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«Alle müssen ihren Beitrag leisten»

Ab 15. Mai können sich alle Impfwilligen im Kanton St.Gallen für einen Termin anmelden. Saiten hat bei sechs Jugendlichen nachgefragt, ob sie sich impfen lassen wollen und worauf sie sich am meisten freuen, wenn die Pandemie vorbei ist. von Mona Cissé
Von  Gastbeitrag
«Man kann sich nicht nur auf die anderen verlassen», sagt Nathalie, 16. (Bilder: Mona Cissé)

Esra, 16

Sobald alle Risikopatient:innen und alle, die es nötig haben, geimpft sind, würde ich mich auch impfen lassen. Es ist ein Privileg, dass wir die Möglichkeit haben, uns impfen zu lassen. Der ganze Spuk soll endlich vorbei sein, damit wir nicht mehr so eingeschränkt sind. Ich hoffe, dass es allen Menschen bald wieder besser geht, auch psychisch. Am meisten freue ich mich, wenn Corona «over» ist, darauf, wieder Menschen zu sehen und dass ich wieder die ganze Nacht mit meinen «friends» in den Clubs tanzen kann. Auch das Reisen vermisse ich.

Esra Dur, 16, Schülerin des gestalterischen Vorkurses

 

 

Leonardo, 16

Ich lasse mich mit Sicherheit impfen, denn es gibt meiner Meinung nach viel zu wenig Gegenargumente, die wirklich gut sind. Ich selber gehöre wegen meines Immunsystems zur Risikogruppe. Sobald die Pandemie vorüber ist, freue ich mich am meisten darauf, wieder reisen zu dürfen.

Leonardo Guevare Pineda, 16, Kantischüler, Schwerpunkt Bildnerisches Gestalten

 

 

 

Eleanore, 15

Ich würde mich impfen lassen, da ich wieder rausgehen möchte, ohne die konstante Angst zu sterben oder ähnliches. Aber ganz ehrlich, ich habe mich zu wenig damit auseinandergesetzt. Darum kann ich die Impfgegner:innen nicht verstehen. Ich sehe vor allem die positiven Auswirkungen, die die Impfung für alle mit sich bringt. Am meisten freue ich mich, wenn ich neuen Leuten endlich wieder unbeschwert «Hallo» sagen darf, ohne dass eine komische Szene entsteht wie dieses doofe Ellbögeln und solche Sachen. Und natürlich Raves, darauf freue ich mich besonders.

Eleanore Ruggle, 15, Schülerin des gestalterischen Vorkurses

 

 

Manuel, 16

Ich lasse mich ganz sicher impfen, auch aufgrund der Herdenimmunität. Dies ist der erste Schritt, um diese Pandemie zu stoppen. Ich möchte keine anderen Menschen gefährden und freue mich, wieder verreisen zu können. Auch das alltägliche Leben, Ausgang und so, möchte ich wieder geniessen können wie früher.

Manuel Guglielmetti, 16, Kantischüler, Schwerpunkt Italienisch

 

 

 

Pablo, 16

Ich bin generell für die Impfung, da dieses Virus wahnsinnigen Stress verursacht. Beispielsweise am Morgen, wenn ich meine Maske zu Hause vergessen habe. Ich verstehe nicht, dass es so viel Kritik gibt, da wir alle doch wollen, dass alles wieder normal wird. Ich freue mich sehr darauf, mich einfach wieder mit Menschen zu treffen, die ich gerne habe, ohne jedes Mal überlegen zu müssen, wie viele wir sind, wohin wir gehen, die Masken und all dieses Zeugs. Dass man sich nicht so viele Gedanken machen muss. Einfach wieder drauflos.

Pablo Maerten, 16, Schüler des gestalterischen Vorkurses

 

 

Nathalie, 16

Impfen lasse ich mich auf jeden Fall, weil es keine guten Argumente dagegen gibt und es wichtig ist, um irgendeinen Fortschritt in dieser Pandemie zu erreichen. Man kann sich nicht nur auf die Anderen verlassen. Alle müssen ihren Beitrag leisten. Am meisten freue ich mich, wieder ins Ausland reisen zu dürfen. Vor allem, um meinen Bruder wieder einmal zu sehen.

Nathalie Brückner, 16, Kantischülerin, Schwerpunkt Bildnerisches Gestalten

Jetzt mitreden: 3 Kommentare
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Guido Baumgartner,  

Sehr wichtiger Input von Daniele Anfuso. Das Saiten diese ganze Propaganda so unkritisch mitmacht ist sehr bedenklich. Wieso gibt es keine Gegenstimmen? Impfen ist eine persönliche Entscheidung da es den eigenen Körper unwiderruflich betrifft. Wen der Impfstoff einmal drin ist, kriegt man ihn nicht mehr raus. Und wie gut und wie lang der wirkt, weiss niemand. Die nächste Mutation kommt bestimmt und die Viren werden nicht verschwinden, nur weil wir das wollen. Das wichtigste ist keine Angst zu haben und für ein gutes Immunsystem zu sorgen. Das ist der beste Schutz!

Daniele Anfuso,  

Natürlich mag es sein, dass ihr auf 6 Jugendliche gestossen seid, welche sich mit Freuden impfen lassen möchten. Dass ihr aber keinen einzigen Jugendlichen gefunden habt, welcher sich nicht impfen lassen möchte, macht mich mehr als stutzig! Vielleicht waren es die Jugendlichen Nummer 7 bis 12? Vielleicht kann ja jemand erläutern, wie diese Umfrage zustande kam. Eleanore meint: «Aber ganz ehrlich, ich habe mich zu wenig damit auseinandergesetzt. Darum kann ich die Impfgegner:innen nicht verstehen.» Obwohl, das sind ja vielleicht einfach Menschen, die nicht generell gegen das Impfen sind und sich einfach diese mRNA-Impfung nicht reinziehen wollen, aber egal. Dieses Beispiel zeigt, dass mit diesem Thema zu salopp umgegangen wird und dass es dringlich wäre, der Jugend endlich die wirklich relevanten Informationen zu dieser Impfung aufzutischen. Denn wenn sich alle nur deshalb impfen, damit sie wieder ihr normales Leben zurückbekommen und wieder reisen dürfen, dann ist ja sowieso der Wurm drin. Dazu kommt, dass nun das BAG in einem Informationsschreiben verbreitet: «... Für die Impfung von 16-18-Jährigen braucht es demnach keine Einwilligung der Eltern oder Erziehungsberechtigten. Man kann sich vorstellen, wie hier im Klassenzimmer Druck aufgebaut wird gegen «Impfunwillige» Jugendliche. Umsomehr fände ich es zwingend, dass die Medien — auch Saiten — über die jetzt bekannten Risiken informieren, anstatt propagandamässig solche Artikel zu veröffentlichen. Ich hoffe nicht, dass sich in ein paar Monaten oder Jahren die Prognosen vieler (ungehörter) Wissenschaftler und Ärzte bewahrheitet, dass nach dieser Impfung der Körper früher oder später Amok läuft. Falls doch, sind die Medien — auch ihr, liebes Saiten — mitverantwortlich, dass den Jugendlichen wichtige Informationen vorenthalten wurden.

Nathalie Brückner,  

Beeeester artikelstarjournalistin mona hat es wieder einmal geschafft uns alle zu begeistern!

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