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Nordklang, die Zwölfte

Ein finnischer Jürgen Klopp mit Akkordeon, eine Norwegerin mit Laptop und den grossen Hymnen an die Nacht und ein grönländischer Mani Matter: Das Nordklang bringt im Februar gewohnt vielfältig den grossen Norden in den kleinen Osten.
Von  Claudio Bucher , 
Drei von 16 Acts am Nordklang 2018: Mariam the Believer (SE), Antti Paalanen (FI), Sea Change (NO). (Bilder: Martin Vallin; Heidi-Maria Paalanen; Sibilla Calzolari)

Mai 2017, Ulf Fleischer sitzt mit Gitarrenkoffer und einer Horde Fans im Flugzeug von Grönland nach Dänemark. Am SPOT-Festival in Aarhus spielt Grönlands Mani Matter, knapp 60, seine Songs sitzend, während sein mitgereistes Publikum mit Bierfässern unter dem Arm zu Liedern über die Liebe auf der grössten Insel der Welt schwelgt (Asanninneq). Daneben stehen Ü50-er mit dem Rücken zur Bühne, filmen sich und ihren Nationalhelden, der nach dem ersten Song überwältigt in Tränen ausbricht.

So etwa erzählt Larissa Bissegger, Präsidentin des Vereins Nordklang, von ihrer ersten Begegnung mit dem 1-Meter-60-Troubadour. Am 24. Februar bringt dieser seine grönländischen Radiohits zum Nordklang nach St.Gallen, in die Intimität der Kellerbühne, ohne Band und Visuals. Bestellt hat er für seinen grossen ersten Auftritt in der Schweiz einen Notenständer.

Ulf Fleischer aus Grönland.

Mit einem Gespür für Entdeckungen ist das Nordklang-Festival in seiner zwölften Ausgabe mittlerweile eine städtische Tradition: Es ist im Februar nicht nur ein Fest der Vielfalt hochnordischer Musik, sondern auch ein Fest des Winters. Und wer will den Winter denn auch besser verstehen, beschreiben und verarbeiten als Menschen, bei denen es im Spätsommer schon um 17 Uhr dunkel wird?

Und warum klingt der Norden dabei so gut? Geografie ist bekanntlich Schicksal. Kulturpolitik weniger: Der dänische Popkulturexport ist beispielsweise im globalen Vergleich erfolgreicher oder zumindest sichtbarer als der eidgenössische. Liegt das bloss an Radioquoten, besseren Englischkenntnissen, höheren Budgets und in die Gesellschaft eingeschriebenen, mystifizierten Mentalitätskonzepten wie dem Janteloven? Oder am Wetter? Interessante Fragen für ein Podium; das Nordklang lässt die Musik für sich sprechen.

Das diesjährige Programm im Schnelldurchlauf:

Zum Festivalstart im Kinok: das Kompositionstrio Shitney aus Estland, Dänemark und Schweden.

Am Freitagabend wird das Festival nach nordklängischer Tradition mit einem Film eröffnet, vertont von drei der insgesamt 48 eingeflogenen Musikerinnen. Das in Kopenhagen ansässige estländisch-dänisch-schwedische Kompositionstrio Shitney hat sich persönlich beim Festival beworben. Die drei werden den Kinok-Saal füllen mit Noise-Generatoren, Saxofon und Stimmfragmenten, mit Gegenwartsjazz für einen Stummfilmklassiker: The Outlaw And His Wife (1918) erzählt das Drama zweier Verstossener auf der Flucht in der Wildnis Islands. Wortlos universal: eine Geschichte über Liebe, Hunger und Kälte. (Hier ein Mashup für Unsichere.)

Tradition, die Zweite: Am Samstag um 20 Uhr treffen an der Nordklang-Session im Pfalzkeller die fünfköpfige Tanzkapelle Mads Hansens Kapel auf zwei junge Einheimische: den Metal-affinen Wittenbacher Hackbrettler Christoph Pfändler und den Loopmaschinen-verliebten Schwyzer-Örgelist Adrian Würsch.

Nordklang Sessions 2018: Christoph Pfändler (CH/Hackbrett), Mads Hansens Kapel (DK/Tanzkapelle) und Adrian Würsch (CH/Schwyzer Örgeli).

Weniger geografisch verortbar ist der Sound des Duos Jærv (Samstag, 20:30 Uhr im Palace), wären da nicht die dänischen Texte: Electropop mit Flume- und Hudson-Mohawke-Anleihen, grossen Hooks, teilweise eine Spur zu eurovisionstauglich.

Jærv spielen «Stille hjerte» im dänischen Nationalfernsehen, inklusive Kronprinz im Publikum.

