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Nach uns keine Sintflut

Am St.Galler «Forum Enkeltauglich» ging es einen Nachmittag lang um Ideen zur nachhaltigen Entwicklung in verschiedenen Lebensbereichen. Wirkliche Visionen waren nicht dabei, einige interessante Ansätze schon. Vertieft diskutiert wurde diesmal aber kaum.
Von  Luca Ghiselli

Nachhaltigkeit ist das politische Modewort der letzten zehn Jahre. Ein Schlagwort, entsprechend voll und gleichzeitig leer an Bedeutung. Löblich also, dass sich der Förderverein OstSinn an seiner zweiten Tagung unter dem Titel «Forum Enkeltauglich» dem Begriff differenziert annimmt. Rund 50 Gäste hörten den Experten aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung zu und brachten, leider nur punktuell, ihre eigenen Standpunkte in die Diskussion mit ein. Zwei Aspekte sind aus lokaler Zukunftsperspektive besonders von Bedeutung: die Mobilitätsfrage und der demografische Wandel.

Parkplatz-Sharing?

Wenn die Welt, wie von den Initianten eingangs klargestellt, enkeltauglich gemacht werden soll, müssen Innovationen her. Auch und insbesondere in Sachen Mobilität. Jörg Beckmann, Direktor der Mobilitätsakademie, ein selbst proklamierter «Think-&Do-Tank» für Individualmobilität, dessen alleiniger Aktionär der TCS ist, referierte zu neuen Formen des Individualverkehrs. Hinlänglich bekannte Konzepte wie Carsharing oder der Online-Taxidienst Uber wurden vorgestellt. Ein Lobgesang auf das Elektroauto folgte. Zwei neue, interessante Ansätze brachte Beckmann gegen Ende seines Referats aber doch noch ein.

Zum einen das Parkplatz-Sharing: Mit einem einfachen Onlinetool, zum Beispiel Parku, liessen sich Parkplätze nutzen anstatt besitzen. Ein Vorschlag für die städtische Parkplatzpolitik?

Zum anderen das CaKi-Bike-Projekt: Vergangenes Jahr in Bern von der Mobilitätsakademie lanciert, stellte es ausgewählten Familien in Bern ein E-Lastenbike zur Verfügung. Unter der Bedingung, dass dieses mit weiteren zwei Familien geteilt wurde. Das Projekt geht im Juni 2015 in die zweite Runde.

Zukunftskafi – ein Musterbeispiel

Als Vorzeigebeispiel für die Enkeltauglichkeit wurden an der Tagung die Zukunfts-Kafis vorgestellt. Zusammen mit der Generationenakademie und dem Migros-Kulturprozent Ostschweiz hat OstSinn sie 2014 in der Region lanciert. Diese Generationenprojekte sollen dem demografischen Wandel entgegenwirken, erklärte Jessica Schnelle, Projektleiterin Generationen der Migros. Enkeltauglich heisse eben auch, dass sich die bald pensionierten Babyboomer und die immer weniger werdenden Enkel im geeigneten Rahmen austauschen können.

So geschehen ist dies vergangenes Jahr in Gossau, Mörschwil und im Rorschacherberg. Ein grosser Erfolg, bekräftigte der Rorschacherberger FDP-Gemeinderat Enrik Hippmann. Nach der Fusionsabstimmung im Mai 2014 seien durch die emotionale Diskussion darüber Gräben in der Gemeinde sichtbar geworden. «Wir wollten diese wieder zuschütten, und zwar niederschwellig», so Hippmann. Aus den Zukunftskafis sind Projektideen entstanden, die von Jung und Alt konzipiert wurden. Dabei handle es sich um Begegnungsräume in der Gemeinde. «Zwei davon sind auf bestem Wege, noch in dieser Legislaturperiode umgesetzt zu werden.» Die detaillierte Dokumentation zu den Projekten und deren Stand im Rorschacherberg gibt’s hier.

