Kategorie
Autor:innen
Jahr

«Die Frauenhäuser sind voll»

Die Dachorganisation der Frauenhäuser Schweiz und Liechtenstein DAO und die Konferenz der kantonalen Sozialdirektorinnen und Sozialdirektoren SODK schlagen Alarm: Die Frauenhäuser im ganzen Land haben kaum mehr freie Plätze. Wir haben nachgefragt. von Simon Jacoby (Tsüri.ch), Simon Muster (P.S.) und Corinne Riedener (Saiten)
Von  Corinne Riedener
Illustration: Maj Lisa Dörig

Als das Frauenhaus St.Gallen vor 40 Jahren eröffnet wurde, hatten die Gründerinnen nur ein Ziel: dass es irgendwann überflüssig wird. Das ist bis heute nicht der Fall – im Gegenteil: Silvia Vetsch, seit 2015 Leiterin des St.Galler Frauenhauses und im Vorstand der Dachorganisation Frauenhäuser Schweiz und Liechtenstein (DAO), kommt seit Wochen kaum noch zur Ruhe. «Die Frauenhäuser in der Schweiz sind voll belegt», sagt sie. «Die Situation ist besorgniserregend.»

Für die DAO hat Vetsch kürzlich eine Umfrage gemacht. Das Ergebnis ist alarmierend: Per Juni 2022 waren praktisch alle Plätze in den Schweizer Frauenhäusern belegt, eine Trendwende scheint nicht in Sicht. In Absprache mit der DAO hat die Konferenz der kantonalen Sozialdirektorinnen und Sozialdirektoren (SODK) darum diesen Dienstag einen Brief verschickt, in dem sie die Kantone zur Hilfe auffordern.

Angesichts der hohen Auslastung seien auch ausserkantonale Platzierungen kaum mehr möglich, «und es gibt Fälle, in denen die Frauenhäuser kein passendes Schutzangebot mehr zur Verfügung stellen können», heisst es in diesem Schreiben, das der Redaktion vorliegt. In Rücksprache mit der Verbindungsstellen-Konferenz Opferhilfegesetz (SVK-OHG) empfiehlt die SODK den kantonalen Exekutiven: «Die aktuelle Situation der Not- und Schutzunterkünfte in Ihrem Kanton zu prüfen, den mittelfristigen Handlungsbedarf zu analysieren sowie allenfalls Notmassnahmen (z.B. Miete von Zimmern mit Betreuung) in Absprache mit den Kantonen Ihrer Region in die Wege zu leiten.»

Der Ton des Briefes, an die RegierungsrätInnen adressiert, ist zwar nüchtern, die Situation an der Front aber umso dramatischer. Dies bestätigt auch die Umfrage, die Saiten, Tsüri.ch und P.S bei sieben Kantonen und im Fürstentum Liechtenstein gemacht haben.

«Im Moment geht gar nichts mehr»

Das Frauenhaus St.Gallen, das auch mit den beiden Appenzell eine Leistungsvereinbarung hat, kann insgesamt neun Frauen mit oder ohne Kinder aufnehmen. Es verfügt über 20 Betten. Vor zwei Wochen mussten Silvia Vetsch und ihr Team zusätzlich das Quarantänezimmer, das sie während Corona eingerichtet hatten, öffnen. Ein Tropfen auf den heissen Stein. Immer wieder müssen sie Frauen abweisen bzw. nach alternativen Lösungen suchen oder sie anderweitig platzieren, weil das Haus voll ist. In den letzten sechs Monaten waren es 32 Frauen mit insgesamt 33 Kindern.

In Graubünden ist die Lage ebenfalls prekär. Im dortigen Frauenhaus gibt es drei Zimmer für insgesamt sieben Personen, zurzeit ist es voll belegt. «In den letzten zwei Monaten mussten wir bereits 31 Frauen und 31 Kinder abweisen bzw. weiterleiten», sagt Stiftungsratspräsidentin Tamara Bernhard. «Zum Vergleich: Von Januar bis April hatten wir jeweils höchstens eine Frau abgewiesen. Seit Corona sind die Zahlen zwar allgemein höher, aber dass die Belegung über Monate so hoch ist, haben wir noch nie erlebt.»

