Kategorie
Autor:innen
Jahr

Von der «Fabrique» zum Touchscreen

In acht Ausserrhoder und St.Galler Museen findet die Ausstellung «iigfädlet» statt. Eins davon ist Herisau, heute abend ist dort Vernissage. Museumsleiter Thomas Fuchs zur Geschichte und Gegenwart der Textilindustrie im Appenzellerland und zu den Erkenntnissen aus «iigfädlet».
Von  Peter Surber
Vorbereitung für das Teppich-Tuften, Tiara AG Urnäsch. (Bild: Jürg Zürcher)

Auf der Maschine wurde bis in die 1950er-Jahre Garn zum Zwirnen vorbereitet. Eine solide Konstruktion, Holz und Metall, mit Dutzenden von Rädchen, die die Fadenspulen kunstvoll ins Rotieren bringen, per Treibriemen in Gang gesetzt, alles mechanisch, alles sicht- und nachvollziehbar. Museumsleiter Thomas Fuchs hat die Fachspulmaschine, die ab 1862 in Walzenhausen ihren Dienst tat, aus einem Lager gerettet. Jetzt kommt sie noch einmal in Fahrt im Museum Herisau. Das Einfädeln allein ist eine Sisyphusarbeit – aber passend für ein Ausstellungsprojekt mit eben diesem Titel: «iigfädlet».

Gegenüber im Raum: Mikrogewebe fürs Handy. Siebe für Teigwarenproduktion und Fertigsalatwaschanlagen. Mikrofilter für medizinische Geräte und für Staubsauger. Siebdrucke für Touchscreens oder Heckscheibenheizungen, Kopfhörermembranen, Sonnenschutz-Fassaden. Die Sefar AG in Heiden hat eine Kollektion der von ihr entwickelten und produzierten Hightech-Textilien zusammengetragen – so allgegenwärtig wie unsichtbar die meisten. Und auf Anhieb kaum noch als Textilien erkennbar. (Mehr dazu im Beitrag von Cathrin Caprez im Maiheft von Saiten.)

Zwei Tische weiter: veredelte Stoffe aus der AG Cilander in Herisau, allerfeinste hochweisse Baumwollstoffe, die die Männer der arabischen Oberschicht als Kopfbekleidung tragen. Sie erzählen eine eigene Geschichte der textilen Globalisierung: Der Grund-Stoff kommt aus dem «globalen Süden», aus Indien oder Ägypten, mit all den Fragwürdigkeiten, die sich daraus teilweise ergeben (siehe dazu auch den Beitrag zur Debatte hier) – als hochveredelte Spezialtextilien gehen die Stoffe anschliessend den umgekehrten Weg zurück, über Pariser Haute-Couture-Adressen in die arabischen und auch afrikanischen Abnehmerländer.

Das sind drei von zahlreichen Facetten der Ausstellung, die Thomas Fuchs in Herisau eingerichtet hat. Sie trägt den Titel «Zwirnen, Wirken, Mercerisieren – Fabrikarbeit» und ist eine von acht Museumspräsentationen rund um Textilgeschichte und -gegenwart.

**

Saiten: Thomas Fuchs, die erste «Fabrique», die im Appenzellerland diesen Namen trug, entstand 1737 an der Glatt in Herisau, eine Stoffdruckerei. Die grosse Zeit der Fabrikproduktion ist dann das 19. und 20. Jahrhundert. Was ist eine Fabrik?

Thomas Fuchs: Das Neue an der Fabrik war die Arbeitsorganisation; in ihr kommen Leute ausserhalb ihrer Wohnung zum gemeinsamen Arbeiten zusammen – im Unterschied zur damals vorherrschenden Heimarbeit. Im 19. Jahrhundert wird Appenzell Ausserrhoden zu einem der höchst-industrialisierten Kantone der Schweiz. Es ist eine Geschichte mit Phasen der Hochkonjunktur, aber auch mit zahlreichen Krisen. Heute sind die meisten Produktionsbetriebe untergegangen. Mich interessiert in erster Linie die Gegenwart der Ausserrhoder Textilindustrie.

Diese Gegenwart gibt es offensichtlich, wenn man die Hightech-Erzeugnisse etwa der Sefar AG anschaut. Oder Fussball auf einem Kunstrasen von Tisca Tiara spielt. Wird auch noch hier produziert, nicht nur entwickelt?

