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Zwischen Chaos und Hoffnung – Lara Stolls Gunni

Humor und Ernsthaftigkeit mit viel Herz. Lara Stoll hat ein neues Buch geschrieben. Gunni heisst das Werk, in dem die titelgebende Antiheldin versucht, den letzten Wunsch ihrer sterbenden Grossmutter zu erfüllen.

Die Autorin Lara Stoll (Bild: pd/Fiona Murtaj)

Die Autorin Lara Stoll (Bild: pd/Fiona Murtaj)

Mit Gun­ni – Schei­tern in sechs Tei­len hat die im Thur­gau auf­ge­wach­se­ne La­ra Stoll ein Buch ge­schrie­ben, das von Sei­te Eins an mit­reisst. Ur­sprüng­lich als Dreh­buch für ei­ne sechs­tei­li­ge Fern­seh­se­rie kon­zi­piert, liest sich die Ge­schich­te ge­nau­so fil­misch, wie sie ge­dacht war. 

Im Zen­trum steht Gun­ni – chao­tisch, im­pul­siv und lie­bens­wert. Sie kämpft mit Pa­nik­at­ta­cken, ei­ner ge­schei­ter­ten Be­zie­hung, be­ruf­li­chen Her­aus­for­de­run­gen und der ver­zwei­fel­ten Su­che nach ei­ner be­zahl­ba­ren Woh­nung in Zü­rich. Zeit­wei­se schläft sie des­halb im Band­raum oder an ih­rem Ar­beits­platz beim Ra­dio. La­ra Stoll zeich­net da­mit ein tref­fen­des Bild vom Le­ben in der Gross­stadt: vol­ler Mög­lich­kei­ten, aber eben­so vol­ler Un­si­cher­hei­ten und stän­di­gem Druck.

Der ei­gent­li­che Mo­tor der Ge­schich­te ist Gun­nis Gross­mutter. Sie liegt im Ster­ben, und Gun­ni möch­te ihr un­be­dingt noch ei­nen letz­ten Wunsch er­fül­len: Sie soll ih­re En­ke­lin end­lich mit ih­rer Band auf ei­ner Büh­ne er­le­ben. Die­ser Wunsch treibt Gun­ni an – manch­mal al­ler­dings so sehr, dass sie den Fo­kus ver­liert und von ei­nem Cha­os ins nächs­te stol­pert. Ge­nau das macht ih­re Fi­gur so au­then­tisch. Man fragt sich beim Le­sen stän­dig: Schafft sie es die­ses Mal? Was rich­tet sie als Nächs­tes an? Und in wel­ches Fett­näpf­chen tritt sie heu­te wie­der?

Thematisch spannt Stoll einen immensen Bogen: Psychische Erkrankungen, Beziehungen, Freundschaft, Familie, Wohnungsnot, Musik, Krankheit, Sucht, Medien, Arbeit, Liebe und Abschied – all diese Themen finden ihren Platz, ohne dass sie die Geschichte überladen. Im Gegenteil: Sie greifen ineinander und erzählen vom Chaos des modernen Lebens in der Grossstadt. Dabei gelingt es Stoll, Ernstes mit Witz und Tempo zu verbinden. Man lacht über Gunnis absurde Situationen – etwa wenn ausgerechnet sie, die panische Angst vor Telefonaten hat, eine Live-Coaching-Sendung beim Radio konzipiert und moderiert.

Auch formal geht Gunni eigene Wege. Das Buch wurde ursprünglich als Drehbuch verfasst, mit kurzen Szenen und Dialogen auf Schweizerdeutsch. Dadurch entwickelt die Geschichte einen rasanten Rhythmus. Man hat das Gefühl, nicht zu lesen, sondern einer Serie zuzusehen oder sogar Teil von ihr zu sein.

Und genau deshalb bleibt am Ende ein Gedanke hängen: Schade, dass dieses Drehbuch nie verfilmt wurde. Gunni hätte alles, was eine Schweizer Serie braucht – eine eigenwillige Heldin, scharfe Beobachtungen, viel Humor und Herz und die Vorfreude auf die nächste Ausstrahlung. 