Dasselbe in Liechtenstein. Dort gibt es drei fixe Plätze und wie in den meisten Frauenhäusern ebenfalls eine Übergangswohnung. Alles voll. «Die Auslastung ist aktuell sehr hoch», bestätigt Belgin Amann vom Vorstand auf Nachfrage. «Seit der Pandemie haben wir immer wieder Engpässe. Auch die Zahl der ambulanten Beratungen hat massiv zugenommen.»

Dass es regional zu Überlastungen kommt, passiere immer wieder, sagt Silvia Vetsch. Aber die Frauenhäuser in der Schweiz seien gut vernetzt und arbeiten kantonsübergreifend zusammen. «Wenn wir in St.Gallen keinen Platz mehr haben, können wir etwa auf die Frauenhäuser in Graubünden, Zürich oder Liechtenstein ausweichen und umgekehrt. Bisher war es jedenfalls so. Im Moment geht aber gar nichts mehr.»

44 Frauen konnten nicht aufgenommen werden

Üblicherweise würden Frauen bei voller Belegung in ein anderes Haus verwiesen, bestätigt Susan Peter. Sie ist die Geschäftsleiterin der «Stiftung Frauenhaus Zürich» (Trägerin des Frauenhauses Zürich Violetta) und hat aktuell ebenfalls kein freies Zimmer mehr. Alle 24 Plätze für gewaltbetroffene Frauen und Kinder sind belegt. Im ersten Halbjahr 2022 konnten die Mitarbeiterinnen des Frauenhauses bereits 44 Frauen aus Platzgründen nicht aufnehmen und mussten eine andere Lösung finden. Das sind fast doppelt so viele wie im ganzen letzten Jahr: 2021 waren es total 28, im Jahr davor 44.

Weil derzeit alle anderen Institutionen ebenfalls voll sind, werde es «immer enger und enger», sagt Peter. Abgewiesen werde aber niemand, sondern eine andere Lösung gesucht. Vielleicht müsse eine Frau zuerst in eine Pension, oder «es wird geklärt, ob sie nicht doch vorübergehend mit einer Gewaltschutzmassnahme» in der Wohnung bleiben kann.

Die Frauenhäuser Zürich Oberland und Winterthur waren für eine detaillierte Stellungnahme nicht zu erreichen. Doch auch dort, so heisst es am Telefon, seien die Kapazitäten ausgeschöpft und alle Plätze besetzt. Im Juni berichtete der «Landbote» ausserdem, dass in Winterthur 6 von 24 Mitarbeiterinnen gekündigt hätten und der Betrieb bis im August daher nur reduziert möglich sei.

Betroffene Personen weiterleiten musste auch schon das Frauenhaus der beiden Basel – und das, obwohl letztes Jahr die Anzeigen im Bereich häusliche Gewalt im Kanton Baselland um 17 Prozent gesunken sind. Trotzdem sei man voll, erklärt Kristina Caceres, stellvertretende Leiterin des Frauenhauses – im Mai und Juni lag die Auslastung gar bei über 100 Prozent. «Insgesamt mussten wir dieses Jahr 33 Frauen und 25 Kinder an andere Institutionen weiterleiten.» Wichtig sei aber zu betonen, dass für alle ein Schutzplatz gefunden wurde.

Im Kanton Bern habe man hingegen noch keine Personen weiterleiten müssen, sagt Ines Bürge vom Frauenhaus Bern. Als Grund dafür verweist Bürge auf die Hotline AppElle!, die seit Ende 2019 die Frauenhäuser im Kanton Bern miteinander vernetzt. «So wissen wir immer, in welchem Frauenhaus ab wann ein Platz frei wird.» Wenn die Situation es erfordere, müssten sie aber auch ausserkantonal platzieren, beispielsweise dann, wenn eine Hotelplatzierung aus Sicherheitsgründen nicht möglich ist. Allerdings: Die Hotline AppElle! wird bisher nur durch Spenden finanziert. «Wir wünschen uns, dass die Hotline künftig über die Kantone finanziert wird.»

