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Diagonal durch die Schweiz

Das 2002 erstmals durchgeführte Jazz-Festival Suisse Diagonales ist über die Jahre nicht nur gewachsen, es setzt neben den Konzerten auch auf die Vermittlung von Knowhow. In der Ostschweiz spielen dieses Jahr unter anderem Nolan Quinn, Lea Maira Fries und das Trio Kali.
Von  Peter Surber

Wenn das kein Versprechen ist: «Die Auswahl der Bands war alles anders als einfach, da es in allen Landesteilen von talentierten jungen Gruppen nur so wimmelt.» Das schreibt die Präsidentin von Suisse Diagonales Jazz, Carine Zuber vom Moods Zürich, im Programmheft zum gleichnamigen Festival. Der alle zwei Jahre stattfindende Grossanlass bietet von Mitte Januar bis Mitte Februar gut dreisprachig «Zehn Bands. Vingt-six lieux. Settanta concerti.»

Die Ostschweiz ist unter den 26 Standorten dabei, mit dem Eisenwerk Frauenfeld, mit Gambrinus Jazz (im Diagonales-Vorstand mit Paolo Mira vertreten) und dem Zyklus kleinaberfein in St.Gallen sowie, wenn man geografisch grosszügig denkt, dem Haberhaus Schaffhausen und Weekly Jazz in Chur.

Suisse Diagonales Festival: 12. Januar bis
 17. Februar, diverse Orte in der Ostschweiz
diagonales.ch

Und was wimmelt da? Sängerin 
Lea Maria Fries und ihr Quartett mit dem sphärischen Namen 22° Halo gastieren
am 21. Januar bei Gambrinus im Bistro Einstein. Das Quintett des Tessiner Trompeters Nolan Quinn kommt nach St.Gallen (28. Januar) und zusammen mit dem Trio Kali um den Luzerner Pianisten Raphael Loher nach Frauenfeld. Und den Auftakt am 13. Januar macht bei kleinaberfein ein Doppelkonzert: Woodoism nennt sich das Quartett um den Zürcher Posaunisten Florian Weiss, das mit Etiketten wie «klug», «witzig» und «draufgängerisch» weitherum gelobt wird. Davor spielt The Holy Breath, das Trio von Bassist Marc Jenny mit Bahur Ghazi (Oud) und Werner Hasler (Trompete).

Woodoism spielen am 13. Januar bei kleinaberfein. (Bild: pd)

Das 2002 erstmals durchgeführte Festival ist über die Jahre nicht nur gewachsen, sondern setzt neben den Konzerten auch auf die Vermittlung von Knowhow. Die Bands bekommen ein Coaching, sie werden geschult in musikfremden Künsten wie Marketing oder Interviewführung und profitieren von professionellem Foto- und Videomaterial.

Was beweist: Wer im Haifischbecken des Jazz überleben und vorwärtskommen will, braucht neben musikalischen Qualitäten auch Auftrittskompetenzen.

Dieser Beitrag erschien im Januarheft von Saiten.

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