FC St.Gallen vs. FC Lugano 1:1 – Unnötiger Punktverlust
St.Gallen ist besser, St.Gallen spielt in Überzahl, St.Gallen kassiert spät den Ausgleich. Viel unnötiger kann ein Punktverlust nicht sein. Das Spiel zum Nachlesen im SENF-Ticker.
20.54 Uhr - Dummer PunkEtverlust! Sorry, das darf nicht passieren. Ein Mann mehr, der Gegner durch die Gelb-Rote geschwächt und dann noch ein Torwart-Geschenk. Gastgeber können auch wir oder so. Wir sind bedient und bedanken uns für Mitlesen. Adiemessi
Kann man Punkte dümmer verspielen?
Nun kann Efekele zeigen, was er kann. Steffen versenkt einen Freistoss. Aber nicht spektakulär, eher billig. Sein weiter Ball prallt einem ab und überrascht Zigi, der zu weit vorne/hinten steht. Dämlicher Punktverlust, der uns noch weh tun könnte Ende Saison.
Sechs Minuten Nachspielzeit. Dünkt mich jetzt eher viel, ums mal vorsichtig zu formulieren...
Nochmals Eckball für Lugano. Nochmals zittern. Nochmals übers Tor.
Und Enno wechselt, Efekele für Besio. Hat wohl die Anweisung, im Notfall die Gelbe Karte zu holen.
Er schiesst halt einfach nur alle 103 Spiele zwei Tore.
Okoroji hat seine Tore gegen Basel gemacht. Heute wieder eines wäre wohl too much gewesen. Das sieht er auch so und setzt den Ball neben das Tor.
Bei Lugano spielt seit der Gelb-Roten ein Gewisser Pihlström. Und der macht es wirklich gut. Mit dem haben die St.Galler echt Mühe...
Jetzt das Ding einfach runterspielen.
Der FCSG hat hier etwas den Faden verloren. Obwohl in Unterzahl, findet Lugano plötzlich Räume vor, wie vorher 70 Minuten gar nicht. Doppelwechsel von Enno, um dem entgegenzuwirken. Balde und Görtler haben Feierabend.
Ich war extra beim Glücksbisi, damit der Ausgleich für Lugano nicht zählt. Bitte, gerngscheh!
St.Gallen gerade etwas unter Druck, Lugano mit der besten Phase des Spiels. Wollen wohl Dos Santos zeigen, dass es NUR an ihm gelegen hat.
Wir wären dann einer mehr. Da sollte man nicht in einen Konter laufen!
Und nun das Tornetz. Abseits.
Und streichelt ein Tessiner Abschluss das St.Galler Lattenkreuz...
Pepsi und Pepsi stehen für Lugano bereit, um sich einwechseln zu lassen.
Ist in Überzahl zu spielen eigentlich ähnlich gefährlich wie eine 2:0-Führung?
Ich wiederhole mich: Ich prangere diese Objektivität an!
Prädikat mittelprächtig. Das sieht auch Kreuz-Torte so und will wechseln. Muss er aber nochmals überdenken, Dos Santos holt Gelb-Rot. Hart aber. Hätte man nicht geben müssen.
Nun war auch der Schiri neben uns gleicher Meinung: Das war kein Foul. Nützt aber alles Ausrufen nichts, wenn er heute der ist ohne Pfeife.
Das entwickelt sich hier zum eher mittelmässigen Gingg.
Anto Grigic holt die dämlichste Gelbe des Tages. Gratulation.
Es sind dann doch 15'841 Zuschauer:innen hier. Im Espenmoos wärs also etwas eng geworden, R.S.
St.Gallen bis jetzt weniger aktiv in der zweiten Halbzeit. Oder Lugano aktiver als in der Ersten. Alles eine Frage der Perspektive.
Ich prangere das an. Objektivität ist hier fehl am Platz.
Schiri N.K. nimmt den Schiri in Schutz. Bro-Code unter Unparteiischen.