Dringend nötig: Eine behördlich finanzierte Hotline für gewaltbetroffene Frauen.

Auch das Frauenhaus Kanton Aargau-Solothurn hat Wünsche an die Politik, wenn es um die Finanzierung geht. Denn: Das Frauenhaus Aargau-Solothurn ist das einzige rein subjektfinanzierte Frauenhaus der Schweiz. «Das führt zu einer paradoxen Situation, nämlich dass die Kosten des Betriebs nie voll gedeckt sein können und wir immer auch auf Spenden angewiesen sind», sagt L. Bächlin, stellvertretende Betriebsleitung. Deshalb wünsche man sich neben mehr Aufmerksamkeit für das Thema häusliche Gewalt auch die finanziellen Ressourcen, damit Opfer von häuslicher Gewalt die Unterstützung und Hilfe bekommen können, die sie brauchen.

Häusliche Gewalt gab es schon vor Corona

Für gewaltbetroffene Frauen kann jeder Tag mehr zuhause lebensbedrohlich sein. Laut Polizeistatistik gab es 2021 in der Schweiz 23 vollendete und 46 versuchte Femizide. Schutz im Frauenhaus suchen in der Regel Frauen, die seit vielen Jahren von schwerer häuslicher Gewalt betroffen sind und aufgrund dessen wenig Ressourcen haben, erklärt Silvia Vetsch. Zum grossen Teil seien das Hochrisikofälle. Sie melden sich oft selber oder werden von der Polizei, der Opferhilfe, dem Spital oder der KESB an die Frauenhäuser verwiesen. Manche Frauen berichten von Todesdrohungen, andere sind schwer verletzt, kommen mit Schädel-Hirn-Traumata oder Würgemalen.

Die Überbelastung der Frauenhäuser wirkt sich aber nicht nur auf die gewaltbetroffenen Frauen aus, sondern auch auf den Betrieb. Zusätzliche Zimmer bedeuten mehr Aufwand, mehr Reinigung und mehr Personal, das oft nur in Teilzeit angestellt ist und sich darum nicht ständig neu organisieren kann, wie Vetsch erklärt. Auch die Nachbearbeitung der Fälle müsse zum Teil warten. «Im Moment rotieren wir ständig, da bleibt uns kaum Zeit, um Dinge aufzuarbeiten.»

Über die Gründe für die derzeitige Belastung der Frauenhäuser können Vetsch und ihre Kolleginnen aus den anderen Kantonen nur spekulieren. Es sei wohl eine Akkumulation verschiedener Faktoren, sagen sie einhellig. Die Pandemie und die damit verbundenen Auswirkungen spielten sicher eine Rolle, die Existenzängste seien heute grösser. Mit der Pandemie habe zudem auch eine gesellschaftliche Sensibilisierung für häusliche Gewalt stattgefunden. Betroffene wüssten, wohin sie sich wenden können, Nachbarn würden eher einmal die Polizei rufen.

Der Krieg in der Ukraine, die Inflation und die entsprechende Berichterstattung in den Medien sorge seit Februar zusätzlich für Unsicherheit. Das seien nur Mutmassungen, persönliche Eindrücke, sagen sie. Klar ist aber, und das betonen alle: Häusliche Gewalt gab es schon lange vor Corona.

Vier zusätzliche Plätze im Kanton Zürich

Dem Sozialamt des Kantons Zürich sind die «aktuell hohen Fallzahlen» in den Frauenhäusern bekannt, wie eine Sprecherin auf Anfrage mitteilt. Deshalb habe das Amt im Mai «auf Antrag eines Frauenhauses einer Erhöhung des Angebots» um vier Plätze zugestimmt. Doch bereits in den vergangenen Jahren hat der Kanton das Engagement für den Schutz von gewaltbetroffenen Frauen ausgebaut.

