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Wie weiter, Kulturjournalismus?

Saiten feiert das 30-Jährige und blickt voraus: Am Samstag laden wir zum grossen Kongress zur Zukunft des Kulturjournalismus – ab 15 Uhr in der St.Galler Hauptpost.
Von  Redaktion Saiten , 
Turtä: DOME

Wer heutzutage was auf sich hält, richtet einen Kongress, eine Tagung, ein Gathering – egal wie man es nennt – aus, Hauptsache es geht um attraktiv verpackte Fachthemen und es sind viele tolle Leute anwesend. Was natürlich der Fall sein wird, nur dass bei uns auch alle Nicht-Fachleute eingeladen sind. Unser Kongress richtet sich nicht nur an Berufsleute, sondern auch an Kulturschaffende, Veranstalter:innen und das geneigte Publikum, also an euch, liebe Leser:innen. Der Saiten-Kongress ist also nicht business casual, sondern business as usual, sprich ernsthaft entspannt.

Thema ist der «Kulturjournalismus der Zukunft». Etwas hochgegriffen vielleicht, aber wir sind ja selbstbewusst. Und als Magazin mittlerweile 30 Jahre alt. Ab da geht es nun mal um die grossen Fragen des Lebens. Nebst der Minasa-Präsentation stehen auf dem Programm: ein Fachgespräch von und für Kulturjournalist:innen in Zusammenarbeit mit dem Verband Medien mit Zukunft (VmZ) sowie ein Workshop, wo das Publikum – also auch ihr – seine Erwartungen an den Kulturjournalismus der Zukunft formulieren und diskutieren kann.

Nach einem Apéro riche folgt um 19 Uhr die grosse Podiumsdiskussion zur Zukunft des Kulturjournalismus und zu möglichen Fördermassnahmen. Auf der Bühne sind die St.Galler Regierungsrätin und Kulturministerin Laura Bucher, Min Li Marti (Nationalrätin, Verlegerin PS, Verband Medien mit Zukunft), Guy Krneta (Schriftsteller und Vorstandsmitglied bei ch-interculture), Lisa Fuchs (Leiterin ad interim Fachstelle Kultur Kanton Zürich) und Frank Heer (Journalist, Kulturredaktor «NZZ am Sonntag»). Geleitet wird das Gespräch von Eric Facon. Anschliessend feiern wir alle zusammen im Palace St. Gallen 30 Jahre Saiten. Es spielen Billie Bird, Mamba Bites, The Robots und DJ Nat.

 

Hier das ganze Programm:

 

15 Uhr, Raum für Literatur

Präsentation für Veranstalter:innen: Neue Kalenderkooperation Minasa

Ab Herbst stellt Saiten schrittweise auf das neue Kalendersystem «Minasa» um. Es wurde von Saiten in Kooperation mit thurgaukultur.ch entwickelt und ermöglicht einen zeitgemässen Umgang mit Veranstaltungsdaten. Einerseits ist das die Abbildung von Veranstaltungen und Veranstaltungsorten mit nützlichen Zusatzinformationen, andererseits die koordinierte und kostenlose Weiterverbreitung von redigierten Veranstaltungsdaten nach Grundsätzen von Open Data. An dieser Einführung wird das neue System und seine vielfältigen Möglichkeiten für Kulturveranstalter:innen vorgestellt.

Mit: Sarah Lüthy (Geschäftsführerin thurgaukultur.ch) und Philip Stuber (Co-Verlagsleiter Saiten)

 

16 Uhr, Hauptpost St.Gallen, Raum tba

Fachgespräch mit Medienschaffenden: Alltag im Kulturjournalismus

Chronischer Geldmangel, fehlender Nachwuchs und kaum noch Freischaffende, diffuse Seilschaften und Erwartungshaltungen, hohe Kompetenzanforderungen und tiefe Klickzahlen – Kulturredaktionen haben es mit diversen Herausforderungen zu tun. Wie gehen Kulturjournalist:innen im Alltag damit um? Welche Lösungsansätze und Initiativen gibt es? Und wie können wir voneinander lernen? In Kooperation mit dem VMZ (Verband Medien mit Zukunft) diskutieren Fachleute über Realitäten und Rezepte für einen attraktiven Kulturjournalismus.

