Die ersten vier städtischen Bauetappen sind im Zeitplan und ohne Zwischenfälle über die Bühne gegangen, heisst es am Donnerstag an der Medienkonferenz, in deren Mittelpunkt ein Ausblick auf das Baujahr 2016 steht.
Am Drücker ist jetzt die SBB. Um die steigende Zahl der Reisenden zu bewältigen will sie den Bahnhof umfassend modernisieren. Aber auch die unternehmerische Seite wird nicht zu kurz kommen; mit der Erneuerung erfolgt eine starke Kommerzialisierung.
Der Plan: Shopping-Mall mit 29 Geschäften
Im Mittelpunkt stehen eine neue Ankunftshalle, die Erneuerung der Rathausunterführung samt barrierefreien Zugängen zu den Perrons und neue Geschäfte. Ebenfalls modernisiert werden das Bahnhofs- und das Dienstgebäude.
Aus dem St.Galler Bahnhof wird eine Shopping-Mall mit 29 Ladengeschäften. Zehn davon ziehen in die Rathausunterführung ein, die zu diesem Zweck breiter und heller werden soll. Im Bahnhofsgebäude sind künftig 1240 Quadratmeter für Einkaufsgeschäfte und Gastrobetriebe reserviert. Zwischen den Personenunterführungen wird das vergrösserte Reisezentrum eingerichtet. Der Hauptzugang ist über die Ankunftshalle vorgesehen.
Die öV-Benützerinnen und -Benützer werden sich ab Februar wieder an die Umplatzierung der Haltestellen ihrer Busse gewöhnen müssen. Ebenso wird der Lärm auf die Grossbaustelle zurückkehren. Mit der vollständigen Schliessung der Rathausunterführung von Dezember 2016 bis Dezember 2017 wird das Publikum auf eine Geduldsprobe gestellt.
Trotz Bauerei: Die Züge sollen normal verkehren
Aber auch für Trost ist gesorgt: Ladengeschäfte und Reisezentrum bleiben während der gesamten Bauzeit offen. Auch die Züge verkehren normal. Um das zu gewährleisten sind bei der SBB Meisterleistungen der Ingenieurskunst gefordert.
Um die Arbeiten im Untergrund ausführen zu können, sollen sechs Hilfsbrücken im Bereich der Bahngeleise eingebaut werden. Die rund 80’000 Menschen, die täglich über den Bahnhofplatz wuseln, werden das – wenn auch zeitweise über Umwege – also weiterhin tun können.
In die Aufwertung des St.Galler Bahnhofs werden 78 Millionen Franken investiert. Davon übernehmen die SBB 56 Millionen und die Stadt St.Gallen 22 Millionen. Die Arbeiten sind mit den städtischen Projekten abgestimmt und sollen zeitgleich im Herbst 2018 zum Abschluss kommen.
Nach 22 Jahren gibt Matthias Peter die Leitung der St.Galler Kellerbühne ab. Vom Raum ist er nach wie vor begeistert. Aber dem Kabarett ging es auch schon besser, erzählt er im Gespräch.
Die Thurgauer Künstlerin Micha Stuhlmann befasst sich in ihrem neuen Projekt mit dem Dasein im Moment. Am 7. Juni findet dazu ein Workshop in St.Gallen statt und am 26. Juni zeigt sie mit ihrem Ensemble die finale Performance in Kreuzlingen.
Die Tonhalle Wil wurde 1876 eröffnet. Seither bereichert sie praktisch ununterbrochen das kulturelle Leben der Äbtestadt. An den kommenden zwei Wochenenden wird gefeiert.
Jonas Ulrich taucht mit seinem ersten Spielfilm in die Black-Metal-Welt ab. Wolves ist eine bildstarke Geschichte über Einsamkeit und das Dazugehören, voller Gegensätze und mit etwas holprigen Dialogen.
St.Gallen bewahrt nicht mehr nur 1000-jährige Handschriften. Mit dem Internet Archive Switzerland entsteht hier ein Archiv für Webseiten, künstliche Intelligenz und das digitale Gedächtnis der Zukunft.