Seit dem Jahr 2020 erhalten die drei Zürcher Frauenhäuser jährlich statt einer halben neu 1,2 Millionen Franken. Damit, so steht es in der Medienmitteilung von damals, sollen die Frauenhäuser wirtschaftlich stabil arbeiten können, um sich auf ihre Kernaufgabe zu konzentrieren: dem Schutz von Frauen und Kindern. Diese Kernaufgabe war auch während der Pandemie nur schwer zu erfüllen, weshalb das kantonale Sozialamt im Jahr 2021 zusätzlich allen drei Frauenhäusern je 300’000 Franken gesprochen hat. Dass die öffentliche Hand «nun mehr investiert, ist auch eine Konsequenz aus der Istanbul-Konvention zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt».

Trotz der erhöhten Mittel reiche das Geld nicht, erklärt Judith Stofer, Stiftungsrätin beim Zürcher Frauenhaus und AL-Kantonsrätin: «Die Aufstockung des Kantons hat sehr viel geholfen, aber es ist immer noch zu wenig.» Den Frauenhäusern mangle es konstant an Geld.

Auch beim Kanton St.Gallen ist man sich der schwierigen Lage bewusst. Man stehe in engem Kontakt zum Frauenhaus und biete Hand für Hilfe, auch finanziell, sagt Adela Civic, Leiterin der Abteilung Familie und Sozialhilfe beim Kanton St.Gallen. «Wir sind an einem Punkt angekommen, an dem wir handeln müssen. Regierungsrätin Laura Bucher hat ihre volle Unterstützung zugesagt.» Derzeit werde ein Plan ausgehandelt für allfällige weitere Räumlichkeiten, Möbel und Personal, eine Aushilfe für Juli und August wurde bereits bewilligt.

Civic ist besorgt: «Es geht nicht nur um St.Gallen. Schweizweit ist die Situation bedenklich und es ist keine Entspannung in Sicht», sagt sie. «Alle haben das gleiche Problem, darum ist es wichtig, dass von der SODK politisch Druck gemacht wird. Die Notunterkünfte müssen gewährleistet sein. Dazu ist jetzt ein gesamtschweizerisches Handeln notwendig.»

Die Botschaft ist bei der SODK angekommen. Ist der Brief, den die SODK am Dienstag an alle Kantone gesendet hat, also ein Weckruf? Die Frage geht an Martin Allemann, der bei der SODK für den Themenbereich Opferhilfe zuständig ist. Weckruf sei ein wenig alarmistisch formuliert, aber: «Mit dem Brief wollen wir die Aufmerksamkeit der Kantone auf das Thema lenken.» Die Auslastung der Frauenhäuser sei seit Monaten hoch und zwar überall, was ausserkantonale Zuweisungen erschwere. «Der Brief ist das Einzige, was die SODK im Moment machen kann.»

Heisst in anderen Worten: Die Frauenhäuser legen ihre Hoffnung in die SODK, die SODK in die Kantone und die Kantone erhoffen sich politischen Druck von der SODK.

Wie aber konnte es soweit kommen? Noch im Mai 2021 verabschiedete die SODK Empfehlungen an die Kantone zur zukünftigen Finanzierung von Frauenhäusern und Ausgestaltung von Anschlusslösungen. Einer der elf Punkte: Damit die Frauenhäuser auch in akuten Krisensituationen noch Menschen aufnehmen können, empfiehlt die SODK eine durchschnittliche Auslastung von 75 Prozent. Eine Zielgrösse, die aktuell mehr nach Fiktion als nach Realität klingt.

Dies ist eine gemeinsame Recherche der unabhängigen Medien Tsüri.ch, P.S. und Saiten. Mitarbeit: Simon Jacoby, Simon Muster und Corinne Riedener.

