… wie liebe, wie schätze ich dich! Wohl locken viel schönere Gegenden mich. O Thurgau, mich fesselt ein engeres Band an dich, du geliebtes, du wonniges Land!
Endlich wissen wir, welcher Inhalt sich in dieser Strophe des berühmten «Thurgauerliedes» versteckt: Es ist das Sympathische und das Sichere, das der Landkanton ausstrahlt. Aber es ist auch der Bodensee, der die Gefühle ins Euphorische treibt.
Diese Werte an den Tag gebracht hat jetzt eine Online-Umfrage von Thurgau Standortmarketing unter der Gemeinschaft der Facebookseite «Thurgau Switzerland».
Die Imagekampagne habe dem Kanton gezeigt, wie wichtig die Einbindung der Thurgauer Bevölkerung sei, schreibt Thurgau Standortmarketing.
«Unter dem Motto: Ich mag ihn… verrieten anfänglich vier bekannte Thurgauer Persönlichkeiten, was sie am Thurgau besonders schätzen», schreibt Thurgau Standortmarketing weiter. Kurz darauf sei die ganze Fangemeinschaft der Facebookseite Thurgau Switzerland dazu aufgefordert worden, ihre Verbindung zum Thurgau in Form eines Bildes zu zeigen. Der Facebook-Fotowettbewerb habe einen eindrucksvollen Dialog mit den Zielgruppen gebracht. Der rege Gesprächswechsel der Facebook-User habe auch aufgezeigt, wie der Kanton wahrgenommen würde und welche Kritikpunkte anstünden.
Um noch mehr Tiefenschärfe zu schaffen, ist dann innerhalb der Fangemeinde, die über 10’000 Mitglieder zählt, im letzten Jahr die Online-Umfrage gestartet worden. Sie sollte gewissermassen aufschlüsseln, wie die Öffentlichkeit Mostindien emotional wahrnimmt. Von den 377 Personen, die sich an der Befragung beteiligten, waren 304 im Thurgau wohnhaft.
Bei der zentralen Frage mussten folgende Eigenschaften des Kantons mit Noten zwischen eins und fünf bewertet werden: sympathisch, sicher, aktiv, fortschrittlich, urban, flexibel, innovativ und weltoffen. «Sympathisch» erhielt von 276 Befragten die Bestnote. Die Eigenschaft «sicher» stand bei 149 zuoberst. Die Auszeichnung «urban» jedoch war zuunterst in der Benotungsskala.
350 Befragte zählen den Bodensee und seine Freizeitattraktivität zum höchsten Attribut des Thurgaus. Von 304 Personen wird Landschaft und Natur als das Beste empfunden, das der Kanton bieten kann, und 231 schwärmen für die Velo- und Skatewege. – Übernachten will aber kaum jemand im Kanton. Nur gerade mal 20 Befragte würden in ein Thurgauer Hotelbett steigen.
Thurgau Standortmarketing hat Social Media wahrscheinlich erstmals in der Schweiz für eine Imagekampagne genutzt, die einem ganzen Kanton gegolten hat. Ingrid Luley, Projektleiterin, sagt gegenüber «Ostblog»: «Wir spielen da sicher eine Vorreiterrolle. Die neuen Medien sind bestens geeignet für die Thurgauer Standortwerbung. Ein gute Erfahrung.»
Mit einer weiteren Strophe aus dem «Thurgauerlied» kann man da nur noch wünschen:
Drum, Thurgau, nimm hin noch den schwellenden Gruss, nimm hin von den Lippen den glühenden Kuss, und bleibe in Eintracht und Liebe vereint, dann ewig die Sonne des Friedens dir scheint.
Jakob Stutz, Volksschriftsteller und Reformpädagoge mit «zwiespältigem» Charakter: Ihn lässt Ex-Kellerbühnenleiter Matthias Peter 150 Jahre nach seinem Tod noch einmal aufleben – unter anderem in Trogen, wo Stutz im Gefängnis sass.
Auf seinem neuen Album Three Chords and a Shaking Hand besingt der Rheintaler Singer-Songwriter Mo Klé die gegenwärtige Debattenkultur, Regenstürme und Selbstakzeptanz. Die Albumtaufe findet am 7. November im st.gallischen Bahnhof Bruggen statt.