Es sind eine ganze Reihe von Betrieben am Werk, auf hauptsächlich vier Gebieten: Herstellung von textilen Oberflächen mittels Weben, Stricken oder Tuften, Gestaltung durch Färben oder Besticken und Veredelung. Die Sefar in Heiden produziert mit drei Webereien, in Heiden, Wolfhalden und Thal, daneben mit Betrieben in Rumänien und Thailand. Es gibt die Zwirnerei Nef in Urnäsch, die Weberei Appenzell, die Strickerei Tobler und die Hightech-Stickerei Sonderegger in Rehetobel, den Textilveredler Cilander in Herisau und Koller in Gais, die Scherlerei Tanner in Speicher, Tisca Tiara in Bühler und Urnäsch.

Wie bleibt man im Hochlohnland Schweiz konkurrenzfähig?

Produkte, die sehr hohe Ansprüche erfüllen müssen, werden weiterhin in der Schweiz gefertigt. Wie es längerfristig aussieht, dazu will ich keine Prognose wagen. Sicher ist: Die Textilindustrie ist trotz Automatisierung ein vergleichsweise arbeitsintensiver Produktionszweig. Und vom teils absurden Renditedenken der globalisierten Industriekonzerne sind die hier tätigen Betriebe weniger betroffen. Sie sind, weltweit betrachtet, klein und meist in Nischen tätig. Cilander wird von einer Stiftung getragen, Sefar ist im Besitz mehrerer Gründerfamilien, die meisten anderen sind Familienbetriebe. Da wird nicht spekulativ geschäftet. Allerdings muss man auch sagen, dass die Textilindustrie im gesamten Ausserrhoder Arbeitsmarkt nur noch eine kleine Rolle spielt. 1880 befanden sich 90 Prozent aller Industriearbeitsplätze in der Textilindustrie, 1963 waren es noch 53 Prozent, heute weniger als 5 Prozent. Die grosse Bereinigung fand in der Zwischenkriegszeit statt und noch beschleunigt nach 1980.

Warum kam es dazu?

Die Gründe sind vielfältig. Das hohe Lohnniveau in der Schweiz ist ein Faktor; noch gravierender wirkte und wirkt sich der hohe Frankenkurs aus für die stark exportorientierte Textilbranche. Zum Teil waren auch Nachfolgeprobleme schuld, oder der Investitionsbedarf war zu hoch. Was die Zukunft betrifft, bin ich aber überzeugt, dass das Potential gerade im Bereich von High-Tech-Erzeugnissen noch nicht ausgeschöpft ist, für neue Nutzungen, mit neuen Materialien und Techniken wie der Nano-Technologie. Textilstoffe sind nicht zuletzt dank ihrer Leichtigkeit extrem gefragt. Aber um wirtschaftlich Erfolgt zu haben, braucht es offene Landesgrenzen – die gewaltigen Mühlen, welche die Sefar mit ihren Sieben bestückt, stehen nicht in der Schweiz, sondern zum Beispiel in Nigeria.

**

Globalisierung ist keine neue Erfindung – erst recht in der Textilbranche. Mitte des 18. Jahrhunderts errichtete der Herisauer Johann Rudolf Wetter in Südfrankreich eine Baumwollstoff-Druckerei, obwohl dies in Frankreich eigentlich verboten war. 1764 liess er alle Arbeitsprozesse auf grossen Wandgemälden darstellen, bevölkert von Arbeiterinnen und Arbeitern und zum Teil humoristisch überzeichnet: der Drucksaal, der Pinselsaal, wo das damals noch nicht druckbare Englischblau von Hand aufgetragen wurde, der Fabrikhof und weitere Lokalitäten. Die einzigartige Dokumentation aus der Frühzeit der Fabrik ist heute im französischen Orange zu bewundern. Das Museum Herisau zeigt sie in wandfüllenden Reproduktionen. Die Textilunternehmer Wetter in Herisau wurden im Übrigen zum politischen und ökonomischen Konkurrenten der dominierenden Zellweger-Dynastie in Trogen. Deren «Jahrhundert der Zellweger» ist, dank Hörwegen und Ausstellungen rund um den Dorfplatz, in Trogen ganzjährig zu erleben.

