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Die Schau der 76 Glücklichen

Die jüngsten sind Jahrgang 1989, der älteste ist 92: Das Heimspiel 2015, die alle drei Jahre stattfindende regionale Kunstschau, ist juriert, die Namen sind online. Erstmals ist Vaduz als Ausstellungsort neben St.Gallen mit dabei.
Von  Peter Surber , 

Vor drei Jahren gab es zum Heimspiel das «Spiel»: eine Art Gegenausstellung abgelehnter Künstlerinnen und Künstler im damals schon baufälligen Hotel Ekkehard. Und die Brüder Riklin propagierten auf Weltformat-Plakaten ihr eigenes juryfreies Ausstellungsprojekt. Ob sich dieses Mal wieder Proteste erheben, wird man sehen. Das System «Jurierte Werkschau» hat sich in der Ostschweiz etabliert – bringt es aber mit sich, dass eine Minderheit glücklich und eine Mehrheit enttäuscht ist.

76Auserwählte

Den Kopf für die Auswahl hinhalten werden Raffael Dörig, Direktor des Kunsthauses Langenthal, Eva Birkenstock, Kuratorin KUB-Arena am Kunsthaus Bregenz, und Andrea Thal, künstlerische Leiterin des Contemporary Image Collective Kairo. Sie bildeten die dreiköpfige Jury für die diesjährige Durchführung. In zwei Runden beurteilten sie insgesamt rund 450 Eingaben aus den Kantonen St.Gallen, Thurgau und beiden Appenzell sowie aus Vorarlberg und dem Fürstentum Liechtenstein.

Zu sehen sind die Werke ab 10.  Dezember. Bis dahin ein bisschen Statistik, zum ersten: 54 Kunstschaffende oder Kunst-Duos waren es 2012, 76 sind es jetzt – weil erstmals die Liechtensteiner Museen am Heimspiel mit ausstellen, konnte die Zahl vergrössert werden. Zum zweiten: Bemerkenswert ist die weite Altersspanne in der Liste der Auserwählten. Die drei Jüngsten mit Jahrgang 1989 sind die Innerrhoderin Roswitha Gobbo, der Ausserrhoder Fridolin Schoch und die St.Gallerin Salome Schmuki. Senior des Jahrgangs 2015 ist, wie schon vor drei Jahren, der inzwischen 92jährige St.Galler Ernst Bonda.

Stammgäste und Newcomer

Statistik zum dritten: Ein rundes Dutzend Künstlerinnen und Künstler waren bereits 2009 und 2012 dabei, ein Ritterschlag gewissermassen und zumindest der Ausweis konstanter künstlerischer Qualität über all die Jahre. Das sind: Zora Berweger, Rolf Graf, Alexander Hahn, Alex Hanimann, Peter Kamm, Lutz & Guggisberg, Caro Niederer, Ilona Ruegg, Kilian Rüthemann, Francisco Sierra, Bernard Tagwerker und Christian Vetter.

Mindestens soviel Interesse wecken aber die Neuentdeckungen. Ins Blaue hinaus fallen ein paar Namen auf, so die schon genannte Roswitha Gobbo, der in Düsseldorf studierende Domingo Chaves, die in St.Gallen geborene Fotografin Tamara Janes, die in Basel arbeitende Textilkünstlerin Jeannice Keller, der Liechtensteiner Performer Simon Kindle…

Hier die vollständige Namensliste: Roland Adlassnigg, Albert Allgaier, Maria Anwander, Ruben Aubrecht, Helena Becker, David Berweger, Zora Berweger, Bildstein/Glatz, Beni Bischof, Michael Bodenmann, Ernst Bonda, Peter Clemens Brand, Barbara Brülisauer, Urs Burger, Domingo Chaves, Andrea Giuseppe Corciulo, Theo Cowley, Katalin Deér, De La Fuente Oscar De Franco, Marco Eberle, Katharina Fitz, H.R. Fricker, Beate Frommelt, Gabriele Fulterer, Georg Gatsas, Christoph und Markus Getzner, Roswitha Gobbo, Florian Graf, Rolf Graf, Pascale Grau, Co Gründler, Andy Guhl, Alexander Hahn, Dieter Hall, Alex Hanimann, Pascal Häusermann, Anna Hilti, Thomas Hoor, Sarah Hugentobler, Stefan Inauen, Tamara Janes, Peter Kamm, Jeannice Keller, Simon Kindle, Christoph Luger, William Lutz, Lutz&Guggisberg, Manon, Vera Marke, Maria Mäser, Norbert Möslang, Josef Felix Müller, Reto Müller, Sarah Elena Müller, Manfred Naescher, Caro Niederer, Marianne Rinderknecht, Hanna Roeckle, Ilona Ruegg, Kilian Rüthemann, Christoph Rütimann, Katja Schenker, Salome Schmuki, Fridolin Schoch, Karin Schwarzbek, Tom Senn, Francisco Sierra, Barbara Signer, Loredana Sperini, Felix Stickel, Valentina Stieger, Thomas Stüssi, Bernard Tagwerker, Christian Vetter, Martin Walch, Jiajia Zhang.

