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Weitsicht mit Deckers Klara

Auch 70 Jahre nach ihrem Tod ist Deckers Klara noch eine Legende. Der umtriebigen und allzeit zu Spässen aufgelegten Wirtin aus Grub SG hat der Dramatische Verein Oberegg ein Freilichttheater auf dem Fünfländerblick.
Von  Peter Surber , 
Freilichttheater auf dem Fünflanderblick: Deckers Klara. (Bilder: pd)

Sie war ein «Original», wie man das früher nannte, und lebt auch 70 Jahre nach ihrem Tod in Erinnerungen weiter. Zum Beispiel: Zu ihrem 90. Geburtstag habe sie ausgewählte Freunde zu ihrem eigenen Leichenmahl eingeladen. Eine Torte mit Totenkopf stand auf dem Tisch. Plötzlich sei sie zum Schrecken der Gäste purlimunter aus einem Sarg geklettert und durchs Zimmer gewalzert: So erzählt es Lokalhistoriker Peter Eggenberger – eine Szene wie aus einem Theaterstück.

Deckers Klara: weitere Vorstellungen bis 9. September, Fünfländerblick

deckersklara.ch

Dieses Stück ist ab 11. August zu erleben, gespielt vom Dramatischen Verein Oberegg. Deckers Klara, so der Titel, kannte man in Grub SG und weit darüberhinaus als begnadete Fasnächtlerin und Spässemacherin. Auf Bildern sieht man ihr pfiffiges Gesicht mit der markanten Hakennase. Dabei war sie, 1859 als Klara Bischof, Tochter eines Dachdeckers geboren, ein schwächliches Kind. Eine Pilgerreise nach Lourdes habe ihre Gesundheit stark gebessert, und aus Dankbarkeit errichtete sie 1892 die Maria-Lourdes-Kapelle auf dem Fünfländerblick oberhalb Grub.

Rund um die Kapelle findet die Aufführung statt – ein Spielort mit fantastischer Sicht in alle Himmelsrichtungen. Regie führt Fredy Kunz, Musik und Videos steuert Richard Woda bei. Der Dramatische Verein Oberegg ist ein klassisches Laientheater, gegründet 1902. Einer der grössten Erfolge war 2002 die Theaterfassung der Dornesslerin nach dem Roman von Walter Züst, ein ebenso lokal verankerter Stoff wie das jetzige Projekt.

Die Meis­te­rin der Bei­läu­fig­keit

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Bücherherbst: Ausser mir von Micha Friemel

Ana­ly­se des müt­ter­li­chen Wahn­sinns

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Zwi­schen Ruhm und Knast

Ja­kob Stutz, Volks­schrift­stel­ler und Re­form­päd­ago­ge mit «zwie­späl­ti­gem» Cha­rak­ter: Ihn lässt Ex-Kel­ler­büh­nen­lei­ter Mat­thi­as Pe­ter 150 Jah­re nach sei­nem Tod noch ein­mal auf­le­ben – un­ter an­de­rem in Tro­gen, wo Stutz im Ge­fäng­nis sass.

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01 Jakob Stutz 11 cut

Das Mit­tel­mass fei­ern

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«Wir le­ben in ei­ner ver­blö­de­ten Mei­nungs­welt!»

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VELJANOV 2018 03

Zumthor plant in Wildhaus

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Nomination Peter Olibet 10
Heftvorschau 11/26
Postkolonial, Kulturgelder, Universum

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Saiten 2611 01 Cover

Zü­rich und Genf ma­chen vor­wärts, St.Gal­len bremst

Seit ei­ni­gen Jah­ren sind Ben­in-Bron­zen in Schwei­zer Mu­se­en ein heis­ses Ei­sen. Im St.Gal­ler Kul­tur­mu­se­um la­viert man bei der Fra­ge ei­ner mög­li­chen Rück­ga­be zwi­schen Dia­log­be­reit­schaft und Ver­wei­ge­rungs­hal­tung.

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Benin bronze kulturmuseum 2026

Bücherherbst: Nie ist alles gut von Raffael Rihs

Mo­ment­auf­nah­men

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Ma­gen­brot bis zu­letzt

Ein Fes­ti­val über den Tod – darf das auch lus­tig sein? «Last Call» lädt am 31. Ok­to­ber in St.Gal­len da­zu ein, über das Ster­ben zu spre­chen. In­ter­view mit Mi­chel­le Mauch­le von der Ge­schäfts­stel­le Pal­lia­ti­ve Ca­re Stadt St.Gal­len.

Von Philipp Bürkler,
Festival zum tod michelle mauchle

Kampf­sport als Safe Space

In St.Gal­len hat am Sams­tag zum ers­ten Mal ein eman­zi­pa­to­risch-an­ti­fa­schis­tisch-que­er­fe­mi­nis­ti­sches Kampf­sport­tur­nier statt­ge­fun­den. Wie das aus­sieht? Schon ziem­lich bru­tal, aber dann auch wie­der herz­lich.

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Bücherherbst: Unwucht von Sarah Elena Müller

Zwi­schen Lie­be und Lei­den

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Be­stän­dig­keit, die ero­diert 

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Klimaseniorinnen besuchen Bern

Hit­ze und Dür­re im Bun­des­haus

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Alte Steinach Karlstor Zukunft

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2610 Redeplatz

Nachruf auf Urs Ullmann

«Wir nann­ten ihn ‹Sun­ny› we­gen sei­nes auf­ge­stell­ten Ge­müts»

Von Urs Oskar Keller,
Urs Ullmann Maerz 2023 Altnau Urs Oskar Keller