Mit: Susanne Kübler (Dozentin MAZ Kulturjournalismus, Tonhalle Zürich, ehemals «Tages-Anzeiger»), Julia Nehmiz («Appenzeller Zeitung»), Robyn Muffler (Co-Redaktionslietung Kulturmagazin 041) und David Hunziker ( Redaktor WOZ Die Wochenzeitung und Musiker). Moderation: Corinne Riedener (Redaktorin Saiten)

 

16 Uhr, Raum für Literatur

Workshop für Leser:innen und Veranstalter:innen: Erwartungen an den Kulturjournalismus

Im Kulturjournalismus prallen unterschiedliche Erwartungen aufeinander. An den Polen sitzen «die Kultur» und «die Medien». Plakativ gesagt: Erstere dürstet nach Sichtbarkeit und Diskurs, letztere nach Abos und Werbeeinnahmen. Aber wie steht es um die die Erwartungen der Veranstalter:innen und Leser:innen? Im geführten Workshop mit Kulturinteressierten gehen wir der Frage nach, was für sie guten Kulturjournalismus ausmacht, wo das Potenzial liegt und wie er heute aussehen könnte.

Moderation: Thomas Weber

 

Ab 18 Uhr, Raum für Literatur

Apéro riche mit Kollektentopf und Twint-Code

 

19 Uhr, Raum für Literatur

Grosses Podiumsgespräch: Zukunft des Kulturjournalismus

Kultur ist ein Rückgrat unserer Gesellschaft. Sie schärft das Denken, ändert Sichtweisen, begünstigt den Austausch mit der Kunst, den Menschen, der Welt. Dadurch fördert sie Toleranz und Empathie, aber auch die Kreativität. Allerdings kann Kultur, die nicht verhandelt wird, ihre Wirkung gar nicht erst entfalten. Viele Medienhäuser haben in den vergangenen Jahren ihre Kulturberichterstattung massiv reduziert. Das wirft Fragen auf: Welche Relevanz hat Kulturjournalismus für die Gesellschaft von morgen? Wie kann guter Kulturjournalismus in Zukunft gelingen? Und wie können wir das als Gesellschaft ermöglichen?

Mit: Min Li Marti (Nationalrätin, Verlegerin PS, Verband Medien mit Zukunft), Laura Bucher (Regierungsrätin Kanton St.Gallen), Guy Krneta (Schriftsteller, Vorstandsmitglied ch-interculture – Verein für Kulturkritik), Lisa Fuchs (Leiterin ad interim Fachstelle Kultur Kanton Zürich) und Frank Heer (Journalist, Kulturredaktor NZZ am Sonntag). Moderation: Eric Facon

Ein neuer Kulturnewsletter für noch mehr Kulturberichterstattung in der Ostschweiz: saiten.ch/crowdfunding

 

Jubiläumsparty:
21. September, 21 Uhr, Palace St.Gallen. Mit Billie Bird (Indie-Pop, Lausanne), Mamba Bites (Sparkly Punkrock, Genf/Payerne), The Robots (free improvised subelectronic disco tekk, St.Gallen) und Afterparty mit DJ Nat.

