Zum Beispiel Museen: Sie sind das neue Hip, verzeichnen hohe Besucher:innen-Zahlen, haben die verstaubte Ausstellungspraxis entsorgt, setzen auf Partizipation und verhandeln mit intelligenten Konzepten unsere Vergangenheit und unsere Zukunft. Doch hinter den Verwaltungstüren sind oft noch die rostigen Strukturen aus dem letzten Jahrtausend installiert. Oben entscheiden die Chefs, unten schuften die Angestellten. Viele Institutionen haben Mühe, sich zeitgemässe Arbeits- und Organisationsstrukturen zu geben – eine Herausforderung, die die Notwendigkeit von Transformationen in der Kulturbranche deutlich unterstreicht.
«Das Museum der Zukunft» – Kulturstammtisch mit Eric Facon: 16. Juni, 11 Uhr, Kunst(Zeug)Haus Rapperswil-Jona. Koproduktion von Eric Facon, Saiten und der IG Kultur Ost.
kunstzeughaus.chkulturstammtisch.ch
Arbeiten auf Augenhöhe, diverse Teams, Rollenmodelle statt Hierarchie – einfacher erträumt als umgesetzt. Eric Facon will es genauer wissen und hat für die Juni-Ausgabe des Kulturstammtisch-Podcasts drei Expert:innen zum Thema «Das Museum der Zukunft» eingeladen: Simone Kobler vom Kunst(Zeug)Haus teilt ihre Vorstellungen einer zeitgemässen Museumsorganisation, Andreas Geis von der Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte (SKKG) versteht sich nicht nur auf die Finanzierung bzw. Ermöglichung von Kultur und Teilhabe, sondern auch auf Organisationsentwicklung. Und Patrick Ilg vom Migros Museum arbeitet in einer mehrköpfigen Co-Leitung. Reicht das, um sich «hierarchiefrei» zu nennen?
Diese und viele weitere Fragen werden am nächsten Kulturstammtisch geklärt. Nicht verpassen! Oder zumindest nachhören dann.
Debatten um Machismus, Deepfake-Pornos, häusliche Gewalt und Femizide sind beinahe alltäglich. Was können Männer gerade tun, wenn sie unter Generalverdacht geraten? Frauenhausleiterin Katja Hämmerli Keller, Florance Hildebrand vom feministischen Streikkollektiv Thurgau und Manuel Benjamin Lehmann vom Forum Mann diskutieren Lösungsansätze.
Kommentar zur SVP-Chaosinitiative
Das AFO, das Architektur Forum Ostschweiz, diskutiert und vermittelt seit 30 Jahren Baukultur. Am kommenden Freitag wird das Jubiläum gefeiert und die neuste Artikelserie der guten Bauten als Buch präsentiert.
Minasa bekommt also doch Geld aus dem Lotteriefonds: Der Kantonsrat hat dem von Saiten und Thurgaukultur.ch aufgebauten Projekt, das den grössten Veranstaltungskalender der Ostschweiz ermöglicht, die Finanzierung für drei weitere Jahre gesichert.
Inna Shevchenko fragt im Dokumentarfilm Girls and Gods, ob die monotheistischen Weltreligionen mit Feminismus vereinbar sind. Auf der Suche nach Antworten begegnet sie widersprüchlichen Theorien und mutigen Frauen. Und bleibt nicht nur stille Beobachterin.
In eigener Sache
Abstimmungskommentar zur SVP-Chaosinitiative
Theateraufführung
Kolumne: Heppelers Bestiarium
Ein paar Federn, ein angeknabberter Tannenzapfen, ein Stück Plastik: Tiere und Menschen hinterlassen Spuren. Diesen widmet das Naturmuseum St.Gallen seine aktuelle Sonderausstellung «Spuren – Fährten, Frass und Federn».
In einer neuen Ausstellung wagt sich das Kunstmuseum Thurgau in der Kartause Ittingen an eine Neuvermessung des Verhältnisses von Kunst und Religion.
Hinter dem St.Galler Hauptbahnhof soll ein Konsumraum für Menschen mit schweren Suchterkrankungen entstehen. Diese Woche haben die Stadt und die Stiftung Suchthilfe Anwohner:innen eingeladen, um einen ersten Dialog zu starten.
Es ist seine letzte Session nach zehn Jahren im St.Galler Kantonsrat. SP-Kulturpolitiker Martin Sailer setzt künftig ganz auf den Zeltainer. Das Geld für den Neubau in Wildhaus ist fast zusammen, 2027 soll es losgehen.
Die Ansiedlung des Internet Archive Switzerland in St.Gallen ist Piero Stinelli zu verdanken. Er kontaktierte vor zehn Jahren die Verantwortlichen von archive.org aus eigenem Antrieb. In den 90er-Jahren war der Mitgründer von Vadian.net und Klang und Kleid ein Internetpionier.
Ohm41 stellen wieder aus
Das Thurgauer Pop-Phänomen Noemi Beza veröffentlicht Anfang Juni ihre neue EP. You’ll Find Me There vereint Country-Vibes mit astreinem Pop – was man ein wenig vermisst, sind Ecken und Kanten.
Kolumne: Stimmrecht im Juni
Ausstellung in Herisau
Nach 22 Jahren gibt Matthias Peter die Leitung der St.Galler Kellerbühne ab. Vom Raum ist er nach wie vor begeistert. Aber dem Kabarett ging es auch schon besser, erzählt er im Gespräch.
Die Thurgauer Künstlerin Micha Stuhlmann befasst sich in ihrem neuen Projekt mit dem Dasein im Moment. Am 7. Juni findet dazu ein Workshop in St.Gallen statt und am 26. Juni zeigt sie mit ihrem Ensemble die finale Performance in Kreuzlingen.