Ich wollte grad los zum Glücksbisi und Bier-Nachschub holen. Da taucht N.K. mit Biernachschub auf. Das ist löblich. Aber er ist jetzt auch schuld, wenn das 2:0 erst später fällt. Tschuldigung.
Lugano mit dem ersten nennenswerten Angriff in der zweiten Halbzeit. Zigi kann den hohen Ablenker von Stanic nicht festhalten, wird aber vom Foulpfiff des Schiris erlöst.
Interessanterweise haben sich gleich beide Teams für taktische Anpassung entschieden. St.Gallen neu mit Fokus auf rechts nach links, während Lugano auf links nach rechts setzt.
Weiter gehts. Keine Wechsel auf beiden Seiten. So viel zum Sportlichen für heute.
Eine Minute wird hier nachgespielt. Und tatsächlich kommt der FCSG nochmals zu einer dicken Möglichkeit. Doch Boukhalfa und Daschner können nicht reüssieren.
Wir diskutieren die Vor- und Nachteile einer 1:0-Führung. Ältere Leser:innen erinnern sich, worauf wir hinaus wollen.
Besio verliert den Ball. R.S. meint, "dä mue no vil lerne"
Nun hat zur Abwechslung Lugano für mehr als eine Minute den Ball. Viel damit anzufangen wissen sie aber nicht. Sie versuchen es mit einem Foul an Vandermersch. Erfolgreich.
Ein Tessiner fällt in seinem eigenen Strafraum und will ein Foul. N.K. moniert, das sei kein Foul gewesen. Der Schiri hört verdankenswerterweise auf ihn. Und gibt dem Tessiner, der das anders sieht, noch gelb. Welcher Tessiner? Vermutlich ein Grieche. Aber keiner kann von mir erwarten, dass ich den Namen schreiben kann, ohne nachzuschlagen.
Nachtrag: Stanic hat eben noch kurz den Schiri abgeräumt. Ging im Trubel vergessen.
Offensiver Lebenszeichen der Gäste. Nach einem Eckball landet der Ball im Neudorf.
Stanic nimmt es mit zwei auf und grätscht beide weg. Ball und Rasen. Da staunt der Tessiner, der im Ballbesitz war. Für den Ball gehts weiter, der Rasen stark lädiert.
R.S. und N.K diskutieren, ob die Luganesi im Gästesektor seit Samstag diesen gar nicht verlassen habe. Ob deren Teilnahmlosigkeit kann ich die Theorie nachvollziehen. Aber nun ja, sie müssen auch ihrem Team zuschauen, das absolut teilnahmslos auf dem Feld steht. Oder warena uch die am Ende gar nie zurück im Tessin?
Ein paar Reihen unter uns sitzt ein Paar. Sie mit Jeans-Dächlikappe mit Fake-Diamanten auf dem Schirm, die im Scheinwerferlicht funkeln. Er hat sich angepasst, seine Glatze aufs Äusserste poliert. Ich kann echt nicht sagen, was mehr glänzt.
Ein Tessiner klammert. Hörnli-N.K. schreit lautstark "Ho ho ho". Da haben sie einmal einen ausverkauften Event und schon werden sie zu Bayern und fragen, ob denn heute schon Weihnachten sei.
News vom Bierstand. Es hat nur noch "die zwei Päck" Schüblig. Acht Stück. Und fünf davon gehen noch ins VIP ufe. Wer also noch einen Schüblig will, sollte sich beeilen. Im Lager häts au kei meh.
SENF investigativ konnte derweil klären, warum St.Gallen in Führung liegt. R.Z. war beim Glücksbisi. Danke dafür, Tuttoceneri-Experte.
Ein St.Galler liegt im Strafraum der Luganesi, was diese nicht kümmert. Als St.Gallen den Ball erobert, kümmerts auch die Espen nicht mehr. Am Schluss fällt Baldé in ebendiesem Strafraum, ohne dass der Schiri pfeift.
Baldé trifft nicht. Hätte er aber können. Ging daneben.
Darauf anstossen wäre jetzt ganz nett, R.S....
