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Schielt Blocher auf das Tagblatt?

Die Verwerfungen bei der NZZ gaben Gerüchten Auftrieb, dass Christoph Blocher die Zeitung in seine Finger kriegen will. Daneben gibt es angeblich den Plan B, der NZZ unter anderem das St.Galler Tagblatt abzukaufen.  
Von  Harry Rosenbaum , 

Da dürften am Montag auch in St.Gallen einige Journalisten aufgeatmet haben: Blochers selbst ernannter Statthalter Markus Somm wird doch nicht Chefredaktor der NZZ, wie er heute gleich selber mitteilte. Grund für die allgemeine Erleichterung: Die «Alte Tante», wie die Neue Zürcher Zeitung liebevoll-zynisch genannt wird, ist auch Besitzerin des St.Galler Tagblatts und der Neuen Luzerner Zeitung (NLZ). Brisant: Blocher, so meinen Medien-Beobachter, habe parallel zum nun geplatzten Somm-Deal mit der NZZ auch über eine Beteiligung oder einen Kauf von Tagblatt und NLZ verhandelt.

Die NZZ braucht flüssige Mittel – doch winkt ab

Seit längerem hat die NZZ-Gruppe ihren Regionalzeitungen ein massives Sparprogramm auferlegt: Stichworte dazu sind Stellenabbau, inhaltliche Ausdünnung und redaktionelle Zentralisierung. Dies lässt vermuten, dass der Zürcher Medienkonzern diesen Mühlstein am Hals loswerden will – zumal er flüssige Mittel für die Digitalisierung und das Auslandgeschäft brauche. Ein Käufer, beispielsweise Milliardär Blocher, wäre willkommen.

Wie es so üblich ist bei heiklen Geschäften, die noch nicht entschieden sind, wird allseits abgewunken: Adrian Rüesch, VR-Präsident der Tagblatt Medien, sagt auf Anfrage, dass er keine Hinweise habe, dass die NZZ-Gruppe ihre Regionalmedien verkaufen wolle. Im Gegenteil: «Was die NZZ-Gruppe im Zusammenhang mit der Neuordnung der Regionalmedien Ende Oktober 2014 unterstrichen hat: Die NZZ-Mediengruppe hat mit der Übernahme von 100 Prozent der Freien Presse Holding, die mit einer Investition von 53 Millionen Franken verbunden war, ein klares Bekenntnis zu den Regionalmedien abgegeben.»

Und NZZ-Sprecherin Bettina Schibli doppelt nach, dass die «Hypothese», Blocher wolle die Regionalmedien der NZZ kaufen, nicht stimme. Zudem habe es die NZZ nicht nötig, aus wirtschaftlichen Gründen die Regionalzeitungsgruppe abzustossen.

Blocher: Kein Appetit auf die NZZ

Martina Barth, Leiterin der Abteilung Unternehmensentwicklung & Projekte bei der BaZ sagt zu einer Übernahme der NZZ-Regionalmedien: «Von diesen Gerüchten haben wir Kenntnis genommen, sie werden immer mal wieder verbreitet. Stellung nehmen wir dazu allerdings nicht.» Blocher hat in den Sonntagszeitungen erklärt, dass er «keinen Appetit auf die NZZ» habe und auch sonst nicht mit dem Medienkonzern in Kontakt stehe.

Das will aber nicht viel heissen. Denn Blocher versteht sich bestens darauf, mittels Strohmännern – vor allem wenn es um Medien geht – seine Interessen zu verfolgen. Siehe Weltwoche, BaZ & Co.

 

Mit­spie­len dür­fen. Aber auch die Spiel­re­geln mit­be­stim­men?

Der Kan­ton St.Gal­len hat Kunst- und Kul­tur­schaf­fen­de zur jähr­li­chen Kul­tur­kon­fe­renz nach Wil ein­ge­la­den. Spie­le­risch wur­de ver­sucht, die Aus­rich­tung der Kul­tur­för­de­rung zu klä­ren und Mög­lich­kei­ten der neu­en Kul­tur­stra­te­gie zu dis­ku­tie­ren. Doch die zen­tra­le Fra­ge blieb of­fen: Wie stark kann die Kul­tur­sze­ne den In­halt der Stra­te­gie tat­säch­lich mit­be­stim­men?

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Heftvorschau 10/26
Erntehilfe, Unterwasser, Bücherherbst

Wer als Ern­te­hel­fer:in in der Schweiz ar­bei­tet, tut dies in ei­ner recht­li­chen Grau­zo­ne. Das nützt vor al­lem ei­nem Sys­tem, das we­der die Land­wirt:in­nen noch die Kon­su­ment:in­nen im Al­lein­gang än­dern kön­nen. Aus­ser­dem im Ok­to­ber­heft: zehn Jah­re Un­ter­was­ser, ei­ne Fla­schen­post aus Hal­le (Saa­le), Kunst zum The­ma Männ­lich­keit, Mu­sik von The Black Salt und na­tür­lich der Bü­cher­herbst – mit neu­er Li­te­ra­tur von Ost­schwei­zer Au­tor:in­nen.

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Sound­track für den Herbst

Hu­man Hu­man spie­len me­lan­cho­li­schen und fra­gi­len In­die-Pop, der trotz­dem warm und licht­durch­flu­tet ist. Das St.Gal­ler Duo hat jetzt sei­ne ers­te EP ver­öf­fent­licht und tritt am Wo­chen­en­de gleich zwei­mal im Bahn­hof Brug­gen auf – erst­mals mit ei­ner Band.

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Kommentar zur Beratung der Inklusionsinitiative im Nationalrat

Men­schen­wür­de, nicht Bud­get­pos­ten

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Der Neo­na­zipfar­rer

1976 lässt sich Gerd Zi­keli in der evan­ge­li­schen Kirch­ge­mein­de St.Gal­len-Strau­ben­zell zum Pfar­rer wäh­len. Drei Jah­re spä­ter wird er als gut ver­netz­ter Ho­lo­caust-Leug­ner und Vor­stands­mit­glie­der der ers­ten Neo­na­zi­grup­pe der Schweiz ent­tarnt. Heu­te be­ob­ach­tet er Lauf­enten.

Von Roman Hertler,
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Das Glück, bei Pe­ter Kamm Stein zu sein

Bild­hau­er Pe­ter Kamm haut kei­ne Stei­ne mehr im Ate­lier. Trotz­dem ent­ste­hen neue Skulp­tu­ren, die ak­tu­ell in Steck­born zu se­hen sind. Wie geht das?

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Peter Kamm Kunst am Bau Erweiterungsbau Paedagogische Hochschule Kreuzlingen

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Mobilitaetsallianz 1 philipp buerkler

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Von Peter Surber,
Hochdruck Crasch Polizei 04665

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Die zwei­te Aus­ga­be des au­dio­vi­su­el­len Fes­ti­vals Su­s­ur­rus in der Mü­le­nen­schlucht wid­met sich der «mehr-als-mensch­li­chen» Mit­welt. Mit akus­ti­schen und per­for­ma­ti­ven In­ter­ven­tio­nen er­kun­det das Fes­ti­val neue For­men der Be­zie­hung zwi­schen Mensch und Na­tur. 

Von Lilli Kim Schreiber,
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In der Aus­stel­lung «Die lei­sen Un­ter­schie­de» im Haus zur Glo­cke in Steck­born be­fas­sen sich fünf Künst­ler:in­nen mit der Wahr­neh­mung von Un­ter­schie­den. 

Von Vera Zatti,
03 Schuetz Chraeje n un Gwaage ss Foto