Der Text:
Schwiige isch Gold, doch rede isch Silber, Drum liebä i silber, spielä mit silbe, nenn mi drum silber, ä chlini veränderig und alles isch andersch wi filter bi bilder,
drum los genau, denn ghörsches au, öb lieb und dumm oder bös und schlau, mensch isch mensch blibt mensch vom grusigschte maa bis zur schönschte frau,
dä gröschti traum, üsi welt ohni chrieg, macht kei sinn wenn d’erde tot isch, vo chind a gfüetteret mit chaos, doch am allerbeschte lernsch methodisch,
i sprich en gedanke us, wieso heissts chrankehuus und nöd gsundheitshuus, wieso gseht jede wi en chranke us, langsam goht üs üsi gsundheit us,
spiegeli spiegeli a dä wand, dä bescht status im ganze land, wer postet die schönere bilder vo sich und dä chinder bim standesamt,
Ufstoh zum Schaffe und schaffe, und schaffe, sie liebed da lebe im hamsterrad, wer lauft 20 km, wenn en andere 10m im panzer fahrt,
din schwanz isch hart, dini möse füächt, zit zum lieb si, so wirds böse müäd, dä mensch lebt i festgfahrene muster wo sich momentan wieder löse tüänd,
weg vo üblä lüt wo nur lüged, betrüged, bis gar nüt meh gspüred, LOS hi zu guetä gfühl, wo beflüglet, beschützed, dass s’lebä chasch gnüsse, YES
s’lebe isch churz, drum machder kei sorge, denn chum bisch gebore, wirds numeno chürzer, dini zit wird cho, dini zit isch do, dini zit isch verbi und s’isch nüme wie früähner…
drum machder bewusst und denk drüber nor, dini existenz isch einzigartig, denn öffne din geist und gnüss dä moment, und du merksch, dass da di einzig art isch,
z’lebä, kei überlebe, kei am lebä si, kei glebt werde, kei person, kei batterie, kei zahl im system, kei wegsterbe,
echts strebe noch wohrheit und freiheit, drum pflegi ständig s’hinderfroge, dä verdächtig verdacht verdichtet sich, scho viel zviel vo üs sind verlore,
drum hinderfroged alles und bllibed verdächtig…
Khaled Aissaoui, 1975, ist Sportlehrer, Rapper, DJ und Produzent aus St.Gallen.
Zum 20. Mal bringt das Kulturfestival internationale Entdeckungen und lokale Lieblingsbands in einen der schönsten Konzertorte St.Gallens. Zum Jubiläum blickt Organisator Lukas Hofstetter zurück – und behauptet sich zugleich in einem Musikgeschäft, das für kleinere Festivals immer schwieriger geworden ist.
Vor 40 Jahren gründete Felix Lehner in Beinwil am See die Kunstgiesserei, die 1994 nach St.Gallen zog. Und vor 20 Jahren entstand ergänzend dazu die Stiftung Sitterwerk, die unter anderem eine weltweit einzigartige Kunstbibliothek führt. Wir tauchen ein in diesen wundersamen Mikrokosmos im Sittertal. Ausserdem in der Juli/August-Doppelnummer: die unverzichtbaren Sommertipps, die Flaschenpost von Anna Stern aus Finnland und das Interview zum 100-Jahr-Jubiläum unserer Hausdruckerei Niedermann.
Florian Fuchs arbeitet an einer antik anmutenden, 2,5 Meter hohen Marmorstatue. Warum interessiert sich ein junger Bildhauer für diese klassische Herangehensweise? Ein Werkstattbesuch in Flawil.
Es war das Jahrzehnt der Kultur: In den 80ern kam die Stadt St.Gallen zu einer Kunsthalle, einem Programmkino, der Frauenbibliothek, der Grabenhalle, genossenschaftlichen Beizen und anderem. Wie das gelang und wer die Fäden zog, zeichnen Ralph Hug und Corinne Schatz im Buch Der grosse Aufbruch nach.
Das Filmdrama Fuori erzählt ein kurzes Kapitel der aussergewöhnlichen Lebensgeschichte italienischen Schriftstellerin, Schauspielerin und Widerstandskämpferin Goliarda Sapienza.
Mit verschreckten Securitys in einer bunten Inszenierung von Angelika Zacek präsentiert das Vorarlberger Landestheater in Bregenz Shakespeares Ein Sommernachtstraum.
Die St.Galler Festspiel-Oper spielt dieses Jahr im Haus statt auf dem Klosterplatz – ein Glücksfall für Verdis Aida, die menschlich und musikalisch in die Tiefe geht. Modestas Pitrenas dirigiert ein letztes Mal, Ben Baur inszeniert bildstark.
Im Werk 2 in Arbon dreht sich derzeit alles um Mythen. «Sehnsucht Mythos. Wie Geschichten unsere Welt gestalten» ist eine ästhetische Ausstellung, die mit ihrem sehr breiten Mythosbegriff arbeitet und vielfältige Geschichten unter einem Dach vereint.
Neue Eigenproduktion
Tunneleröffnung
Das musste ja so kommen! Es konnte nicht bei einem bleiben. Zum Glück! Jetzt gibt es das zweite grosse, schwere Psychobuch von Beni Bischof. Darin verwirbelt der Künstler erneut Eigenes, Fremdes, Befremdliches, Bekanntes, Neues, Unkenntliches mit lockerer Hand, Humor und Hintersinn.
Die Sonderausstellung «Baustelle Erinnerung / ‹Hitler entsorgen› – Arbeiten am belasteten Erbe» im Vorarlberg Museum in Bregenz beschäftigt sich damit, wie ein verantwortungsvoller Umgang mit Gegenständen aus der NS-Vergangenheit aussehen kann. Ausserdem berät das Museum Privatpersonen, die solche Gegenstände besitzen.
Forrer Stieger Architekten gelingt mit dem Dreifachkindergarten und der Tagesbetreuung im Heiligkreuzquartier in St.Gallen die Quadratur des Kreises.
Es geht um uns Menschen und unser sonderbares und verheerendes Verhalten. «Humans» heisst die grosse Einzelausstellung des Ostschweizer Künstlers Olaf Breuning. Viele Arbeiten sind speziell für die Schau im Museum Allerheiligen in Schaffhausen entstanden.
In Wil fand am Wochenende das Rock am Weier statt. Seit 25 Jahren gibt es das Festival, und trotz inzwischen grösserer Namen ist es immer noch kostenlos. Ein Verein organisiert es nicht-profitorientiert und fördert regionale Acts. Unsere Autorin ist an den Ort ihrer musikalischen Sozialisation zurückgekehrt. Eine Reportage.
Kolumne: 24/7 Traumacore
Ausstellung im Museum Rosenegg
Kabarett in Herisau
Debatten um Machismus, Deepfake-Pornos, häusliche Gewalt und Femizide sind beinahe alltäglich. Was können Männer gerade tun, wenn sie unter Generalverdacht geraten? Frauenhausleiterin Katja Hämmerli Keller, Florance Hildebrand vom feministischen Streikkollektiv Thurgau und Manuel Benjamin Lehmann vom Forum Mann diskutieren Lösungsansätze.
Kommentar zur SVP-Chaosinitiative