Das Kro­ko­dil schnappt wie­der zu

Von  Pius Frey  und  David Gadze
Krokodil 2026 pd

24/7 Traumacore

Heat Girl Sum­mer

Von  Mia Nägeli

Kunst in Oberuzwil

Spu­ren der Hei­mat

Von  Vera Zatti
Dieses

Musik

Mehr als Jazz im Kult­bau

Von  Richard Butz
GP Trio MF90302 k

«Die Wahr­neh­mung nicht be­die­nen, son­dern schär­fen»

Pa­trick Kess­ler er­hält den Aus­ser­rho­der Kul­tur­preis 2026. Der Kon­tra­bas­sist, Klang­künst­ler und Ku­ra­tor aus Gais reist mit al­ten Laut­spre­chern nach Wien und Ha­noi, tritt mit In­sek­ten in ei­nen mu­si­ka­li­schen Dia­log und fin­det sei­ne wich­tigs­ten Lek­tio­nen nicht un­be­dingt an Hoch­schu­len.

Von  Philipp Bürkler
Bassilikum 04

Mo­bi­li­täts­al­li­anz nimmt Fahrt auf

Die Mo­bi­li­täts­al­li­anz Ost­schweiz will Pend­ler:in­nen zum Um­stieg vom Au­to auf Bus, Bahn und Ve­lo be­we­gen. Bei den zehn be­tei­lig­ten Gross­un­ter­neh­men lässt be­reits je­de fünf­te Per­son das Au­to am Mor­gen ste­hen. Nun sol­len 500 wei­te­re Fir­men fol­gen. 

Von  Philipp Bürkler
Mobilitaetsallianz 1 philipp buerkler

Tu­bes, Pipe­lines, Cords

Au­gus­tin Re­be­tez macht kei­ne hal­ben Sa­chen. Sei­ne Kunst ist aus­ufernd und dicht zu­gleich. Er ent­wi­ckelt an­spie­lungs­rei­che Bild­wel­ten – ak­tu­ell in der Kunst­hal­le Ar­bon.

Von  Kristin Schmidt
Augustin Rebetez key visual Kunsthalle Arbon Augustin Rebetez

Zu hoch für Ap­pen­zell

Der Kan­ton Ap­pen­zell In­ner­rho­den plan­te am Lands­ge­mein­de­platz in Ap­pen­zell ein neu­es Ge­bäu­de für die Ge­rich­te, die Bi­blio­thek und die kan­to­na­le Ver­wal­tung. Die eid­ge­nös­si­schen Kom­mis­sio­nen für Na­tur- und Hei­mat­schutz und je­ne für Denk­mal­pfle­ge brach­ten das Pro­jekt je­doch zu Fall.

Von  René Hornung
Verwaltungsgebaeude appenzell pd

Offener Brief an die Bundespolitik

Wir wol­len Rech­te, kei­ne Al­mo­sen

Von  Christoph Keller

In­no­va­ti­on ge­hört zur DNA

Das Fi­gu­ren­thea­ter St.Gal­len wird 70. Was sich ver­än­dert hat, war­um Pup­pen Kin­der wie Er­wach­se­ne fas­zi­nie­ren und wie man auch Ju­gend­li­che er­rei­chen kann: ein Ge­spräch zum Ju­bi­lä­um.

Von  Peter Surber
Hochdruck Crasch Polizei 04665

Mit Sound und Vi­su­als ge­gen den Öko­kol­laps

Die zwei­te Aus­ga­be des au­dio­vi­su­el­len Fes­ti­vals Su­s­ur­rus in der Mü­le­nen­schlucht wid­met sich der «mehr-als-mensch­li­chen» Mit­welt. Mit akus­ti­schen und per­for­ma­ti­ven In­ter­ven­tio­nen er­kun­det das Fes­ti­val neue For­men der Be­zie­hung zwi­schen Mensch und Na­tur. 

Von  Lilli Kim Schreiber
DSC3137

Un­ter­schied und Wir­kung

In der Aus­stel­lung «Die lei­sen Un­ter­schie­de» im Haus zur Glo­cke in Steck­born be­fas­sen sich fünf Künst­ler:in­nen mit der Wahr­neh­mung von Un­ter­schie­den. 

