Kategorie
Autor:innen
Jahr

St.Gallens «Mobilitätskonzept 2040»

Pförtneranlagen und Mobility Pricing wären denkbar für die St.Galler Verkehrszukunft. Das liessen Stadträtin Patrizia Adam und Stadtrat Peter Jans am Freitag an der Medienkonferenz zum Mobilitätskonzept 2040 durchblicken.
Von  Harry Rosenbaum

Mit der 31-seitigen parlamentarischen Berichterstattung zum Postulat «Mobilitätskonzept» zerreisst der Stadtrat zwar keine Stricke, zeigt aber Potenzial für einen Systemwechsel beim Verkehr. Die Vorsteherin der Direktion Bau und Planung, Patrizia Adam, und der Vorsteher der Direktion Technische Betriebe, Peter Jans, haben auf entsprechende Fragen der Medien nicht ausgeschlossen, dass künftig Pförtneranlagen für den Agglo-Verkehr in die City und ein Modell des Mobility Pricing eingeführt werden könnten.

Der Stadtrat hat bereits im Januar dieses Jahres positiv reagiert auf den Vorschlag einer Pförtner-Ampel im Riethüsli zur Dosierung des Individulaverkehrs aus dem Appenzellerland. Im Juni schickte der Bundesrat einen Konzeptbericht zum Mobility Pricing in die Venehmlassung. Dabei geht es um benützungsbezogene Abgaben für Infrastrukturnutzungen und Dienstleistungen im Individualverkehr und im öffentlichen Verkehr. Damit soll die Mobilitätsnachfrage gezielt beeinflusst werden.

Verkehrsbewältigung in den nächsten 20 bis 30 Jahren

Diese Absicht verfolgt auch die Stadt St.Gallen. «Mobility Pricing ist eine der Möglichkeiten», sagte Adam. Die Stadt könne diese aber nicht selber einführen, weil es dazu entsprechende Gesetze brauche. Zumindest hat der Stadtrat eine Vision wie er entsprechend seinen Möglichkeiten den Verkehr in den nächsten 20 bis 30 Jahren bewältigt kann. Vorausgesetzt, die Agglomeration macht mit. Die Vorsteherin der Direktion Bau und Planung ist aber zuversichtlich. «Ich habe in einem kürzlichen Gespräch mit dem Gemeindepräsidenten von Teufen gespürt, dass dafür grosses Verständnis besteht.»

Das Mobilitätskonzept 2040 habe drei Teilstrategien, erklärte Jans. «Dazu gehören Verkehrsvermeidung, Verkehrsverlagerung und die verträgliche Abwicklung des vorhandenen Verkehrs.» Die Stadt müsse in verschiedenen Bereichen tätig werden, führte der Vorsteher der Direktion Technische Betriebe weiter aus. Sie müsse auf ihre Attraktivität als Wohn- und Arbeitsort sowie auf ihre Erreichbarkeit Gewicht legen. Im vorgestellten Konzept 2040 wird in punkto mögliche Massnahmen auch auf andere Planungsgefässe wie Richtplan, Energiekonzept, Agglomerationsprogramm und auf die kantonale Planung hingewiesen.

Als neue und ergänzende Massnahmen werden autoarme und autofreie Siedlungen, zeitliche und räumliche Verhaltensänderungen, Quartiervernetzung durch Langsamverkehr, Tram, Mobilitätsberatung und –management sowie auf Verkehrssicherheit hingewiesen.

Zielkonflikte werden bestehen bleiben

Die Teilstrategien sollen miteinander vernetzt werden, damit sie ihre Wirkung vor allem in der kombinierten und abgestimmten Umsetzung entfalten können. «Allerdings werden gewisse Zielkonflikte bestehen bleiben», heisst es im Papier.

Diesen Punkt hat auch das Postulat angesprochen und darauf hingewiesen, dass das Reglement für eine nachhaltige Verkehrsentwicklung, über das 2009 abgestimmt worden ist, nicht wirklich habe umgesetzt werden können. Vielmehr sei der ideologische Graben zwischen den Befürwortern des motorisierten Individualverkehrs und jenen des Langsamverkehrs noch vertieft worden. Das Reglement diene immer wieder dazu, die bekannten Positionen zu zementieren.

Wirtschaftsverkehr bleibt undefiniert

Das Mobilitätskonzept 2040 löst den Zielkonflikt rund um die Parkplätze respektive Parkgaragen, der in den letzten Jahren politisch im Vordergrund stand, nicht. Zwar werden die verschiedenen Verkehrsströme eingeteilt in solche die künftig gefördert werden und in solche die zurückgebunden werden sollen. Privilegierung erfährt in diesem Zusammenhang der öffentliche Verkehr und Verdrängung der Individualverkehr. Aber ungehindert weiter fliessen soll der wertschöpfende Wirtschaftsverkehr.