Vernissage «iigfädlet» im Museum Herisau:
Do 27. April 19 Uhr
Weitere Vernissagen bis So 30. April
alle Infos: iigfaedlet.ch

Die «iigfädlet»-Ausstellungen in Herisau, Heiden, Urnäsch, Teufen, Stein, St.Gallen,  Altstätten und Ebnat-Kappel nehmen sich stärker der «Geschichte von unten» an. Herisau zeigt Dokumente aus der hiesigen Arbeiterbewegung, etwa die Fahne des Allgemeinen Arbeiterbildungsvereins Herisau, und es werden führende Köpfe porträtiert, darunter Genossin Marie Meier-Zähndler (1877–1946). Sie arbeitet in einer Textilveredlungs-Fabrik in Herisau, ist verheiratet mit einem Bleicher, aktiv im Schweizer Textilarbeiterverband und eine gefragte Rednerin, so zum Beispiel am Frauentag 1915 in Speicher, wo sie zum Thema «Frauen und der Krieg» referiert. Sie setzt sich für die politische Mündigkeit der Frauen ein und dafür, dass ein einziges Einkommen reichen sollte, um eine Familie durchzubringen – Frauenarbeit war damals nicht so sehr ein Privileg als vielmehr wirtschaftliche Notwendigkeit.

Viel mehr wisse man bisher nicht über Marie Meier, sagt Thomas Fuchs – im Gegensatz zu den ebenfalls porträtierten Männern wie dem Weberpfarrer Howard Eugster-Züst oder dem ersten «gewöhnlichen Arbeiter» im Kantonsrat Ausserrhodens, dem Herisauer Färber Konrad Schrämmli.

**

Saiten: Was erfährt man aus diesen Lebens-Geschichten?

Thomas Fuchs: Unter anderem, dass sichere und gut bezahlte Arbeitsplätze, wie wir sie heute haben, keine Selbstverständlichkeit sind, sondern erkämpft werden mussten. Typisch für die neuere Geschichte der Textilarbeit ist auch, dass Schweizerinnen und Schweizer in der Nachkriegszeit kaum noch für Fabrikarbeit zu haben waren. Ein Beispiel dafür ist die 1965 in Urnäsch gegründete Teppichfabrik Tiara. Der Spannteppich boomt in jenen Jahren, die Fabrik ebenfalls, aber Arbeitskräfte müssen in Italien und Spanien rekrutiert werden. Das ging, ein Unikum, soweit, dass das Gemeindemitteilungsblatt von Urnäsch eine Zeitlang auch in Italienisch und Spanisch erschienen ist. Tisca-Tiara ist jene Firma, die seit 2005 auch Kunstrasen produziert und mit dem Rasen für das Stadion von Arsenal London Schlagzeilen gemacht hat.

In der Ostschweiz und in der Stadt St.Gallen spricht man trotz solcher Erfolgsgeschichten vom «Knick» im Selbstbewusstsein, den die Textilkrise für die Region bedeutet habe. Und der bis heute nachwirke. Wie sehen Sie das?

Mein Eindruck ist, dass der damaligen und der Folgegeneration die Krise schon «in den Knochen hockt» und auf die Psyche geschlagen hat. Es gab eine starke Abwanderung in der Zwischenkriegszeit. Überall in Städten, wo die Maschinenindustrie boomt, findet man, teils bis heute, auch einen Appenzellerverein – gegründet von Heimweh-Ausserrhodern. Herisau verliert in kurzer Zeit fast 4000 Einwohner, ein Viertel der gesamten Bevölkerung, Schönengrund ist heute halb so gross wie vor gut hundert Jahren. Solche Brüche bleiben lange wirksam, und es gab sie auch in jüngerer Zeit.  Die Kammgarnspinnerei Herisau, von der wir im Museum ein paar Rest-Knäuel einer Wolle namens Rex zeigen, ist ein Beispiel dafür. 1970 zählt sie noch 75 Angestellte, 1971 folgt die Schliessung. Das sind harte Schläge, für die Leute, aber auch für einen Ort.

Kann man, so problematisch das ist, von Charaktereigenschaften sprechen, welche sich durch die alles dominierende Textilindustrie in unserer Region ausgeprägt haben?