Von  Vera Zatti
03 Schuetz Chraeje n un Gwaage ss Foto

Kolumne: Heppelers Bestiarium

Cy­borg-Ka­ker­la­ken

Von  Jeremias Heppeler

Fu­rio­ses Klang­ge­wit­ter

Mit dem En­sem­ble TAK aus New York gas­tier­te am Diens­tag ein Neue-Mu­sik-Quin­tett von Welt­rang im St.Gal­ler Kult­bau. Or­ga­ni­siert vom Zy­klus Con­tra­punkt, hät­te der Abend mehr Pu­bli­kum ver­dient. Ein Bubble-Pro­blem?

Von  Peter Surber
Contrapunkt 1 martin fluege

Ne­an­der­tha­ler:in, ge­hüllt in Pink 

Das St.Gal­ler Kul­tur­mu­se­um öff­net in der neu­en Aus­stel­lung «Ste­reo­ty­pes: Ne­an­der­tha­le­rin» den Blick auf die­se Stein­zeit­men­schen. Die Schau mit viel Pink ver­knüpft ge­schickt Spiel mit Wis­sen­schaft und Ver­gan­gen­heit mit Ge­gen­wart.

Von  Vera Zatti
Stereotypes Kulturmuseum 2026 1

Neue Sai­son un­ter be­son­de­ren Vor­zei­chen

Das Thea­ter an der Gren­ze in Kreuz­lin­gen star­tet heu­te in die neue Spiel­zeit. Kürz­lich ver­starb die prä­gen­de Co-Prä­si­den­tin An­na Rink. Aus­ser­dem fällt der bis­he­ri­ge Spiel­ort im Kul­tur­zen­trum Kult-X bis En­de 2027 weg. Wie der Ver­ein die­se Hür­den meis­tert, er­zäh­len Prä­si­den­tin Vro­ni El­len­br­oek und Klaus Okraf­ka aus der Pro­gramm­lei­tung im In­ter­view.

Von  Judith Schuck
Theater an der Grenze Klaus Ofraka und Vroni Ellenbroek

FC St.Gal­len vs. FC Si­on – St. Gal­len un­ter­liegt Si­on mit 0:3

St. Gal­len star­te­te gut in die Par­tie, agier­te aber oft­mals zu um­ständ­lich ge­gen tief ver­tei­di­gen­de Sit­te­ner und blieb letzt­lich glück­los. 

Von  SENF Kollektiv
Senf

Dampf auf dem Kes­sel

Auf sei­nem neu­en So­lo­al­bum the­ma­ti­siert Ma­nu­el Stahl­ber­ger die Über­hit­zung. Die kli­ma­ti­sche, die ge­sell­schaft­li­che, die po­li­ti­sche. Ge­mein­sam mit Bit-Tu­ner hat der St.Gal­ler Mu­si­ker da­für ei­nen düs­te­ren, elek­tro­ni­schen Sound ge­fun­den.

Von  David Gadze
Manuel stahlberger bit tuner heiss pd

Von War­te­häus­chen und ehe­ma­li­gen Te­le­fon­ka­bi­nen

An Klein­bau­ten ge­hen wir oft acht­los vor­bei: Bus­war­te­häus­chen, öf­fent­li­che WCs, nicht mehr ge­brauch­te Te­le­fon­ka­bi­nen oder Feu­er­wehr- und Stras­sen­wär­ter­ma­ga­zi­ne. Ak­tu­ell gibt es da­zu ei­ne Aus­stel­lung im 1. Stock des Rat­hau­ses St.Gal­len.

Von  René Hornung
2 Tramhaeuschen Schibenertor

«Wie ein Vor­film des­sen, was auf uns zu­kom­men könn­te»

Bis 2050 will die Stadt St.Gal­len kli­ma­neu­tral sein. Ka­rin Hun­ger­büh­ler und To­bi­as Fi­scher-Künz­ler von der Dienst­stel­le Um­welt und En­er­gie be­ant­wor­ten Fra­gen zur be­vor­ste­hen­den Kli­ma­wo­che und zum Kli­ma­schutz in der Stadt.

Von  Reto Voneschen , Bilder:  Sara Spirig
2609 Redeplatz Karin Tobias 01