Ein Stück eigenständiger wird wohl Mariam The Believers Auftritt im Hofkeller (21:30 Uhr): Die vielstimmige schwedische Sängerin spielte schon eine Hauptrolle in einer Oper des isländischen Noise-Gotts Ben Frost oder mit Orchesterbegleitung am SPOT Festival in Aarhus. Nach St.Gallen kommt sie mit ihrem letzten Album Love Everything, auf der Suche nach der Kraft grosser Popmelodien, begleitet von ihrer weissen Gibson-Gitarre:

Mariam The Believer (SE) – «Love Everything (Teaser #8)»

Während Ulf Fleischer seine grönländischen Folksongs in die Kellerbühne haucht, wird es in der Grabenhalle ab 22 Uhr richtig laut: Der Akkordeonist Antii Palaanen aus Finnland verzichtet auf Bühnenelektronik und feingeistige Noise-Spielereien. Den Technobeat stampft er mit seinen Lederschuhen auf dem Holz der Grabenhallenbühne. Dabei erinnert er an Jürgen Klopp im Blazer: laut, jauchzend, mitreissend:

Antti Paalanen an einem Folkmusic-Festival in der finnischen Pampa.

Ein Höhepunkt des diesjährigen Festivals ist sicher die junge Norwegerin Sea Change. In den letzten zwei Jahren spielte sie über 100 Konzerte, im skandinavophilen Osten war sie schon länger auf dem Radar: Bereits zwei Jahre vor ihrem Debutalbum spielte sie 2013 im Oya.

Nordklang 2018: 23. und 24. Februar, verschiedene Orte in St.Gallen.
Nordklang.ch

Die Emotionalität ihrer selbstproduzierten Songs erinnert an PJ Harvey, ihre Hymnen ans Tanzen mit geschlossenen Augen, an die süssbittere Erinnerung flüchtiger Bekanntschaften durchgetanzter Nächte an Lykke Li. Nahe am Zeitgefühl der Generation «Wir haben alles, was wir brauchen, doch noch lange nicht genug / sind zu groß für unsere Stadt, doch zu klein für die Welt» (OK KID) macht sie den Soundtrack für die eskapistischen Momente gefühlter Neuanfänge im Wechselspiel mit beängstigend-lähmender Orientierungslosigkeit. Der Hofkeller unter dem Klosterplatz ist als Bühne dafür zu clean, zu klein, zu vorbelastet für diesen Act: Das Palace wäre die bessere Wahl gewesen, auch wenn Sea Change alleine, ohne Schlagzeug und Grossformation anreist.

Sea Change – «Let’s Dance» (2014)

Parallel spielt ein paar Schritte weiter über die klösterlich-katholischen Steine die Songwriterin Konni Kass im Pfalzkeller: Sie und ihre Band klingen ein wenig wie Feist von den Färöer-Inseln. Um 23 Uhr bieten De Underjordiske im Palace dänischen Psychedelic Rock, der über Sprachgrenzen hinweg funktioniert. Nichts Avantgardistisches, aber zeitlos.

Konni Kass: ein wenig wie Feist der Färöer-Inseln.

Zur gleichen Zeit stehen mit Sykur (isländisch: Zucker) eine isländische Combo auf der Bühne der Grabenhalle, deren letztes Album bereits sechs Jahre zurückliegt. Ein Auftritt im isländischen Nationalfernsehen vom Dezember zeigt, dass ihre Oden an Reykjavik noch immer tanzbar sind:

SYKUR – «Sefur svo fast» (2017)

Das grösste Festival nordischer Musik in der Schweiz gibt es nach wie vor zum unverschämt tiefen Preis: 35 Franken kostet der Zweitagespass. Neben den lokalen Förderbeiträgen, der dänischen ROSA, den Bands, die auf ihre Gage verzichten, wäre das Festival vor allem ohne etwas nicht finanzierbar: der Freiwilligenarbeit von Bissegger & Co.

Nordklang 2018 – Programm (Klick zum Vergrössern).

Nordklang 2018 Eröffnung: Shitney (DK/SE/EE) vertonen The Outlaw and His Wife (1918):
Freitag, 24. Februar, 19 Uhr und 21 Uhr, Kinok St.Gallen.

Nordklang 2018 Showcase: MALMØ (DK)
Samstag, 25. Februar, 15 Uhr, Viegener Optik, St.Gallen.