Zu wenig Dialog

Die einzelnen Nachhaltigkeitsaspekte, die am «Forum Enkeltauglich» vorgestellt wurden, waren nicht alle neu, waren aber sicher für viele Anwesenden Food for Thought. Schade nur, dass die Gäste erst in der letzten halben Stunde und beim «enkeltauglichen Apéro» zu Wort kamen. Mehr Austausch und erörternder Dialog zwischen den Teilnehmern und den Experten wäre angesichts der vierstündigen Flut an Informationen und Referaten wünschenswert gewesen.

Bild: Jelena Gernert

Neue Sai­son un­ter be­son­de­ren Vor­zei­chen

Das Thea­ter an der Gren­ze in Kreuz­lin­gen star­tet heu­te in die neue Spiel­zeit. Kürz­lich ver­starb die prä­gen­de Co-Prä­si­den­tin An­na Rink. Aus­ser­dem fällt der bis­he­ri­ge Spiel­ort im Kul­tur­zen­trum Kult-X bis En­de 2027 weg. Wie der Ver­ein die­se Hür­den meis­tert, er­zäh­len Prä­si­den­tin Vro­ni El­len­br­oek und Klaus Okraf­ka aus der Pro­gramm­lei­tung im In­ter­view.

Von  Judith Schuck
Theater an der Grenze Klaus Ofraka und Vroni Ellenbroek

FC St.Gal­len vs. FC Si­on – Form­star­ke Wal­li­ser zu Gast

War der Aus­wärts­sieg in Genf das En­de der Mi­ni-Baisse? Ge­gen den FC Si­on will der FC St.Gal­len wei­te­re drei Punk­te ein­fah­ren. Ob das ge­lingt? Die Ant­wort gib­t's ab 18 Uhr live im SENF-Ti­cker.

Von  SENF Kollektiv
Senf

Dampf auf dem Kes­sel

Auf sei­nem neu­en So­lo­al­bum the­ma­ti­siert Ma­nu­el Stahl­ber­ger die Über­hit­zung. Die kli­ma­ti­sche, die ge­sell­schaft­li­che, die po­li­ti­sche. Ge­mein­sam mit Bit-Tu­ner hat der St.Gal­ler Mu­si­ker da­für ei­nen düs­te­ren, elek­tro­ni­schen Sound ge­fun­den.

Von  David Gadze
Manuel stahlberger bit tuner heiss pd

Von War­te­häus­chen und ehe­ma­li­gen Te­le­fon­ka­bi­nen

An Klein­bau­ten ge­hen wir oft acht­los vor­bei: Bus­war­te­häus­chen, öf­fent­li­che WCs, nicht mehr ge­brauch­te Te­le­fon­ka­bi­nen oder Feu­er­wehr- und Stras­sen­wär­ter­ma­ga­zi­ne. Ak­tu­ell gibt es da­zu ei­ne Aus­stel­lung im 1. Stock des Rat­hau­ses St.Gal­len.

Von  René Hornung
2 Tramhaeuschen Schibenertor

«Wie ein Vor­film des­sen, was auf uns zu­kom­men könn­te»

Bis 2050 will die Stadt St.Gal­len kli­ma­neu­tral sein. Ka­rin Hun­ger­büh­ler und To­bi­as Fi­scher-Künz­ler von der Dienst­stel­le Um­welt und En­er­gie be­ant­wor­ten Fra­gen zur be­vor­ste­hen­den Kli­ma­wo­che und zum Kli­ma­schutz in der Stadt.

