Bis jetzt ist das heisse Wasser im Sittertobel nicht gefunden. Obwohl es langsam eng wird fürs St.Galler Geothermie-Projekt, herrscht am Bohrturm keine Panik.
Das Loch ist schon mehr als 4000 Meter tief. Nach dem Openair wird mit der Durchbohrung des Malmkalks – des ersten Zielhorizonts – begonnen, wo eigentlich das heisse Wasser sein müsste. Für die am Wochenende erwarteten 30’000 Besucher des Openair gibts noch keine warme Dusche. Bei den prophezeiten Temperaturen würde sich wohl mancher Outdoor-Musikfan eine solche wünschen; aber noch ist alles trocken im tiefen St.Galler Untergrund.
So einfach sei das eben nicht, heisses Wasser zu finden, sagt Markus Bischof, von den St.Galler Stadtwerken. Nachdem die rund 400 Meter lange Strecke im Malmkalk durchbohrt sei, würden umfangreiche Tests gemacht, die Indizien über Wasser und Temperatur liefern könnten. Laut Bischof die spannendste Phase.
Gibts aber keine Hinweise auf das gesuchte heisse Wasser, dürfte der Frust gross sein, schon wegen der Spesen von rund zwanzig Millionen Franken. Aber aufgeben wird man deshalb nicht, sondern zum Plan B greifen. Das heisst: noch einige Hundert Meter tiefer bohren. Wenns dann weiterhin trocken bleibt, war das Projekt wohl nichts als heisse Luft. – Aber halt! Wenn diese Luft wirklich aus dem Boden treten würde und nicht reine Symbolik bliebe, hätte es sich doch noch gelohnt die Hölle anzubohren.
Bis 2050 will die Stadt St.Gallen klimaneutral sein. Karin Hungerbühler und Tobias Fischer-Künzler von der Dienststelle Umwelt und Energie beantworten Fragen zur bevorstehenden Klimawoche und zum Klimaschutz in der Stadt.
Anita Zimmermann alias Leila Bock prägt die St.Galler Kulturszene seit Jahrzehnten – als Künstlerin, als Vermittlerin, als Ermöglicherin. Sie hat Widerstände überwunden und andere Künstler:innen immer wieder herausgefordert. Eine Würdigung
Die St.Galler Museumsnacht findet in diesem Jahr zum 20. Mal statt. Zum Jubiläum blickt Vereinspräsidentin Barbara Affolter zurück und nach vorne. Sie sagt, was die Museumsnacht bis heute ausmacht und wohin sie sich entwickeln soll.
Die Ausstellung «Voller Leben» des Vereins IG Halle Rapperswil wirft Schlaglichter auf künstlerische Schaffensprozesse und ihre Verbindungen zur Natur.
Kolumne: Stimmrecht
Der St.Galler Kunstkiosk wird fünfzehn Jahre alt. Gefeiert wird das mit einer Jubiläumsausstellung im ehemaligen Tiffany Night Club. Die Vernissage ist am 12. September. Saiten hat schon vor der Eröffnung vorbeigeschaut.
Musiktheater
Zum 36-jährigen Bestehen seiner Galerie Macelleria d'arte transformiert Francesco Bonanno ein leerstehendes Gebäude am Roten Platz in St.Gallen in ein buntes Haus voller Kunst. Was als kleines Projekt begann, wuchs zu einem Gemeinschaftswerk von fast 100 Kunstschaffenden.
St.Gallen und Luzern haben mehr gemeinsam, als man zunächst denkt – oder doch nicht? «Null41» war mit der Saiten-Redaktion in St.Gallen unterwegs.
Von St.Gallen bis nach Südafrika. Ein Ostschweizer Ehepaar reist im Landrover Defender um die Welt. Ihre Erlebnisse halten die Baumelers mit einer Kamera fest. Nun erscheint ihr Film Immer weiter in Ostschweizer Kinos – eine ehrliche Dokumentation, der eine Einordnung gut getan hätte.
«Open House St.Gallen»
Museum Herisau
Das Küefer-Martis-Huus in Ruggell widmet sich in einer Retrospektive der Wiederentdeckung einer völlig übersehenen Künstlerin: Maggy Mauritz war eine Pionierin der Graffitikunst und des Lettrismus.
Jakob Lütschg kehrte nie nach Balgach zurück. 82 Jahre nach seinem Tod im Konzentrationslager Buchenwald kehrt wenigstens sein Name heim. Der erste Stolperstein im St. Galler Rheintal erinnert an ein Leben, das beinahe vergessen ging.
Musik am See
Torreich, spannend und doch enttäuschend - nur eine Viertelstunde guter Fussball reicht halt nicht zum Punkt gegen Thun.
Nach Jahrzehnten treffen sich Eva und Franz wieder. Beide im fortgeschrittenen Alter. Viel ist passiert und doch ist da noch Zuneigung. Schwindlig heisst der neue Roman der Ostschweizer Autorin Christine Fischer, in dem vielschichtige Charaktere auf feines Sprachgefühl treffen.
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Eine neue SRF-Serie porträtiert eine elfköpfige WG aus St.Gallen. Endlich wieder mal eine sehenswerte SRF-Produktion, findet Saiten-Autor Andi Giger.
St. Gallen schlägt sich am Ende auch selbst und muss den Traum von Europa begraben. Entscheidend war er Platzverweise gegen Mihailo Stevanovic vor der Pause.