Gehört dazu auch der Einkaufsverkehr? Eine klare Antwort gab es an der Medienkonferenz auf diese Frage nicht. Man habe lange darüber diskutiert, was Einkaufsverkehr sein könnte, hiess es dazu lediglich. Aber gerade diese Art von Verkehr entscheidet über die Gier nach Parkplätzen.

Kunst­ki­osk trifft Nacht­klub 

Der St.Gal­ler Kunst­ki­osk wird fünf­zehn Jah­re alt. Ge­fei­ert wird das mit ei­ner Ju­bi­lä­ums­aus­stel­lung im ehe­ma­li­gen Tif­fa­ny Night Club. Die Ver­nis­sa­ge ist am 12. Sep­tem­ber. Sai­ten hat schon vor der Er­öff­nung vor­bei­ge­schaut.

Von  Vera Zatti
01 Gruppenfoto Kurationsteam 15 Jahre Kunstkiosk QUERFORMAT

Musiktheater

Auf See im Park­haus

Von  Vera Zatti
Bild 08 07 24 um 07 42

Ein tem­po­rä­res Kunst­haus am Ro­ten Platz

Zum 36-jäh­ri­gen Be­stehen sei­ner Ga­le­rie Macel­le­ria d'ar­te trans­for­miert Fran­ces­co Bo­n­an­no ein leer­ste­hen­des Ge­bäu­de am Ro­ten Platz in St.Gal­len in ein bun­tes Haus vol­ler Kunst. Was als klei­nes Pro­jekt be­gann, wuchs zu ei­nem Ge­mein­schafts­werk von fast 100 Kunst­schaf­fen­den. 

Von  Lilli Kim Schreiber
Kunsthaus am roten platz lilli kim schreiber 1

Das Schö­ne an der Pro­vinz

St.Gal­len und Lu­zern ha­ben mehr ge­mein­sam, als man zu­nächst denkt – oder doch nicht? «Null41» war mit der Sai­ten-Re­dak­ti­on in St.Gal­len un­ter­wegs.

Von  Giulia Bernardi Robyn Muffler  und  Raphael Albisser , Bilder:  Claudia Schildknecht
2609 Staetevergleich 4 D3 A9291

Auf der Su­che nach (Un)Ru­he

Von St.Gal­len bis nach Süd­afri­ka. Ein Ost­schwei­zer Ehe­paar reist im Land­ro­ver De­fen­der um die Welt. Ih­re Er­leb­nis­se hal­ten die Bau­mel­ers mit ei­ner Ka­me­ra fest. Nun er­scheint ihr Film Im­mer wei­ter in Ost­schwei­zer Ki­nos – ei­ne ehr­li­che Do­ku­men­ta­ti­on, der ei­ne Ein­ord­nung gut ge­tan hät­te.

Von  Daria Frick
B 8

«Open House St.Gallen»

Of­fe­ne Tü­ren – tie­fe Ein­bli­cke

Von  Daria Frick
Bildschirmfoto 2026 09 01 um 10 17 40

Museum Herisau

Zeit­rei­se zu den An­fän­gen der Schul­bil­dung

Von  Redaktion Saiten
Bildschirmfoto 2026 09 01 um 10 08 43

Ein Rück­blick auf die ver­ges­se­ne Künst­le­rin Mag­gy Mau­ritz

Das Küefer-Mar­tis-Hu­us in Rug­gell wid­met sich in ei­ner Re­tro­spek­ti­ve der Wie­der­ent­de­ckung ei­ner völ­lig über­se­he­nen Künst­le­rin: Mag­gy Mau­ritz war ei­ne Pio­nie­rin der Graf­fi­ti­kunst und des Lett­ris­mus.

Von  Sieglinde Wöhrer
IMG 5826 Paul Trummer 2

Der lan­ge Weg nach Hau­se – ein Stol­per­stein für Ja­kob Lütschg

Ja­kob Lütschg kehr­te nie nach Bal­gach zu­rück. 82 Jah­re nach sei­nem Tod im Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger Bu­chen­wald kehrt we­nigs­tens sein Na­me heim. Der ers­te Stol­per­stein im St. Gal­ler Rhein­tal er­in­nert an ein Le­ben, das bei­na­he ver­ges­sen ging.

Von  Shqipton Rexhaj
IMG 1558

Musik am See

Pia­no­klän­ge für al­le

Von  Vera Zatti
IMG 0757 2

FC St.Gal­len vs. FC Thun 3:4 – Es wird heu­te nicht mehr bes­ser

Tor­reich, span­nend und doch ent­täu­schend - nur ei­ne Vier­tel­stun­de gu­ter Fuss­ball reicht halt nicht zum Punkt ge­gen Thun. 