Alle Dokumentationen, auch jene der Ausgeschiedenen, sind wie üblich im Projektraum Nextex in St.Gallen einsehbar – und damit die Arbeit der Jury kontrollierbar.

 

Eröffnet wird das Heimspiel 2015 am 10. Dezember in Vaduz und am 11. Dezember in St.Gallen. Die Ausstellungen im Kunstmuseum Liechtenstein und Engländerbau Vaduz, in Kunstmuseum und Kunsthalle St.Gallen sowie im Nextex-Projektraum in St.Gallen dauern bis 21. Februar 2016.

heimspiel.tv

Bak­te­ri­en und ein Fun­ke Hoff­nung 

Wie kön­nen wir un­se­ren Kon­sum nach­hal­ti­ger ge­stal­ten? In «Next Re­la­ti­ons – Zu­kunft ge­stal­ten» zeigt das Ge­wer­be­mu­se­um Win­ter­thur an­hand von Ar­bei­ten von Stu­die­ren­den mög­li­che An­sät­ze. Ei­ne an­spruchs­vol­le Schau, die Hoff­nung macht.

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Mit­spie­len dür­fen. Aber auch die Spiel­re­geln mit­be­stim­men?

Der Kan­ton St.Gal­len hat Kunst- und Kul­tur­schaf­fen­de zur jähr­li­chen Kul­tur­kon­fe­renz nach Wil ein­ge­la­den. Spie­le­risch wur­de ver­sucht, die Aus­rich­tung der Kul­tur­för­de­rung zu klä­ren und Mög­lich­kei­ten der neu­en Kul­tur­stra­te­gie zu dis­ku­tie­ren. Doch die zen­tra­le Fra­ge blieb of­fen: Wie stark kann die Kul­tur­sze­ne den In­halt der Stra­te­gie tat­säch­lich mit­be­stim­men?

Von Philipp Bürkler,
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Heftvorschau 10/26
Erntehilfe, Unterwasser, Bücherherbst

Wer als Ern­te­hel­fer:in in der Schweiz ar­bei­tet, tut dies in ei­ner recht­li­chen Grau­zo­ne. Das nützt vor al­lem ei­nem Sys­tem, das we­der die Land­wirt:in­nen noch die Kon­su­ment:in­nen im Al­lein­gang än­dern kön­nen. Aus­ser­dem im Ok­to­ber­heft: zehn Jah­re Un­ter­was­ser, ei­ne Fla­schen­post aus Hal­le (Saa­le), Kunst zum The­ma Männ­lich­keit, Mu­sik von The Black Salt und na­tür­lich der Bü­cher­herbst – mit neu­er Li­te­ra­tur von Ost­schwei­zer Au­tor:in­nen.

Saiten 2610 Cover

Sound­track für den Herbst

Hu­man Hu­man spie­len me­lan­cho­li­schen und fra­gi­len In­die-Pop, der trotz­dem warm und licht­durch­flu­tet ist. Das St.Gal­ler Duo hat jetzt sei­ne ers­te EP ver­öf­fent­licht und tritt am Wo­chen­en­de gleich zwei­mal im Bahn­hof Brug­gen auf – erst­mals mit ei­ner Band.

