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Das Chamäleon

Native Advertising – redaktionell getarnte Werbung – ist ein heisses Eisen im Journalismus. Saiten wollte die Mechanismen dahinter besser verstehen und hat sich von einer Onlinemarketing-Agentur ein Angebot machen lassen.
Von  Corinne Riedener , 
(Bild: Screenshot YouTube)

Vor einiger Zeit erhielten unsere Saiten-Verlagsleute folgende E-Mail. «Guten Tag, mein Name ist Alan Weiler und ich arbeite für die internationale Onlinemarketing-Agentur AdPro. Wir sind immer auf der Suche nach attraktiven Portalen wie ‹saiten.ch›, mit denen wir redaktionell zusammenarbeiten können. Dabei interessiert uns in erster Linie die neutrale Platzierung von hochwertigem Content, aber auch Publireportagen bzw. Advertorials sind relevant. Wir bieten professionell erstellte Artikel, die auch mit regionalem Bezug verfasst werden können. Weiterhin vergüten wir gerne den für die Einbindung der Artikel entstandenen Aufwand.»

Den Namen des Herrn und seines Unternehmens haben wir geändert, aus Gründen. Besagte Firma sitzt in einer Deutschen Grossstadt und hat sich auf Suchmaschinenmarketing (SEM) bzw. Suchmaschinenoptimierung (SEO) spezialisiert. Sie sorgt also mit verschiedenen Strategien dafür, dass die Websites, Videos und Bilder ihrer Kunden im Suchmaschinenranking der unbezahlten Suchergebnisse auf den oberen Plätzen erscheinen. Dadurch sollen neue Reichweiten – und letztlich mehr Einnahmen – generiert werden.

Links direkt zum Kunden

Was hat das mit Saiten zu tun? Lassen wir es uns vom freundlichen Herrn Weiler erklären: «Wie bereits erwähnt, sind unser Hauptanliegen Contentplacements im redaktionellen Bereich Ihrer Seite. In diesen sollten Links enthalten sein dürfen, die den Artikel inhaltlich aufwerten und weiterführen», schreibt er auf Nachfrage. «Einer dieser Links führt entsprechend zu einem unserer Kunden. Der Inhalt der Texte ist nicht werblich und orientiert sich auch primär nicht an den Inhalten des Linkzieles, besitzt aber immer eine thematische Schnittmenge. Unsere Redaktion greift Inhalte, Stil und Textstruktur Ihres Portals auf und verfasst die Artikel passend. Änderungen sind immer möglich, ebenso müssen die Inhalte nicht zwingend von uns kommen. In der Regel ist dies aber der Fall. Wenn möglich greifen wir gerne aktuelle Themen sowie regionale Ereignisse auf. Ich denke, in den lockereren Dossiers ‹Digital›, ‹Faire Mode› oder ‹Velostadt› wäre so etwas gut möglich, was meinen Sie?»

«Auf keinen Fall!», meinen wir natürlich. Nicht zuletzt wegen folgender Ergänzung: «Für diese Beiträge ist uns wichtig, dass sie nicht als extern gekennzeichnet werden, enthaltende Links ‹dofollow› sein dürfen und sie mindestens 24 Monate bzw. permanent abrufbar sind. Für eine Veröffentlichung nach diesen Vorgaben kann ich Ihnen derzeit 150 € Netto je Beitrag anbieten. Falls die erläuterte Vorgehensweise nicht in Ihr Konzept passen sollte, wären für uns auch gekennzeichnete Advertorials eine Option. Hier hätten wir aber deutlich weniger Auswahl an möglichen Buchungen.»

Native Advertising und dessen Verhältnis zum Journalismus

Advertorials, auch Publireportagen genannt, sind redaktionell aufgemachte Werbeanzeigen, die den Anschein eines journalistischen Beitrags erwecken sollen. Sind sie gut gemacht, wird es für das Publikum schwierig, diese Inhalte eindeutig als Werbung bzw. Marketing zu identifizieren. Advertorials gehören wie auch das Suchmaschinenmarketing zu den Strategien des sogenannten Native Advertisings. Mit diesem Oberbegriff ist Werbung in allen erdenklichen Variationen gemeint, die so verpackt daher kommt, dass sie kaum mehr von redaktionellen Beiträgen zu unterscheiden ist und so die Aufmerksamkeit des ahnungslosen Publikums auf sich zieht. «Schön» erklärt in diesem Chamäleon-Video, das vor knapp drei Monaten auf der Website des Schweizer Verlegerverbands (VSM) publiziert wurde:

 

Von der breiten Öffentlichkeit bemerkt wurde das zweieinhalbminütige Video erst, als es Anfang Mai vom Medien-Startup «Project R» (mehr dazu hier oder hier) in Umlauf gebracht wurde. «NZZ»-CEO Veit Dengler hatte keine Freude daran und twitterte: «NZZ-Mediengruppe distanziert sich von unsäglichem Video des #vsm zu Native Advertising. Zerstört Vertrauen in Medien.»