Witzig bringt die Unsrigen in Führung. Von ausserhalb des Strafraums zieht er ab und trifft flach ins linke Eck.
Danach kann Witzig in Richtung Strafraum laufen, ohne dass sich irgendein Tessiner ihm annehmen würde. Das war noch nicht mal Geleitschutz. Kein Wunder ist Matthias Kreuzkuchen and er Seitenlinie leicht angesäuert.
Ins Gesicht des Tessiners möchte ich festhalten.
Ein Tessiner kann auf Zigi zulaufen, der Ball wird ihm vom zurückgeeilten St.Galler aber ins Gesicht geklärt.
Du warst mal so jung, R.S. Wir allen waren das. Nur gerackert haben wir anders...
St.Gallen presst hier Lugano regelrecht in den eigenen Strafraum und zwingt sie so zu Fehlern.
Besio als Vogt-Ersatz rackert wie wild. Ich versuche mich zu erinnern, ob ich auch mal so jung war.
Da könnten die Espen eigentlich schon 1:0 in Führung liegen. Baldé mit einem Kopfball, danach ein anderer St.Galler (Vandermersch?) mit dem Abschluss übers Tor.
"Schribsch du öppis zu dere freche Variante?" - Was R.S. meint, war eine Flanke von Okoroji. Aber nun ja, nachdem er zuletzt ja eher Tore geschossen als geflankt hat, vielleicht halbwegs richtig, das als frech zu bezeichnen.
Kurz vor Anpfiff sah das hier noch extrem leer aus im Stadion. Jetz nur noch leer. Sind noch ein paar kurzfristig reingeschneit.
Los geht's. Erste taktische Entscheidungen sind gefallen. St.Gallen spielt von links nach rechts. Lugano setzt auf rechts nach links.
18.57 - Und jetzt sind auch die Mannschaften da. Prozentual so einen grossen Anteil an der Gesamtheit der Leute im Sitterstadion hatten die 22 auf dem Feld schon lange nicht mehr.
18.53 Uhr - R.S. nun auch da. Der Bus hatte etwas Stau. +17 Minuten stand da.
18.48 Uhr - R.S. lässt allerdings noch auf sich warten. Trotzdem wollte der FCSG-Medienchef zwei Aufstellungen deponieren. Dabei bräuchten wir ja nicht einmal eine.
18.46 Uhr - Hallo aus dem noch seeeeehr leeren Sitterstation. Heute für Sie am Ticker: R.S. und R.S. - Originalbesatzung dank Spielverschiebung.
Die Kunstgiesserei St.Gallen und die Stiftung Sitterwerk strahlen weit über die Region hinaus. Felix Lehner, Gründer und Leiter der Kunstgiesserei, Geschäftsleitungsmitglied Till Jäckli sowie Patricia Hartmann, Co-Leiterin der Stiftung Sitterwerk, sprechen im Interview über die letzten 40 Jahre, aktuelle Herausforderungen und Zukunftspläne.
Geschlechterspezifische Gewalt ist auch in Appenzell Realität, und doch wird zu wenig darüber geredet. Mit der Diskussionsveranstaltung «werom – schwätze statt schwiige» luden drei junge Appenzellerinnen zum offenen Austausch über Gewalt, Prävention und Zivilcourage.
Heimat – ein vielschichtiger Begriff. Das Kunstmuseum St.Gallen spürt ihm gemeinsam mit der Werksammlung der Schweizerischen Post nach. Zu sehen ist die entstandene Schau «Heimatflimmern» bis Ende Oktober in St.Gallen.
Die St.Galler Festspiele laden, nach der letztjährigen Pause, wieder zum Tanz in die Kathedrale. Choreograf Antonio Ruz und die Tanzkompanie nehmen den Raum mit Respekt in Beschlag – samt dem Klosterplatz.
