Neuchâtel Xamax?
Belegt Platz 11 in der Promotion League und spielt am Sonntag gegen den SC Brühl.
Die grossen Zeiten waren früher.
Die neue Ausgabe des Fussballmagazins «Zwölf» erinnert mit einem Porträt über Don Givens an das erfolgreiche Xamax unter Gilbert Gress mit den vielen Europacup-Einsätzen. Unter anderem gegen den HSV mit Beckenbauer.
Die zweite Nummer von «Senf» (das Magazin der St.Galler Fankurve) ist voller Geschichten aus der 135-jährigen FCSG-Klubgeschichte. Darin geht es auch um ein Heimspiel gegen Xamax, das 1985 mit 1:2 endete. Für den FCSG standen Spieler wie Jurkemik, Urban, Gross, Ritter, Gisinger, Friberg oder Braschler auf dem Platz. In Erinnerung geblieben ist der Match aber wegen des Schiedsrichters. Beziehungsweise wegen seiner Evakuation aus dem Espenmoos via Helikopter.
Für die Anhängern des FC St.Gallen gibt noch mindestens eine andere denkwürdige 1:2 Niederlage gegen Xamax.
Gemeint ist das Auswärtsspiel des FCSG auf der Maladière im Frühjahr 2011, als die Mannschaft gegen den Abstieg kämpfte. In der 94. Minute schoss Geoffrey Tréand das 2:1 für Xamax. Das besondere daran: Für die Neuenburger standen nur noch acht Spieler auf dem Platz: Almerares, Gelabert und Nuzzolo waren bereits mit roten oder gelb-roten Karten in die Kabine geschickt worden. Auch in insgesamt elf Nachspielminuten konnte St.Gallen nicht mehr ausgleichen. Fünf Runden später stand der Abstieg fest.
Und Tréand? Nach der Niederlage gegen den FC Zürich sagte Jeff Saibene an der Pressekonferenz, Mutsch habe «offensichtlich Angst». Der Luxemburger hatte sich immer wieder überlaufen lassen, konnte keine einzige gute Flanke schlagen und musste zuletzt verletzt vom Feld. Aber trotzdem man wusste nicht genau, was Saibene meinte: Hatte Mutsch Angst vor seinem Gegenspieler Schönbächler – oder davor, dass ihn Tréand bei der Defensivarbeit weiterhin im Stich lässt? Mutsch dürfte zu denjenigen gehören, die sich Nushi zurückwünschen. Dessen Spezialität war es, die Gegenspieler daran zu hindern, die Bälle in die Schnittstellen der Abwehr zu spielen – wie es dem FC Zürich letzten Sonntag dutzendfach gelang.
Nushi trainierte übrigens die Woche über mit dem SC Brühl, um sich fit zu halten.
Die Ausgangslage vor dem Match zwischen dem SC Brühl und Neuchâtel Xamax am Sonntagnachmittag im Paul Grüninger Stadion:
Brühl liegt auf dem 14. Platz, Xamax mit einem Punkt mehr auf dem 11. Rang.
Anpfiff ist um 14.30 Uhr.
Es gibt Bratwürste.
Bild: senf.sg
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