Kategorie
Autor:innen
Jahr

Auf einer Wellenlänge

Am Montagabend ging bei Radio Toxic erstmals «Migradio» auf Sendung. Das Programm soll Eingewanderten als Anlaufstelle und Sprachrohr dienen, zudem wollen die Verantwortlichen den Austausch zwischen Medien und Migranten fördern. von Luca Ghiselli
Von  Gastbeitrag

Mit charmantem Akzent begrüsst der argentinische Radiomoderator Guillermo Barrionuevo (Bild) am Montagabend seine Zuhörer auf toxic.fm, für einmal auf Hochdeutsch. Denn für gewöhnlich moderiert der seit fünf Jahren hier lebende Südamerikaner zu dieser Sendezeit seine spanische Sendung «En tu idioma». Künftig reserviert Barrionuevo aber den letzten Montag des Monats für «Migradio», eine Sendung für Migrantinnen und Migranten.

Medien und Migration zusammenbringen

Zu Beginn erklärt seine Frau Sarah, Kommunikationschefin des Projekts und Flüchtlingsberaterin in Herisau, das Konzept: «Migrantinnen und Migranten erreichen.» Dazu will «Migradio» Treffpunkte und Vereine vorstellen, Organisationen im sozialen Bereich eine Plattform bieten und anderweitig nützliche Informationen vermitteln.

Die hiesige Medienlandschaft biete zu wenig für Migranten, sagt Sarah Barrionuevo. Deshalb gründete sie mit ihrem Mann kürzlich den Verein «Medien und Migration». Er soll Gegensteuer geben und jenen, die medial meist nur von aussen beurteilt würden, ein Sprachrohr sein, hoffen die beiden.

An Service mangelt es der ersten «Migradio»-Sendung nicht. Unter anderem gibt Marlene Rutz vom kantonalen Amt für Soziales Tipps zur Integration: Die Schweiz sei das Land der Vereine, hier könnten Migrierte Anschluss finden. Sie sagt aber auch: «Integration beruht auf Gegenseitigkeit.» Nur wer akzeptiert werde, habe eine Chance. Und weiter: Freiwilliges Engagement sei gut für Lebenslauf und Wohlbefinden.

Videoplattform geplant

Geht es nach den Barrionuevos, soll das Projekt aber nicht auf eine Radiosendung beschränkt bleiben, sondern weiter ausgebaut werden. Mit ihrem Vorhaben stossen sie bei hiesigen Medien allerdings nicht gerade auf offene Ohren. «Bis anhin erhielten wir nur selten eine Antwort auf unsere Anfragen», sagt Sarah Barrionuevo. Mit «Migradio» soll der Stein nun ins Rollen kommen. Geplant ist unter anderem ein audiovisuelles Format mit Portraits von Migrantinnen und Migranten.

Nach 30 Minuten kündigt Moderator Guillermo Barrionuevo an, dass Übersetzungen der ersten Sendung auf Tamilisch, Türkisch und Portugiesisch bald online verfügbar sind, dann verabschiedet er sich von den Zuhörern. Jason Mraz’ I’m Yours plätschert aus den Lautsprechern, weiter geht der Radioabend mit «En tu idioma».

Es bleibt der Eindruck, dass der Fokus in der ersten Sendung etwas gar stark auf der Informationsvermittlung lag. Mehr Emotionen und Nähe hätten der Sendung wohl gut getan. Aber am 30. März gehts ja bereits in die zweite Runde, dann will Barrionuevo Treffpunkte für Migrantinnen und Migranten in der Region vorstellen.

 

Erste Sendung und weitere Infos: medienmigration.ch

Jetzt mitreden:
Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Dein Kommentar wird vor dem Publizieren von der Redaktion geprüft.

Ausstellung im Museum Rosenegg

Fri­sches Wis­sen fürs Mu­se­um

Von  Vera Zatti
Uu Kirchenfenster

Kabarett in Herisau

Apo­ka­lyp­se ist auch nicht al­les

Von  Vera Zatti
P1200733 x jpg

«Es geht dar­um, sich sei­ner Pri­vi­le­gi­en be­wusst zu sein»

De­bat­ten um Ma­chis­mus, Deepf­ake-Por­nos, häus­li­che Ge­walt und Fe­mi­zi­de sind bei­na­he all­täg­lich. Was kön­nen Män­ner ge­ra­de tun, wenn sie un­ter Ge­ne­ral­ver­dacht ge­ra­ten? Frau­en­haus­lei­te­rin Kat­ja Häm­mer­li Kel­ler, Flo­rance Hil­de­brand vom fe­mi­nis­ti­schen Streik­kol­lek­tiv Thur­gau und Ma­nu­el Ben­ja­min Leh­mann vom Fo­rum Mann dis­ku­tie­ren Lö­sungs­an­sät­ze.

Von  Daria Frick , Bilder:  Lea Le
Bildschirmfoto 2026 06 11 um 12 25 26

Kommentar zur SVP-Chaosinitiative

Aus­län­der:in­nen sind nicht nach­hal­tig

Von  Christoph Keller
Nachhaltigkeitsinitiative

30 Jah­re Ar­chi­tek­tur­ver­mitt­lung

Das AFO, das Ar­chi­tek­tur Fo­rum Ost­schweiz, dis­ku­tiert und ver­mit­telt seit 30 Jah­ren Bau­kul­tur. Am kom­men­den Frei­tag wird das Ju­bi­lä­um ge­fei­ert und die neus­te Ar­ti­kel­se­rie der gu­ten Bau­ten als Buch prä­sen­tiert.

