Meisterwerke aus der Stummfilmzeit begleitet von Live-Musik auf dem historischen Instrument von 1923: Das ist das Erfolgsrezept des Anlasses und seines Erfinders, des St.Galler Organisten und Komponisten Bernhard Ruchti.
In St.Gallen steht eine von nur drei Wurlitzer-Orgeln in der Schweiz. Hierher war sie auf Vermittlung der American Theater Organ Society gekommen, die sich für den Erhalt von Wurlitzer-Orgeln einsetzt. Das St.Galler Instrument war zuvor in einem Kino in der Kleinstadt La Porte im US-Bundesstaat Indiana gespielt worden. Dank breiter Unterstützung gelang es Ruchti, das 400’000 Franken teure Instrument nach St.Gallen zu holen. 2015 wurde es mit den ersten Stummfilmtagen quasi eingeweiht. Jetzt lädt Ruchti zum Jubiläumsprogramm und freut sich besonders, dass dieses Jahr alle Filme analog gezeigt werden können.
Den Auftakt am Freitag macht F.W. Murnaus letzter Film Tabu von 1930/31, den er auf eigene Kosten als Stummfilm gedreht und selbst finanziert hat. Der Film, mit Laiendarstellern in der Südsee geschaffen, erzählt eine tragische Liebesgeschichte und vermisct Fiktion mit dokumentarischen Elementen. Ruchti sieht in ihm «ein Meisterwerk von unglaublicher Bildgewalt und einer fast zärtlichen Erzählweise» und sitzt selber am Spielpult der Wurlitzer.
Am Samstag steht mit Hal Roach ein Produzent im Zentrum. Zu sehen sind unter anderem Big Business mit Laurel & Hardy oder The Ol’ Grey Hoss mit den «kleinen Strolchen».
St.Galler Stummfilmkonzerte, 18. bis 20. Januar, Kirchgemeindehaus St.Georgen St.Gallenstummfilmkonzerte.ch
Das Kurzfilmprogramm vom Sonntag bringt ein Frühwerk von Walt Disney (Alice in the Jungle) oder One A.M., den einzigen One-Man-Film von Charlie Chaplin. Die Live-Begleitung – die bei dieser Kunstgattung weit mehr als Begleitung ist, sondern ein eigenes künstlerisches Werk – spielt der britische Organist Donald McKenzie.
Der FCSG kriegt beim Auswärtsspiel in Lissabon die Grenzen deutlich aufgezeigt. Sie verlieren das Spiel 0:5. Damit geht's für den FCSG jetzt gegen Sheriff Tiraspol in der Conference League weiter. Das Spiel zum Nachlesen im SENF-Ticker.
Notizen zu Christopher Nolans The Odyssey
Anja Braun lebte bereits 18 Jahre in der Schweiz, als sie sich gemeinsam mit ihrer Familie entschied, sich einzubürgern. Es war ein logischer Schritt. Das Verfahren war es nicht immer.
Neues Buch
Bereits 1971 eröffnete Ursula Krinzinger ihre erste Galerie in Bregenz. Bis heute prägt sie die Kunstszene weit über die Bodenseeregion hinaus. Nun befasst sich die Bregenzer Sommerausstellung im Palais Thurn und Taxis mit der Galeristin.
Bis zum Ende der Sommerferien präsentiert Saiten wöchentlich Kulturtipps aus der Region. Teil 5: Emil Brunner – «Berg Kind Welt», Rapid Openair und Kulturufer.
Der Spagat zwischen europäischen Nächten und biederem Superleague Alltag ist oft schwer. So auch heute. Eine Leistungssteigerung und die richtigen Wechsel in der zweiten Halbzeit reichen aber für die ersten drei Punkte der Saison.
In leichten Pastelltönen und dunklen Ölfarben setzt sich der deutsche Künstler Marcel Hüppauff mit dem Profiradsport auseinander. Dabei treten in seiner Schau im Chambre Directe-Schubiger in St.Gallen nicht nur Menschen, sondern auch Katzen in die Pedale.
Mit Hildegard Fässler (1951–2026) verstarb kurz vor ihrem 75. Geburtstag eine der profiliertesten Ostschweizer Politikerinnen an den Folgen einer schweren Erkrankung. Nachruf einer langjährigen Weggefährtin.
Versteckt im Sittertal produziert die Kunstgiesserei Werke renommierter Künstler:innen. Dabei gilt es oft, Neues auszuprobieren und Lösungen zu finden – mit Zucker, Wachs und natürlich Metall. Saiten erhält einen Einblick in das verrückte Schaffen am Rande St.Gallens.
Der FC St.Gallen gewinnt gegen den haushohen Favoriten aus Lissabon mit 2:1. Die grösste Sensation, die dieses Stadion je gesehen hat. Das Spiel zum Nachlesen im SENF-Ticker.
Bis zum Ende der Sommerferien präsentiert Saiten wöchentlich Kulturtipps aus der Region. Teil 4: Cyprien Gaillard – «When you expect flutes, it whistles», «Komm Glüückck» und Jeremy Reeds Buch Du stirbst nur zweimal – Ein Sylvia Plath-/Victoria Lucas-Roman.
Kolumne: Heppelers Bestiarium
Die Baupläne sind gezeichnet, das Baugesuch liegt zur Vorprüfung bei der Stadt – doch noch ist einiges rund um den Wiederaufbau der Rorschacher Badhütte zu klären. Was passiert zum Beispiel mit all den angerosteten und teils verbogenen Scharnieren, Schlössern und anderen Eisenteilen, die die Taucher aus dem See heraufgebracht haben?
Mohsen Masoudi ist 2022 aus dem Iran in die Schweiz geflohen. Heute lebt er in Stein AR und ist Teil der Exil-Opposition. Er erzählt, warum es die Schliessung der iranischen Botschaft braucht und was sich mit den Protesten Anfang Jahr verändert hat.
Das See-Burgtheater macht aus seiner Piratinnengeschichte Die Legende von Anne Bonny ein akrobatisches Spektakel vom Feinsten. Bei aller Sommertheater-Leichtigkeit hätte man aber doch ein bisschen mehr Emanzipationsgeschichte erwartet.
Zu seinem 20. Geburtstag hat das Kulturfestival am Wochenende Bands aus St.Gallen und der Region zu einem zweitägigen Konzertfest eingeladen. Dieses war so vielfältig wie gelungen – auch wegen der Idee, Covers aus der Gründungszeit des Festivals in die Sets einzubauen.
Bregenzer Festspiele
Bis zum Ende der Sommerferien präsentiert Saiten wöchentlich Kulturtipps aus der Region. Teil 3: «Was der Kaiser noch sah», Olaf Breuning – «Humans» und Oriana Bruseghini – Das verlassene Rettungsboot.
Wie setzt Fotografie Mode in Szene? Und wer fotografiert dabei eigentlich wen? Das Textilmuseum St.Gallen gibt mit «Mise en Scène» Einblicke in 120 Jahre Modegeschichte. Es ist die letzte Schau vor dem Museumsumbau.