Mit Internet Archive Switzerland entsteht in St.Gallen ein Ableger des grössten Archivs für Websiten und Künstliche Intelligenz weltweit. Ausserdem im Juniheft: Männer unter Generalverdacht, das grosse St.Galler 80er-Buch, das Abschiedsinterview mit dem langjährigen Kellerbühnenchef und die Flaschenpost aus Venedig.
Der WWF St.Gallen wird 50 Jahre alt. Sein Geschäftsleiter Lukas Indermaur zieht bei der Beurteilung der aktuellen Situation von Natur und Umwelt eine durchzogene Bilanz.
«Urs Frei. A – Z» im Kunstmuseum St. Gallen ist die erste Retrospektive zum ausserordentlichen Schaffen von Urs Frei (1958 – 2023). Rund 140 Arbeiten geben Einblick in ein Werk, das kaum zu fassen ist. Das gehört zu seiner Qualität.
Wie wollen wir künftig leben und unsere Nahrungsmittel produzieren? Die Ausstellung «How goes Tomorrow» der Ostschweizer Künstlerin Claude Bühler in der Shedhalle in Frauenfeld sensibilisiert für nachhaltige Handlungsstrategien.
«Das Kind zurücklassen? Wie kann man so dumm und herzlos sein», schreibt der Schweizer Autor Lukas Bärfuss über seine Mutter, die keine Mutter für ihn sein konnte. In seinem neuen Buch schaut er in die Vergangenheit und hat Verständnis, nicht für die Mutter, aber doch für diese Frau, die nie Glück und immer zu wenig Geld hatte.
Gaal, Görtler und Witzig schiessen St. Gallen zum langersehnten Cupsieg!
Die Medikamentenversuche von Münsterlingen als Teil eines Vampir-Musicals? Auf die Idee muss man erst einmal kommen. Die Bühne Mammern wagt den Versuch. Ab 29. Mai im Zirkuszelt.
Die diesjährige Kulturlandsgemeinde findet entlang der Bahnlinie zwischen Gossau und Wasserauen statt. Es ist ein interdisziplinäres Experimentzwischen Kunst, Gesellschaft und Aktivismus. Ausserdem stellt die Kulturlandsgemeinde künstlerisch und organisatorisch die Weichen für die Zukunft.
Am Samstag findet in St.Gallen erstmals das Punkfestival El Cartel statt. Es soll dazu beitragen, die Szene zu stärken. Dabei fehlt es gerade in St.Gallen an Nachwuchs.
Seit 40 Jahren macht die Bibliothek Wyborada in St.Gallen sichtbar, was lange fehlte: Literatur von und über Frauen. Heute sind Autorinnen und feministische Themen zwar stärker präsent in der Öffentlichkeit, doch die Relevanz der Bibliothek ist nach wie vor gross.
Mit einer Interpellation greifen SVP und EDU im St.Galler Kantonsrat den ausserschulischen Aufklärungsunterricht an. Und mit Unterstützung des «Lehrernetzwerks Schweiz» wollen Eltern aus Bütschwil eine Mitarbeiterin der Fachstelle für Aids- und Sexualfragen vor Gericht bringen. Dahinter steckt eine orchestrierte Aktion.
«Dieci», die italienische Zahl für zehn, ist das Motto des diesjährigen Heiden-Festivals. Es verweist dabei nicht nur auf das Jubiläum, sondern auch auf eine kulturpolitische Haltung.
Naturmuseum Thurgau
Das St.Galler Theater Trouvaille entdeckt den Musiker und Juristen Mani Matter neu. «’S isch einisch eine gsy»– 90 Jahre Mani Matter verbindet zahlreiche Lieder und literarische Texte des Berners zu einem abendfüllenden Programm. Saiten hat mit dem Theaterleiter Matthias Flückiger gesprochen.
Vier Jahre nach ihrem Debüt kehren Lev Tigrovich mit einer neuen EP zurück. Diese handelt von Kontrollverlust, Illusionen und grossen Gefühlen – und enthält erstmals einen Song, der nicht auf Russisch gesungen ist.