300 Künstlerateliers in den Kantonen Appenzell Ausser- und Innerrhoden, St.Gallen und Thurgau öffnen ihre Türen an insgesamt zwei Wochenenden im März. Vor-Vernissage ist am 22. Februar im St.Galler HB.
Die Aktion 5ünfstern geht damit nach 2007 und 2011 in die dritte Runde. Und der Auftakt verspricht fantastischer denn je zu werden: An diesem Samstag, 22. Februar findet im St.Galler Hauptbahnhof, in der Galerie im Bahnhof die Vernissage statt, vorerst lokal, dafür aber interaktiv.
Alle 300 Künstlerinnen und Künstler werden mit einem (leeren) Farbkübel präsent sei, das Publikum kann sich einen (trockenen) Pinsel nehmen und damit (imaginäre) Farbe auf die Wand streichen – und es erscheinen, virtuell wundersam, mehrere Werke der betreffenden Kunstschaffenden an der Wand.
Das 5ünfsternige Kunst-Menetekel im Hauptbahnhof dauert dann vier Wochen lang – aber, sagt Initiantin Brigitte Kemmann, es funktioniert nur, wenn jemand da ist und streicht. «Ohne Arbeit gibt’s kein Bild» – das ist so, wie bei der richtigen Kunst auch. Und Kunst-Eventvorbereitung gibt ebenfalls Arbeit.
Offen sind die Ateliers dann am 15. und 16. März in der Stadt St.Gallen und am 22. und 23. März an allen übrigen Orten der Kantone AI, AR, SG und TG. Wer sich schon mal einen Reiseplan für den vermutlich grössten Ostschweizer Kunstanlass, gewissermassen das Feldschiessen der bildenden Kunst, zusammenstellen will, findet alle Infos hier.
Oder noch besser: Man verschafft sich an diesem Wochenende einen Überblick im Bahnhof.
Vernissage: Samstag 22. Februar 18 Uhr, Galerie im Bahnhof St.Gallen. Ausstellung bis 23. März, offen Montag bis Freitag 7-22 Uhr, Samstag 8-16 Uhr, Sonntag 9-16 Uhr fuenfstern.com
Während Zürich und Genf geraubte Benin-Bronzen zurückgeben, laviert das Kulturmuseum St.Gallen. Derweil untersucht der Thurgau seine ethnografische Sammlung und schliess Restitutionen nicht aus. Ausserdem im Novemberheft: Der solidarische Protest der St.Galler Kulturszene gegen die Sparpläne des Kantons, die neue Ausstellung zum Zehnjährigen im Naturmuseum St.Gallen, das erste elektronische Soloalbum von Kafi-D und vieles mehr.
Seit einigen Jahren sind Benin-Bronzen in Schweizer Museen ein heisses Eisen. Im St.Galler Kulturmuseum laviert man bei der Frage einer möglichen Rückgabe zwischen Dialogbereitschaft und Verweigerungshaltung.
Bücherherbst: Nie ist alles gut von Raffael Rihs
Ein Festival über den Tod – darf das auch lustig sein? «Last Call» lädt am 31. Oktober in St.Gallen dazu ein, über das Sterben zu sprechen. Interview mit Michelle Mauchle von der Geschäftsstelle Palliative Care Stadt St.Gallen.
In St.Gallen hat am Samstag zum ersten Mal ein emanzipatorisch-antifaschistisch-queerfeministisches Kampfsportturnier stattgefunden. Wie das aussieht? Schon ziemlich brutal, aber dann auch wieder herzlich.
Bücherherbst: Unwucht von Sarah Elena Müller
Seit 35 Jahren untersucht Patrick Rohner Naturprozesse, insbesondere im Zusammenhang mit Geologie, zeichnerisch, malerisch und bildhauerisch. Die Ausstellung «Faltungen» im Museum Bickel zeigt noch bis zum 22. November einen Querschnitt dieser kontinuierlichen Beschäftigung.
Klimaseniorinnen besuchen Bern
Vor dem Karlstor ein Picknick unter Bäumen am Ufer, die Mittagspause mit den Füssen im Wasser vor der Kantonsschul-Bibliothek oder ein Bier am Bächlein zwischen der Bar La Buena Onda und dem «Bierhof» – das alles soll gemäss der Machbarkeitsstudie «Alte Steinach» möglich werden. Am Montag haben sie die Verantwortlichen vorgestellt.
Delfine, Herzen und Flaggen. Die «Illo Konstanz Vol. 5» zeigt über 60 Arbeiten von internationalen Illustratoren. Die Schau lässt viel Raum für eigene Zugänge, übt aber auch Kritik und zeigt Haltung.
Der Verein Lattich im Güterbahnhofareal St.Gallen feiert das 10-Jahr-Jubiläum. Noch immer kämpft er mit Einsprachen. Der Vorstand der Gründungsphase hat aufgegeben. Seit gut einem Jahr bilden Adelheid Karli und Florim Šabani das Co-Präsidium.
Nachruf auf Urs Ullmann
Bücherherbst: Mondläufer von Daniel Badraun
Eine benzinbetriebene Glühbirne? Ein robustes Schnapsglas? Oder ein Katzenhalsband, das die Raubtiere vom Vögelfangen abhalten soll? Im Historischen Museum Thurgau schlummern einige Gegenstände, deren Funktion auf den ersten Blick nicht ganz klar ist. Thomas Götz, Martina Hügi und Stefan Keller mussten diese am Icon Poet herausfinden.
Die St.Galler Rockband The Black Salt veröffentlicht ihr zweites Album. Und verabschiedet sich ein Stückweit von ihren Anfängen.
Die Welt ist in stetem Wandel. Und manche Veränderungen sind irreversibel – Gletscher schmelzen, Tier- und Pflanzenarten sterben aus. Die Ausstellung «Flimmern» widmet sich der Bewusstwerdung dieses Wandels – und dem Schmerz, den er auslöst.
Die Grundlagen, mit denen die Befürworter:innen die dritte Autobanhröhre durch den Rosenberg in St.Gallen und die Teilspange mit dem Anschluss im Güterbahnhofareal fordern, basieren auf fragwürdigen Zahlen. Zu diesem Schluss kommt der Raum- und Verkehrsplaner Thomas Hug-Di Lena.
Bücherherbst: Réduit von Alexander Raschle
Die St.Galler Tanzkompanie feierte vergangenen Samstag mit From England with Love Premiere. Das Stück wagt sich abermals aus dem Gleichschritt – mit unmissverständlichen Gesten.
Das Kunsthaus Bregenz zeigt in der neuen Ausstellung Arbeiten der US-amerikanischen Künstlerin Torkwase Dyson. Ausgangspunkt ihrer grossformatigen geometrischen Skulpturen und poetischen Malereien bildet das Leben und die Befreiung Schwarzer Menschen.