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La­ra Stoll: Gun­ni – Schei­tern in sechs Tei­len, Echt­zeit Ver­lag, Göt­tin­gen 2026.

Dampf auf dem Kes­sel

Auf sei­nem neu­en So­lo­al­bum the­ma­ti­siert Ma­nu­el Stahl­ber­ger die Über­hit­zung. Die kli­ma­ti­sche, die ge­sell­schaft­li­che, die po­li­ti­sche. Ge­mein­sam mit Bit-Tu­ner hat der St.Gal­ler Mu­si­ker da­für ei­nen düs­te­ren, elek­tro­ni­schen Sound ge­fun­den.

Von  David Gadze
Manuel stahlberger bit tuner heiss pd

Von War­te­häus­chen und ehe­ma­li­gen Te­le­fon­ka­bi­nen

An Klein­bau­ten ge­hen wir oft acht­los vor­bei: Bus­war­te­häus­chen, öf­fent­li­che WCs, nicht mehr ge­brauch­te Te­le­fon­ka­bi­nen oder Feu­er­wehr- und Stras­sen­wär­ter­ma­ga­zi­ne. Ak­tu­ell gibt es da­zu ei­ne Aus­stel­lung im 1. Stock des Rat­hau­ses St.Gal­len.

Von  René Hornung
2 Tramhaeuschen Schibenertor

«Wie ein Vor­film des­sen, was auf uns zu­kom­men könn­te»

Bis 2050 will die Stadt St.Gal­len kli­ma­neu­tral sein. Ka­rin Hun­ger­büh­ler und To­bi­as Fi­scher-Künz­ler von der Dienst­stel­le Um­welt und En­er­gie be­ant­wor­ten Fra­gen zur be­vor­ste­hen­den Kli­ma­wo­che und zum Kli­ma­schutz in der Stadt.

Von  Reto Voneschen , Bilder:  Sara Spirig
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Metz­ger, En­gel, Him­mel und Tan­te Bergs Ro­sen­ge­büsch

Ani­ta Zim­mer­mann ali­as Lei­la Bock prägt die St.Gal­ler Kul­tur­sze­ne seit Jahr­zehn­ten – als Künst­le­rin, als Ver­mitt­le­rin, als Er­mög­li­che­rin. Sie hat Wi­der­stän­de über­wun­den und an­de­re Künst­ler:in­nen im­mer wie­der her­aus­ge­for­dert. Ei­ne Wür­di­gung

Von  Angela Kuratli , Bilder:  Ladina Bischof
2609 Anita Zimmermann SAI2602 1308 C WEB

«Nicht neu er­fin­den, was funk­tio­niert»

Die St.Gal­ler Mu­se­ums­nacht fin­det in die­sem Jahr zum 20. Mal statt. Zum Ju­bi­lä­um blickt Ver­eins­prä­si­den­tin Bar­ba­ra Af­fol­ter zu­rück und nach vor­ne. Sie sagt, was die Mu­se­ums­nacht bis heu­te aus­macht und wo­hin sie sich ent­wi­ckeln soll.

Von  Marion Loher
Museumsnacht Kunstmuseum pd

Le­bens­be­ja­hen­de Wer­ke im Kunst­zeug­haus

Die Aus­stel­lung «Vol­ler Le­ben» des Ver­eins IG Hal­le Rap­pers­wil wirft Schlag­lich­ter auf künst­le­ri­sche Schaf­fens­pro­zes­se und ih­re Ver­bin­dun­gen zur Na­tur.

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Regula Syz 2

Kolumne: Stimmrecht

St.Gal­len in den Au­gen ei­nes Sol­da­ten

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Kunst­ki­osk trifft Nacht­klub 

Der St.Gal­ler Kunst­ki­osk wird fünf­zehn Jah­re alt. Ge­fei­ert wird das mit ei­ner Ju­bi­lä­ums­aus­stel­lung im ehe­ma­li­gen Tif­fa­ny Night Club. Die Ver­nis­sa­ge ist am 12. Sep­tem­ber. Sai­ten hat schon vor der Er­öff­nung vor­bei­ge­schaut.