Boukhalfa und Görtler bringen die Espen in Führung, welche das Team dann über die Zeit bringt.
Alexander Veljanov ist die unverwechselbare Stimme der Dark-Wave-Band Deine Lakaien. Mit seinem neuen Soloalbum gastiert er am 9. November in Frauenfeld. Ein Gespräch über Schubladen, Lüge, Wahrheit und die Frage, was Musik mit unserem Menschsein zu tun hat.
Zumthor plant in Wildhaus
Ein Wahlgang genügte: Die SP der Stadt St.Gallen schickt Peter Olibet ins Rennen um die Nachfolge von Stadtrat Peter Jans. Er erhielt 109 von 182 Stimmen. In der Fragerunde ging es um Sparpolitik, bezahlbare Wohnungen und die Frage, wie viel Opposition ein künftiges Regierungsmitglied noch machen kann.
Während Zürich und Genf geraubte Benin-Bronzen zurückgeben, laviert das Kulturmuseum St.Gallen. Derweil untersucht der Thurgau seine ethnografische Sammlung und schliess Restitutionen nicht aus. Ausserdem im Novemberheft: Der solidarische Protest der St.Galler Kulturszene gegen die Sparpläne des Kantons, die neue Ausstellung zum Zehnjährigen im Naturmuseum St.Gallen, das erste elektronische Soloalbum von Kafi-D und vieles mehr.
Seit einigen Jahren sind Benin-Bronzen in Schweizer Museen ein heisses Eisen. Im St.Galler Kulturmuseum laviert man bei der Frage einer möglichen Rückgabe zwischen Dialogbereitschaft und Verweigerungshaltung.
Bücherherbst: Nie ist alles gut von Raffael Rihs
Ein Festival über den Tod – darf das auch lustig sein? «Last Call» lädt am 31. Oktober in St.Gallen dazu ein, über das Sterben zu sprechen. Interview mit Michelle Mauchle von der Geschäftsstelle Palliative Care Stadt St.Gallen.
In St.Gallen hat am Samstag zum ersten Mal ein emanzipatorisch-antifaschistisch-queerfeministisches Kampfsportturnier stattgefunden. Wie das aussieht? Schon ziemlich brutal, aber dann auch wieder herzlich.
Bücherherbst: Unwucht von Sarah Elena Müller
Seit 35 Jahren untersucht Patrick Rohner Naturprozesse, insbesondere im Zusammenhang mit Geologie, zeichnerisch, malerisch und bildhauerisch. Die Ausstellung «Faltungen» im Museum Bickel zeigt noch bis zum 22. November einen Querschnitt dieser kontinuierlichen Beschäftigung.
Klimaseniorinnen besuchen Bern
Vor dem Karlstor ein Picknick unter Bäumen am Ufer, die Mittagspause mit den Füssen im Wasser vor der Kantonsschul-Bibliothek oder ein Bier am Bächlein zwischen der Bar La Buena Onda und dem «Bierhof» – das alles soll gemäss der Machbarkeitsstudie «Alte Steinach» möglich werden. Am Montag haben sie die Verantwortlichen vorgestellt.
Delfine, Herzen und Flaggen. Die «Illo Konstanz Vol. 5» zeigt über 60 Arbeiten von internationalen Illustratoren. Die Schau lässt viel Raum für eigene Zugänge, übt aber auch Kritik und zeigt Haltung.
Der Verein Lattich im Güterbahnhofareal St.Gallen feiert das 10-Jahr-Jubiläum. Noch immer kämpft er mit Einsprachen. Der Vorstand der Gründungsphase hat aufgegeben. Seit gut einem Jahr bilden Adelheid Karli und Florim Šabani das Co-Präsidium.
Nachruf auf Urs Ullmann
Bücherherbst: Mondläufer von Daniel Badraun
Eine benzinbetriebene Glühbirne? Ein robustes Schnapsglas? Oder ein Katzenhalsband, das die Raubtiere vom Vögelfangen abhalten soll? Im Historischen Museum Thurgau schlummern einige Gegenstände, deren Funktion auf den ersten Blick nicht ganz klar ist. Thomas Götz, Martina Hügi und Stefan Keller mussten diese am Icon Poet herausfinden.