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Des Nachts im Walde

Liebe, Magie und Verwirrungen des Nachts im Walde (Bild: pd)

Liebe, Magie und Verwirrungen des Nachts im Walde (Bild: pd)

Um Liebe, Wahnsinn und ein bisschen Magie. Darum geht es in Shakespeares Ein Sommernachtstraum. Das Vorarlberger Landestheater in Bregenz bringt das Stück unter der Regie von Angelika Zacek passend zum Sommeranfang auf die Bühne.

Die Shake­speare­schen Klas­si­ker sind so­ge­nann­te Ever­greens. So auch Ein Som­mer­nachts­traum, ei­ne Ko­mö­die in fünf Ak­ten. Ent­stan­den ist sie zum En­de des 16. Jahr­hun­derts. Un­ter­des­sen gibt es zahl­lo­se Ad­ap­tio­nen: für Bal­lett, Film oder Thea­ter. Ei­ne sol­che bringt das Vor­arl­ber­ger Lan­des­thea­ter in Bre­genz pas­send zum Som­mer­be­ginn auf die Büh­ne. Die Pre­mie­re fin­det am 18. Ju­ni im Gros­sen Haus statt.

Das Stück Ein Som­mer­nachts­traum sei ein «Tanz auf dem schma­len Grat zwi­schen Ver­nunft und Ek­sta­se, zwi­schen Kon­trol­le und Hin­ga­be», schreibt das Thea­ter. Shake­speare spie­le dar­in mit den «Re­geln der Ge­sell­schaft». Er bre­che sie auf, ver­zer­re sie bis zur Un­kennt­lich­keit, «nur um sie am En­de doch wie­der ein­zu­fan­gen».

Die Ge­schich­te be­ginnt in ei­ner Som­mer­nacht. Vier jun­ge Men­schen fin­den sich ir­gend­wo in den Tie­fen des Wal­des wie­der. Sie ver­lie­ben sich, ver­ir­ren und ver­wir­ren sich. Der­weil strei­ten die Feen­kö­ni­gin Ti­ta­nia und ihr Ehe­mann Obe­ron. Ihr Macht­kampf ar­tet der­art aus, dass er auch die Men­schen in sei­nen Stru­del hin­ein­zieht. Und als wä­re das noch nicht ge­nug der Ver­wick­lun­gen, ent­fal­tet sich ein Spiel im Spiel: Ei­ne Grup­pe Hand­wer­ker probt in eben die­sem Wald ihr ei­ge­nes Thea­ter­stück. 

Drei Ta­ge und Näch­te dau­ert die er­zähl­te Ge­schich­te, an de­ren En­de «nichts bleibt, wie es war». In­sze­niert hat das Stück für das Vor­arl­ber­ger Lan­des­thea­ter die Ös­ter­rei­che­rin An­ge­li­ka Zacek. Die freie Re­gis­seu­rin war be­reits am Staats­thea­ter Karls­ru­he und dem Main­fran­ken­thea­ter in Würz­burg tä­tig. Zu­dem hat sie Lehr­auf­trä­ge an ver­schie­de­nen Hoch­schu­len. 

Zaceks künst­le­ri­sche Pra­xis sei ge­prägt vom Fe­mi­nis­mus, heisst es sei­tens des Thea­ters, und sie sei be­strebt, Ste­reo­ty­pen auf­zu­bre­chen. Man darf al­so ge­spannt sein, in­wie­fern die­se Prä­mis­sen in ih­rer Ad­ap­ti­on von «Ein Som­mer­nachts­traum» zum Aus­druck kom­men. Die Ku­lis­se zum Stück hat der frei­schaf­fen­de Büh­nen­bild­ner Gre­gor Alex­an­der Sturm rea­li­siert. Der stu­dier­te Ar­chi­tekt hat in über 100 Thea­ter­pro­duk­tio­nen mit­ge­wirkt und ist Mit­glied des Deut­schen Kul­tur­rats.

Ein Som­mer­nachts­traumPre­mie­re am Don­ners­tag, 18. Ju­ni, 19.30 Uhr. Wei­te­re Vor­stel­lun­gen am Frei­tag, 19. Ju­ni, Diens­tag, 23. Ju­ni, Sonn­tag, 28. Ju­ni so­wie Mitt­woch, 1. Ju­li, Don­ners­tag, 2. Ju­li und Sams­tag, 4. Ju­li, je­weils 19.30 Uhr,Gros­ses Haus, Vor­arl­ber­ger Lan­des­thea­ter, Bre­genz.

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