Von  Reto Voneschen , Bilder:  Sara Spirig
2609 Redeplatz Karin Tobias 01

Metz­ger, En­gel, Him­mel und Tan­te Bergs Ro­sen­ge­büsch

Ani­ta Zim­mer­mann ali­as Lei­la Bock prägt die St.Gal­ler Kul­tur­sze­ne seit Jahr­zehn­ten – als Künst­le­rin, als Ver­mitt­le­rin, als Er­mög­li­che­rin. Sie hat Wi­der­stän­de über­wun­den und an­de­re Künst­ler:in­nen im­mer wie­der her­aus­ge­for­dert. Ei­ne Wür­di­gung

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2609 Anita Zimmermann SAI2602 1308 C WEB

«Nicht neu er­fin­den, was funk­tio­niert»

Die St.Gal­ler Mu­se­ums­nacht fin­det in die­sem Jahr zum 20. Mal statt. Zum Ju­bi­lä­um blickt Ver­eins­prä­si­den­tin Bar­ba­ra Af­fol­ter zu­rück und nach vor­ne. Sie sagt, was die Mu­se­ums­nacht bis heu­te aus­macht und wo­hin sie sich ent­wi­ckeln soll.

Von  Marion Loher
Museumsnacht Kunstmuseum pd

Le­bens­be­ja­hen­de Wer­ke im Kunst­zeug­haus

Die Aus­stel­lung «Vol­ler Le­ben» des Ver­eins IG Hal­le Rap­pers­wil wirft Schlag­lich­ter auf künst­le­ri­sche Schaf­fens­pro­zes­se und ih­re Ver­bin­dun­gen zur Na­tur.

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Regula Syz 2

Kolumne: Stimmrecht

St.Gal­len in den Au­gen ei­nes Sol­da­ten

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Kunst­ki­osk trifft Nacht­klub 

Der St.Gal­ler Kunst­ki­osk wird fünf­zehn Jah­re alt. Ge­fei­ert wird das mit ei­ner Ju­bi­lä­ums­aus­stel­lung im ehe­ma­li­gen Tif­fa­ny Night Club. Die Ver­nis­sa­ge ist am 12. Sep­tem­ber. Sai­ten hat schon vor der Er­öff­nung vor­bei­ge­schaut.

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01 Gruppenfoto Kurationsteam 15 Jahre Kunstkiosk QUERFORMAT

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Bild 08 07 24 um 07 42

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Zum 36-jäh­ri­gen Be­stehen sei­ner Ga­le­rie Macel­le­ria d'ar­te trans­for­miert Fran­ces­co Bo­n­an­no ein leer­ste­hen­des Ge­bäu­de am Ro­ten Platz in St.Gal­len in ein bun­tes Haus vol­ler Kunst. Was als klei­nes Pro­jekt be­gann, wuchs zu ei­nem Ge­mein­schafts­werk von fast 100 Kunst­schaf­fen­den. 

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Kunsthaus am roten platz lilli kim schreiber 1

Das Schö­ne an der Pro­vinz

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2609 Staetevergleich 4 D3 A9291

Auf der Su­che nach (Un)Ru­he

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Of­fe­ne Tü­ren – tie­fe Ein­bli­cke

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Zeit­rei­se zu den An­fän­gen der Schul­bil­dung

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Das Küefer-Mar­tis-Hu­us in Rug­gell wid­met sich in ei­ner Re­tro­spek­ti­ve der Wie­der­ent­de­ckung ei­ner völ­lig über­se­he­nen Künst­le­rin: Mag­gy Mau­ritz war ei­ne Pio­nie­rin der Graf­fi­ti­kunst und des Lett­ris­mus.

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Ja­kob Lütschg kehr­te nie nach Bal­gach zu­rück. 82 Jah­re nach sei­nem Tod im Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger Bu­chen­wald kehrt we­nigs­tens sein Na­me heim. Der ers­te Stol­per­stein im St. Gal­ler Rhein­tal er­in­nert an ein Le­ben, das bei­na­he ver­ges­sen ging.

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Musik am See

Pia­no­klän­ge für al­le

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Tor­reich, span­nend und doch ent­täu­schend - nur ei­ne Vier­tel­stun­de gu­ter Fuss­ball reicht halt nicht zum Punkt ge­gen Thun. 

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Senf