Am Morgen darauf war das Video von der Seite des Verlegerverbands verschwunden. «Es erklärt die Vorteile dieser Werbeform für den Werbekunden, berücksichtigt die Problematik der Unterscheidbarkeit zwischen redaktionellem Inhalt und Werbung für den Leser aber nicht genügend», erklärte sich VSM-Geschäftsführer Andreas Häuptli gegenüber dem Medienportal «persönlich.com». Das sei aus Sicht der Publisher in der Tat nicht gut. Zudem habe auch der Verlegerverband zu diesem Thema einen «Code of Conduct», in dem die Unterscheidbarkeit von redaktionellen Inhalten und Werbung vorgeschrieben sei.

Die «Republik» lädt zum Tag der offenen Tür in St.Gallen und ist zu Gast bei Saiten im Konsulat an der Frongartenstrasse: am 24. Mai, von 10 bis 19 Uhr. Apero mit dem ganzen Team: ab 17 Uhr. Special Guest 18 Uhr: Renato Kaiser. (Ja, es gibt auch Würste.)

Solche Richtlinien gibt es in den meisten Redaktionen, sie gehören zu den Rechten und Pflichten der Journalisten. In vielen Fällen ist allerdings nicht klar definiert, wie diese Unterscheidbarkeit gewährleistet werden soll. Wenn man zum Beispiel einen Text mit dem Titel «11 Vorteile der bilateralen Verträge, die uns gar nicht mehr bewusst sind» vor sich hat («watson.ch», 21. Mai 2016), muss man schon genau hinsehen, um das kleingedruckte «präsentiert von stark vernetzt, europapolitik.ch» unten rechts nicht zu überlesen.

Auch bei der «Tagblatt»-Sonderbeilage zu 75 Jahren Stadler (13. Mai 2017) verschwimmen die Grenzen. Das Editorial ist zwar von Stadler-CEO Peter Spuhler unterzeichnet, doch das Layout kommt grösstenteils im «Tagblatt»-Stil daher, die Texte sind vermeintlich journalistisch und auf jeder zweiten Seite finden sich zudem klassische Werbeinserate. Und beim «Grill Extra» der Tamedia («Tagesanzeiger» und «Sonntagszeitung», 13. bzw. 14. Mai 2017) ist die Verwirrung komplett. Im Impressum ist Arthur Rutishauser als Chefredaktor aufgeführt, aber der Inhalt der Sonderbeilage ist zweifelsfrei werberisch. Die besten Grills, der tollste Metzger, die leckersten Rezepte – alles glaubwürdig verpackt dank «Tagi»-Layout.

Kann man Saiten aus der Ferne imitieren?

Zurück zu Herrn Weiler. Für Saiten kommt es wie gesagt nicht in Frage, als Journalismus getarnte Werbung zu schalten und auch noch daran zu verdienen – aber wissen, wie so ein Beitrag konkret aussehen würde, wollten wir trotzdem. Also bestellten wir eine unverbindliche Arbeitsprobe. Herr Weiler freute sich natürlich darüber und bot uns an, «blind einen Text anzufertigen zu lassen, der unique ist und als besseres Beispiel dienen kann als ein Beitrag für ein anderes Portal». Er würde direkt einen konkreten Kunden verwenden, teilte Weiler mit, damit der Inhalt bei Gefallen eventuell gleich verwendet werden könne. «Vorwegschicken möchte ich noch, dass wir eine recht grosse Redaktion haben. Wie ein/e Redakteur/in an ein Thema herangeht, kann variieren, auch wenn das Lektorat für einen einheitlichen Qualitätsstandard sorgt. Deswegen sind Änderungen, Absprachen oder Vorgaben an Inhalt und Stil Ihrerseits jederzeit möglich und gewünscht.»