Von David Gadze,
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Kommentar zur Beratung der Inklusionsinitiative im Nationalrat

Men­schen­wür­de, nicht Bud­get­pos­ten

Von Christoph Keller,

Der Neo­na­zipfar­rer

1976 lässt sich Gerd Zi­keli in der evan­ge­li­schen Kirch­ge­mein­de St.Gal­len-Strau­ben­zell zum Pfar­rer wäh­len. Drei Jah­re spä­ter wird er als gut ver­netz­ter Ho­lo­caust-Leug­ner und Vor­stands­mit­glie­der der ers­ten Neo­na­zi­grup­pe der Schweiz ent­tarnt. Heu­te be­ob­ach­tet er Lauf­enten.

Von Roman Hertler,
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Das Glück, bei Pe­ter Kamm Stein zu sein

Bild­hau­er Pe­ter Kamm haut kei­ne Stei­ne mehr im Ate­lier. Trotz­dem ent­ste­hen neue Skulp­tu­ren, die ak­tu­ell in Steck­born zu se­hen sind. Wie geht das?

Von Ursula Badrutt,
Peter Kamm Kunst am Bau Erweiterungsbau Paedagogische Hochschule Kreuzlingen

Die Stick­ma­schi­ne steht still

In vie­len Aus­ser­rho­der Dör­fern klap­per­ten frü­her Web­stüh­le und spä­ter Stick­ma­schi­nen. In­zwi­schen sind sie al­le ver­stummt. Der Film Das En­de ei­ner Ära por­trä­tiert die Sti­cker Wal­ter Son­der­eg­ger Se­ni­or und Ju­ni­or aus Re­he­to­bel und setzt der Bran­che ein Denk­mal.

Von René Hornung,
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Nur das Jetzt zählt

Der Schwei­zer Fil­me­ma­cher Kas­par Ka­sics über­lässt in sei­nem neu­en Film Das un­end­li­che Jetzt Men­schen, die mit De­menz le­ben, die Büh­ne. Ein Ex­pe­ri­ment mit ei­nem aus­ser­ge­wöhn­li­chen Sto­rytel­ling, auf das es sich ein­zu­las­sen lohnt.

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Das Kro­ko­dil schnappt wie­der zu

Die Schwei­zer Rock­le­gen­den Kro­ko­dil ha­ben kürz­lich ihr neu­es Al­bum Bey­ond The Eye ver­öf­fent­licht. Ur-Kro­ko­dil Dü­de Dürst schwärmt von der En­er­gie der 2019 wie­der­be­leb­ten Band – und hat noch lan­ge nicht ge­nug. Am Frei­tag spie­len sie in der Gra­ben­hal­le.

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Mehr als Jazz im Kult­bau

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«Die Wahr­neh­mung nicht be­die­nen, son­dern schär­fen»

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Mo­bi­li­täts­al­li­anz nimmt Fahrt auf

Die Mo­bi­li­täts­al­li­anz Ost­schweiz will Pend­ler:in­nen zum Um­stieg vom Au­to auf Bus, Bahn und Ve­lo be­we­gen. Bei den zehn be­tei­lig­ten Gross­un­ter­neh­men lässt be­reits je­de fünf­te Per­son das Au­to am Mor­gen ste­hen. Nun sol­len 500 wei­te­re Fir­men fol­gen. 

Von Philipp Bürkler,
Mobilitaetsallianz 1 philipp buerkler

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Augustin Rebetez key visual Kunsthalle Arbon Augustin Rebetez

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Verwaltungsgebaeude appenzell pd

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Von Christoph Keller,

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Das Fi­gu­ren­thea­ter St.Gal­len wird 70. Was sich ver­än­dert hat, war­um Pup­pen Kin­der wie Er­wach­se­ne fas­zi­nie­ren und wie man auch Ju­gend­li­che er­rei­chen kann: ein Ge­spräch zum Ju­bi­lä­um.

Von Peter Surber,
Hochdruck Crasch Polizei 04665

Mit Sound und Vi­su­als ge­gen den Öko­kol­laps

Die zwei­te Aus­ga­be des au­dio­vi­su­el­len Fes­ti­vals Su­s­ur­rus in der Mü­le­nen­schlucht wid­met sich der «mehr-als-mensch­li­chen» Mit­welt. Mit akus­ti­schen und per­for­ma­ti­ven In­ter­ven­tio­nen er­kun­det das Fes­ti­val neue For­men der Be­zie­hung zwi­schen Mensch und Na­tur. 

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