85 Sparmassnahmen schlägt die Regierung vor. Grosse Würfe sind nicht darunter. Es regiert Kleinlichkeit, Übereifer, Biederkeit. In der Bildung wird St.Gallen im Vergleich zu anderen Kantonen, die weiter investieren, weit zurückfallen.Einige der Vorschläge aus dem Kölliker-Departement sind geradezu lächerlich. Weil Schüler der Kantonsschule als zweite nach den Studierenden der Uni eine Protestaktion angekündigt haben (Flashmob am Mo-Mittag, 12.15 Uhr, Vadian), hier als Auftakt einer kleinen Serie eine der Massnahmen aus dem Bereich Mittelschulen, bei der sich jeglicher Kommentar erübrigt.
Ab hier O-Ton Botschaft der Regierung:
Mittelschulen: Klassenzusammenlegung für einzelne Lektionen
Beschreibung der Massnahme: Für einzelne Lektionen kann der herkömmliche Klassenverband aufgelöst und, wie an Universitäten, Unterricht in grösseren Gruppen im Stil von Vorlesungen abgehalten werden. Ein solches Referatesystem wäre mit Blick auf die Einübung universitärer Arbeitsformen namentlich in höheren Klassen sinnvoll. Als Ort dieser Lektionen kommt die Aula in Frage.
In einer ersten Phase ist angedacht, dass für jeweils eine Jahreswochenlektion (JWL) zwei bis vier Klassen zusammengezogen werden könnten. Bei 90 Klassen, die in Frage kommen, lassen sich so rund 60 bis 70 JWL einsparen. Dies ergibt ein sparvolumen von rund 400’000 Franken.
Auswirkungen Es besteht im Kanton St.Gallen keinerlei Erfahrungen mit solchen Modellen. Es ist daher sinnvoll, dieses System zuerst im Rahmen eines begleiteten Schulversuchs durchzuführen. Dabei ist auch abzuklären, ob und welche Investitionen vorgängig erforderlich sind (z. B. Anschaffung von geeignetem Mobiliar). Ausserdem müssen die Unterrichtsmaterialien zuerst ausgearbeitet bzw. die methodisch-didaktischen Konzept angepasst werden. —
Fortsetzung folgt…
Auf seinem neuen Soloalbum thematisiert Manuel Stahlberger die Überhitzung. Die klimatische, die gesellschaftliche, die politische. Gemeinsam mit Bit-Tuner hat der St.Galler Musiker dafür einen düsteren, elektronischen Sound gefunden.
An Kleinbauten gehen wir oft achtlos vorbei: Buswartehäuschen, öffentliche WCs, nicht mehr gebrauchte Telefonkabinen oder Feuerwehr- und Strassenwärtermagazine. Aktuell gibt es dazu eine Ausstellung im 1. Stock des Rathauses St.Gallen.
Bis 2050 will die Stadt St.Gallen klimaneutral sein. Karin Hungerbühler und Tobias Fischer-Künzler von der Dienststelle Umwelt und Energie beantworten Fragen zur bevorstehenden Klimawoche und zum Klimaschutz in der Stadt.
Anita Zimmermann alias Leila Bock prägt die St.Galler Kulturszene seit Jahrzehnten – als Künstlerin, als Vermittlerin, als Ermöglicherin. Sie hat Widerstände überwunden und andere Künstler:innen immer wieder herausgefordert. Eine Würdigung
Die St.Galler Museumsnacht findet in diesem Jahr zum 20. Mal statt. Zum Jubiläum blickt Vereinspräsidentin Barbara Affolter zurück und nach vorne. Sie sagt, was die Museumsnacht bis heute ausmacht und wohin sie sich entwickeln soll.
Die Ausstellung «Voller Leben» des Vereins IG Halle Rapperswil wirft Schlaglichter auf künstlerische Schaffensprozesse und ihre Verbindungen zur Natur.
Kolumne: Stimmrecht
Der St.Galler Kunstkiosk wird fünfzehn Jahre alt. Gefeiert wird das mit einer Jubiläumsausstellung im ehemaligen Tiffany Night Club. Die Vernissage ist am 12. September. Saiten hat schon vor der Eröffnung vorbeigeschaut.
Musiktheater
Zum 36-jährigen Bestehen seiner Galerie Macelleria d'arte transformiert Francesco Bonanno ein leerstehendes Gebäude am Roten Platz in St.Gallen in ein buntes Haus voller Kunst. Was als kleines Projekt begann, wuchs zu einem Gemeinschaftswerk von fast 100 Kunstschaffenden.
St.Gallen und Luzern haben mehr gemeinsam, als man zunächst denkt – oder doch nicht? «Null41» war mit der Saiten-Redaktion in St.Gallen unterwegs.
Von St.Gallen bis nach Südafrika. Ein Ostschweizer Ehepaar reist im Landrover Defender um die Welt. Ihre Erlebnisse halten die Baumelers mit einer Kamera fest. Nun erscheint ihr Film Immer weiter in Ostschweizer Kinos – eine ehrliche Dokumentation, der eine Einordnung gut getan hätte.
«Open House St.Gallen»
Museum Herisau
Das Küefer-Martis-Huus in Ruggell widmet sich in einer Retrospektive der Wiederentdeckung einer völlig übersehenen Künstlerin: Maggy Mauritz war eine Pionierin der Graffitikunst und des Lettrismus.
Jakob Lütschg kehrte nie nach Balgach zurück. 82 Jahre nach seinem Tod im Konzentrationslager Buchenwald kehrt wenigstens sein Name heim. Der erste Stolperstein im St. Galler Rheintal erinnert an ein Leben, das beinahe vergessen ging.
Musik am See
Torreich, spannend und doch enttäuschend - nur eine Viertelstunde guter Fussball reicht halt nicht zum Punkt gegen Thun.
Nach Jahrzehnten treffen sich Eva und Franz wieder. Beide im fortgeschrittenen Alter. Viel ist passiert und doch ist da noch Zuneigung. Schwindlig heisst der neue Roman der Ostschweizer Autorin Christine Fischer, in dem vielschichtige Charaktere auf feines Sprachgefühl treffen.
Dieses Wochenende eröffnet die offene Werkstatt Meter den neuen Standort an der Burgstrasse. Und im November zügelt Offcut nach St.Fiden. Das ist der Anfang vom Ende der Gemeinschaft «Ulmen5» – zumindest in ihrer bisherigen Form. Denn 2027 könnte es zur teilweisen Wiedervereinigung kommen.