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Tanze statt chegle

Die Wiler Kulturlöwen feiern im Gare de Lion ihr Vierteljahrhundert. Eine kurze Gratulation von David Nägeli.
Von  Gastbeitrag

Seit 1985 brüllen in Wil die Löwen, 1989 haben sie sich mit der Remise einen Raum für Alternativkultur erkämpft. Für den Verein Kulturlöwen gab es damals viele Sticheleien von Wiler Medien und Meinungsträgern: Von einem «Lärmzentrum» war die Rede, von «unheimlicher Zustimmung» seitens der Kulturinteressierten. Und von «jugendlichen Vandalen», als Unruhen in der Stadt mit einer Besetzung endeten. (Der «Kampf» ist hier keine leere Kriegsmetapher.) Ein langer Dialog mit der Stadt, eine alte Remise, und unzählige Stunden Freiwilligenarbeit später zog Kultur in den heutigen Gare de Lion ein – in den Bahnhof der Löwen.

lion1Dieses Wochenende brüllen die Löwen voller Stolz zum Vierteljahrhundertfest – mit einer Ausstellung in alten SBB-Wagen, die einen Blick auf die letzten dreissig Jahre Wiler Alternativkultur bietet. Und bei der man merkt: Die Hindernisse für Kulturlokale haben sich bis heute wenig verändert.

Gefeiert wird auch laut: Mit fröhlichem (Electro-)Pop von We Have Band und The Lanskies, mit verträumtem Folk von der irländischen Musikerin Wallis Bird. Und natürlich auch mit Freunden der Löwen: Mit den Offbeat-Liebhabern Drops, die ihr erstes Album in der Remise getauft haben, oder der Wiler Rockband Shelta Flares. Und noch vielen mehr.

Die Ostschweiz kann sich freuen, dass die Forderungen der Kulturlöwen erfüllt wurden, die sie 1985 von der Laderampe der Löwenbräu-Brauerei brüllten. Damals sang die Band der Löwen über den Klassiker von Marmor, Stein und Eisen bricht: «Au tanzä wömmer noch allne Regle / doch ohni Ort do gömmer go chegle / mer bruuched Platz zum Bei verrenke / dä chönd er üs doch wirklich schenke». Gut gebrüllt, ihr Löwen!

Freitag, 8. / Samstag, 9. August, Gare de Lion Wil.
Infos: garedelion.ch

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Das Küefer-Mar­tis-Hu­us in Rug­gell wid­met sich in ei­ner Re­tro­spek­ti­ve der Wie­der­ent­de­ckung ei­ner völ­lig über­se­he­nen Künst­le­rin: Mag­gy Mau­ritz war ei­ne Pio­nie­rin der Graf­fi­ti­kunst und des Lett­ris­mus.

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Nach Jahr­zehn­ten tref­fen sich Eva und Franz wie­der. Bei­de im fort­ge­schrit­te­nen Al­ter. Viel ist pas­siert und doch ist da noch Zu­nei­gung. Schwind­lig heisst der neue Ro­man der Ost­schwei­zer Au­torin Chris­ti­ne Fi­scher, in dem viel­schich­ti­ge Cha­rak­te­re auf fei­nes Sprach­ge­fühl tref­fen. 

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Mehr Di­ver­si­tät, mehr Durch­mi­schung

An sei­ner ers­ten Pres­se­kon­fe­renz als Lei­ter der St.Gal­ler Kel­ler­büh­ne schil­dert Hü­sey­in Cir­pi­ci sei­ne Ein­drü­cke der Stadt und ver­rät, was das Pu­bli­kum un­ter sei­ner Re­gie er­war­tet.

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Arthur Stobete nah

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Transluzent Saiten 5