«Unique», ernsthaft? Ist Saiten wirklich so einfach zu imitieren? Vier Tage später hatten wir jedenfalls Post. Eine Besprechung des mehrfach Oscar-prämierten Films La La Land von Damien Chazelle, der sich ganz im Saiten-Stil lesen sollte. Samt beiläufigem Verweis auf einen der vermutlich zahlreichen AdPro-Kunden. Herr Weiler teilte mit, der Artikel sei «sehr gut gelungen und dürfte sich in das Portal entsprechend einfügen».

Wir auf der Saiten-Redaktion sahen das natürlich etwas anders. Nicht unbedingt, weil wir nur selten Hollywood-Blockbuster besprechen, sondern vielmehr, weil wir Sätze wie den folgenden herausredigieren bzw. umstellen würden: «Erinnerungen an einen paradiesischen Idealzustand in der Vergangenheit sind seit der Frühromantik zu einer immer wieder- kehrenden Idee in der modernen Kunst geworden, die von den Jenaer Frühromantikern weniger als gedankenverlorenes Schwelgen denn als Suche nach mythischen Vorbildern für künstlerische und gesellschaftliche Progression gedacht wurde.» Zu schwurblig, zu lang, völlig unzugänglich.

Nicht gerade subtiles Namedropping

Schlecht ist der Text nicht, aber er ist keine klassische Rezension. Man erfährt zum Beispiel nichts über die Kameraführung, die schauspielerische Leistung, die Qualität des Drehbuchs oder jener des Plots. Stattdessen geht es um den Zeitgeist und um «romantische Narrative», die ja das «Fundament der Moderne» seien, aber in der Popkultur nur noch als «Fragmente in Form der Ideen Retro und Vintage» übrig geblieben seien. Am offenkundigsten atme die Mode diesen «Geist der Vergangenheit», schreibt der anonyme Autor und verweist auf den verstaubten Kleidungsstil der beiden Hauptfiguren im Film.

Im zweiten Absatz folgt dann der – nicht wirklich subtile – Werbespot: «Auch die Mode-Branche freut sich über die filmische Erinnerung an schicke Abendkleider und Anzüge: George Pauchard vom kultigen Berner Kleiderladen Olmo erklärt in einem Interview auf die Frage nach dem Stil aus La La Land und möglichen Rückschlüssen auf unsere Zeit: ‹Es ist verrückt, wir haben noch nie so viele bunte La-La-Land-Röckchen verkauft wie im Moment› und auch Onlinehändler wie Peter Hahn führen zahlreiche bunte Kleider in La-La-Land-Farben, mit Pünktchen- und Blümchen-Mustern.»

Das 10. Gebot: Transparenz in Sachen Werbung

Wir lernen: Der Deutsche Versandhandel Peter Hahn ist offenbar Kunde von AdPro. Olmo möglicherweise auch, könnte aber auch nur reingerutscht sein, um als Steilvorlage zu dienen. Pauchard hat dem «Bund» nämlich tatsächlich ein Interview gegeben. Die «Vorteile» solcher Marketingstrategien liegen auf der Hand: Das Namedropping wird weder vom Publikum noch von Adblockern – Computerprogramme zur Unterdrückung von Werbung – als Werbung entlarvt und auch die Suchmaschinen listen den Text nicht als bezahlten, sondern als journalistischen Content.

Nun könnte man sagen: «Alles halb so schlimm, so läuft das nun mal und andere machen das schliesslich auch». Doch, wie eingangs erklärt, gibt es gewisse Spielregeln. In Artikel zehn der «Erklärung der Rechte und Pflichten der Journalistinnen und Journalisten» des Schweizer Presserats heisst es: «Sie vermeiden in ihrer beruflichen Tätigkeit als Journalistinnen und Journalisten jede Form von kommerzieller Werbung und akzeptieren keinerlei Bedingungen vonseiten der Inserenten.» Daran halten wir uns bei Saiten, deshalb bleiben wir, was Werbung angeht, weiterhin retro: Inserate in Online und Print sowie Beilagen müssen reichen. Dafür ist allen klar, was Werbung ist und was nicht. Und ja, das eben war auch ein Werbespot.

Dieser Text erschient im Juniheft von Saiten.

Die Er­de ist nicht ge­nug

Das Na­tur­mu­se­um St.Gal­len er­öff­net Mit­te No­vem­ber zum zehn­jäh­ri­gen Be­stehen sei­nes Neu­baus den Aus­stel­lungs­be­reich «Mensch und Uni­ver­sum». Zwi­schen Kli­ma­kri­se und Ster­nen­him­mel geht es um ei­ne ziem­lich gros­se Fra­ge: Wo ste­hen wir ei­gent­lich?

