Im grossen Zirkuszelt sind diesmal diverse Indietronic-Bands zu Gast: die Dänen von WhoMadeWho, die mit ihrem jüngsten Album die Kritiker zum Jubeln brachten, oder die deutschen Razz und – der Name ist Programm – Fuck Art, let’s dance.
Das klingt sympathisch, zumal die hübsche Dekoration der Löwen rund um den Dancefloor auch das künstlerische Auge erfreut. Aber sowieso: Die Musik steht bei den Löwen im Vordergrund.
Wie man das bunte Booking des Gare de Lion kennt, ist es mit Indietronic natürlich noch nicht getan. Ebenfalls elektronisch, aber um einiges wilder wirds bei der Elektropunk-Band Goose:
Die vier Herren nennen sich zwar Gans, klingen aber mehr nach blutiger Bete (Bloody Beetroots, got it?). Die Belgier sind schon seit einer Weile eine ziemlich heisse Truppe und dürften das Publikum an die Wand der SBB-Silos vor dem Gare de Lion spielen.
Etwas mehr Karibik und etwas weniger Löwen gibts mit den Cuban Beats All Stars. Wer die nicht kennt: Das sind mehr oder weniger die Orishas – mit etwas mehr Polyrhythmik –, aber das Flair fürs Hüfteschütteln in Samba-Schlappen ist natürlich geblieben.
Als der Gare de Lion vor gut 27 Jahren entstand, damals noch unter dem Namen Remise, gab es natürlich noch nicht so grosse Namen. Während den wilden Zeiten in Wil forderte die Jugend ein Kulturzentrum – die Remise entstand und bildet seither das Zentrum für Alternativkultur in der Stadt.
Natürlich muss da auch die lokale Kultur gefeiert werden. Zum Beispiel mit Zub. Der Rapper und Drummer ist tief in der Szene verankert, spielt mit theDawn an den Drums oder gastiert beim Pullup Orchestra als Rapper.
An der Fête de Lion lässt er als DJ die Platten drehen. Und auch der Thurgauer Crispy Dee ist trotz jungem Alter bereits ein alter Hase in der Ostschweizer Rap-Szene. An der Fête de Lion spielt er mit aufwendiger Live-Band samt Bläser-Abteilung.
Tipp der Redaktion:
Ein gemeinsamer Gänsemarsch zu den Wiler Löwen lohnt sich definitiv – seis, weil der Gare de Lion für Wil ein Geschenk sondergleichen ist, seis, weil man gerne zu hipper Indie-Musik abtanzt.
Jedenfalls: Auch nach mehr als einem Vierteljahrhundert wissen die Wiler Löwen eben noch, wie man kräftig durch die Kleinstadt brüllt.
Fête de Lion: 6. August, Gare de Lion, Wil garedelion.ch
Musiktheater
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«Open House St.Gallen»
Museum Herisau
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Musik am See
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Kunstausstellung
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