Für alle, die’s lieber schriftlich mögen:
gwüssi mensche chönd wähle und stimme, gwüssi mensche hend kei stimm für die wahlä, gwüssi mensche sind linkshänder aber wähled rechts, gwüssi mensche sind rechtshänder aber handlet link, gwüssi mensche sind beidhändig und handlet recht, gwüssä sind beidi händ bundä und sie wähled links, gwüssi mensche hend wiitsicht, anderi sind churzsichtig, gwüssi planned uf churzi sicht, anderi sind wiitsichtig, gwüssi mensche setzed uf öpfel anderi lieber uf fenschter, gwüssi mensche setzed sich as fenster und essed en öpfel, gwüssi mensche halted sich as gsetz, anderi setzed sich es ghalt, gwüssi mensche träumed vomne andere lebe, anderi lebed gnau dä traum, gwüssi mensche sind schwizer mit papier, gwüssi mensche sind ohni schwizer papier, gwüssi mensche sind papierschwizer, und gwüssi mensche sind i dä schwiiz ohni papier, gwüssi mensche wönd kei schwizer papier, gwüssi hetted besser kei schwizer papier, gwüssi mensche chaufed schwizer papier, und gwüssi schämed sich fürs schwizer papier,
jede mensch isch mol inländer mol usländer, je nochdem woner gad isch, jede mensch isch ziemli schnell kriminell, je nochdem was ihm passiert, jede mensch isch teils dame teils herr, drum mol dämlich mol herrlich, jede mensch no so verliebt, cha hass schüre, jede mensch no so hässig cha liebi spüre, jede mensch mue schnuufe, esse, trinke, schisse, pisse, schlofe, nüsse, hueste görpse furze, jede mensch isch döt dihai woner da alles cha mache und sich somit heimisch fühlt, jede mensch isch durchsetzt vo initiative, jede schriber setzt sich durch menschlichi initiative, jede mensch, wo menschlich isch, stimmt nei, bi dere durchsetzigsinitiative, jede mensch het ä stimm, doch stimmed nöd alli ab, jede mensch isch einzigartig, und doch simmer alli eis, nämli mensche… jede mensch wo hinderfrogt wird verdächtigt, doch dä verdacht verhinderet d’frog, drum hinderfroged alles und blibed verdächtig…
Und das noch, pünktlich zum Schlussspurt:
Khaled Aissaoui, 1975, ist Sportlehrer, Rapper, DJ und Produzent aus St.Gallen.
Zum 20. Mal bringt das Kulturfestival internationale Entdeckungen und lokale Lieblingsbands in einen der schönsten Konzertorte St.Gallens. Zum Jubiläum blickt Organisator Lukas Hofstetter zurück – und behauptet sich zugleich in einem Musikgeschäft, das für kleinere Festivals immer schwieriger geworden ist.
Vor 40 Jahren gründete Felix Lehner in Beinwil am See die Kunstgiesserei, die 1994 nach St.Gallen zog. Und vor 20 Jahren entstand ergänzend dazu die Stiftung Sitterwerk, die unter anderem eine weltweit einzigartige Kunstbibliothek führt. Wir tauchen ein in diesen wundersamen Mikrokosmos im Sittertal. Ausserdem in der Juli/August-Doppelnummer: die unverzichtbaren Sommertipps, die Flaschenpost von Anna Stern aus Finnland und das Interview zum 100-Jahr-Jubiläum unserer Hausdruckerei Niedermann.
Florian Fuchs arbeitet an einer antik anmutenden, 2,5 Meter hohen Marmorstatue. Warum interessiert sich ein junger Bildhauer für diese klassische Herangehensweise? Ein Werkstattbesuch in Flawil.
Es war das Jahrzehnt der Kultur: In den 80ern kam die Stadt St.Gallen zu einer Kunsthalle, einem Programmkino, der Frauenbibliothek, der Grabenhalle, genossenschaftlichen Beizen und anderem. Wie das gelang und wer die Fäden zog, zeichnen Ralph Hug und Corinne Schatz im Buch Der grosse Aufbruch nach.
Das Filmdrama Fuori erzählt ein kurzes Kapitel der aussergewöhnlichen Lebensgeschichte italienischen Schriftstellerin, Schauspielerin und Widerstandskämpferin Goliarda Sapienza.
Mit verschreckten Securitys in einer bunten Inszenierung von Angelika Zacek präsentiert das Vorarlberger Landestheater in Bregenz Shakespeares Ein Sommernachtstraum.
Die St.Galler Festspiel-Oper spielt dieses Jahr im Haus statt auf dem Klosterplatz – ein Glücksfall für Verdis Aida, die menschlich und musikalisch in die Tiefe geht. Modestas Pitrenas dirigiert ein letztes Mal, Ben Baur inszeniert bildstark.
Im Werk 2 in Arbon dreht sich derzeit alles um Mythen. «Sehnsucht Mythos. Wie Geschichten unsere Welt gestalten» ist eine ästhetische Ausstellung, die mit ihrem sehr breiten Mythosbegriff arbeitet und vielfältige Geschichten unter einem Dach vereint.
Neue Eigenproduktion
Tunneleröffnung
Das musste ja so kommen! Es konnte nicht bei einem bleiben. Zum Glück! Jetzt gibt es das zweite grosse, schwere Psychobuch von Beni Bischof. Darin verwirbelt der Künstler erneut Eigenes, Fremdes, Befremdliches, Bekanntes, Neues, Unkenntliches mit lockerer Hand, Humor und Hintersinn.
Die Sonderausstellung «Baustelle Erinnerung / ‹Hitler entsorgen› – Arbeiten am belasteten Erbe» im Vorarlberg Museum in Bregenz beschäftigt sich damit, wie ein verantwortungsvoller Umgang mit Gegenständen aus der NS-Vergangenheit aussehen kann. Ausserdem berät das Museum Privatpersonen, die solche Gegenstände besitzen.
Forrer Stieger Architekten gelingt mit dem Dreifachkindergarten und der Tagesbetreuung im Heiligkreuzquartier in St.Gallen die Quadratur des Kreises.
Es geht um uns Menschen und unser sonderbares und verheerendes Verhalten. «Humans» heisst die grosse Einzelausstellung des Ostschweizer Künstlers Olaf Breuning. Viele Arbeiten sind speziell für die Schau im Museum Allerheiligen in Schaffhausen entstanden.
In Wil fand am Wochenende das Rock am Weier statt. Seit 25 Jahren gibt es das Festival, und trotz inzwischen grösserer Namen ist es immer noch kostenlos. Ein Verein organisiert es nicht-profitorientiert und fördert regionale Acts. Unsere Autorin ist an den Ort ihrer musikalischen Sozialisation zurückgekehrt. Eine Reportage.
Kolumne: 24/7 Traumacore
Ausstellung im Museum Rosenegg
Kabarett in Herisau
Debatten um Machismus, Deepfake-Pornos, häusliche Gewalt und Femizide sind beinahe alltäglich. Was können Männer gerade tun, wenn sie unter Generalverdacht geraten? Frauenhausleiterin Katja Hämmerli Keller, Florance Hildebrand vom feministischen Streikkollektiv Thurgau und Manuel Benjamin Lehmann vom Forum Mann diskutieren Lösungsansätze.
Kommentar zur SVP-Chaosinitiative