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Grüninger-Film: Weitere Antworten auf die Polemik

Die von der «Weltwoche» lancierte Polemik über den Spielfilm «Akte Grüninger» schlägt ein paar Wellen. Diskutiert wurde darüber unter anderem in Solothurn und Zürich.

Von  Andreas Kneubühler

Nach der Vorführung des Eröffnungsfilms «Akte Grüninger» an den Solothurner Filmtagen waren solche und ähnliche Bemerkungen mehrfach zu hören:

Ein guter Film, aber da stimme historisch einiges nicht. Es habe Kritik von Fachleuten gegeben. Die Zahlen seien offenbar nicht richtig. Und das mit dem Judenstempel wäre falsch.

Den «Weltwoche»-Artikel, in dem der Regie Geschichtsfälschung vorgeworfen wurde, hatten wohl die wenigsten gelesen. Die Wirkung war trotzdem da. Inzwischen erschienen in der «Weltwoche» zwei weitere Artikel zum gleichen Thema. Die «Basler Zeitung» blies mit einem längeren Artikel ins selbe Horn.

Die Lancierung von «Akte Grüninger» kurz vor der Abstimmung über die Masseneinwanderungsinitiative war rechten Kreisen seit der Bekanntgabe des Startdatums ein Dorn im Auge.

«Saiten» hat das Thema bereits vor drei Wochen aufgenommen und Stefan Keller zum Thema Geschichtsfälschung befragt.

«TeleZüri» hat dazu eine Talk-Sendung gemacht. Eingeladen wurde der «Weltwoche»-Journalist Rico Bandle. Es entwickelt sich eine hitzige Diskussion.

Ruhiger und deshalb auch interessanter ging es an einer Veranstaltung der Solothurner Filmtage zu und her. Über Grüninger und den Film diskutierten neben Stefan Keller unter anderem die Regisseure Alain Gsponer (Akte Grüninger) und Richard Dindo (Grüningers Fall).

Den Dokumentarfilm von Richard Dindo aus dem Jahr 1997 mit dem nachgespielten Prozess gegen Paul Grüninger, gefilmt im Kreisgericht St.Gallen, gibt es bisher nicht auf DVD, dafür im Archiv von SRF. 

 

Jetzt mitreden: 3 Kommentare
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Apostel,  

Ich glaub, dass man kein Popcorn frisst während dem Film. Bin mir da aber nicht ganz sicher..geh nochmal in mich, meld mich. Vielleicht.

Andreas Niedermann,  

Lieber Apostel, ich muss nachfragen: Was wollten Sie uns eigentlich sagen?

Apostel,  

Aus dem Film und dem Fall zu lernen heisst eben auch genau hinzuschauen, wenn es darum geht, das Botschaftsasyl oder Desertion als Asylgrund abzuschaffen oder Kontingente einzuführen. Wer glaubt, die Zeiten seien vorbei, in denen Menschen an der Schweizer Grenze abgewiesen werden, denen in ihren Heimatländern Menschenrechtsverletzungen drohen, der irrt ganz gewaltig! Grüninger schwebt als Damoklesschwert und historisches Gewissen über unser aller Köpfe. Möge der- und diejenige daran denken, die Grüninger in diesen Tagen in den Himmel loben, über den Roten Teppich stolzieren als seien sie und/oder ihre Partei der Humanismus und die Solidarität mit Flüchtlingen in die Wiege gelegt worden oder von irgendwelcher historischer Verantwortung schwafeln (HeuchlerInnen verdammte!)

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