Nordklang 2018: Konzerte von u.a. Wolves like us (NO), Death Machine (DK), Jærv (DK), Antti Paalanen (FI), Mariam The Believer (SE), Ulf Fleischer (GL), Hans Andrias (FO), Konni Kass (FO), Sea Change (NO), Sykur (IS), De Underjordiske (DK), DJ Mentzonis (NO/Afterparty in der Grabenhalle bis 3 Uhr)
Samstag, 25.Februar ab 20 Uhr, in der Grabenhalle, Palace, Hofkeller und Pfalzkeller, St.Gallen.

nordklang.ch

Ein ziem­lich ab­ge­fah­re­nes Ding

Seit zehn Jah­ren gibt es die Re­si­den­cy in der Bi­blio­thek An­dre­as Züst im Al­pen­hof, die­sem so schwer zu fas­sen­den Ort in In­ner­rho­den. Der run­de Ge­burts­tag wird nun mit ei­nem viel­fäl­ti­gen Fes­ti­val ge­fei­ert.

Von Hanspeter Spörri,
Alpenhof bibliothek andreas zuest residency

Ein künst­le­ri­sches Ge­ne­ra­tio­nen­tref­fen

Be­vor die Kunst­hal­le St.Gal­len im De­zem­ber we­gen Um­bau­ar­bei­ten vor­aus­sicht­lich bis April 2027 schliesst, dreht sie noch­mals voll auf. In der Aus­stel­lung «House of Ch­an­ge: Pre-Con­s­truc­tion-Warm-Up-Ga­lo­re» prä­sen­tiert sie im lau­fen­den Mo­nat ein dich­tes, bun­tes Pro­gramm an Kunst und Kul­tur.

Von Larisa Baumann,
House of change larisa baumann 1

Zwi­schen Kunst und Kör­per 

In der Aus­stel­lung «Smi­le ma­nia­cal­ly we’re ali­ve» ver­bin­det Ja­la Wa­hid schein­bar ge­trenn­te Wel­ten. Sie schlägt dar­in ei­ne Brü­cke zwi­schen Er­in­ne­rung, Emo­ti­on, Wis­sen­schaft und Po­li­tik. 

Von Sieglinde Wöhrer,
Jala Wahid Smile maniacally were alive Sieglinde Woehrer

Ver­ei­nig­te Kul­tur­sze­ne pro­tes­tiert ge­gen den Spar­ham­mer

Die er­neu­ten Spar­vor­schlä­ge der St.Gal­ler Re­gie­rung stos­sen auf brei­te Ab­leh­nung. Die Kul­tur­sze­ne so­li­da­ri­siert sich ge­gen die Ab­bau­plä­ne. Die Kul­tur­lob­by hat sich in Stel­lung ge­bracht. Obs hilft?

Von Roman Hertler,
2611 Kulturgelder gaffa rappenspalter 2 farbe

Kunstausstellung

Mut­ter­schaft in Öl ge­fasst

Von Vera Zatti,
Cecileund Pina300dpi

Die Meis­te­rin der Bei­läu­fig­keit

Ei­gent­lich woll­te Zsuz­san­na Gah­se kei­ne Bü­cher mehr schrei­ben. Nun hat sie mit An­ge­rich­tet ihr Werk doch noch ein­mal er­wei­tert. Ih­re Spra­che dar­in bleibt neu­gie­rig, hu­mor­voll und spie­le­risch. Und wirkt fast wie ein Kom­men­tar zum ei­ge­nen li­te­ra­ri­schen Schaf­fen.

Von Michael Lünstroth,
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Bücherherbst: Ausser mir von Micha Friemel

Ana­ly­se des müt­ter­li­chen Wahn­sinns

Von Veronika Fischer,

Zwi­schen Ruhm und Knast

Ja­kob Stutz, Volks­schrift­stel­ler und Re­form­päd­ago­ge mit «zwie­späl­ti­gem» Cha­rak­ter: Ihn lässt Ex-Kel­ler­büh­nen­lei­ter Mat­thi­as Pe­ter 150 Jah­re nach sei­nem Tod noch ein­mal auf­le­ben – un­ter an­de­rem in Tro­gen, wo Stutz im Ge­fäng­nis sass.

Von Peter Surber,
01 Jakob Stutz 11 cut

Das Mit­tel­mass fei­ern

Auf sei­nem neu­en Al­bum Th­ree Chords and a Shaking Hand be­singt der Rhein­ta­ler Sin­ger-Song­wri­ter Mo Klé die ge­gen­wär­ti­ge De­bat­ten­kul­tur, Re­gen­stür­me und Selbst­ak­zep­tanz. Die Al­bum­tau­fe fin­det am 7. No­vem­ber im st.gal­li­schen Bahn­hof Brug­gen statt.

Von Vera Zatti,
Artist Picture Mo Kle 2 Credits Johannes Gruber

FC St.Gal­len vs. Ser­vet­te 2:1 - Nicht bril­liert, aber ge­won­nen

Bouk­hal­fa und Gört­ler brin­gen die Es­pen in Füh­rung, wel­che das Team dann über die Zeit bringt.

Von SENF Kollektiv,
Senf

«Wir le­ben in ei­ner ver­blö­de­ten Mei­nungs­welt!»

