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Das schönste Heft – der schönste Hund

Ausserrhoden habe mit dem «Obacht Kultur» nichts weniger als «das schönste Kulturmagazin der Welt» – heute abend wird das Heft und seine Erfinderin, Kulturamt-Leiterin Margrit Bürer, ausgezeichnet.
Von  Peter Surber , 

«Obacht Kultur» stellt sich dem Bläss. Und dieser kläfft, in der neusten Ausgabe des Ausserrhoder Kulturmagazins, lautstark zurück. Das Thema könnte kaum appenzellischer sein – wie es angepackt wird im Heft, ist «Obacht»-typisch: vielseitig, mit Witz und ohne Wadenbeisserei, in Wort, Bild und Ton. Unter anderem hält der Musiker und Musikfilmer Cyrill Schläpfer eine Lobrede auf seinen Bläss im speziellen und den Bläss an sich – mit dem Fazit: der Bläss vergesse nichts.

Unvergesslich ist für den Journalisten Andreas Bänziger seinerseits der  Artikel, den er 1996 über den Bläss schrieb: Nie habe er ein grösseres Echo gehabt als auf jenen Beitrag, der vom drohenden Aussterben des Bläss handelte, weil er als Treibhund auf den heutigen Höfen nicht mehr gebraucht werde. Der Maler Willy Künzler sieht die Zukunft des liebenswürdigen Kläffers ebenfalls skeptisch (Bild oben).

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Seit sechs Jahren dreimal im Jahr macht das Magazin «Obacht» Kultur in allen Facetten zum Thema, schön gestaltet und immer mit künstlerischen Originalbeiträgen angereichert. Dahinter steckt das Ausserrhoder Amt für Kultur und seine Leiterin Margrit Bürer. Die Arbeit findet Anerkennung: Heute abend erhält sie die Ehrenperle Kultur des Senders Art-TV – ein Preis, der erstmals für Kulturvermittlung vergeben wird. «Sie produziert das schönste Kulturmagazin der Welt und hat mit der Kulturlandsgemeinde stark dazu beigetragen, dass auch eine kleinere Region wie Appenzell Ausserrhoden national von sich reden macht», heisst es in der Preisbegründung.

Plattform und Ersatz

Was ihr der Preis bedeutet? «Viel», sagt Margrit Bürer – immerhin komme die Anerkennung von Seiten einer Institution, die national den Überblick über das Kulturgeschehen habe. Dann spricht sie lieber wieder vom «Obacht» und davon, wie gezielt das Heft auf die Ausserrhoder Verhältnisse zugeschnitten ist. «Ausserrhoden hat keine grossen Kulturinstitutionen, kein Museum, kein Theater etc – Obacht nimmt diese Aufgabe wahr, eine kantonsweite Plattform zu schaffen, Kunstschaffende und das Publikum zu vernetzen.» Das Heft präsentiert Künstlerinnen und Künstler und ihre Werke, greift breit gefasste Themen auf, erfüllt aber auch die Transparenzpflicht: Unter dem Titel «Förderei» erfährt man, wer wofür wieviel Kulturgelder erhält und woran Kantonsbibliothek, Denkmalpflege etc gerade arbeiten.

Damit sei «Obacht» ein schweizweit einmaliges Kulturvermittlungs-Instrument, heisst es in der Laudatio für den Kulturperle-Preis. Margrit Bürer bestätigt: «Obacht» erreiche je nach Thema ganz unterschiedliche Kreise – das Bläss-Heft etwa werde eifrig nachbestellt von Hundefreunden. Und die aktuell 1780 Adressen, die «Obacht» (gratis) zugestellt bekommen, verteilen sich über die halbe Welt.

Seit acht Jahren ist Margrit Bürer im Amt, davor hatte Ausserrhoden kein Kulturgesetz, keine kontinuierliche Kulturförderung und kaum Geld dafür. Sie kam von Pro Helvetia, brachte Knowhow und Durchsetzungsvermögen mit und hat es zusammen mit dem für Kultur zuständigen Regierungsrat Jürg Wernli zustande gebracht, Kulturförderung als selbstverständliche Staatsaufgabe in den Köpfen und Budgets zu etablieren.

Spardruck auch in AR

Der Preis kommt also im richtigen Moment – auch, da der Kanton vor einer einschneidenden Sparrunde stehe, sagt Margrit Bürer. Kritik an der Kulturförderung gebe es ab und zu, mit dem Tenor, das «Obacht»-Magazin sei zu teuer, ebenso die Kulturlandsgemeinde, die andere eigenwillige und schweizweit beachtete Ausserrhoder Kultur-Erfindung. Diese Initiativen hätten zwar ihren Preis, seien aber viel günstiger, als es jede fixe Kulturinstitution wäre, sagt Margrit Bürer. Wo der Rotstift ab 2015 angesetzt werden muss, sei noch nicht bestimmt. Dank einem vorausschauenden Passus im Kulturkonzept ist immerhin ein Anteil von 30 bis 40 Prozent der Kulturausgaben für die freie Projektförderung reserviert – «es wird also nicht auf Kosten der Freien gespart», verspricht Margrit Bürer.

bläss4Verleihung der «Kulturperle»: Mittwoch, 28. Mai 19 Uhr, Richtiarkade Wallisellen
Dazu gibt es eine «Obacht»-Ausstellung: Donnerstag, 5. Juni bis Samstag, 7. Juni, 16 bis 19 Uhr oder nach Vereinbarung.

 

Mit­spie­len dür­fen. Aber auch die Spiel­re­geln mit­be­stim­men?

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Heftvorschau 10/26
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Saiten 2610 Cover

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Hu­man Hu­man spie­len me­lan­cho­li­schen und fra­gi­len In­die-Pop, der trotz­dem warm und licht­durch­flu­tet ist. Das St.Gal­ler Duo hat jetzt sei­ne ers­te EP ver­öf­fent­licht und tritt am Wo­chen­en­de gleich zwei­mal im Bahn­hof Brug­gen auf – erst­mals mit ei­ner Band.

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Mobilitaetsallianz 1 philipp buerkler

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Verwaltungsgebaeude appenzell pd

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Von Peter Surber,
Hochdruck Crasch Polizei 04665

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03 Schuetz Chraeje n un Gwaage ss Foto