Bücherherbst: Mondläufer von Daniel Badraun

Vom Le­ben und Schrei­ben

Von Sieglinde Wöhrer,
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Wenn Mu­se­ums­ob­jek­te ei­nen neu­en Sinn be­kom­men

Ei­ne ben­zin­be­trie­be­ne Glüh­bir­ne? Ein ro­bus­tes Schnaps­glas? Oder ein Kat­zen­hals­band, das die Raub­tie­re vom Vö­gel­fan­gen ab­hal­ten soll? Im His­to­ri­schen Mu­se­um Thur­gau schlum­mern ei­ni­ge Ge­gen­stän­de, de­ren Funk­ti­on auf den ers­ten Blick nicht ganz klar ist. Tho­mas Götz, Mar­ti­na Hü­gi und Ste­fan Kel­ler muss­ten die­se am Icon Po­et her­aus­fin­den.

Von Judith Schuck,
Icon Poet Judith Schuck

Lang­sam­keit als Mo­tor

Die St.Gal­ler Rock­band The Black Salt ver­öf­fent­licht ihr zwei­tes Al­bum. Und ver­ab­schie­det sich ein Stück­weit von ih­ren An­fän­gen.

Von David Gadze,
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Fah­nen der Ver­gäng­lich­keit

Die Welt ist in ste­tem Wan­del. Und man­che Ver­än­de­run­gen sind ir­rever­si­bel – Glet­scher schmel­zen, Tier- und Pflan­zen­ar­ten ster­ben aus. Die Aus­stel­lung «Flim­mern» wid­met sich der Be­wusst­wer­dung die­ses Wan­dels – und dem Schmerz, den er aus­löst.

Von Judith Schuck,
Flimmern Blossom 0 2 von Hoa Luo Patrik Muchenberger

Du­bio­se Zah­len zum Au­to­bahn­aus­bau

Die Grund­la­gen, mit de­nen die Be­für­wor­ter:in­nen die drit­te Au­to­b­anhröh­re durch den Ro­sen­berg in St.Gal­len und die Teil­span­ge mit dem An­schluss im Gü­ter­bahn­hof­are­al for­dern, ba­sie­ren auf frag­wür­di­gen Zah­len. Zu die­sem Schluss kommt der Raum- und Ver­kehrs­pla­ner Tho­mas Hug-Di Le­na.

Von René Hornung,
Anschluss gueterbahnhof

Grüs­se aus ei­nem kom­pli­zier­ten Land

Die St.Gal­ler Tanz­kom­pa­nie fei­er­te ver­gan­ge­nen Sams­tag mit From Eng­land wi­th Love Pre­mie­re. Das Stück wagt sich aber­mals aus dem Gleich­schritt – mit un­miss­ver­ständ­li­chen Ges­ten.

Von Andi Giger,
From England with Love

Eman­zi­pa­ti­on in geo­me­tri­scher Form

Das Kunst­haus Bre­genz zeigt in der neu­en Aus­stel­lung Ar­bei­ten der US-ame­ri­ka­ni­schen Künst­le­rin Tork­wa­se Dys­on. Aus­gangs­punkt ih­rer gross­for­ma­ti­gen geo­me­tri­schen Skulp­tu­ren und poe­ti­schen Ma­le­rei­en bil­det das Le­ben und die Be­frei­ung Schwar­zer Men­schen.

Von Sieglinde Wöhrer,
Torkwase Dyson EG Y3 A3594 Foto Markus Tretter

Vom Ges­tern in die Zu­kunft tau­chen

Wie stehts heu­te um die Gleich­stel­lung? Und wie war das frü­her? Die Pop-up-Aus­stel­lung «Frau­en­spu­ren im Hal­len­bad» in Gos­sau ar­bei­tet ein Stück Ge­sell­schafts­ge­schich­te auf. Zeigt, wo es heu­te noch hakt, und dass es nicht blei­ben muss, wie es ist.

Von Vera Zatti,
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Kolumne: 24/7 Traumacore

Ich bin Bra­ve­he­art (Mel Gib­son ty­pe shit)

Von Mia Nägeli,

Theater

Kein Kom­pli­ment

Von Vera Zatti,
Unreif Presse 05

Von Trans­sil­va­ni­en in den Thur­gau

Jo­han­na und Szi­lamer ar­bei­ten seit vier Jah­ren als Ern­te­hel­fer:in­nen in Fru­thwi­len. In ih­rer Hei­mat Ru­mä­ni­en ist die wirt­schaft­li­che La­ge an­ge­spannt und die kör­per­li­che Ar­beit auf dem Feld sind sie ge­wohnt.