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01 Gruppenfoto Kurationsteam 15 Jahre Kunstkiosk QUERFORMAT

Musiktheater

Auf See im Park­haus

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Ein tem­po­rä­res Kunst­haus am Ro­ten Platz

Zum 36-jäh­ri­gen Be­stehen sei­ner Ga­le­rie Macel­le­ria d'ar­te trans­for­miert Fran­ces­co Bo­n­an­no ein leer­ste­hen­des Ge­bäu­de am Ro­ten Platz in St.Gal­len in ein bun­tes Haus vol­ler Kunst. Was als klei­nes Pro­jekt be­gann, wuchs zu ei­nem Ge­mein­schafts­werk von fast 100 Kunst­schaf­fen­den. 

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Das Schö­ne an der Pro­vinz

St.Gal­len und Lu­zern ha­ben mehr ge­mein­sam, als man zu­nächst denkt – oder doch nicht? «Null41» war mit der Sai­ten-Re­dak­ti­on in St.Gal­len un­ter­wegs.

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Auf der Su­che nach (Un)Ru­he

Von St.Gal­len bis nach Süd­afri­ka. Ein Ost­schwei­zer Ehe­paar reist im Land­ro­ver De­fen­der um die Welt. Ih­re Er­leb­nis­se hal­ten die Bau­mel­ers mit ei­ner Ka­me­ra fest. Nun er­scheint ihr Film Im­mer wei­ter in Ost­schwei­zer Ki­nos – ei­ne ehr­li­che Do­ku­men­ta­ti­on, der ei­ne Ein­ord­nung gut ge­tan hät­te.

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«Open House St.Gallen»

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Museum Herisau

Zeit­rei­se zu den An­fän­gen der Schul­bil­dung

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Ein Rück­blick auf die ver­ges­se­ne Künst­le­rin Mag­gy Mau­ritz

Das Küefer-Mar­tis-Hu­us in Rug­gell wid­met sich in ei­ner Re­tro­spek­ti­ve der Wie­der­ent­de­ckung ei­ner völ­lig über­se­he­nen Künst­le­rin: Mag­gy Mau­ritz war ei­ne Pio­nie­rin der Graf­fi­ti­kunst und des Lett­ris­mus.

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Der lan­ge Weg nach Hau­se – ein Stol­per­stein für Ja­kob Lütschg

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Musik am See

Pia­no­klän­ge für al­le

Von  Vera Zatti
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FC St.Gal­len vs. FC Thun 3:4 – Es wird heu­te nicht mehr bes­ser

Tor­reich, span­nend und doch ent­täu­schend - nur ei­ne Vier­tel­stun­de gu­ter Fuss­ball reicht halt nicht zum Punkt ge­gen Thun. 

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Senf

Fast ein gan­zes Le­ben spä­ter 

Nach Jahr­zehn­ten tref­fen sich Eva und Franz wie­der. Bei­de im fort­ge­schrit­te­nen Al­ter. Viel ist pas­siert und doch ist da noch Zu­nei­gung. Schwind­lig heisst der neue Ro­man der Ost­schwei­zer Au­torin Chris­ti­ne Fi­scher, in dem viel­schich­ti­ge Cha­rak­te­re auf fei­nes Sprach­ge­fühl tref­fen. 

Von  Vera Zatti
Abutz DSC 9766 Portrait wahl fischer klein cmky

Neu­start für Me­ter und Off­cut

Die­ses Wo­chen­en­de er­öff­net die of­fe­ne Werk­statt Me­ter den neu­en Stand­ort an der Burg­stras­se. Und im No­vem­ber zü­gelt Off­cut nach St.Fi­den. Das ist der An­fang vom En­de der Ge­mein­schaft «Ul­men5» – zu­min­dest in ih­rer bis­he­ri­gen Form. Denn 2027 könn­te es zur teil­wei­sen Wie­der­ver­ei­ni­gung kom­men.

Von  David Gadze
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