Bis zum Ende der Sommerferien präsentiert Saiten wöchentlich Kulturtipps aus der Region. Teil 1: Openair-Kinos, Blablabor – «Guerilla Radio», Michail Pirgelis – «HYLE», «Heimatflimmern», Kulturfestival St.Gallen, Leonce und Lena, Kunstspaziergänge und Musik im «Flöözli» sowie Rundgänge zum Blumenwies und zur Schwammstadt.
Musik im Rorschacherberg
In Konstanz gastiert derzeit die Gruppe As Karuana – ein politischer Frauenchor aus dem Amazonas. Sie zeigt mit ihrer Musik, ihrem Tanz, ihrer Kunst und ihrem Wissen politische Résistance und kämpft für die Rückeroberung ihrer indigenen Kultur.
Malerin, lesbisch und glühende NS-Anhängerin. Stephanie Hollenstein (1886-1944) war vieles. Ein Widerspruch? Der neue Dokumentarfilm von Birgitta Weizenegger befasst sich mit dem Leben der vorarlbergischen Künstlerin.
Gastkommentar von Jacques Michel Conrad
Zum 20. Mal bringt das Kulturfestival internationale Entdeckungen und lokale Lieblingsbands in einen der schönsten Konzertorte St.Gallens. Zum Jubiläum blickt Organisator Lukas Hofstetter zurück – und behauptet sich zugleich in einem Musikgeschäft, das für kleinere Festivals immer schwieriger geworden ist.
Vor 40 Jahren gründete Felix Lehner in Beinwil am See die Kunstgiesserei, die 1994 nach St.Gallen zog. Und vor 20 Jahren entstand ergänzend dazu die Stiftung Sitterwerk, die unter anderem eine weltweit einzigartige Kunstbibliothek führt. Wir tauchen ein in diesen wundersamen Mikrokosmos im Sittertal. Ausserdem in der Juli/August-Doppelnummer: die unverzichtbaren Sommertipps, die Flaschenpost von Anna Stern aus Finnland und das Interview zum 100-Jahr-Jubiläum unserer Hausdruckerei Niedermann.
Florian Fuchs arbeitet an einer antik anmutenden, 2,5 Meter hohen Marmorstatue. Warum interessiert sich ein junger Bildhauer für diese klassische Herangehensweise? Ein Werkstattbesuch in Flawil.
Es war das Jahrzehnt der Kultur: In den 80ern kam die Stadt St.Gallen zu einer Kunsthalle, einem Programmkino, der Frauenbibliothek, der Grabenhalle, genossenschaftlichen Beizen und anderem. Wie das gelang und wer die Fäden zog, zeichnen Ralph Hug und Corinne Schatz im Buch Der grosse Aufbruch nach.
Das Filmdrama Fuori erzählt ein kurzes Kapitel der aussergewöhnlichen Lebensgeschichte italienischen Schriftstellerin, Schauspielerin und Widerstandskämpferin Goliarda Sapienza.
Mit verschreckten Securitys in einer bunten Inszenierung von Angelika Zacek präsentiert das Vorarlberger Landestheater in Bregenz Shakespeares Ein Sommernachtstraum.
Die St.Galler Festspiel-Oper spielt dieses Jahr im Haus statt auf dem Klosterplatz – ein Glücksfall für Verdis Aida, die menschlich und musikalisch in die Tiefe geht. Modestas Pitrenas dirigiert ein letztes Mal, Ben Baur inszeniert bildstark.
Im Werk 2 in Arbon dreht sich derzeit alles um Mythen. «Sehnsucht Mythos. Wie Geschichten unsere Welt gestalten» ist eine ästhetische Ausstellung, die mit ihrem sehr breiten Mythosbegriff arbeitet und vielfältige Geschichten unter einem Dach vereint.
Neue Eigenproduktion
Tunneleröffnung
Das musste ja so kommen! Es konnte nicht bei einem bleiben. Zum Glück! Jetzt gibt es das zweite grosse, schwere Psychobuch von Beni Bischof. Darin verwirbelt der Künstler erneut Eigenes, Fremdes, Befremdliches, Bekanntes, Neues, Unkenntliches mit lockerer Hand, Humor und Hintersinn.