Von  René Hornung
2511 Gutes Bauen 1 Ladina Bischof

Im zwei­ten An­lauf: Kan­tons­rat sagt Ja zu Mi­na­sa 

Mi­na­sa be­kommt al­so doch Geld aus dem Lot­te­rie­fonds: Der Kan­tons­rat hat dem von Sai­ten und Thur­gau­kul­tur.ch auf­ge­bau­ten Pro­jekt, das den gröss­ten Ver­an­stal­tungs­ka­len­der der Ost­schweiz er­mög­licht, die Fi­nan­zie­rung für drei wei­te­re Jah­re ge­si­chert.

Von  David Gadze
Kantonsrat Sommersession 2026 Benjamin Manser St Galler Tagblatt

«Wer hält uns da­von ab, frei zu sein?»

In­na Shev­chen­ko fragt im Do­ku­men­tar­film Girls and Gods, ob die mo­no­the­is­ti­schen Welt­re­li­gio­nen mit Fe­mi­nis­mus ver­ein­bar sind. Auf der Su­che nach Ant­wor­ten be­geg­net sie wi­der­sprüchli­chen Theo­rien und mu­ti­gen Frau­en. Und bleibt nicht nur stil­le Be­ob­ach­te­rin.

Von  Daria Frick
Bildschirmfoto 2026 06 10 um 15 01 03

In eigener Sache

Ein Be­kennt­nis zu Mi­na­sa 

Von  Marc Jenny

Abstimmungskommentar zur SVP-Chaosinitiative

Über­frem­dungs­ge­heul im Dau­er­loop

Von  Daria Frick

Theateraufführung

Des Nachts im Wal­de

Von  Vera Zatti
VLT Sujet WEB Sommenacht2

Kolumne: Heppelers Bestiarium

Hor­ror un­ter dem Mi­kro­skop

Von  Jeremias Heppeler

Vie­le Spu­ren und ein Tat­ort

Ein paar Fe­dern, ein an­ge­knab­ber­ter Tan­nen­zap­fen, ein Stück Plas­tik: Tie­re und Men­schen hin­ter­las­sen Spu­ren. Die­sen wid­met das Na­tur­mu­se­um St.Gal­len sei­ne ak­tu­el­le Son­der­aus­stel­lung «Spu­ren – Fähr­ten, Frass und Fe­dern».

Von  Vera Zatti
1 Intro Dachs 20260515 NM SPUREN  Urs Bucher

Wor­an soll man noch glau­ben?

In ei­ner neu­en Aus­stel­lung wagt sich das Kunst­mu­se­um Thur­gau in der Kar­tau­se It­tin­gen an ei­ne Neu­ver­mes­sung des Ver­hält­nis­ses von Kunst und Re­li­gi­on.

Von  Michael Lünstroth
O0 A5990 02

St.Gal­len plant Kon­sum­raum für Sucht­kran­ke

Hin­ter dem St.Gal­ler Haupt­bahn­hof soll ein Kon­sum­raum für Men­schen mit schwe­ren Sucht­er­kran­kun­gen ent­ste­hen. Die­se Wo­che ha­ben die Stadt und die Stif­tung Sucht­hil­fe An­woh­ner:in­nen ein­ge­la­den, um ei­nen ers­ten Dia­log zu star­ten. 

Von  Philipp Bürkler
Liegeschaft Lagerstrasse 2 4

Auf der Ziel­ge­ra­den

Es ist sei­ne letz­te Ses­si­on nach zehn Jah­ren im St.Gal­ler Kan­tons­rat. SP-Kul­tur­po­li­ti­ker Mar­tin Sai­ler setzt künf­tig ganz auf den Zel­tai­ner. Das Geld für den Neu­bau in Wild­haus ist fast zu­sam­men, 2027 soll es los­ge­hen.

Von  Peter Surber
Foto1 Zeltainer

Im di­gi­ta­len Dschun­gel zu Hau­se

Die An­sied­lung des In­ter­net Ar­chi­ve Switz­er­land in St.Gal­len ist Pie­ro Sti­nel­li zu ver­dan­ken. Er kon­tak­tier­te vor zehn Jah­ren die Ver­ant­wort­li­chen von ar­chi­ve.org aus ei­ge­nem An­trieb. In den 90er-Jah­ren war der Mit­grün­der von Va­di­an.net und Klang und Kleid ein In­ter­net­pio­nier.

Von  David Gadze
2606 Internet Archive pino stinelli andri voehringer

Ohm41 stellen wieder aus

Kunst auf der Kip­pe

Von  Daria Frick
Bildschirmfoto 2026 06 03 um 11 14 39

Sehn­sucht nach Frei­heit

Das Thur­gau­er Pop-Phä­no­men Noe­mi Be­za ver­öf­fent­licht An­fang Ju­ni ih­re neue EP. You’ll Find Me The­re ver­eint Coun­try-Vi­bes mit ast­rei­nem Pop – was man ein we­nig ver­misst, sind Ecken und Kan­ten.

Von  Jeremias Heppeler
1 Pressefoto Noemi Beza Youll Find Me There

Kolumne: Stimmrecht im Juni

Back to the Fu­ture

Von  Liliia Matviiv

Ausstellung in Herisau

70 Jah­re und 70 Pup­pen

Von  Vera Zatti
70 Jahre SG Ausstellung