Von  SENF Kollektiv
Senf

Fast ein gan­zes Le­ben spä­ter 

Nach Jahr­zehn­ten tref­fen sich Eva und Franz wie­der. Bei­de im fort­ge­schrit­te­nen Al­ter. Viel ist pas­siert und doch ist da noch Zu­nei­gung. Schwind­lig heisst der neue Ro­man der Ost­schwei­zer Au­torin Chris­ti­ne Fi­scher, in dem viel­schich­ti­ge Cha­rak­te­re auf fei­nes Sprach­ge­fühl tref­fen. 

Von  Vera Zatti
Abutz DSC 9766 Portrait wahl fischer klein cmky

Neu­start für Me­ter und Off­cut

Die­ses Wo­chen­en­de er­öff­net die of­fe­ne Werk­statt Me­ter den neu­en Stand­ort an der Burg­stras­se. Und im No­vem­ber zü­gelt Off­cut nach St.Fi­den. Das ist der An­fang vom En­de der Ge­mein­schaft «Ul­men5» – zu­min­dest in ih­rer bis­he­ri­gen Form. Denn 2027 könn­te es zur teil­wei­sen Wie­der­ver­ei­ni­gung kom­men.

Von  David Gadze
Meter 6 david gadze

WG gaf­fen

Ei­ne neue SRF-Se­rie por­trä­tiert ei­ne elf­köp­fi­ge WG aus St.Gal­len. End­lich wie­der mal ei­ne se­hens­wer­te SRF-Pro­duk­ti­on, fin­det Sai­ten-Au­tor An­di Gi­ger.

Von  Andi Giger
6085807

FC St.Gal­len vs. FC Nordsjæl­land 2:3 – St. Gal­len un­ter­liegt Nordsjæl­land

St. Gal­len schlägt sich am En­de auch selbst und muss den Traum von Eu­ro­pa be­gra­ben. Ent­schei­dend war er Platz­ver­wei­se ge­gen Mihai­lo Steva­no­vic vor der Pau­se.

Von  SENF Kollektiv
Senf
Heftvorschau 09/26
Luzern Winti St.Gallen, Neonazipfarrer, A(nita) bis Z(immermann)

Drei Kul­tur­ma­ga­zi­ne tun sich zu­sam­men, ver­glei­chen ih­re Städ­te und die Her­aus­for­de­run­gen, de­nen die Kul­tur ge­gen­über­steht. Sai­ten hat die Kol­leg:in­nen vom «Coucou» in Win­ter­thur be­sucht und das «Null41» war in St.Gal­len zu Be­such. Aus­ser­dem im Sep­tem­ber­heft: lau­ter Ju­bi­lä­en – von Ani­ta Zim­mer­mann über das Fi­gu­ren­thea­ter bis zur Mu­se­ums­nacht –, ein Pfar­rer auf brau­nen Ab­we­gen, ei­ne Fla­schen­post aus Af­gha­ni­stan und ein In­ter­view zum Hit­ze­som­mer und dem Kli­ma­wan­del.

Saiten 2609 Cover 01

Mehr Di­ver­si­tät, mehr Durch­mi­schung

An sei­ner ers­ten Pres­se­kon­fe­renz als Lei­ter der St.Gal­ler Kel­ler­büh­ne schil­dert Hü­sey­in Cir­pi­ci sei­ne Ein­drü­cke der Stadt und ver­rät, was das Pu­bli­kum un­ter sei­ner Re­gie er­war­tet.

Von  Daria Frick
Whats App Image 2026 08 26 at 08 36 26

Him­mels­stür­mend und oh­ren­be­frei­end

Der St.Gal­ler Kom­po­nist Charles Uz­or hat ei­ne Art po­li­ti­sches Ora­to­ri­um ge­schrie­ben. Am Sonn­tag wur­de es in der Kir­che Tro­gen auf­ge­führt: The Gre­at Wall. A La­by­rinth mit dem gran­dio­sen New Yor­ker Vo­kal­ensem­ble Ek­me­les.

Von  Peter Surber
Charles Uzor photo Michel Canonica

Ma­schi­nen­in­tel­li­genz trifft den Ton, aber nicht die Mu­sik

An den Ap­pen­zel­ler Bach­ta­gen er­klär­te die Me­di­en­wis­sen­schaft­le­rin Mer­ce­des Bunz, wes­halb die künst­li­che In­tel­li­genz krea­tiv sein kann – und war­um sie den­noch grund­le­gend an­ders ar­bei­tet als der Mensch. 

Von  Philipp Bürkler
Bachtage ki und musik 1

Kunstausstellung

Kunst öff­net Tü­ren

Von  Vera Zatti
Arthur Stobete nah