Oft erhalte ich schnippische, wenn nicht gar mürrische Antworten auf simple Anfragen beim Amt. Woran das liegen mag? Frage ich zu direkt oder bin ich zu wahrheitsliebend? Für meinen Selbstversuch ändere ich meine Einstellung und formuliere meine Fragen um und versuche jegliche Fachausdrücke möglichst zu vermeiden.
Mir ist klar, dass ich es mit der Naivität nicht übertreiben darf. Aber bereits nach der ersten Anfrage beim Steueramt, weiss ich mehr, als für das Ausfüllen der Steuererklärung nötig ist. «Und falls Ihnen etwas unklar sein sollte, rufen Sie wieder an. Wir sind für Sie da», tönt es auch bei weiteren Versuchen unisono.
Es scheint, als arbeiteten überall hilfsbereite Menschen in der Verwaltung, die sich Zeit nehmen, um die Details möglichst genau zu erklären. Und damit nicht genug! Der Beamte erklärt mir sogar die Hintergründe, und warum in der Praxis so oder anders gehandelt wird. Ich reibe mir die Augen – erlebe ich das gerade wirklich?
Franz Wismer
Ich mache einen weiteren Versuch bei der Stadtverwaltung in Chur. Von der Person, die ich suche, gibt es dort zwei mit gleichem Vor- und Nachnamen. Unglücklicherweise weiss ich das Geburtsdatum nicht, also erkläre ich, es gehe um ein Klassenztreffen. Die Angestellte ist sehr zuvorkommend; als ich den Hörer auflege, weiss ich nicht nur die Wohnadresse des Gesuchten, sondern auch dessen Geburtsdatum.
Was zeigen mir diese Erfahrungen? Das ich im Alltag oft aus Zeitgründen sehr kurz angebunden telefoniere und dabei wichtige Informationen weglasse. Reduktion ist zwar sinnvoll, aber sie darf den Informationsfluss in beide Richtungen nicht hemmen. Am Ende des Selbstversuches bin ich glücklich, da ich auf meine Fragen treffende Antworten erhielt. Dazu die neue Erfahrung – wer geschickt fragt, führt.
Eine Bundesrätin, mehrere Nationalrät:innen und die Politrapper der Stunde: Alle kommen sie aus der Kleinstadt Wil. Eine Erkundung vor den Lokalwahlen.
Eines der vielen Gebäude des Sitterwerks, die vor genau 100 Jahren erbaute Schwarzfärberei, beherbergt heute die Kunstbibliothek und die Materialmusterschränke. Eine Aufstockung soll künftig mehr Platz schaffen.
Noch bis in den Herbst hinein und auch in den zwei folgenden Sommern bleibt die Voliere im Stadtpark eine Buvette. Ab 2029 wird sie zur «Maison des œufs», zum didaktischen Hühnerhof. Die eingereichten Ideen sahen noch ganz andere Nutzungen vor.
Der Streit ums St.Galler Verbot von Tempo 30 auf Hauptverkehrsachsen geht in die nächste Runde: Das Referendumskomitee hat die notwendigen Unterschriften gegen eine Änderung des kantonalen Strassenverkehrsgesetzes eingereicht. Damit wird das Stimmvolk über die Frage entscheiden.
Kolumne: 24/7 Traumacore
Bis zum Ende der Sommerferien präsentiert Saiten wöchentlich Kulturtipps aus der Region. Teil 6: «Wegwarte 002», Sur le Lac, Winterthurer Musikfestwochen und Schlossfestspiele Werdenberg.
Der FCSG kriegt beim Auswärtsspiel in Lissabon die Grenzen deutlich aufgezeigt. Sie verlieren das Spiel 0:5. Damit geht's für den FCSG jetzt gegen Sheriff Tiraspol in der Conference League weiter. Das Spiel zum Nachlesen im SENF-Ticker.
Notizen zu Christopher Nolans The Odyssey
Anja Braun lebte bereits 18 Jahre in der Schweiz, als sie sich gemeinsam mit ihrer Familie entschied, sich einzubürgern. Es war ein logischer Schritt. Das Verfahren war es nicht immer.
Neues Buch
Bereits 1971 eröffnete Ursula Krinzinger ihre erste Galerie in Bregenz. Bis heute prägt sie die Kunstszene weit über die Bodenseeregion hinaus. Nun befasst sich die Bregenzer Sommerausstellung im Palais Thurn und Taxis mit der Galeristin.
Bis zum Ende der Sommerferien präsentiert Saiten wöchentlich Kulturtipps aus der Region. Teil 5: Emil Brunner – «Berg Kind Welt», Rapid Openair und Kulturufer.
Der Spagat zwischen europäischen Nächten und biederem Superleague Alltag ist oft schwer. So auch heute. Eine Leistungssteigerung und die richtigen Wechsel in der zweiten Halbzeit reichen aber für die ersten drei Punkte der Saison.
In leichten Pastelltönen und dunklen Ölfarben setzt sich der deutsche Künstler Marcel Hüppauff mit dem Profiradsport auseinander. Dabei treten in seiner Schau im Chambre Directe-Schubiger in St.Gallen nicht nur Menschen, sondern auch Katzen in die Pedale.
Mit Hildegard Fässler (1951–2026) verstarb kurz vor ihrem 75. Geburtstag eine der profiliertesten Ostschweizer Politikerinnen an den Folgen einer schweren Erkrankung. Nachruf einer langjährigen Weggefährtin.
Versteckt im Sittertal produziert die Kunstgiesserei Werke renommierter Künstler:innen. Dabei gilt es oft, Neues auszuprobieren und Lösungen zu finden – mit Zucker, Wachs und natürlich Metall. Saiten erhält einen Einblick in das verrückte Schaffen am Rande St.Gallens.
Der FC St.Gallen gewinnt gegen den haushohen Favoriten aus Lissabon mit 2:1. Die grösste Sensation, die dieses Stadion je gesehen hat. Das Spiel zum Nachlesen im SENF-Ticker.
Bis zum Ende der Sommerferien präsentiert Saiten wöchentlich Kulturtipps aus der Region. Teil 4: Cyprien Gaillard – «When you expect flutes, it whistles», «Komm Glüückck» und Jeremy Reeds Buch Du stirbst nur zweimal – Ein Sylvia Plath-/Victoria Lucas-Roman.
Kolumne: Heppelers Bestiarium
Die Baupläne sind gezeichnet, das Baugesuch liegt zur Vorprüfung bei der Stadt – doch noch ist einiges rund um den Wiederaufbau der Rorschacher Badhütte zu klären. Was passiert zum Beispiel mit all den angerosteten und teils verbogenen Scharnieren, Schlössern und anderen Eisenteilen, die die Taucher aus dem See heraufgebracht haben?