Ein Aspekt ist: Die Heimindustrie, zusammen mit der ihr entsprechenden Streusiedlung, war keine sehr solidarische Arbeitsstruktur. Die Höfe und Höckli stehen für sich; anders als in der Fabrik ist hier die auf sich selber gestellte Familie das A und O. Ein weiterer Aspekt, wenn man so will, ein positiver: Die wiederholten Krisen haben die Leidensfähigkeit der Bevölkerung geschult. Wer nicht auswanderte, führte oft ein karges Leben und stellte wenig Ansprüche. Nicht umsonst hat das Appenzellerland noch heute die tiefsten Krankenkassenprämien und scheut die Politik grosse Investitionen für die Allgemeinheit. Aber solche Fragen einer kollektiven Psyche sind noch wenig untersucht.

Der dominierenden Industriegeschichte zum Trotz ist das Bild des Appenzellerlands bis heute von Senntum und Landwirtschaft geprägt. Wie kommt das?

In der Belle Epoque, mit dem Aufkommen des Tourismus, präsentiert sich das Appenzellerland in der Werbung mit ländlich-konservativen Motiven. In der Zwischenkriegszeit verstärkt sich dieses Bild. So schafft man 1928 etwa eine neue Ausserrhoder Frauentracht und beginnt, Trachtenstoffe zu weben. Es entsteht eine sennisch-bäuerliche Aussenwahrnehmung, die in Innerrhoden noch eher mit der Realität übereinstimmt, weil hier die Industrialisierung schwächer war als in Ausserrhoden. Doch das Bild hat Erfolg – um es etwas bös zu sagen: Man kommt ins Appenzellerland, um «Eingeborene» zu sehen. Ich merke das im Museum selber: Wenn wir Themen abseits appenzellischer Klischees aufgreifen, in letzter Zeit zum Beispiel die Hungerjahre 1816/17, so findet das weniger Resonanz. Ausserrhoden wird reduziert auf ein sehr einseitiges Bild. Ein Hauptgrund dafür ist sicher: Als Industriekanton ist es schwierig, ein Image aufbauen – der Begriff ist heute zu negativ besetzt. Das ist anders als in den Anfängen, in der Zeit der «Fabrique», die für «Fortschritt» stand und für viele Menschen auch ein Stück Freiheit bedeutete.

Thomas Fuchs, 1959, ist Historiker und seit 2007 teilzeitlicher Leiter des Museums Herisau.

Dieser Beitrag erscheint im Maiheft von Saiten.

 

 

 

Das Kreuz mit den Ga­gen

Die Kul­tur hat kei­ne Lob­by? Am Stadt­kul­tur­ge­spräch vom Don­ners­tag­abend im Tal­hof war sie da: Ver­tre­ter:in­nen von acht Be­rufs­ver­bän­den stell­ten sich vor. Bren­nends­tes The­ma wa­ren ein­mal mehr die Ho­no­ra­re.

Von  Peter Surber
Stadtkultur2

Ei­ne Por­ti­on Kunst

Im Kunst Kon­tor Ror­schach lud der Künst­ler Fe­lix Stöck­le zu ei­nem Din­ner, ei­ner Aus­stel­lung, ei­nem Hap­pe­ning – zwi­schen Fi­ne Di­ning, Ke­ra­mik, pop­kul­tu­rel­len Re­fe­ren­zen und der al­ten Idee ei­nes ge­teil­ten Ti­sches.

Von  Veronika Fischer
Kunstkontor dinner felix stoeckle 1

Hür­de um Hür­de

Nach zehn Jah­ren in der Schweiz woll­te sich Sa­mi­ra Ra­him mit ih­rer Fa­mi­lie ein­bür­gern las­sen. Die zahl­rei­chen bü­ro­kra­ti­schen Hin­der­nis­se und die ho­hen Kos­ten brach­ten die Fa­mi­lie zeit­wei­se fast da­zu, auf­zu­ge­ben.

Von  Andi Giger
Image2

Raum­pla­nung als He­bel ge­gen die Woh­nungs­kri­se

Ber­lin­gen hat ei­ne neue Me­tho­de der In­ter­es­sen­ab­wä­gung ent­wi­ckelt: ei­ne Ana­ly­se des Orts­bilds als Grund­la­ge, um die wert­vol­le Bau­kul­tur zu er­hal­ten und gleich­zei­tig die In­nen­ent­wick­lung vor­an­zu­brin­gen. Nun steht die Ver­an­ke­rung in der Orts­pla­nung an.