Von Philipp Bürkler,
Naturmuseum Mensch und Universum Niklas Thalmann

Ein ziem­lich ab­ge­fah­re­nes Ding

Seit zehn Jah­ren gibt es die Re­si­den­cy in der Bi­blio­thek An­dre­as Züst im Al­pen­hof, die­sem so schwer zu fas­sen­den Ort in In­ner­rho­den. Der run­de Ge­burts­tag wird nun mit ei­nem viel­fäl­ti­gen Fes­ti­val ge­fei­ert.

Von Hanspeter Spörri,
Alpenhof bibliothek andreas zuest residency

Ein künst­le­ri­sches Ge­ne­ra­tio­nen­tref­fen

Be­vor die Kunst­hal­le St.Gal­len im De­zem­ber we­gen Um­bau­ar­bei­ten vor­aus­sicht­lich bis April 2027 schliesst, dreht sie noch­mals voll auf. In der Aus­stel­lung «House of Ch­an­ge: Pre-Con­s­truc­tion-Warm-Up-Ga­lo­re» prä­sen­tiert sie im lau­fen­den Mo­nat ein dich­tes, bun­tes Pro­gramm an Kunst und Kul­tur.

Von Larisa Baumann,
House of change larisa baumann 1

Zwi­schen Kunst und Kör­per 

In der Aus­stel­lung «Smi­le ma­nia­cal­ly we’re ali­ve» ver­bin­det Ja­la Wa­hid schein­bar ge­trenn­te Wel­ten. Sie schlägt dar­in ei­ne Brü­cke zwi­schen Er­in­ne­rung, Emo­ti­on, Wis­sen­schaft und Po­li­tik. 

Von Sieglinde Wöhrer,
Jala Wahid Smile maniacally were alive Sieglinde Woehrer

Ver­ei­nig­te Kul­tur­sze­ne pro­tes­tiert ge­gen den Spar­ham­mer

Die er­neu­ten Spar­vor­schlä­ge der St.Gal­ler Re­gie­rung stos­sen auf brei­te Ab­leh­nung. Die Kul­tur­sze­ne so­li­da­ri­siert sich ge­gen die Ab­bau­plä­ne. Die Kul­tur­lob­by hat sich in Stel­lung ge­bracht. Obs hilft?

Von Roman Hertler,
2611 Kulturgelder gaffa rappenspalter 2 farbe

Kunstausstellung

Mut­ter­schaft in Öl ge­fasst

Von Vera Zatti,
Cecileund Pina300dpi

Die Meis­te­rin der Bei­läu­fig­keit

Ei­gent­lich woll­te Zsuz­san­na Gah­se kei­ne Bü­cher mehr schrei­ben. Nun hat sie mit An­ge­rich­tet ihr Werk doch noch ein­mal er­wei­tert. Ih­re Spra­che dar­in bleibt neu­gie­rig, hu­mor­voll und spie­le­risch. Und wirkt fast wie ein Kom­men­tar zum ei­ge­nen li­te­ra­ri­schen Schaf­fen.

Von Michael Lünstroth,
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Bücherherbst: Ausser mir von Micha Friemel

Ana­ly­se des müt­ter­li­chen Wahn­sinns

Von Veronika Fischer,

Zwi­schen Ruhm und Knast

Ja­kob Stutz, Volks­schrift­stel­ler und Re­form­päd­ago­ge mit «zwie­späl­ti­gem» Cha­rak­ter: Ihn lässt Ex-Kel­ler­büh­nen­lei­ter Mat­thi­as Pe­ter 150 Jah­re nach sei­nem Tod noch ein­mal auf­le­ben – un­ter an­de­rem in Tro­gen, wo Stutz im Ge­fäng­nis sass.

Von Peter Surber,
01 Jakob Stutz 11 cut

Das Mit­tel­mass fei­ern

Auf sei­nem neu­en Al­bum Th­ree Chords and a Shaking Hand be­singt der Rhein­ta­ler Sin­ger-Song­wri­ter Mo Klé die ge­gen­wär­ti­ge De­bat­ten­kul­tur, Re­gen­stür­me und Selbst­ak­zep­tanz. Die Al­bum­tau­fe fin­det am 7. No­vem­ber im st.gal­li­schen Bahn­hof Brug­gen statt.

