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Schub für den gemeinnützigen Wohnungsbau

In St.Gallen ist am Samstag die Genossenschaft der Genossenschaften (GdG) gegründet worden. Mit dem Pilotprojekt soll Bauland der Spekulation entzogen und für den gemeinnützigen Wohnungsbau gesichert werden.
Von  Harry Rosenbaum , 
Die Überbauung Sturzenegg beim Gübsensee: Das Projekt der Wohnbaugenossenschaft St.Gallen mit 69 Wohnungen für junge Leute, Familien und ältere Menschen ist im Herbst 2017 bezugsbereit. Energiepolitisch ist die Sturzenegg ein Pilotprojekt für die St. Galler Smart-City-Vison. (Bild: pd)

«Damit stellen wir ein Motorengefäss für die Wohnbaugenossenschaften auf die Beine», sagt Jacques-Michel Conrad, Geschäftsführer des Regionalverbandes der Wohnbaugenossenschaften Ostschweiz. Zusammen mit dem Regionalverband Winterthur hat der RV Ostschweiz die GdG gegründet. Die beiden Verbände, acht ihnen angeschlossene Einzelgenossenschaften und eine Privatperson gehören zu den Gründungsmitgliedern. Zum Präsidenten ist der St.Galler Jurist Thomas Zogg gewählt worden. Er ist zugleich auch Präsident des RV Ostschweiz.

Bezahlbarer Wohnraum wird immer knapper

Die GdG habe bereits erste Projekte in Augenschein genommen, sagte Zogg an der Gründungsversammlung. Die GdG will im Gebiet der beiden Regionalverbände Bauland und bestehende Liegenschaften übernehmen sowie Neubauprojekte realisieren. Sie bietet sich als Partnerin von lokalen Interessengruppen, Gemeinden und Städten an. Laut Zogg soll in der Aufbauphase vor allem auch Öffentlichkeitsarbeit für den gemeinnützigen Wohnugsbau gemacht werden.

In zunehmendem Masse verschwindet bezahlbarer Wohnraum, weil immer mehr Immobilien als Anlageobjekte aufgekauft, mit hohem Aufwand saniert oder abgebrochen und neu gebaut werden. Die Vermietungen erfolgen dann in einem weit höheren Preissegmenten. Dadurch werden Leute und Familien mit bescheidenem Einkommen, Alleinerziehende und ältere Menschen vom Wohnungsmarkt verdrängt.

Neue Projekte in Angriff nehmen

Namentlich in der Ostschweiz ist der gemeinnützige Wohnungsbau in der Defensive. Die GdG verspricht neuen Schub. Die einzelnen Wohnbaugenossenschaften sollen wieder Projekte in Angriff nehmen.

Die GdG-Idee ist vom Landesverband Wohnbaugenossenschaften Schweiz angestossen worden. Die beiden Regionalverbände Ostschweiz und Winterthur haben daraufhin ein Konzept ausgearbeitet. Jetzt soll die in St. Gallen aus der Taufe gehobene GdG als Pilotprojekt auch in andere Landesregionen ausstrahlen.

Mehr dazu: wbg-ostschweiz.ch

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Die SP setzt auf Pe­ter Oli­bet

Ein Wahl­gang ge­nüg­te: Die SP der Stadt St.Gal­len schickt Pe­ter Oli­bet ins Ren­nen um die Nach­fol­ge von Stadt­rat Pe­ter Jans. Er er­hielt 109 von 182 Stim­men. In der Fra­ge­run­de ging es um Spar­po­li­tik, be­zahl­ba­re Woh­nun­gen und die Fra­ge, wie viel Op­po­si­ti­on ein künf­ti­ges Re­gie­rungs­mit­glied noch ma­chen kann.

Von Philipp Bürkler,
Nomination Peter Olibet 10
Heftvorschau 11/26
Postkolonial, Kulturgelder, Universum

Wäh­rend Zü­rich und Genf ge­raub­te Ben­in-Bron­zen zu­rück­ge­ben, la­viert das Kul­tur­mu­se­um St.Gal­len. Der­weil un­ter­sucht der Thur­gau sei­ne eth­no­gra­fi­sche Samm­lung und schliess Re­sti­tu­tio­nen nicht aus. Aus­ser­dem im No­vem­ber­heft: Der so­li­da­ri­sche Pro­test der St.Gal­ler Kul­tur­sze­ne ge­gen die Spar­plä­ne des Kan­tons, die neue Aus­stel­lung zum Zehn­jäh­ri­gen im Na­tur­mu­se­um St.Gal­len, das ers­te elek­tro­ni­sche So­lo­al­bum von Ka­fi-D und vie­les mehr.

Saiten 2611 01 Cover

Zü­rich und Genf ma­chen vor­wärts, St.Gal­len bremst

Seit ei­ni­gen Jah­ren sind Ben­in-Bron­zen in Schwei­zer Mu­se­en ein heis­ses Ei­sen. Im St.Gal­ler Kul­tur­mu­se­um la­viert man bei der Fra­ge ei­ner mög­li­chen Rück­ga­be zwi­schen Dia­log­be­reit­schaft und Ver­wei­ge­rungs­hal­tung.

Von Richard Butz und Hans Fässler,
Benin bronze kulturmuseum 2026

Bücherherbst: Nie ist alles gut von Raffael Rihs

Mo­ment­auf­nah­men

Von Veronika Fischer,

Ma­gen­brot bis zu­letzt

Ein Fes­ti­val über den Tod – darf das auch lus­tig sein? «Last Call» lädt am 31. Ok­to­ber in St.Gal­len da­zu ein, über das Ster­ben zu spre­chen. In­ter­view mit Mi­chel­le Mauch­le von der Ge­schäfts­stel­le Pal­lia­ti­ve Ca­re Stadt St.Gal­len.

Von Philipp Bürkler,
Festival zum tod michelle mauchle