Von  Rahel Lämmler
260708 Gutesbauen 02 260527 GBO2603 4559 MAX

Nach dem Rück­tritt von Pe­ter Jans: Das Ren­nen um den va­kan­ten Stadt­rats­sitz ist er­öff­net

SP-Mann Pe­ter Jans tritt En­de Ju­ni 2027 aus der St.Gal­ler Stadt­re­gie­rung zu­rück. In sei­ner Par­tei star­tet die Su­che nach ei­ner Nach­fol­ge mit ei­nem kla­ren Fa­vo­ri­ten. Bei den Bür­ger­li­chen sind Schmie­de für ei­ne gros­se Al­li­anz ge­fragt.

Von  Reto Voneschen
Offizielles bild stadtrat 2021 Bild PD Ueli Steinbgruber

Ein Tau­mel von Grün

Im Bo­ta­ni­schen Gar­ten St.Gal­len geht es ab nächs­ten Sams­tag wun­der­sam zu und her: Künst­ler:in­nen aus ver­schie­de­nen Spar­ten la­den zum sze­ni­schen Rund­gang un­ter dem Ti­tel In der Däm­me­rung wächst ein Flüs­tern. Ein Pro­ben­be­such.

Von  Peter Surber
Daemmerung Prates de Matos 4

In den Wald hin­ein

Der Dra­ma­ti­ker An­dre­as Sau­ter liest am 27. Au­gust im Li­te­ra­tur­haus Thur­gau aus sei­nem un­fer­ti­gen Ma­nu­skript Ein­bruch der Wild­nis. Im Zen­trum des Werks steht die Fra­ge, was es für ei­nen ge­sell­schaft­li­chen Wan­del braucht.

Von  Vera Zatti
IMG 9687 2

«Ich bin mir voll­kom­men fremd, wenn ich nicht schrei­be»

Die deut­sche Fil­me­ma­che­rin Re­gi­na Schil­ling bringt zum 100. Ge­burts­tag von In­ge­borg Bach­mann Je­mand, der ein­mal ich war ins Ki­no. Der Do­ku­men­tar­film ver­knüpft gross­ar­ti­ge Ar­chiv­auf­nah­men mit fik­tio­na­len Sze­nen aus dem letz­ten Le­bens­jahr der Dich­te­rin zu ei­nem zu­gäng­li­chen Plot.

Von  Eva Bachmann
Ingeborg Bachmann Still 01 Elliott Kreyenberg 1920x1080 jpg

Zu Be­such in der El-Hi­da­je-Mo­schee 

Die SVP macht seit Wo­chen Stim­mung ge­gen die ge­plan­te neue Mo­schee der al­ba­nisch-is­la­mi­schen Ge­mein­schaft El-Hi­da­je in St.Gal­len. An­läss­lich ei­nes öf­fent­li­chen Rund­gangs der SP stell­ten die Ver­ant­wort­li­chen das Pro­jekt vor – und räum­ten mit vie­len Vor­ur­tei­len auf.

Von  David Gadze
El hidaje rundgang david gadze

Ein le­ben für die Kunst

Jim Di­ne ge­hört zu den be­deu­tends­ten zeit­ge­nös­si­schen Künst­ler:in­nen. Seit ein paar Jah­ren er­schafft er sei­ne Skulp­tu­ren vor­nehm­lich im Sit­ter­tal. In die Kunst­gies­se­rei ver­lieb­te sich der Pop-Art-Pio­nier bei sei­nem ers­ten Be­such vor fast 20 Jah­ren.

Von  David Gadze
260708 Jim Dime Florin Roeoesli DSC6138

Noch mehr Spit­zen­ar­chi­tek­tur für die HSG

Al­les deu­tet drauf hin, dass die Uni St.Gal­len dem­nächst in den bis­he­ri­gen Haupt­sitz der Hel­ve­tia-Ver­si­che­rung, ge­plant vom Bas­ler Ar­chi­tek­tur­bü­ro Her­zog und de Meu­ron, als zwei­ten gros­sen Stand­ort auf dem Ro­sen­berg ein­zie­hen kann. Zu­sätz­lich ist ein Holz­bau mit Se­mi­nar­räu­men in Pla­nung.