Von Vera Zatti,
Artist Picture Mo Kle 2 Credits Johannes Gruber

FC St.Gal­len vs. Ser­vet­te 2:1 - Nicht bril­liert, aber ge­won­nen

Bouk­hal­fa und Gört­ler brin­gen die Es­pen in Füh­rung, wel­che das Team dann über die Zeit bringt.

Von SENF Kollektiv,
Senf

«Wir le­ben in ei­ner ver­blö­de­ten Mei­nungs­welt!»

Alex­an­der Vel­ja­nov ist die un­ver­wech­sel­ba­re Stim­me der Dark-Wa­ve-Band Dei­ne La­kai­en. Mit sei­nem neu­en So­lo­al­bum gas­tiert er am 9. No­vem­ber in Frau­en­feld. Ein Ge­spräch über Schub­la­den, Lü­ge, Wahr­heit und die Fra­ge, was Mu­sik mit un­se­rem Mensch­sein zu tun hat. 

Von Michael Lünstroth,
VELJANOV 2018 03

Zumthor plant in Wildhaus

Noch mehr Spit­zen­ar­chi­tek­tur fürs Tog­gen­burg

Von René Hornung,
Steinmodell 2

Die SP setzt auf Pe­ter Oli­bet

Ein Wahl­gang ge­nüg­te: Die SP der Stadt St.Gal­len schickt Pe­ter Oli­bet ins Ren­nen um die Nach­fol­ge von Stadt­rat Pe­ter Jans. Er er­hielt 109 von 182 Stim­men. In der Fra­ge­run­de ging es um Spar­po­li­tik, be­zahl­ba­re Woh­nun­gen und die Fra­ge, wie viel Op­po­si­ti­on ein künf­ti­ges Re­gie­rungs­mit­glied noch ma­chen kann.

Von Philipp Bürkler,
Nomination Peter Olibet 10
Heftvorschau 11/26
Postkolonial, Kulturgelder, Universum

Wäh­rend Zü­rich und Genf ge­raub­te Ben­in-Bron­zen zu­rück­ge­ben, la­viert das Kul­tur­mu­se­um St.Gal­len. Der­weil un­ter­sucht der Thur­gau sei­ne eth­no­gra­fi­sche Samm­lung und schliess Re­sti­tu­tio­nen nicht aus. Aus­ser­dem im No­vem­ber­heft: Der so­li­da­ri­sche Pro­test der St.Gal­ler Kul­tur­sze­ne ge­gen die Spar­plä­ne des Kan­tons, die neue Aus­stel­lung zum Zehn­jäh­ri­gen im Na­tur­mu­se­um St.Gal­len, das ers­te elek­tro­ni­sche So­lo­al­bum von Ka­fi-D und vie­les mehr.

Saiten 2611 01 Cover

Zü­rich und Genf ma­chen vor­wärts, St.Gal­len bremst

Seit ei­ni­gen Jah­ren sind Ben­in-Bron­zen in Schwei­zer Mu­se­en ein heis­ses Ei­sen. Im St.Gal­ler Kul­tur­mu­se­um la­viert man bei der Fra­ge ei­ner mög­li­chen Rück­ga­be zwi­schen Dia­log­be­reit­schaft und Ver­wei­ge­rungs­hal­tung.

Von Richard Butz und Hans Fässler,
Benin bronze kulturmuseum 2026

Bücherherbst: Nie ist alles gut von Raffael Rihs

Mo­ment­auf­nah­men

Von Veronika Fischer,

Ma­gen­brot bis zu­letzt

Ein Fes­ti­val über den Tod – darf das auch lus­tig sein? «Last Call» lädt am 31. Ok­to­ber in St.Gal­len da­zu ein, über das Ster­ben zu spre­chen. In­ter­view mit Mi­chel­le Mauch­le von der Ge­schäfts­stel­le Pal­lia­ti­ve Ca­re Stadt St.Gal­len.

Von Philipp Bürkler,
Festival zum tod michelle mauchle

Kampf­sport als Safe Space

In St.Gal­len hat am Sams­tag zum ers­ten Mal ein eman­zi­pa­to­risch-an­ti­fa­schis­tisch-que­er­fe­mi­nis­ti­sches Kampf­sport­tur­nier statt­ge­fun­den. Wie das aus­sieht? Schon ziem­lich bru­tal, aber dann auch wie­der herz­lich.

Von Malena Widmer,
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Bücherherbst: Unwucht von Sarah Elena Müller

Zwi­schen Lie­be und Lei­den

Von David Gadze,