerte doch bei ihnen zu veranstalten.
Out in the green Gardens: 29. Juli, ab 13:30 Uhr, verschiedene Gärten in Frauenfeld outinthegreengarden.ch
Als Künstler sind mit dabei: Obacht Obacht, King Contradiction, Valentin Baumgartners Despina Corazza Duo und JamCo. Eintritt werde – ganz im Geiste des Festivals – keiner verlangt, heisst es in der Medienmitteilung weiter. Das «Out in the Green Gardens» beginnt um 14 Uhr und bis um 22 Uhr wird alle zwei Stunden der Garten gewechselt. «Die Gartenbesitzerinnen und -Besitzer bieten je nach Wunsch kleinere Leckereien feil, während Musikerinnen und Musiker vor ihrem Haus in einem intimen Rahmen stündige Konzerte geben», erklären die Initiatoren.
Veranstalter starten Petition für ihr Festival
Aber auch das eigentliche Out in the Green Garden verlieren die Macher nicht aus dem Blick. Sie starten für eine mögliche Neuauflage des Festivals 2018 jetzt eine Petition. Darin heisst es:
«Kultur macht eine Stadt lebenswert, attraktiv, bunt und fröhlich. Das Out in the Green Garden ist längst Teil des Kultursommers von Frauenfeld geworden und zieht dank freiwilligem Eintritt, regionalen Talenten und internationalen Szenegrössen verschiedenste Menschen aller Art an. Wenn so ein Festival in Frauenfeld nicht möglich ist, besteht die Gefahr, dass die Stadt zu einer Schlafstadt wird. Deshalb unterstütze ich Kulturveranstaltungen in Frauenfeld und fordere die Stadt dazu auf, die nötigen Massnahmen zu treffen, um ein langfristiges Überleben des Out in the Green Gardens und anderer Freiluftkulturveranstaltungen zu sichern.»
Die Petition ist ab sofort über die Internetseite des «Out in the Green Garden» erreichbar. Ziel der Petition sei es auch, den Bedarf nach allen zugänglichen, kulturellen Freiluftveranstaltungen einschätzen zu können.
Dieser Beitrag erschien zuerst auf thurgaukultur.ch.
Während Zürich und Genf geraubte Benin-Bronzen zurückgeben, laviert das Kulturmuseum St.Gallen. Derweil untersucht der Thurgau seine ethnografische Sammlung und schliess Restitutionen nicht aus. Ausserdem im Novemberheft: Der solidarische Protest der St.Galler Kulturszene gegen die Sparpläne des Kantons, die neue Ausstellung zum Zehnjährigen im Naturmuseum St.Gallen, das erste elektronische Soloalbum von Kafi-D und vieles mehr.
Seit einigen Jahren sind Benin-Bronzen in Schweizer Museen ein heisses Eisen. Im St.Galler Kulturmuseum laviert man bei der Frage einer möglichen Rückgabe zwischen Dialogbereitschaft und Verweigerungshaltung.
Bücherherbst: Nie ist alles gut von Raffael Rihs
Ein Festival über den Tod – darf das auch lustig sein? «Last Call» lädt am 31. Oktober in St.Gallen dazu ein, über das Sterben zu sprechen. Interview mit Michelle Mauchle von der Geschäftsstelle Palliative Care Stadt St.Gallen.
In St.Gallen hat am Samstag zum ersten Mal ein emanzipatorisch-antifaschistisch-queerfeministisches Kampfsportturnier stattgefunden. Wie das aussieht? Schon ziemlich brutal, aber dann auch wieder herzlich.
Bücherherbst: Unwucht von Sarah Elena Müller
Seit 35 Jahren untersucht Patrick Rohner Naturprozesse, insbesondere im Zusammenhang mit Geologie, zeichnerisch, malerisch und bildhauerisch. Die Ausstellung «Faltungen» im Museum Bickel zeigt noch bis zum 22. November einen Querschnitt dieser kontinuierlichen Beschäftigung.
Klimaseniorinnen besuchen Bern
Vor dem Karlstor ein Picknick unter Bäumen am Ufer, die Mittagspause mit den Füssen im Wasser vor der Kantonsschul-Bibliothek oder ein Bier am Bächlein zwischen der Bar La Buena Onda und dem «Bierhof» – das alles soll gemäss der Machbarkeitsstudie «Alte Steinach» möglich werden. Am Montag haben sie die Verantwortlichen vorgestellt.
Delfine, Herzen und Flaggen. Die «Illo Konstanz Vol. 5» zeigt über 60 Arbeiten von internationalen Illustratoren. Die Schau lässt viel Raum für eigene Zugänge, übt aber auch Kritik und zeigt Haltung.
Der Verein Lattich im Güterbahnhofareal St.Gallen feiert das 10-Jahr-Jubiläum. Noch immer kämpft er mit Einsprachen. Der Vorstand der Gründungsphase hat aufgegeben. Seit gut einem Jahr bilden Adelheid Karli und Florim Šabani das Co-Präsidium.
Nachruf auf Urs Ullmann
Bücherherbst: Mondläufer von Daniel Badraun
Eine benzinbetriebene Glühbirne? Ein robustes Schnapsglas? Oder ein Katzenhalsband, das die Raubtiere vom Vögelfangen abhalten soll? Im Historischen Museum Thurgau schlummern einige Gegenstände, deren Funktion auf den ersten Blick nicht ganz klar ist. Thomas Götz, Martina Hügi und Stefan Keller mussten diese am Icon Poet herausfinden.
Die St.Galler Rockband The Black Salt veröffentlicht ihr zweites Album. Und verabschiedet sich ein Stückweit von ihren Anfängen.
Die Welt ist in stetem Wandel. Und manche Veränderungen sind irreversibel – Gletscher schmelzen, Tier- und Pflanzenarten sterben aus. Die Ausstellung «Flimmern» widmet sich der Bewusstwerdung dieses Wandels – und dem Schmerz, den er auslöst.
Die Grundlagen, mit denen die Befürworter:innen die dritte Autobanhröhre durch den Rosenberg in St.Gallen und die Teilspange mit dem Anschluss im Güterbahnhofareal fordern, basieren auf fragwürdigen Zahlen. Zu diesem Schluss kommt der Raum- und Verkehrsplaner Thomas Hug-Di Lena.
Bücherherbst: Réduit von Alexander Raschle
Die St.Galler Tanzkompanie feierte vergangenen Samstag mit From England with Love Premiere. Das Stück wagt sich abermals aus dem Gleichschritt – mit unmissverständlichen Gesten.
Das Kunsthaus Bregenz zeigt in der neuen Ausstellung Arbeiten der US-amerikanischen Künstlerin Torkwase Dyson. Ausgangspunkt ihrer grossformatigen geometrischen Skulpturen und poetischen Malereien bildet das Leben und die Befreiung Schwarzer Menschen.