Noch ist es nicht zu spät das Spanische Klubhaus zu retten. Wenn der Stadtrat den Abriss blockieren würde. Ein Aufruf.
Überrascht waren wohl alle. Kaum jemand hätte darauf gewettet, dass die Generalversammlung der Genossenschaft spanisches Klubhaus einem Verkauf zustimmt. Obwohl, deren Vorstand vermutlich schon. Mit einer fiesen Taktik wurden sowohl die Genossenschaftsmitglieder als auch das St.Galler Stimmvolk an der Nase herumgeführt.
Die Stadt St.Gallen hätte als Genossenschaftsmitglied ein dreimonatiges Vorkaufsrecht gehabt. Nun hat aber der Vorstand im Herbst an einer Sitzung informiert, er werde einen bedingten Kaufvertrag aufsetzen, der erst mit dem Entscheid der GV rechtskräftig wird. Dieser Vertrag wurde so datiert, dass das erwähnte Vorkaufsrecht knapp zwei Wochen nach der GV ablief. Zu kurz also für die Stadt, um einen Entscheid zu fällen. So muss man sich fragen, wer an der Sitzung im Herbst die Interessen der Stadt vertrat, und (bewusst?) vergass zu intervenieren.
Man kann mit ziemlicher Sicherheit davon ausgehen, dass das Klubhaus im Volk eine Mehrheit hinter sich haben würde. Es geht nicht darum, möglichst jedes alte Haus zu retten, eher schon darum, nicht das ganze St.Galler Ortsbild hirnlos einzustampfen.
Wieso wurde das Klubhaus unlängst aus dem Schutzinventar entlassen? Wer macht im Parlament Opposition dagegen? Das Klubhaus wäre ein ideales Thema gewesen, sich über die eigene Partei hinaus zu profilieren. Aber auch da … Wer spürt was der Bevölkerung wichtig ist? Man erinnere sich an die Marktplatz-Initiative …
Fakt ist, das Klubhaus ist Kult. In keiner anderen Schweizer Stadt könnte ein solches Objekt abgerissen werden. Noch ist es nicht zu spät. Die St.Galler könnten mit Protest das Ruder herumreissen. Der Stadtrat könnte den Abriss so lange blockieren, bis die Stadt es wieder kaufen könnte.
Der letzte verbleibende Gesellschafts-Saal dieser Art muss erhalten werden. Schade, und komisch eigentlich, dass dies nicht von Anfang an klar war.
Theater
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