Von  René Hornung
Hekvetia Hd M

FCSG vs. She­riff Ti­ras­pol 5:1 – St.Gal­len nach Schüt­zen­fest ei­ne Run­de wei­ter

Der FC St.Gal­len zeigt sich ge­gen She­riff Ti­ras­pol von sei­ner bes­ten Sei­te und ge­winnt das Spiel nicht nur sou­ve­rän, son­dern auch hoch mit 5:1. Wei­ter geh­t's im Play­off ge­gen den FC Nordsjæl­land aus Dæ­ne­mark.

Von  SENF Kollektiv
Senf

Jubiläum

«Je­de Ge­ne­ra­ti­on muss­te die Fir­ma neu er­fin­den»

Von  Roman Hertler
Gallus Samuel Portrait sw WEB

Hin­term Bahn­gleis be­ginnt das Uni­ver­sum 

Durch bun­te Ga­la­xien bis in ein Meer aus Kat­zen­streu. Die Aus­stel­lung «Hin­ter’m Mond» vom Künst­ler:in­nen­kol­lek­tiv U5 und Mo­ni­ka Stal­der im Stell­werk in Heer­brugg lädt zu ei­ner in­ter­ga­lak­ti­schen Rei­se ein. 

Von  Vera Zatti
IMG 0500

Ex­ci­ting, un­hin­ged und häs­sig

Die Ost­schwei­zer Band Drill bringt mit Ca­thar­sis ei­ne neue EP raus. Die sechs Songs sind ein wil­der Ritt auf schwe­ren Gi­tar­ren­riffs, bei dem Me­tal­co­re auch mal auf Hy­per­pop trifft.

Von  Jeremias Heppeler
DRILL Pressphoto 2 Full

Die un­ver­zicht­ba­ren Som­mer­tipps – Teil 7

Bis zum En­de der Som­mer­fe­ri­en prä­sen­tiert Sai­ten wö­chent­lich Kul­tur­tipps aus der Re­gi­on. Teil 7: Rat­haus­oper Kon­stanz, Charles Uz­ors The Gre­at Wall. A La­by­rinth, Clanx-Fes­ti­val und Rund­gän­ge zu Wi­bora­das Schwes­tern. 

Von  Redaktion Saiten
260708 Sommertipps Till The Morning Rises Pfister Noemi

FC St.Gal­len vs. FC Lu­zern 2:2 – Im­mer­hin ein Punkt

Ge­gen die­ses Lu­zern müss­te der FC St.Gal­len ei­gent­lich drei Punk­te ein­fah­ren. Zum Schluss muss er aber froh sein, dass es im­mer­hin ei­ner wird. Der Aus­gleich ge­lingt erst weit in der Nach­spiel­zeit per Pe­nal­ty. Das Spiel zum Nach­le­sen im SENF-Ti­cker.

Von  SENF Kollektiv
Senf

Ein er­staun­li­ches Werk

Her­bert Rauch (1929–2012) war Brief­trä­ger und Künst­ler. In den Schwarz-Weiss-Fo­to­gra­fien des Rank­wei­lers er­schei­nen Ob­jek­te wie Stei­ne und Fe­dern als abs­trak­te, gra­fi­sche Ge­bil­de. Nun ist ein Fo­to­band zu sei­nem Spät­werk er­schie­nen, und im Schau­raum Re­né Dal­pra in Alt­ach sind sei­ne Ar­bei­ten aus­ge­stellt.

Von  Ariane Grabher
2 HR M Steine 2009 124x154 r duplex WG5 RGB

Stadt der Un­der­dogs

Ei­ne Bun­des­rä­tin, meh­re­re Na­tio­nal­rät:in­nen und die Po­li­trap­per der Stun­de: Al­le kom­men sie aus der Klein­stadt Wil. Ei­ne Er­kun­dung vor den Lo­kal­wah­len.

Von  Kaspar Surber
Lukas reimann mike sarbach ursula haene

Mehr Platz für Bü­cher und Ma­te­ri­al­mus­ter

Ei­nes der vie­len Ge­bäu­de des Sit­ter­werks, die vor ge­nau 100 Jah­ren er­bau­te Schwarz­fär­be­rei, be­her­bergt heu­te die Kunst­bi­blio­thek und die Ma­te­ri­al­mus­ter­schrän­ke. Ei­ne Auf­sto­ckung soll künf­tig mehr Platz schaf­fen.

Von  René Hornung
Sittwerwerk Aufstockung Bibliothek