Von Daria Frick, Bilder: Ueli Steingruber,
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Er­satz­wahl in den Stadt­rat: Vor­ent­scheid fällt an SP-No­mi­na­ti­ons­ver­samm­lung

Am 29. Ok­to­ber ent­schei­det die SP der Stadt St.Gal­len, wen sie in die Er­satz­wahl um den Stadt­rats­sitz von Pe­ter Jans schickt. Was ur­sprüng­lich wie ei­ne For­ma­li­tät aus­sah, hat sich zu ei­nem span­nen­den Ren­nen ent­wi­ckelt. Mit of­fe­nem Aus­gang.

Von Reto Voneschen,
2026 Stadtrat Collage farbig

Jock Kobels zweiter Fall

Die Welt ist im­mer He­ris­au

Von Andrej Millius,
Bildschirmfoto 2026 10 14 um 18 12 43

Musik

Der Hai­fisch beisst wie­der zu

Von David Gadze,
Bildschirmfoto 2026 10 14 um 18 07 57

Heppelers Bestiarium

100 Jah­re Ein­sam­keit

Von Jeremias Heppeler,

FC St. Gal­len vs. Lau­sanne-Sport – Die Es­pen er­kämp­fen sich die 3 Punk­te

Nach ei­ner ganz pas­sa­blen ers­ten Halb­zeit der Es­pen so­wie Füh­rung durch ei­nen Elf­me­ter von Gört­ler vor der Pau­se, spie­len die St. Gal­ler die­ses Re­sul­tat an­schlies­send her­un­ter und ho­len sich die 3 Punk­te.

Von SENF Kollektiv,
Senf

Die Ge­walt hat ei­nen Schlüs­sel

Mehr als vier­ein­halb Stun­den dau­er­te Der Pro­zess Pe­li­cot im Thea­ter St.Gal­len. Mi­lo Rau und Ser­va­ne Dè­cle in­sze­nier­ten ei­nen Abend über se­xua­li­sier­te Ge­walt und che­mi­sche Un­ter­wer­fung – und über ei­ne Ge­sell­schaft, die von Män­nern mehr Ver­ant­wor­tung ver­langt.

Von Philipp Bürkler,
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Men­schen­rech­te sind kei­ne Selbst­ver­ständ­lich­keit

Die Men­schen­rech­te ste­hen welt­weit un­ter Druck. Doch wie kon­se­quent setzt sich die Schweiz für sie ein? Ein neu­es Buch nimmt die Schwei­zer Men­schen­rechts­po­li­tik kri­tisch un­ter die Lu­pe. An der Buch­vor­stel­lung im Squa­re wur­de über Wi­der­sprü­che, Ver­säum­nis­se und mög­li­che Lö­sun­gen dis­ku­tiert.

Von Marion Loher,
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Die Po­li­zei woll­te nichts se­hen und nichts hö­ren

In ei­ner Ten­nis­hal­le im tog­gen­bur­gi­schen Un­ter­was­ser tra­fen sich vor zehn Jah­ren 5000 Neo­na­zis zum gröss­ten Rechts­rock-Kon­zert, das je im deutsch­spra­chi­gen Raum statt­ge­fun­den hat. Lin­ke Po­li­ti­ker:in­nen re­agier­ten schnell, doch das Er­geb­nis ist er­nüch­ternd.

Von Hans Stutz,
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Leopoldstadt am Vorarlberger Landestheater

Ver­schwun­de­ne Na­men im Fa­mi­li­en­stamm­baum

Von Sieglinde Wöhrer,
Leopoldstadt R anjakoehler 260217 1