Alex­an­der Vel­ja­nov ist die un­ver­wech­sel­ba­re Stim­me der Dark-Wa­ve-Band Dei­ne La­kai­en. Mit sei­nem neu­en So­lo­al­bum gas­tiert er am 9. No­vem­ber in Frau­en­feld. Ein Ge­spräch über Schub­la­den, Lü­ge, Wahr­heit und die Fra­ge, was Mu­sik mit un­se­rem Mensch­sein zu tun hat. 

Von Michael Lünstroth,
VELJANOV 2018 03

Zumthor plant in Wildhaus

Noch mehr Spit­zen­ar­chi­tek­tur fürs Tog­gen­burg

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Steinmodell 2

Die SP setzt auf Pe­ter Oli­bet

Ein Wahl­gang ge­nüg­te: Die SP der Stadt St.Gal­len schickt Pe­ter Oli­bet ins Ren­nen um die Nach­fol­ge von Stadt­rat Pe­ter Jans. Er er­hielt 109 von 182 Stim­men. In der Fra­ge­run­de ging es um Spar­po­li­tik, be­zahl­ba­re Woh­nun­gen und die Fra­ge, wie viel Op­po­si­ti­on ein künf­ti­ges Re­gie­rungs­mit­glied noch ma­chen kann.

Von Philipp Bürkler,
Nomination Peter Olibet 10
Heftvorschau 11/26
Postkolonial, Kulturgelder, Universum

Wäh­rend Zü­rich und Genf ge­raub­te Ben­in-Bron­zen zu­rück­ge­ben, la­viert das Kul­tur­mu­se­um St.Gal­len. Der­weil un­ter­sucht der Thur­gau sei­ne eth­no­gra­fi­sche Samm­lung und schliess Re­sti­tu­tio­nen nicht aus. Aus­ser­dem im No­vem­ber­heft: Der so­li­da­ri­sche Pro­test der St.Gal­ler Kul­tur­sze­ne ge­gen die Spar­plä­ne des Kan­tons, die neue Aus­stel­lung zum Zehn­jäh­ri­gen im Na­tur­mu­se­um St.Gal­len, das ers­te elek­tro­ni­sche So­lo­al­bum von Ka­fi-D und vie­les mehr.

Saiten 2611 01 Cover

Zü­rich und Genf ma­chen vor­wärts, St.Gal­len bremst

Seit ei­ni­gen Jah­ren sind Ben­in-Bron­zen in Schwei­zer Mu­se­en ein heis­ses Ei­sen. Im St.Gal­ler Kul­tur­mu­se­um la­viert man bei der Fra­ge ei­ner mög­li­chen Rück­ga­be zwi­schen Dia­log­be­reit­schaft und Ver­wei­ge­rungs­hal­tung.

Von Richard Butz und Hans Fässler,
Benin bronze kulturmuseum 2026

Bücherherbst: Nie ist alles gut von Raffael Rihs

Mo­ment­auf­nah­men

Von Veronika Fischer,

Ma­gen­brot bis zu­letzt

Ein Fes­ti­val über den Tod – darf das auch lus­tig sein? «Last Call» lädt am 31. Ok­to­ber in St.Gal­len da­zu ein, über das Ster­ben zu spre­chen. In­ter­view mit Mi­chel­le Mauch­le von der Ge­schäfts­stel­le Pal­lia­ti­ve Ca­re Stadt St.Gal­len.

Von Philipp Bürkler,
Festival zum tod michelle mauchle

Kampf­sport als Safe Space

In St.Gal­len hat am Sams­tag zum ers­ten Mal ein eman­zi­pa­to­risch-an­ti­fa­schis­tisch-que­er­fe­mi­nis­ti­sches Kampf­sport­tur­nier statt­ge­fun­den. Wie das aus­sieht? Schon ziem­lich bru­tal, aber dann auch wie­der herz­lich.

Von Malena Widmer,
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Bücherherbst: Unwucht von Sarah Elena Müller

Zwi­schen Lie­be und Lei­den

Von David Gadze,

Be­stän­dig­keit, die ero­diert 

Seit 35 Jah­ren un­ter­sucht Pa­trick Roh­ner Na­tur­pro­zes­se, ins­be­son­de­re im Zu­sam­men­hang mit Geo­lo­gie, zeich­ne­risch, ma­le­risch und bild­haue­risch. Die Aus­stel­lung «Fal­tun­gen» im Mu­se­um Bickel zeigt noch bis zum 22. No­vem­ber ei­nen Quer­schnitt die­ser kon­ti­nu­ier­li­chen Be­schäf­ti­gung. 

Von Angela Kuratli,
Gu Kas Pa Ro 26 385960 Email Orginal 2