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Karin Keller-Sutter läuft sich warm

Hans-Rudolf Merz Rück- und Karin Keller-Sutters Auftritt in Bundesbern ist jetzt für die St.Galler FDP Programm. Am Parteitag vom 18. Juni 2010 in Vilters hält die Vorsteherin des Sicherheits- und Justizdepartementes des Kantons St. Gallen das Hauptreferat. Unter dem Titel „Liberalismus in der Krise“ ist von ihr Programmatisches zu erwarten. Entsprechend ist denn auch die […]
Von  Harry Rosenbaum

Hans-Rudolf Merz Rück- und Karin Keller-Sutters Auftritt in Bundesbern ist jetzt für die St.Galler FDP Programm. Am Parteitag vom 18. Juni 2010 in Vilters hält die Vorsteherin des Sicherheits- und Justizdepartementes des Kantons St. Gallen das Hauptreferat. Unter dem Titel „Liberalismus in der Krise“ ist von ihr Programmatisches zu erwarten.
Entsprechend ist denn auch die Ankündigung im Einladungsschreiben der Freisinnigen: „Für einmal laden wir am Parteitag nicht eine prominente Referentin oder einen Referenten aus einem anderen Kanton ein, der uns seine Gedanken zu diesem Thema präsentiert. Schliesslich haben wir mit Regierungsrätin Karin Keller-Sutter eine der prominentesten und anerkanntesten Freisinnigen in unseren eigenen Reihen.“
Keller-Sutter, die sich bis jetzt vor allem als Law-and-Order-Domina in und ausserhalb von Fussballstadien in Szene gesetzt hat und als Klabauterfrau Asylsuchende von den Schweizer Grenzen fernhalten will, wird jetzt wohl auch noch als Polit-Amazone im ideologischen Sinn zur Kenntnis genommen werden müssen.
Bei den meisten Auguren ist trotz dem Quereinstieg in die nationale Politik die rechtspolitische Hoffnungsträgerin aus Wil die nächstfolgende FDP-Bundesrtätin. Und da wird man sich kaum bis zur nächsten Erneuerungswahl 2011 gedulden müssen. Selbst FDP-TonangeberInnen, darunter Präsident Fulvio Pelli, schliessen ja nicht mehr „kategorisch“ aus, dass Merz demnächst den Schleudersitz-Knopf drückt. Tut er’s nicht, machts sicher jemand anders für ihn.
Der Appenzell-Ausserrhoder Kompatriot mag als Problem-Aussitzer besonders schmerzresisten sein. Nachdem sich jetzt aber die Mitregierenden in Bundesbern – um Vorwürfe der parlamentarischen GPK möglichst von sich fern halten zu können – auch noch so ziemlich unverblümt über das abgelaufene Verfalldatum des Kollegen und vor allem über seine alleinige Verantwortung im Fall UBS äussern, ist weiteres Sesselkleben wohl nicht mehr nur der seltsame Wunsch, Hämorrhoiden zu vermehren, sondern einzig nur noch politischer Selbstmord. – Und das ist für Keller-Sutter Hooliganismus in der Politik; anders gesagt: Liberalismus in der Krise.

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Rolf Bossart,  

Lieberalismus in der Krise. Dass es nicht soweit kommt, dafür kämpft Keller-Sutter. Denn der strafende und autoritäre Nachtwächterstaat, den sie in einer Art Opferhaltung sich aufbürdet (jemand muss es ja machen) ist Liberalismus pur. Wirklich in der Krise ist nur das liberale Gedankengut, die von Kapitalinteresse und Autoritarismus gereinigte Liberalismusideologie, die in der allgemeinen Krise nur noch der Bohemien und eine bestimmte Art von weltläufiger Sozialdemokratie sich leisten kann: Dick Marty, Roger de Weck und Simonetta Sommarauga.

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